Kreatives Gestalten mit Färberpflanzen und gepressten Blüten

Gestalten von Grußkarten, Weihachtsanhängern und was uns sonst noch alles einfällt mit Färberpflanzen und gepressten Blüten

Wir möchten mit euch die Ernte an Blüten und Färberpflanzen dieses Sommers teilen und gemeinsam in gemütlicher Runde kreativ werden.

Mi, den 7.12.2022 zwischen 16.00 – 18.30 Uhr
Kiez Zentrum Villa Lützow
Raum wachsenlassen EG
Lützowstraße 28
10785 Berlin
Umkostenbeitrag: 5-10 Euro nach Selbsteinschätzung

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de

Besucht uns auch auf instagram.com/wachsenlassenberlin


Einladung zum Saatgut-Plausch-und Tausch


Artenvielfalt durch regionales Saatgut!

Saatgut ist Kulturgut!

Zur Wiedereröffnung der LeihSämerei in unserem Gemeinschaftsgarten treffen wir uns am
Samstag, den 26.11.2022, in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr
zum Saatgut reinigen und Ideen schmieden.

Wir möchten uns gerne vernetzen mit anderen Gärtner*innen in Berlin und Brandenburg und freuen uns über alle, die sich für das Thema Saatgut interessieren und Lust haben, am Samstag dazu zu kommen.

Wo:

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Kiez Zentrum Villa Lützow, EG
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Wer am Samstag keine Zeit hat, aber Lust auf das Thema regionales Saatgut und Vernetzung dazu hat, melde sich doch einfach unter wachsenlassen@web.de und wir verabreden uns anders.


Verantwortung, Freude und Gemeinschaft – Warum wir die (Stadt)-Natur brauchen

Es sind eindeutig schwierige Zeiten – der Corona-Virus zwingt immer noch viele Menschen in die Isolation, Arbeitskräfte fallen aus, viele, vor allem mittelständige Unternehmen geraten in wirtschaftlich schwierige Situationen, viele von uns sind krank, irritiert, verunsichert, Kriege rücken näher, immer mehr Menschen sind auf der Flucht und unser kapitalistisches Wirtschaftssystem hat wenig Mittel oder Ambitionen, sich auf den Klimawandel und seine mit ihm einhergehenden Auswirkungen einzustellen – also immer noch und immer wieder die Frage: wie wollen wir leben?

Lange Tage war es mir nicht möglich, etwas zu sagen oder zu schreiben, ich war sprachlos im faktischen Sinne des Wortes, ohnmächtig und handlungsunfähig.

Als ich in den Garten zurückkehren konnte, spürte ich wieder Berührung, sah Schönheit und empfand Freude. Lebendigkeit und Verantwortung.

Als Teil der Natur haben auch wir unseren Teil an Verantwortung ihr gegenüber und daraus können und sollten wir Freude schöpfen.
Verantwortung ist nicht schwer, wir dürfen uns nur nicht bange machen lassen.

Bei einer eher zufälligen Lektüre entdecke ich den hawaiianischen Begriff Kuleana, ein Wort, für das es in der deutschen Sprache keine Entsprechung gibt. Vielleicht lässt sich Kuleana am beste mit würdevoller Verantwortung übersetzen. Die Maoli auf Hawaii benutzen diesen Begriff, wenn sie über die Verantwortung für unsere Erde sprechen. Nach ihrer Auffassung ist der Mensch zur Verantwortung für den Planeten und seine Mitmenschen geboren. Das ist keine Last, sondern mit Freude verbunden.
Kuleana schließt immer eine Beziehung mit ein und lässt das abendländische Bild der Trennug von Mensch und Natur scheitern.

Es ist die physische Begegnung, die mich bei jedem Eintitt in einen Naturgarten berührt und zu neuem Leben erweckt.
Tiere und Pflanzen erfeuen mich mit ihren Farben und Formen, ihrem Gesang. Ich sehe, rieche, taste, höre, fühle und schmecke.

Habe ich zudem noch die Möglichkeit, eigene Früchte und Gemüse anzubauen, ist die Befriedigung groß: meine Pflege und Fürsorge bewirken etwas und werden zur Selbstfürsorge.
Jeder Mensch, besonders auch in den Städten, sollte einen für ihn zugänglichen, vielfältig gestalteten Naturgarten in seiner Nähe haben.
Energie tanken in Gemeinschaft mit anderen Wesen der Natur. Schönheit wahrnehmen und sich an ihr erfreuen.
Vielleicht erkennen das eines hoffentlich nicht zu fernen Tages auch unsere Stadtplaner*innen und (Bezirks-) Politiker*innen.

Eins der größten Probleme unserer Zeit ist der dramatisch voranschreitende Verlust der Artenvielfalt.

Menschen in den Städten können auch hier würdevolle Verantwortung übernehmen und sich für eine Ökologisierug der Städte einsetzen. Dies funktioniert auch auf kleinsten Flächen wie Baumscheiben oder Balkonkästen, diese können für die Tier- und Pflanzenwelt Trittsteine bilden, auf denen sie voranschreiten-, fliegen und leben können.

Und dann die Gemeinschaft, nicht nur mit den Pflanzen und Tieren, sondern auch mit den Menschen, die bereit sind, mit Freude wieder Verantwortung zu übernehmen.
All die, die Straßenbäume gießen, Gärten anlegen, Blumen für Wildbienen aussäen, Gehölze für Vögel pflanzen, Eichhörnchen füttern und Laubbläser zerschlagen.
Wenn mich an dunklen Tagen die Ohnmacht überfällt, dann denke ich an sie, treffe mich mit ihnen, lege gemeinsam mit ihnen ein neues Beet an.

Fotos: W. Puhlmann und G.Koll


Räucherung mit Heilpflanzen aus unserem Garten

Zeichnung: Paula Lorenz

Räucherungenmit Pflanzen haben eine sehr alte Heiltradition.
Beim Räuchern werden Heilpflanzen langsam verglüht. Inhaltsstoffe und Wesen der Pflanze gehen in den Rauch über.
Diese Rituale können uns helfen, allein oder in gemeinschaftlicher Runde, uns zu erden und neue Energien zu tanken.

In kleiner geschützter Runde laden wir ein zu einer Pflanzenräucherung zum Thema Heilung in unserem Garten

am Mi, den 23.11. um 16.30 Uhr.

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
im Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28

10785 Berlin.

Umkostenbeitrag je nach persönlicher Einschätzung: 5 -10 Euro.

Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de

Durchführung:
Julia Klement, Coachin, Mediatorin, Kräuterpädagogin
Gabi Koll, Philosophin


Gemeinsam Selbermachen – Nisthilfen für Wildbienen

Auch in diesem Winter bieten wir wieder Workshops für Familien in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Villa Lützow an.

Wir starten am 17.11. mit dem Bau von lustigen Nisthilfen für Wildbienenarten, die ihre Nester in Röhren/ Hohlräumen bauen.


Spaziergang durch den herbstlichen Garten

Der Herbst ist fortgeschritten und bald kommt der Winter. Wie bereiten sich die Pflanzen auf den Winter vor? Welche Maßnahmen ergreifen sie für ihren Schutz? Was können wir von ihnen lernen, um zufrieden durch den Winter zu kommen? Welche Angebote der Stadtnatur können wir nutzen, um uns für den Winter zu stärken?

WANN?

Mittwoch, 26. Oktober 2022, 16.00 – 18.00 Uhr

WO?

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,

Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28, 10785 Berlin

Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen in der urbanen Pflanzenkunde.

Nur mit Anmeldung unter: julia.wachsenlassen@web.de


Saatgut-Nachmittag im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen am 26.11. – Save the date

Am Samstag, den 26.11.2022, in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr möchten wir gerne gemeinsam mit Euch die Wiedereröffnung unserer LeihSämerei feiern und laden daher ein zu einem gemeinsamen Saatgutreinigungs-Nachmittag.

Bringt euer selbstgeerntetes Saatgut mit oder helft uns dabei, Saatgut aus dem Gemeinschaftsgarten zu reinigen, abzufüllen und in die LeihSämerei einzusortieren.

Es wird untereinander getauscht und natürlich gefachsimpelt.

Saatguttausch erhält regionale Lieblingssorten und fördert die Artenvielfalt!

Aus organisatorische Gründen bitten wir um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.den


Wiedereröffnung der LeihSämerei wachsenlassen in Berlin Mitte, Tiergarten-Süd

Ab dem 8.10.2022, zum KiezTag der Kiez Zentrums Villa Lützow in der der Lützowstraße 28, 10785 Berlin

wird unsere LeihSämerei endlich wieder für alle Gärtner*innen, die ihr selbst geerntetes Saatgut von samenfesten, regionalen Pflanzen mit anderen tauschen möchten, wieder zugänglich sein.

Ab Dienstag, dem 11.10.2022 ist Die LeihSämerei wieder öffentlich zugänglich in der Zeit von Di-Do, 11.00 – 17.00 Uhr

im Foyer des Kiez Zentrums Villa Lützow.

Eine offizielle Eröffnung mit einem gemeinsamen Saatgutreinigungsnachmittag ist in Planung, der Termin wird demnächst bekannt gegeben und wir freuen und auf einen regen Austausch und Veranstaltungen rund um das Thema Saatgutsouveränität!

Infromationen und Anfragen zur LeihSämerei unter: wachsenlassen@web.de


Trödelmarkt in der nördlichen Steinmetzstraße am 24.9.2022

Der 5. Aktionstag der Initiative Steinmetzkiez steht ganz im Zeichen des nachbarschaftlichen Meinungsaustausches zu den Themen Recyclen und umweltschützender Kreislaufwirtschaft.

Deshalb treffen sich Nachbarinnen und nähere Anwohner zum gemeinsamen Trödeln und wir demonstrieren damit weiterhin für die Verkehrsberuhigung unserer Staße, für mehr Grün und Lebensraum für die Menschen im Kiez.

Wir geben erste Informationen über den KiezBlock Flottwelkiez, in welchen auch die nördliche Steinmetzstraße und die parallel verlaufende Blumenthalstraße integriert sind und mit deren Initiative des Stadtteilforums Tiergarten-Süd die Initiative Steimetzkiez kooperiert.

Nach wie vor ist das erste Ziel die Verkehrsberuhigung der nördlichen Steinmetzstraße und dafür demonstrieren wir auch an diesem Tag!

Wir freuen auf über zahlreiche Mittrödler*innen, Besucher*innen und Mitstreiter*innen für mehr Umweltgerechtigkeit und lebenswerte Nachbarschaften!


Wann wir die nördliche Steinmetzstraße verkehrsberuhigt?

Viel Lärm durch den anwachsenden Straßenverkehr – der kurze nördliche Teil der Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg hat sich zunehmend zu einer beliebten Abkürzung für die sie umgebenden Hauptverkehrsstraßen entwickelt; erhöhte Unfallgefahr – immer wieder kommt es zu Fahrradunfällen und Anwohner*innen haben Problme, die Straße zu überqueren; die Sorge darum, dass besonders Kinder und in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen sicher über die Straße kommen; schlechte Qualität der Atemluft durch hohe Emissionen; viel zu wenig Begegnungsraum für die Nachbarschaft…die Liste der Einschränkungen der Lebensqualität in der kleinen Straße ist lang.

Daher haben sich Anwohner*innen der nördlichen Steinmetzstraße im Jahr 2018 zusammengeschlossen, um sich für eine Verkehrsberuhigung ihrer Straße einzusetzen:

So ist die Initiative Steinmetzkiez enstanden.

Das Konzept, wie sich eine solche Beruhigung praktisch durchführen lässt, ist gut durchdacht:

Der Weg dahin ist eine Sperrung für den Durchgangsverkehr durch Poller auf Höhe der sich gegenüberliegenden Häuser Nr. 77 und Nr. 5. Dann kann die Steinmetzstraße nach wie vor von beiden Seiten befahren werden, von der Bülow- und der Kurfürstenstraße. Durch die Poller wird jedoch erreicht, dass neben dem vermehrten Verkehr für die neuen Unternehmen und Geschäfte nicht auch noch der Durchgangsverkehr zunimmt. Radfahrende können die Steinmetzstraße weiter durchfahren, für die Anwohner:innen bleiben genügend Parkplätze erhalten. Als die Straße von Mai 2018 bis September 2020 wegen eines Baukrans auf der Fahrbahn gesperrt war, zeigte sich, dass alle an ihr Ziel gelangen, ohne die gesamte Straße belasten zu müssen.

Von Seiten des Bezirkes wurde Interesse gezeigt und nach und nach Unterstützung signalisiert.

Ein Erfolg für die Initiative, die auch viele Anwohner*innen für das Vorhaben gewinnen konnte.

In Aktionstagen zu unterschiedlichen Themen– informiert die Initiative seit Mai 2022 über ihr Vorhaben und zeigt an diesen Tagen vor allem, was die Straße auch sein könnte, wenn sie durch einen Korridor für den Durchgangsverkehr geschlossen würde: ein Ort der Begegnung für die Menschen im Kiez!

Die Durchführung von kreativen Mitmach-Aktionen für die Kinder wären ebenso möglich wie der Austausch von nachbarschaftliche Gesprächen für die Erwachsenen.

Auch die Pflege der Straßenbäume und die sie umgebenden Baumscheiben gehört seit Jahren für einige Anwohner zuverlässig zu ihren nachbarschaftlichen Aktionen, oder besser gesagt Aufgaben.

Wir alle sollte es eigentlich wissen, wie wichtig unsere Straßenbäume für die Lebensqualität in unseren Städten sind: ohne Bäume keine Luft zum Atmen.

Aber Natur in der Stadt, und sei es auch auf noch so kleinstem Raum, ist auch lebenswichtig für viele Insekten und Vögel, auf deren kostenlosen Ökosystemleistungen wir Menschen wiederum dringendst angewiesen sind. Daher bemühen wir uns, die Baumscheiben unserer Straße ökologisch sinnvoll zu gestalten und es den ansässigen Bäumen nicht noch schwerer durch unsachgemäße Bepflanzungen zu machen.

Und nicht zuletzt:

Straßenbäume und blühende Baumscheiben verbessern die Lebensqualität in der Stadt nicht nur durch ihre beeindruckende Fähigkeit, unsere Atemluft zu verbessern, sondern es macht einfach Freude, sie anzuschauen im sonst so häufig tristen Straßengraubraun.

Anwohner*innen der Straße haben also schon viel getan, um die Wohn- und Lebensqualität in ihrer Straße zu verbessern, die Frage, die noch offen bleibt ist:

Wann wir die nördliche Steinmetzstraße verkehrsberuhigt?

Dies liegt nun in den Händen der Bezirkspolitik, die der Initiative von Beginn Interesse signalisiert hat und eine positive Zukunft in Aussicht gestellt hat.

Nun hoffen alle auf einen verbindlichen Entschluss, damit noch einmal tief Luft geholt werden kann, auf dass der lange Atem nicht ausgeht, falls es dann mit der Umsetzung dieser verbindlichen Zusage unter Umständen doch noch etwas länger dauern sollte.

Die Fotos zeigen Eindrücke vom 4. Aktionstag der Verkehrsberuhigung der nördlichen Steinmetzstraße, der unter dem Motto ‘die Straße als Raum zum Erzählen und Lesen’ am 25.8.2022 stattgefunden hat.
Wir danken
Hans Hütt, https://www.schreiben-fuer-die-nachbarschaft.de/author/hans-huett/
Nurten Hirik,
www.pfh-berlin.de/de/einrichtung/stadtteilmuetter-engagiert-schoeneberg-nord-und-friedenau-ost,
Babette Dombrowski, Gemanistin, Lektorin und Charlotte von Bausznern https://www.das-butterbrot.com/ für die abwechselungsreiche Gestaltung des nachbarschaftlichen Aktionstages.


Trödelmarkt in der nördlichen Steinmetzstraße am 24.9. – wer ist dabei?

Nachbarschaftlicher Trödelmarkt in der Steinmetzstraße

(zwischen Bülow- und Kurfürstenstraße)

Wer ist dabei?

Liebe Nachbar*innen und liebe private Trödler*innen auch aus anderen Bezirken!

Am 24.9.2022, in der Zeit von 14.00 – 18.00 Uhr möchten wir in der nördlichen Steinmetzstraße einen Trödelmarkt veranstalten und freuen uns über zahlreiche Mittrödler*innen!

Tische können bei Bedarf gegen Kuchenspenden oder Kaffee/Tee
(mitgebracht in Thermoskannen + möglichst mit Tassen) gestellt werden, ansonsten bitte Tische/Decken selber mitbringen.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de

Wir freuen uns auf ein buntes Marktreiben auf unserer
verkehrsberuhigten Staße!

Eure Initiative Verkehrsberuhigung Steinmetzkiez


Artenvielfalt in Berlin Mitte II

Wir wünschen uns immer noch Mitgärtner*innen, die uns Namen und Geschichten zu unseren vielen kleinen Gartenbewohnern erzählen können!

Fotos: W. Puhlmann


Beim Umwelt€uro für wachsenlassen abstimmen!

Wir sind dabei beim GASAG Umwelt€uro:

Mit einer sms könnt ihr einfach für die finanzielle Unterstützung unseres Gemeinschaftsgartens abstimmen:

https://www.gasag-umwelt.de/projekte/62d50ff7e161970e4b8f8600

Danke!!!!


Vielfalt auf kleinstem Raum

Seit April dieses Jahres werden auf der nördlichen Steinmetzstraße so viele Baumscheiben wie möglich nachbarschaftlich gepflegt. Dies ist eine gemeinschaftliche Aktion im Rahmen des Projektes Steinmetz for Future, das die Verkehrsberuhigung der Straße zwischen Bülowstraße und Kurfürstestraße zum Ziel hat.

Beim gestrigen Besuch der Baumscheiben war ich dann doch beeindruckt von der Vielfalt an Pflanzen, die nach einem knappen halben Jahr Pflege gesichtet werden konnte.

Hier eine Auflistung der vorgefundenen Arten:

Der Gundermann (Glechoma hederacea)

ist eine meiner Lieblingspflanzen, ein wunderbarer Bodendecker und wichtige Insektennahrung mit entzückenden Blüten, man muss sich nur mal bücken können und wollen.

www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/gundermann/

Die Brennessel (Urtica)

ist eine allgemein immer noch extrem verpönte Pflanze mit starker Heilkraft. Eigentlich bräuchten wir keine Quinoa-Samen mehr kaufen. Erntet einfach Brennesselsamen an verkehrsberuhigten Orten.

Übrigens: Für rund 50 Schmetterlingsarten im Raupenstadium sind Brennnesseln eine Futterpflanze, auf die sie angewiesen sind. Einige Schmetterlingsraupen können sich ohne Brennnesseln nicht zu Schmetterlingen entwickeln – darunter die Raupe des bekannten Tagpfauenauges. Erwachsene Falter kommen meist gut mit unseren Umweltbedingungen zurecht, weil sie kaum spezialisiert sind und viele verschiedene Pflanzen mögen. Die Raupen hingegen brauchen unbedingt Brennnesseln, bis sie sich mehrmals gehäutet und verpuppt haben. Bis der Schmetterling schlüpft, können über sechs Wochen vergehen. https://www.peta.de/themen/brennnessel-schmetterling/

www.gesundfit.de/heilkraeuter-heilpflanzen/brennnessel

Die zur Zeit blühende

Tagetes

wurde von uns als Gründüngung ausgesät.

In Nutzgärten und Obstplantagen dient die Tagetes als Helferpflanze. Erdbeeren erhalten ein stärkeres Aroma, und Tagetes dient als Schneckenköder, der Nachbarpflanzen vor Schneckenfraß schützt.[11] Durch die Anpflanzung von Tagetes kann die durch Nematoden verursachte „Bodenmüdigkeit“ mit Erfolg bekämpft werden, die zur Reduzierung von Ernteerträgen bei Nutzpflanzen führt.[12]

Tagetes wird außerhalb von Gärten für Blühstreifen und Wildäcker genutzt und fungiert als Schneise zwischen Maisäckern. In erster Linie geht es darum, dem fortschreitenden Verlust von Nahrungsquellen und Lebensräumen für viele wildlebende Tiere entgegenzuwirken sowie die Landschaft ökologisch und optisch aufzuwerten. Die Tagetes sollte jedoch sparsam eingesetzt werden, kann bei einigen Tieren auch zu Vergiftungen führen, wenn sie in zu großen Mengen vorhanden ist.

Die Melde (Atriplex)

scheint in unseren Breitengraden zu den Gewinnern des Klimawandels zu gehören, man sieht sie allerorts in der Stadt sprießen.

Die Melden-Arten sind Nahrungspflanzen für die Raupen zahlreicher Schmetterlinge (Lepidoptera)

Zahlreiche Meldenarten sind essbar. Die Gartenmelde wird seit langem als Gemüse verwendet

Der Färberamaranth (Amaranthus gangeticus)

hat sich aus der verwendeten Erde aus unserem Gemeinschaftsgarten wachsenlassen in die Baumscheiben geschmuggelt. Warum nicht? Er sieht sehr schön aus mit seiner tiefroten Farbe und ist auch noch essbar (nach der Verkehrsberuhigung)

https://templiner-kraeutergarten.de/Amaranthus-gangeticus-Faerber-Amarant-Hopi-Bio-Saatgut

Das Franzosenkraut (Galinsoga )

ist ebenfalls immer häufiger bei uns anzutreffen und trotzt bislang jeder Hitzewelle und Trockenheitsstress.

Gehaltvolles und wohlschmeckendes Wildkraut!

www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/kleinbluetiges-und-behaartes-knopfkraut-franzosenkraut

Die Sonnenblume (Helianthus annuus)

stammt auch aus unserer Gründüngungsmischung und ist aufgrund ihrer tiefen Wurzelung mit Rücksicht auf die Bäume nur sparsam auszusäen, aber sie erfreut nun einmal unser Herz durch ihre schönen Blüten und die Stadtvögel mögen sicherlich ihre reichhaltigen Samen!

Sie ist sehr photosyntheseaktiv, eine große Pflanze bindet pro Tag das in einem Raum von 100 Kubikmetern vorhandene Kohlendioxid.

Der Hornklee (Lotus)

ist auch in unseren ausgesäten Gründüngungpflanzen vorhanden.

Er überwintert und wir sind auf seie Entwicklung im nächsten Jahr gespannt. Gute Bienenpflanze.

www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-saatgut/gruenduengung/hornklee-d521

Das Gewöhnliches Seifenkraut (Saponaria officinalis)

ist die erste Staude, die wir in zwei Baumscheiben gepflanzt haben (der Gundermann hat sich dazu geschmuggelt) und ja, man kann aus ihr wirklich Waschmittel herstellen!

www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Seifenkraut.html

Bei dem Süßgras (Poaceae = Gramineae)

vermuten wir, dass es sich irgendwie durch Vogelfutter in unsere Baumscheiben eingeschlichen hat, wo soll es sonst herkommem?

Viele Arten der Süßgräser gehören zu den ältesten Nutzpflanzen und sind seit alters für den Menschen von lebenswichtiger Bedeutung. Alle Getreide wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Hirse, Mais und Reis zählen zu dieser Pflanzengruppe. Sie stellen in Form von Marktfrüchten oder als Viehfutter in der Veredelung heute die Basis für die Ernährung der Weltbevölkerung dar. Als Gras- oder Grünland wie Wiesen und Weiden, aber auch Steppen und Savannen prägen sie in weiten Teilen der Erde das Landschaftsbild.

Ich empfehle: Geflochtenes Süßgras von Robin Wall Kimmerer

Trost in schweren Zeiten.

www.aufbau-verlage.de/aufbau/geflochtenes-sussgras/978-3-351-03873-1

Der Beifuß (Artemisia vulgaris)

ist ein heilbringendes Kraut, das sich bei uns ausnehmend wohlfüht und dem Klimawandel strotzt, aus der großen Artemisia-Familie.

Häufig übersehen und immer noch aus Unkraut dirskriminiert. Wir sollten ihn mehr schätzen.

www.heilpraxisnet.de/heilpflanzen/beifuss/

Die Rote Taubnessel (Lamium purpureum)

ist liebenswert und im Frühjahr unverzichtbar als frühe Bienenweide. Hat sie sich selbst ausgesät oder haben wir sie aus unserem Garten mitgebracht?

www. wachsenlassen.com/2021/04/10/purpurrote-taubnessel-lamium-purpureum/

Die Phazelia

ist der Bienenfreund, wie der deutsche Namen sagt, hat aber auch noch einige andere andere gute Eigenschaften, von uns ausgesaät.

www.bingenheimersaatgut.de/de/bio-saatgut/gruenduengung/phazelie-d10

Die Wilde Malve (Malva sylvestris)

haben wir wohl Jens zu verdanken, der sie im einen der letzten Jahre ausgesät hat.

Sie erfreut uns durch ihre aparte und ausdauernde Schönheit und ist eine wichtige Heil- und Gemüsepflanzen, die sich auch unter wiedrigen Umständen durchzusetzen vermag.

www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/wilde-malve/

Es wurde noch eine bislang unbekannte Hirse gesichtet, wahrscheinlich auch durch Vögel verbreitet. Deren Name müsse wir noch herausfinden.

Die im ersten Jahr entstandene Vielfalt kann nicht auf diesen kleinen Flächen erhalten werden, wir werden schauen, wie sich in den nächsten Jahren möglichst ein Gleichgewicht wird entwickeln können.

Unsere Stadtbäume, auf ihren viel zu kleinen deren Baumscheiben, profitieren von der regelmäßigen Wässerung, dem Schutz vor Auswaschung und Erosion durch den krautigen Bewuchs und von der Erhöhung der Artenvielfalt wahrscheinlich auch in der einen oder anderen Form.

Was ihnen wohl mehr helfen würde: So viel Entsiegelung wie möglich, größere Baumscheiben, mehr Mut zum Grün in der Stadt!

Mehr zu unserer Baumscheibenpflege und deren weiterer Verschönerung am 25.8., dem nächsten nachbarschaftlichen Aktionstag zur Verkehrsberuhigung der nördlichen Steimetzstraße.


4. Aktionstag zur Verkehrsberuhigung der nördlichen Steinmetzstraße


Baumscheibenbegrünung in der nördlichen Steinmetzstraße

Auch wenn die Umsetzung des Ziels der Steinmetz-Initiative (link) – die Sperrung ihrer Straße für den motorisierten Durchgangsverkehr – noch nicht vollbracht, aber auf dem Wege ist, haben Nachbar*innen schon einmal auf andere Art damit begonnen, mehr Aufenthalts- und Lebensqualität in ihre Straße zu bringen:
Durch eine sinnvolle Begrünung der Baumscheiben und dem regelmäßigen Gießen der Straßenbäume.

Im April haben wir damit begonnen, auf den fünf kahlen Baumscheiben, (drei davon mit Neupflanzungen) Gründüngungspflanzen auszusäen, die schon bald für einen grünen Schimmer in der Straße sorgten.

Diese fünf ausgewählten Baumscheiben begrenzen die Straßenzone, auf denen die Poller zur Sperrung des Durchgangsverkehrs errichtet werden sollen.

Bei der Bepflanzung von Baumscheiben ist Vorsicht angebracht, es gibt einiges zu beachten und schlimmstefalls schaden die gutgemeinten Bepflanzungen dem Baum eher, als dass sie ihm nützen.

Mittlerweile stehen dazu aber viele verlässliche Informationen im Netz, so z.B. unter:

https://berlin.nabu.de/stadt-und-natur/naturschutz-berlin/baumschutz/baumscheiben/

Für den Bezirk Schöneberg findet sich alles Wissenswerte von bezirklicher Seite unter:

https://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/gruenflaechen/artikel.912899.php

Im an die Steinmetzstraße angrenzenden Bezirk Mitte wurden die Bedingungen zur Baumscheibenpflege durch engagierte Bürger*innen in den letzten Woche vereinfacht, auch findet sich auf der entsprechenden Seite ein gelungenes Informationsblatt zum ausdrucken.

https://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/gruenflaechen/artikel.606854.php

Warum aber Gründüngungspflanzen und was ist das eigentlich?

Gründüngung kennt man aus dem Acker- und Gartenbau, es handelt sich hierbei um Pflanzen, die gezielt zur Bodenverbesserung, meist in der Fruchtfolge und für eine durchgängige Beschattung/Bepflanzung des Bodens angebaut werden.
Jeder nackt daliegede Boden ist ein äußerst anfälliger Boden gegen Erosion, Verfestigung und Auswaschung, die Natur sorgt in der Regel immer dafür, dass der Boden bedeckt und somit beschützt bleibt.

Bei den ohnehin in ihrer Größe schon viel zu knapp bemessenen Baumscheiben für unsere Straßenbäume gelingt dies der Natur nur noch sehr selten, die Böden sind zu stark verdichtet, werden achtlos fest getreten, als Hundoklo oder Müllablageplatz missbraucht.

Gründüngungspflanzen können Stick- und andere Nährstoffe binden, den Boden verbessern und lockern und/oder ihn rasch bedecken und somit Schutz vor Auswaschungen bieten.

Bei unserer Auswahl haben wir besonders darauf geachtet, dass sie nahrungsreiche Blüten für Wildbienen und andere Insekten ausbilden, was aber der größte Teil an Gründüngungspflanzen sowieso macht.
Das ist dann auch etwas für die Augen der Vorübergehenden.

Nach der ersten Hitzewelle im Juni und dem erstem Blühen sahen viele Pflänzchen jedoch etwas zerzottelt aus, so dass wir ein wenig ‘aufgräumt’ und noch einmal nachgesät haben. Auch experimetieren wir immer wieder mit individuellen Umrandungen, je nach Geschmack und Standfestigkeit.

Eine besondere Herusforderung bedeuten die Aussaaten auf den alten Baumscheiben: Hier ist der Boden so verfestigt, dass er fast gar nicht mehr in der Lage ist, Wasser aufzunehmen und die Aussaaten können nur durch sehr häufiges Gießen über die ersten sensiblen Wochen gebracht werden.
Ein Wunder, dass unter diesen schwierigen Verhältnissen unsere Stadtbäume überhaupt existieren können!

Hier werden wir den Winter über noch einmal eine für diese Jahreszeit geeignete Gründüngung ausbringen, um hoffentlich im Laufe der Zeit eine dauerhafte Bodenbedeckung zu erreichen, die dabei helfen kann, Wasser und Nähstoffe besser im Boden zu halten.

Aber eine Baumscheibe bepflanzen oder durch Aussaaten zu begrünen, ist die eine Sache, die weitere Pflege die andere.

In der nördlichen Steinmetzstraße hat sich dafür eine Gießgruppe gebildet, die gemeinschaftlich zweimal in der Woche die Baumscheiben pflegt und gießt.

Übrigens: ein Straßenbaum wird am besten einmal wöchentlich mit ca. 80-100 Liter Wasser versorgt, durch dieses tiefgründige Gießen ist gewährleistet, dass das Wasser gut in den Boden eindringend kann und tieferliegende Wurzeln erreicht.

Da wäre natürlich ein Schlauch die beste Wahl, die Steinmetz-Initiative behilft sich mit Gießkannen und zweimal die Woche 40-60 Liter, es steht nämlich wahrhaftig noch eine Pumpe in der Straße!
(Wohin sind die eigentlich alle in den letzten Jahrzehnten verschwunden, gemeinsam mit den öffentlichen Trinkwasserspendern?)

Und bei nachbarschaftlichen Gesprächen und sportlichem Tragen von vielen, vielen Gießkannen vergeht die Zeit dann doch schneller als gedacht.

Die Anwohner*innen Initiative in der nördlichen Steinmetzstraße setzt sich mit nachbarschaftlichen Aktivitäten und Aktionstagen für eine lebendige Nachbarschaft und eine Verkehrsberuhigung ihrer Straße ein.

Bislang gibt es insgesamt acht begrünte Baumscheiben, wir freuen uns auf mehr!

Kontakt: inisteinmetz@protonmail.com

wird durchgeführt von der Initiative Steinmetzstraße gemeinsam mit

und gefördert durch:


Artenvielfalt in Berlin Mitte

Für alle, die nicht bei uns im Garten sein können:

„Da ist ja was los im Garten, hunderte wenn nicht tausende Insekten. 
Man weiß nicht wo man zuerst hinschauen soll.“

Da kann ich mich dem Fotografen nur anschließen.
Vielen Dank für die schönen Fotos an Wilfried Puhlmann!


Verkehrsberuhigung im nördlichen Steinmetzkiez

3. Aktionstag: Was alles ins Rollen kommen kann, wenn der Autoverkehr nicht rollt

Am 30.6. war es wieder so weit: Einen ganzen Nachmittag konnten wir gemeinsam mit Akteurinnen und Anwohnerinnen demonstrieren, welch eine Begnungzone die Straße sein kann, wenn der Automobilverkehr eingeschränkt ist.
Seit 2018 engagiert sich die Intiative Steinmetzkiez http://steinmetzkiez.org/ für eine Verkehrsberuhigung ihrer Straße, mit unterschiedlichen Aktionstagen in diesem Jahr soll bei weiteren Anwohner*innen und (Bezirks-) Politiker*innen dafür geworben werden, sich diesem Vorhaben anzuschließen, damit eine Straße der Begegnung in nicht allzu ferner Zukunft Realität werden kann.

Unterschiedliche Akteur*innen zum Thema ‘autofreie Mobilität in der Stadt’ hatten sich an diesem Donnerstag im Juni auf der nördlichen Steinmetzstraße zusammengefunden.

In Ruhe konnte bei viel Platz zum Beispiel die Flotte Lotte ausprobiert werden, was sicherlich einigen die Scheu genommen hat, sich solch ein Lastenrad kostenfrei auszuleihen.

Die fLotte Berlin ist ein Projekt des des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e.V./ ADFC, welches ermöglicht, dass Menschen in Berlin kostenlos Lastenräder ausleihen können.
Das ist gut für die Umwelt, bietet kostengünstige Lösungen für Wochenendeinkäufe, Ausflüge mit Kindern und kleineren Transporten jeglicher Art.

Wie es auf der Website der fLotte Berlin https://flotte-berlin.de/startseite/warum-freie-lastenraeder/ so schön heißt:

“Mit jeder Lastenradtour kommen wir unserem Ziel ein Stück näher: Einer Stadt für Menschen – ohne zugeparkte Straßen, ohne schlechte Luft und ohne Klimabelastung – also genau passend zu den Vorstellungen der Menschen der Steinmetz-Initiative!

Auch die beiden Herren von den Parkläufern aus dem benachbarten Nelly-Sachs-Park ließen es sich bei ihrem Besuch auf unserem Straßenfest nicht nehmen, das schicke Lastenrad auszuprobieren – was auch sofort filmisch dokumentiert wurde.

Mittlerweile stehen in Berlin über 200 Lastenräder in allen Bezirken zur Verfügung – wir konnten unsere Flotte Lotte übrigens in direkter Nachbarschaft einmal quer über die große Bülowstraße im Nachbarschaftstreff Steinmetzstraße ausleihen – praktischer gehts wirklich nicht.

Sehr gefreut haben wir uns auch über Vertreter*innen des ADFC https://adfc-berlin.de/ an unserem Aktionstag, die mit vielen Informationen zu Verkehrsberuhigungen, Kiezblocks, Fahrradfahren in Berlin und Aktionen des Vereins vor Ort waren.

Der ADFC ist ein gemeinnütziger Verein mit mehr als 19.000 Mitgliedern versteht sich als Umweltverband, da das Fahrradfahren aufgrund der Emissionsfreiheit – neben dem Zufußgehen – die umweltfreundlichste Mobilitätsform darstellt. Der Landesverband Berlin wirkt im Sinne dieser Ziele in die Berliner Politik, Gesellschaft und Medien, um die alltägliche Situation der Berliner beim Fahrradfahren substanziell zu verbessern und den Radverkehrsanteil zu erhöhen. (Information Website des ADFC)

Die Stadtteilgruppe Schöneberg https://adfc-berlin.de/aktiv-werden/in-deinem-bezirk/schoeneberg.html trifft sich an jedem 1. Montag im Monat und freut sich immer über neue Gesichter.

Viel gefragt war an diesem Tag auch der Sozialpädagoge vom KIDZ Bike.

Das KIDZ Bike – mobile Fahrradwerkstatt ist ein Projekt von KIDZ e.V. https://www.kidz-mitte.de/project/kidz-bike-projekt-fahrradwerkstatt/ ,bei dem Kinder, Jugendliche und deren Familien, Freunde und Nachbarn unter pädagogischer Anleitung in einer kleinen Fahrradwerkstatt das Reparieren, Zusammenbauen und Pflegen von Fahrrädern erlernen können.
Gemeinsam werden Fragen zur Verkehrssicherheit besprochen und erklärt.

Termine können von sozialen Einrichtungen angefragt und vereinbart werden.

Was ist sonst noch alles geschehen bei den geselligen Stunden auf der verkehrsberuhigten Straße?

Nachbar*innen haben sich neu kennengelernt, Fahrradfahrer*innen haben gemeinsam gefachsimpelt und überhaupt: die ruhige Straße gab einfach die Gelegenheit, miteinander ins gespräch zu kommen.

Neben Rollern, Farradfahren und dem Ausprobieren von anderen Bewegungelementen auf der schönen langen Straße wurde wieder gerne und viel gemalt, unter anderem wurde Steine zur Verschönerung der Baumscheiben bemalt, die auch an diesem Tag wieder gewässert und gepflegt werden.


Wir möchten hiermit auch noch einmal auf unseren gemeinsamen Baumscheiben-Pflege-Termin Donnerstags ab 16.00 Uhr hinweisen.
In Zeiten des Klimawandels und der damit einhergehenden Trockenheit ist das Leben für unsere Stadtbäume immer anstrengender geworden und sie sind dringend auf unsere Hilfe beim Wässern angewiesen!
Wir suchen daher nach wie vor Paumpat*innen, die sich um die Baumscheibe vor ihrem Haus kümmern.


Wir bemühen uns dabei um eine Begrünung, die den Bäumen nicht schadet und zusätzlich noch Lebens- und Nahrungsräume für Insekten bietet und die Artenvielfalt in der Stadt erhöht.

Wer dabei mitmachen möchte, komme doch einfach dazu oder schreibe eine Mail an wachsenlassen@web.de

Die Initiative Steinmetzstraße freut sich bei ihrem Engagement für eine lebenswerte Nachbarschaft über neue nachbarschaftliche Gesichter.
Informationen und Kontakt dazu unter: http://steinmetzkiez.org/

Der nächste Aktionstag ist für den 25.8. 2022 geplant, hier wird sich in der Open-air-Leselounge alles ums Lesen, Vorlesen und Erzählen drehen.

wir durchgeführt von der Initiative Steinmetzstraße gemeinsam mit

und gefördert durch:


Artenvielfalt in unserem Garten – Insekten

Auch wenn wir die meisten von ihnen nach wie vor nicht mit Namen benennen können – wir genießen täglich das Summen und Brummen und Flattern in unserem Garten und freuen uns darüber, dass es jährlich mehr wird!
In unserem Waldgarten mitten in der Stadt bemühen wir uns, Lebensbereiche für viele verschiedene Lebewesen zu schaffen, damit sie uns nicht verloren gehen!
Hier eine kleine Auswahl mit den schönen Fotos von Herrn Puhlmann. Wie immer herzlichen Dank dafür!


3. Aktionstag in der nördlichen Steinmetzstraße

Wir laden ein in die nördliche Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg, zwischen Kurfüsten- und Bülowstraße:



Blühender Juni

Rosa blühendes Leinkraut (Linaria) in Schöneberg, wahrscheinlich per Aussaat von einem Balkon ausgebüchst.

Angelegte Blühwiese in Schöneberg mit momentan blühenden Wiesenmargeriten (Leucanthemum vulgare) und Wiesensalbei (Salivia pratensis)


Unsere Gartenvögel im Jahreskreislauf – entdecken – erleben – schützen

In unserem Gemeinschaftsgarten gibt es viele Gehölze, Nischen und andere ‘wild’ gelassene Lebensräume für unsere Gartenvögel, die uns sehr am Herzen liegen. Vögel vernetzen Lebensräume, Ressourcen und biologische Prozesse und leisten einen wichtigen Beitrag im ‘kleinen’ Ökosystem Stadtgarten, in das sie auf vielfältige Weise eingebunden sind.
Uns Menschen bereiten sie nicht zuletzt Freude dadurch, dass wir sie beobachten können und uns an ihrem Gesang erfreuen können.

Gemeinsam mit den Kindergartenkindern, die regelmäßig zu uns in den Garten kommen, schauen wir uns unsere Gärtenvögel in diesem Jahr noch etwas gemauer als sonst an.

Wir machen uns mit Ferngläser auf die Suche, aber irgendwie scheinen sich alle versteckt zu haben, wenn wir auftauchen, da hat unser Fotograf Herr Puhlmann wohl mehr Geduld und vor allem: er ist wahrscheinlich entschieden leiser als wir.

Wir überlegen, warum es so viele verschiedene Arten von Nistkästen in unserem Garten sind und vergleichen die Größe der unterschiedlichen Vögel.

Wir schauen uns die Nester des letzten Jahres an und staunen, wie unterschiedlich auch diese gestaltet sind.

Und während sich die Vögel leider verstecken, während wir sie suchen, finden wir viele andere Krabbeltiere, die wir uns anschauen können und die eng mit der Vogelwelt verbunden sind.
Dann was fressen Vögel eigentlich und mag jede*r das Gleiche?

Über die Nahrungskette sind unsere Vögel nämlich eng mit der Insektenwelt verbunden und somit sind auch sie stark bedroht durch den dramatischen Schwund von Wildbienen und Co.
Denn auch viele Vögel, die sich ansonsten hauptsächlich von Körnern und Saaten ernähren, brauchen besonders zu der Zeit, in der sie ihre Jungen füttern, zusätzlich eiweißhatige Nahrung aus der Insektenwelt.

Und daher lässt sich dann später, beim Gießen unserer Gemüse dann doch noch Herr Amsel blicken, der genau weiß, dass die Würmer im feuchten Boden besser zu finden sind.

Und auch an der Vogeltränke und -bad lässt sich dann doch noch ein durstiger Spatz blicken.

Und versprochen, nächste Woche versuchen wir noch leiser zu sein bei unseren Vogelbeobachtungen und wer weiß, wen wir dann entdecken.

Wobei das Erspähen dieses scheuen Vögelchen wohl doch eher dem Fotografen vorbehalten bleibt, wir nehmen es ihm nicht übel, weil er uns zur Zeit auch noch am Tag immer wieder einmal mit seinem wunderbaren Gesang begeistert.

Das Projekt Unsere Gartenvögel im Jahreskreislauf – entdecken – erleben – schützen wird gefördert durch die Stiftung Berliner Sparkasse.


2. Aktionstag für eine Verkehrsberuhigung in der nördlichen Steinmetzstraße

Anwohner*innen der nördlichen Steinmetzstraße wenden sich mit dem Appell nach mehr Umweltgerechtigkeit an die Politiker*innen ihres Bezirkes.

Nachdem die Nachbarschaft jahrelang Baustellenlärm- und dreck durch die Errichtung eines neuen Büro- und Gewerbegebietes in der Bülow-, Ecke Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg ausgesetzt war, ist es nun der erhöhte Liefer- und Kundenverkehr, der nicht mehr ruhig schlafen und atmen lässt.

Auch wurde die Straße immer beliebter als im wahrsten Sinne des Wortes schnelle Abkürzung zwischen Goeben- und Kürfürstenstraße – so lässt sich die meist dauergestaute Potsdamer Straße umfahren – und somit gefährlich für kleine und große Anwohner*innen.

Steigende schädlichen Umwelteinflüsse durch den stark angewachsenen Durchgangsverkehr und den damit einhergehenden gesundheitlichen Risiken stzen den Anwohner*innen der Starße nun schon seit Jahren zu und sie setzen sich dagegen zur Wehr!

Das 3. Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030- Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-3 beinhaltet unter anderem die Senkung der Emissionen von Luftschadstoffen bis 2030 auf 55 Prozent gegenüber 2005.

Der Wunsch: Die Straße soll ruhiger, sicherer, wohngerechter und sauberer werden.
Die Lösung: Eine Sperrung für den Durchgangsverkehr durch Poller auf Höhe der sich gegenüberliegenden Häuser Nr. 77 und Nr. 5.

Dafür geht eine zunehmend große Nachbarschaft engagiert auf die Straße!

Wie es sich anfühlen kann, an einer verkehrsberuhigten Straße zu wohnen, konnte an diesem Freitag im Mai für drei Stunden erfahren werden.

Neben der Demonstration zur Verkehrsberuhigung gab es Raum und Ruhe, um sich zu treffen und kennenzulernen und um gemeinsam aktiv zu werden.

Die behutsame Begrünung der Baumscheiben in der Straße (als ein erster Erfog der Initiative wurden im Dezember 2021 an einem 1. Aktiostag die erfolgreiche Neupflanzung von sieben Straßenbäumen gefeiert) startete schon vor einige Wochen, es wurden bodenverbessernde Gründüngungspflanzen ausgesät, die in einer wöchentlich stattfindenen gemeinsamen Gieß-Aktion von Nachbar*innen gepflegt werden. Auch in bislang zwei Hinterhöfen wurde zu gärtnern begonnen, auch hier wurde mit insektenfreundlichen und bodenverbessernden Aussaaten begonnen.

Dafür ist die Initiative im Gespräch mit der zuständigen Hausverwaltung GEWOBAG, wir hoffen, es ergeben sich weitere Möglichkeite, die Hinterthöfe naturah zu gestalten, so dass Menschen und Tiere in der Stadt sich daran erfreuen können und wir die Artenvielfalt und Biodiversität in der Stadt erhöhen können.

In einer Mitmachaktion konnten Tontöpfe mit insektenfreundlichen Blühpflanzenmischungen für die Balkone zuhause ausgesät werden.
Auch konnten sich Interessierte über die insekten- und vogelfreundliche Gestaltung von Baumscheiben, Balkonen und Höfen informieren.

Die Straße wurde zum Treffpunkt für die Menschen, die hier wohnen, es wurde gemalt und gespielt und sich über Wünsche und Ziele zu einer lebenswerten Staße ausgetauscht.
Es hat Spaß gemacht, miteinander ins Gespräch zu kommen und ja, mehr Spaß brauchen wir auf jeden Fall in einer lebendigen Nachbarschaft!

Das 11. Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030- Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-11 enthält neben vielen anderen Punkten “aus deutscher Sicht drei Kernaufgaben von besonderer Bedeutung: Städte als Entwicklungsakteure anerkennen und befähigen. Lebenswerte Städte für alle Menschen schaffen. Integrierte Stadtentwicklung verwirklichen.”

Damit kann in der nördlichen Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg sofort begonnen werden!

wird gefördert durch:


Pflanzen- und Gartenführung am 25.5.2022


Aktionstag Initiative Steinmetzstraße


Stadtgärtnern mit der Natur – Gartenführung am 27.4.2022


Für Umweltgerechtigkeit und einen lebenswerten Kiez

Die Initiative Steinmetzkiez steinmetzkiez.org

engagiert sich seit dem Herbst 2018 für mehr Umweltgerechtigkeit, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander und insbesondere eine Verkehrsreduzierung ihrer Straße.

Es geht den Mitglieder*innen der Initiative um weniger Umweltbelastungen und Verkehr, mehr Sicherheit und Lebensqualität – für alle, die im Steinmetzkiez leben, arbeiten, lernen oder einfach nur hier entlangspazieren!

Der Weg dahin ist eine Sperrung für den Durchgangsverkehr durch Poller auf Höhe der sich gegenüberliegenden Häuser Nr. 77 und Nr. 5.
Dann kann die Steinmetzstraße nach wie vor von beiden Seiten befahren werden, von der Bülow- und der Kurfürstenstraße. Durch die Poller wird jedoch erreicht, dass neben dem vermehrten Verkehr für die neuen Unternehmen und Geschäfte nicht auch noch der Durchgangsverkehr zunimmt. Radfahrende können die Steinmetzstraße weiter durchfahren, für die Anwohner*innen bleiben genügend Parkplätze erhalten.

Seit März 2022 kooperiert das Team wachsenlassen mit der Initiative Steinmetzkiez und wir engagieren uns nun gemeinsam für einen lebenswerten Kiez in der nördlichen Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg!

Am 6.4.2022 haben wir damit begonnen, die Baumscheiben in dem für eine Sperrung des Durchgangsverkehr vorgesehenen Bereiches zu begrünen.

Baumscheiben in der Stadt sind eine Herausforderung für sich.

Es gibt – berechtigterweise! – einige Auflagen von Seiten der zuständigen Grünflächenämter und sie sind, neben der Rücksichtsnahme auf die an ihnen ansässigen Bäume, einem enormen Druck durch die Nutzung unserer Straßen und Gehwege ausgesetzt.

Wer von uns Stadtmenschen empfindet schon diesen, für unsere Bäume viel zu kleinen unversiegelten Versorgungsbereich, als schützenswerte Stadtnatur?

Meist sind es kahle, völlig verfestigte Bodenbereiche, die der Notdurf unserer Stadthunde und der Ansammlung von Zigarettenkippen und anderem Müll dienen und die zudem bei immer weniger und immer häufiger als Starkregen niederkommenden Regenfällen unsere Stadtbäume versorgen sollen.

Können sie nur sehr notdürftig. Dafür sind sie zu klein.


Eine mögliche Lösung:
Mehr Entsiegelung in unseren Städten – heißt auch: größere Baumscheiben, mehr Biodiversität, mehr Lebensräume für Vögel und Insekten!

Wir haben uns dazu entschlossen, die Baumscheiben, die den ‘grünen Korridor’ der angestrebten Verkehrsberuhigung berühren, mit Gründüngungspflanzen auszusäen, um dem beschädigten Boden erst einmal die Möglichkeit zur Heilung zu geben.

Vor der Aussaat ging es erst einmal ums Entmüllen und Säubern. Danach haben wir den Boden vorsichtig aufgeraut und die Gründüngung ausgebracht.

Gründüngungspflanzen haben je nach ihrer Art unterschiedliche bodenverbessernde Eigenschaften und stören den anwohnenden Baum nicht in seinem Wachstum. Sie sind Stickstoffsammler, sorgen für eine tiefe Bodendurchwurzelung, verbessern die Bodengare (das ist in der Landwirtschaft der Idealzustand eines fruchtbaren Bodens) und sind gut für Nützlinge.

Sie erfreuen durch ihre reiche Blüte Menschen, Insekten und Vögel.

Sie sind mehr ein Beitrag zur Biodiversität in der Stadt als eine Pflege der Bäume, wobei sie diese in ihrem Dasein unterstützen, indem sie den Boden vor Auswaschung und Erosion schützen.

Aussaaten auf Baumscheiben im öffentlichen Raum sind noch einmal ein besonderes Wagnis, weil sie über eine lange Zeit (ca. 4 Wochen) im Zeitraum ihres Keimens uns Wachsens sehr verletzlich und unauffällig sind.

Sie werden nicht gesehen (so tritt man/frau gerne auf ihnen herum) und müssen regelmässig gewässert werden.
Wenn sie diesen Zeitraum überlebt haben, erweisen sie sich in der Regel als sehr robust.

Also hoffen wir auch hier auf eine gute Nachbarschaft, um die nächsten Wochen zu überleben!

Aber genau darum geht es ja bei der Steinmetz-Initiative.

Parallel zu den Begrünungen der Baumscheiben freuen wir uns darüber, auch (zuerst einmal) zwei Höfe in der Steinmetzstraße (Nr. 4-5 und Nr. 76-77) mit Einverständnis der zuständigen Hausverwaltung GEWOBAG mit neuem Boden-Leben erfüllen zu dürfen.

Begonnen haben wir in den Höfen Steinmetzstraße 4-5.

Hier finden sich schon einige von Anwohnern liebevoll gestaltete Nischen und die Resonanz einiger Mieter*innen, ihren Hof naturnäher zu kultivieren, war sehr erfreulich.

Da der Boden im Hof sehr verarmt und ausgebrannt ist, haben wir uns auch hier dazu entschlossen, erst einmal mit Gründüngungen zu arbeiten, um Heilung herbei zu führen.

Wir werden schauen, wie sich die Zusmmenarbeit mit der Hausverwaltung und der damit verbundenen Logistik der ‘Grünpflege’ entwickelt, bevor insekten- und vogelfreundliche (und somit menschenfreundliche) Pflanzungen von Gehölzen oder Stauden vorgenommen werden können.

Unsere Städte werden immer mehr verdichtet, trotz des benötigten Wohnraums sollten wir unbedingt darauf achten, Lebensqualität, Orte der Erholung und des Durchatmens für Menschen und Tiere zu erhalten.
Es ist dringend geboten, Biodiversität und Artevielfalt in der Stadt zu fördern, zu erhöhen und zu erhalten.
Was bleibt uns noch außer unseren Hinterhöfen, Baumscheiben, Kleingartenanlagen und Parks?
Immerhin ein großes Potential, das wir sinnvoll nutzen sollten, bevor es zu spät ist.

Orte der Begegnung und des vielfältige Lebens, wir möchten sie in der Steinmetzstraße und hoffentlich auch woanderswo schaffen und/oder erhalten!

Aktuelle Informationen zur Initiative Steinmetzkiez finden sich unter steinmetzkiez.org und wachsenlassen.com.

Wir freuen uns über Mitgestalter*innen in Stadtgärten und im Kiez!


Abschied: Die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft 2013 – 2022

Eine kleine Erfolgsgeschichte von Bürgerinnen für Bürgerinnen.

Im Januar 2013 haben sich interessierte Bürger*innen in einer IG-Bibliothek zusammengeschlossen, um ‘ihre’ – damals akut von der Schließung bedrohte – Stadteilbibliothek zu retten.

Gemeinsam mit dem Amt für Weiterbildung und Kultur Berlin Mitte, Fachbereich Bibliotheken, wurde ein Konzept zur Weiterführung der Bibliothek erarbeitet. Ein zusätzliches neues Profil – urbanes Gärtnern, DIY, nachhaltige Lebensstile, eng verknüpft mit Angeboten praktischer Sprach- und Leseförderung und praxisbezogenen Mitmach-Angeboten – gab dem Bildungsort im Quartier neue Attraktivität.

Dies war die Geburtsstunde der Grünen Bibliothek, die seit dem Herbst 2014 erste Angebote stellte, realisiert durch ein hohes Maß an engagierter Freiwilligenarbeit:

Vormittagsangebote für Kindergärten und Schulen (Bilderbuch-Kino, Kamishibai) und eine offene, generationsübergreifende und interkulturelle Veranstaltung mit Spaß und Spielen rund um Sprache am Nachmittag. Im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen direkt nebenan konnte nach Herzenslust gemeinsam gegärtnert werden.

Erste Fördermittel bis zum Jahr 2016 aus dem Fonds ‘Soziale Stadt’ ermöglichten weitere Mitmach-Angebote: die Kindergarten-Werkstatt entstand, die ABC-Spiele vermittelten Spaß an Sprache und Lesen, interaktive Sprach- und Erzähltechniken konnten beim Kamishibai erprobt werden und die LeihSämerei, in der Gärtner*innen von nah und fern ihr selbst geerntetes Saatgut einstellen und anderes wieder herausnehmen konnten, hielt Einzug in den Projektraum der Grünen Bibliothek.

In den folgenden Jahren, gefördert durch das Programm ‘Bibliotheken im Stadtteil’ konnten die ursprünglich gesetzten Schwerpunkte erfolgreich ausgebaut werden. Es wurde gemeinsam vor der Bibliothek ökologisch gegärtnert, es entstand eine engagierte Saatgut-AG, Saatgutreinigungs-Nachmittage und gemeinsame Aussaatfeste wurden ebenso durchgeführt wie Lese- und Informationsveranstaltungen, wobei die Themen Biodiversität und Artenvielfalt immer mehr in den Vordergrund rückten.

Es wurde gemeinsam genäht, gestrickt, gebastelt und mit Naturmaterialien gestaltet; selbst gebundene Bücher mit ganz eigenen Geschichten und Bildern entstanden.
Immer wurden in der Grünen Bibliozhek qualitativ hochwertige interaktive Sprachlernangebote durchgeführt, die die Freude an Sprache und Kommunikation feierten.

Auch zwei Jahre Pandemie mit Kontaktbeschränkungen hat die Grüne Bibliothek mit interaktiven Sprachangeboten online, mit Mitmach-Workshops in dicken Mänteln im Freien und Do-it-yourself-Tischen zur Anleitung zum Selbermachen für Zuhause überstanden und ist dabei ihrem Motto aus dem Jahr 2013 treu geblieben:
„Lernen – Selber-Mit-Machen – Unterstützen”

Nun, im März 2022, verabschieden wir uns und somit endet auch diese Erfolgsgeschichte von Bürgerinnen für Bürgerinnen.

Wir, das Team der Grünen Bibliothek waren von Anfang an mit viel Herzblut und Freude dabei und hoffen, im Sinne einer nachhaltigen Lebensführung gewirkt zu haben: ökologisch, ökonomisch und sozial.


Artenvielfalt erhalten – für eine lebenswerte Welt

Moose gehören zu den ältesten Lebewesen auf unserer Erde, nach heutigen Auffassungen haben sie sich vor etwa 400 bis 450 Millionen Jahren aus Grünalgen der Gezeitenzone (die Region eines Küstenlandes, die bei Flut unter Wasser und bei Ebbe von Wasser unbedeckt ist) entwickelt und sie können mehrere tausend Jahre alt werden.
Aus der Antarktis ist ein Fund eines ca. 10000 Jahre alten Rindenmooses belegt.
Unglaublich, oder?

Wie kurz ist doch die Lebensspanne eines Menschen – und auch die der ganzen Menschheit – und wie groß ist unsere Hybris, unserer Mitwelt und deren zahlreichen Lebenwesen gegenüber.

Moose spielen eine bedeutende Rolle in Nährstoffkreisläufen, sie bieten Lebensräume für Kleintiere und Keimbetten für Blühpflanzen, wie hier dem behaartem Schaumkraut, Cardamine hirsuta, einem, wie ich finde, entzückendem Wildkraut, auch essbar, einem Neophyten in unseren Breitengraden, aber wer ist das mittlerweile nicht?

Überhaupt ist der Frühling die Zeit der kleinen, aber kraftvollen Entdeckungen, wir müssen zeitweise schon in die Hocke gehen und genau hinschauen, um die Kraft und Schönheit der Natur geniessen (und riechen) zu können.

Viele reizende Frühjahrsblüher, die wichtigen Nektar für die frühfliegenden Wildbienen zur Verfügung stellen, sind klein, noch ist das Sonnenlicht rar und sie nutzen das Licht der noch unbelaubten Bäume.

Anemona blanda

Viola odorata

Das heimische Mauer- Zimbelkraut, Cymbalaria muralis, blüht zwar erst ab Juni (dann muss man sich noch einmal bücken, um seine Schönheit zu erkennen), aber wird jetzt schon freudig begrüßt beim Wiederentdecken!

Jeder*r hat seine eigene Lebensstrategie, wir müssen ihnen nur ihre Lebensbedingungen erhalten – Boden, Luft, Wasser, Licht = Klima?

Und wir sollten nicht vergessen, dass diese auch unsere Lebensbedingungen sind.

Kraftvoller Austrieb Rhabarber, Rheum rhabarbarum

Zarte Schönheit der Pfingstrose, Paeonia, im zweiten Jahr nach ihrer Umpflanzung, welche sie gar nicht schätzt.

Waldige Verschlungenheit des Echten Mädesüß, Filipendula ulmaria.

Das Erwachen des hilfreichen Gundermanns, Glechoma hederacea.

So, jetzt kommt ein harter Bruch zu der vermeintlichen Idylle unseres Gemeinschaftsgartens – vermeintlich deshalb, weil auch dieser naturnahe Raum nicht einfach zu erhalten ist, der Bezirk Berlin Mitte sieht keine Möglichkeit, einen solchen Ort der Artenvielfalt in der Stadt zu finanzieren.

Wir gehen über zu der bitteren Realität des herkömmlichen und leidbringenden Umgangs mit unserer Stadtnatur:

Jedes Mal, wenn ich diesen Mieterhof in Berlin Schöneberg betrete – die Verwaltung nennt es euphemistisch Garten – werde ich von einem Gefühl des Grauens überfallen.

Wer ist so unsensibel und abgestumpft, dass er sich hier wohlgemut aufhalten möchte inmitten dieser um Hilfe schreienden Kreaturen?

Meine Hochachtung für diese Gehölze, die widrgsten Umständen und permanenter Verkrüppelung durch unkontrollierte, durch wen oder was auch immer normierte Bescheidungsaktionen trotzten, wächst mit jeden Besuch.

Und jedes sich aufbäumende Kraut oder Tier wird weggefegt oder höchstwahrscheinlich gepustet.

Und meine Hochachtung vor Mieter*innen, die sich gegen eine solche Mißachtung der Natur stemmen und sich aktiv dafür einsetzen, dass dieser Hof wieder zu einem Garten für Menschen, Pflanzen und Tiere wird!

Permakulturgärtner*innen behaupten, man kann jeden Boden heilen – wir werden es gemeinschaftlich versuchen.


Stadtgärtnern mit der Natur – Kräuterführung am 30.3.2022


Erste Aussaaten im Freiland

Nachdem die nächtlichen Fröste nun langsam nachgelasse haben, haben wir uns an die ersten Aussaaten im Freiland gemacht. Möhren, Frühlingszwiebeln, Radieschen und Spinat zur Gründüngung, bis die kälteempfindlichen Pflänzchen gesetzt werden können.

Natürlich mussten wir unseren sorgfältig erstellten Pflanzplan zur Reihenmischkultur der Praxis mal wieder anpassen, das klappt bei uns selten so, wie es geplant war…aber natürlich haben wir Fruchtfolge und gute Nachbarschaft berücksichtigt.
Nun sind wir gespannt und beten für mehr Regen!

Bei den Voranzuchten, die geschützt im Warmen stehen, haben sich schon Gurke und Weißkohl hervorgetan.


Energie sparen für den Frieden

Raus aus der Komfortzone und die Heizung ‚runterdrehen.

Energie sparen!

  • weg von den fossilen Brennstoffen
  • für den Klimawandel
  • den Weg in eine Energiewirtschaft ohne Abhängigkeitem beginnen
  • erneuerbare Energien fördern
  • nachhaltig leben
  • Energiewende jetzt

https://www.change.org/p/bundesregierung-energiesparen-f%C3%BCr-den-frieden-keine-fossilen-energien-von-einem-kriegsverbrecher

https://www.energiezukunft.eu/politik/nur-erneuerbare-energien-schaffen-frieden/

https://www.rnd.de/wirtschaft/lieber-kalt-duschen-als-gas-von-putin-was-kann-ich-gegen-den-krieg-tun-25XD52J5ZRGKVETXEAX5KQR5LE.html


Unterstützt uns dabei, den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen zu erhalten!

Wir freuen uns über Spenden unter:

https://www.betterplace.org/de/projects/83319-gemeinschaftsgarten-wachsenlassen-schutz-und-sorge-fuer-unsere-gartenvoegel

oder unterschreibt unsere Petition:

https://www.change.org/p/gemeinschaftsgarten-wachsenlassen-erhalten


FRIEDE SEI!

Friede sei,

mit alle Menschen

die hier auf der Erde sind

und zueinander stehen.

Text und Musik: Bardo Henning


Frühling 2022

Schwer fällt es, in diesen Zeiten von den Freuden des Frühlings zu berichten, sind wir doch ohne Atempause von der Corona-Angst in die Angst vor einem Krieg gefallen.

Wie nur kann es zu einer Heilung auf der Welt kommen?

Der Haselnussstrauch, Corylus avellana ist ein sehr altes Gewächs, schon seit dem Tertiär vor Jahrmillionen ist seine Existenz nachgewiesen, es ist anzunehmen, dass er die Fähigkeit hat, noch die eine oder andere Katastrophe zu überleben.

Die Hasel ist monözisch, d. h. eine Pflanze verfügt über weibliche und männliche Blütenstände.
Was uns allgemein auffällt (und besonders den vielen Menschen, die gegen seine Blütenpollen allergisch sind), sind seine männlichen Blütenstände, die sogenannten Kätzchen, die schon früh ab Februar blühen und somit wichtige Nahrung für früh fliegende Wildbienen sind.

Einen besonderen Reiz haben für mich in jedem Jahr die weiblichen Blüten, winzig klein und leicht zu übersehen, sie bleiben von der Knopse eingeschlossen und nur die purpuroten Narben sind am Rand zu sehen. Hier ist ein aufmerksames Hinschauen angesagt.

Schon seit Jahrtausenden wird die Hasel als Kultur- und Heilpflanze genutzt, auch liefert sie gehaltvolle Nahrung für Menschen und Tiere.

In der Naturheilkunde werden die Kätzchen, die Rinde junger Triebe, die Samen und die Blätter, meist werden diese als Tees zubereitet eingenommen.

Die Listen der heilenden Inhaltsstoffe und deren Eigenschaften sind lang:
ätherische Öle, Eisen, Eiweiße, Flavonoide, Harze, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A und B wirken adstringierend, blutreinigend, blutstillend, schweißtreibend und stoffwechselanregend.

Was aber in schwierigen Zeiten ebenfalls bedeutend ist:

Seit der Zeit der Kelten gilt der Haselstrauch, ebenso wie der Holunder als Schutzstrauch, auch er steht für Frieden und Versöhnung.
Die Germanen umzäunten ihre Thingplätze, wo Verhandlungen stattfanden und Ratsgespräche gehalten wurden, mit geschälten Haselstäben.
Es gibt Vermutungen darüber, dass diese hellen, geschälten Stäbe der Hasel der Ursprung der weißen Fahne sind, welche das Ende einer Kampfhandlung oder Krieges anzeigt.

Wohl denen, der viele Haselnusssträucher in ihren Gärten haben.

Auch der Fenchel, in unserem Garten der Gewürzfenchel, Foeniculum vulgare, ist neben ihren zahlreichen heilenden Eigenschaften eine mächtige Zauberpflanze. Sie bietet ebenfalls Schutz und spendet Segen.

Auch der erste Bärlauch erscheint mit seinem frühlingfrischen Grün und lässt uns nicht nur vom ersten selbstgemachten Pesto des Jahres träumen, sondern wurde von den Kelten in Wales vor der Schlacht verspeist, um gestärkt in den Kampf zu ziehen.
Er soll dazu in der Lage sein, Dämonen und Plagegeister zu vertreiben.
Hoffen wir, dass er in diesem Jahr schnell und zahlreich wächst.

Jahrhunderte alte Geschichten weben sich um unsere Pflanzen und Geschichten schreiben das Leben. Geschichten geben uns Trost, machen Mut, erzählen von den Freuden des Lebens und seinem Leid.

Das Schneeglöckchen, Galanthus mit seinem reinsten Weiß als zuverlässiger Bote dafür, dass der Winter bald vorübergeht, gilt als ein Zeichen für Hoffnung und Ausdauer, ein Zeichen, dass Hindernisse überwunden werden. Es steht für Stärke in schweren Zeiten, für Optimismus und eine Wende hin zum Guten.

So begrüßen wir auch in diesem Jahr – wenn auch zaghafter – den Frühling in unserem Garten, finden Freude und Schönheit und hoffen auf den guten Ausgang einer bösen Geschichte.


Termine rund um die Aussaat in der Grünen Bibliothek


Katastrophe im brandeburgischen Nationalpark Unteres Odertal verhindern!

Nördlich von Berlin und Eberswalde droht eine Wildtier-Katastrophe durch die flächendeckende Errichtung der Schutzzäune gegen die Afrikanische Schweinepest. Im „Nationalpark Unteres Odertal“ sind unzählige Wildtiere bei dem zu erwartenden Frühjahrs-Hochwasser davon bedroht, zu ertrinken.

Schnellstmögliches Handeln ist angesagt.

Bitte lest und unterschreibt die Petition auf:

https://www.change.org/p/karina-dörk-katastrophe-im-brandenburgischen-nationalpark-unteres-odertal-bei-schwedt


Den Sinnen was zu futtern geben

Nach endlos langen Tagen am Schreibtisch – und das heißt heutzutage ja zumeist alleine im homeoffice vor dem Rechner – endlich wieder im Gartenn.

Ich höre die Vögel.
Ich fühle den Boden unter mir, ertaste Blätter und die Rinden der Bäume.
Ich rieche Erde und Pflanzen.
Ich sehe wunderbare Formen und Farben.
Ich schmecke den frühlingsgrünen Kerbel.

Ich entdecke magische Welten, deren Teil ich bin und die meine Sinne nähren.


Neustart Agrarpolitik – mach mit beim Staffellauch!

Da die diesjährige ‚Wir-haben-es-satt-Demo‘ aus pandemischen Gründen nicht stattfinden kann, können sich in diesem Jahr alle, die ein Zeichen für einen Neustart Agrarpolitik setzen möchten, unter:

https://www.wir-haben-es-satt.de/mitmachen/staffellauch/

am Staffellauch beteiligen.


Petition: Grünes Etikett für Atom- und Gaskraftwerke verhindern?

Ja.

Wer auch dieser Meinung ist, kann die Petition der Deutschen Umwelthilfe unter:

unterschreiben.


Wie wollen wir leben – und unsere Gärten bestellen?

Diese Frage ‘wie wollen wir leben?’ bedeutet für wachsenlassen natürlich auch immer: wie wollen wir gärtnern?

Im Duden finde ich zu dem Wort gärtnern die Erklärung: im Garten arbeiten.


Und bei wortbedeutug info: Erde auflockern, auspflanzen, aussäen, beschneiden, düngen, ernten, gießen, harken, hochbinden, jäten, kompostieren, pflanzen, pflücken, pikieren, säen, Ungeziefer absammeln, Unkraut zupfen/rupfen, vereinzeln, wässern, zurückschneiden.

Hier war ja wohl hauptsächlich auspflanzen und zurückschneiden am Werk.

Ich empfinde unseren Garten als einen Naturraum in der Stadt im besten Sinne – als einen Raum zur Begegnung, zur Kultur und damit auch einem Raum der Arbeit, als Lebensraum für Menschen, Teire ud Pflanzen.

Wie sollten Gartenräume in der Stadt aussehen?

Arten-vielfältig sollten sie sein, den Wünschen ihrer Gärtner*innen entsprechend, immer darauf bedacht, Lebensräume für Menschen, Tiere, Pflanzen und andere Wesen zu schaffen.

Da sind der Möglichkeiten und der Freiheit wenig Grenzen gesetzt!

Das geht auf Balkonen, in Höfen … und auf öffentlichen Grünflächen.

Unkraut zupfen-rupfen auf die grobe Art. Nur der in unseren Breitengraden ökologisch nicht sehr wertvolle Kirschlorbeer wurde (gut Rückschnitt-geeignet) stehen gelassen.

Wo ist die schöne reinrote Kletterrose, von deren Blüten mir einst Schülerinnen ein kleines Sträußchen mitgebracht hatten, als sie zu uns in den Garten kamen?

Gartenräume als Räume der Entdeckung, der Sinneserfahrung.

Dies kann auch vor Schul- oder Ämtergebäuden entstehen.

Jede*r hat seine eigene Lebensstrategie: einige Pflanzen treiben schon im Spätherbst/Winter aus und kuscheln sich in eine schützende Laubdecke.

Ich sehe, dass die Natur immer bemüht ist, eine schützende Decke um ihr Innerstes zu halten und gehe davon aus, dass sie einen Grund dazu hat.

Ich glaube, dass jegliche Form von Humusbildug einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt unseres Ökosystems leistet.

Wünsche für das Jahr 2022:

Mehr Lebensräume mit besserer Luft, gutem Boden, sauberen Meeren und einer milden Sonne für Menschen, Tiere und Pflanzen in Berlin und anderswo.

Und – dass der Gemeinschaftsgarten eine stabile finanzielle Basis findet, so dass wir mit Freuden und Engagement weiter an einem guten Stadtklima arbeiten / gärtnern können:

https://www.change.org/VielfaltwachsenlassenBerlin


Wünsche

Wir wünschen in diesen schwierigen Zeiten harmonische und fröhliche Feiertage, Stunden und Tage des Ausruhens, Nachdenkens, Besinnens und ein wunderschönes spannendes und inspirierendes Jahr 2022, in welchem wir gemeinsam Lebensräume für Menschen und Tiere (wieder-) erschaffen und erhalten und unsere Umwelt als Mitwelt erkennen, genießen und respektieren.

Wenn wir weiter die Natur zerstören, zerstören wir uns selbst, wir haben es (noch) in der Hand, das dürfen wir nicht vergessen, wir sind nicht ohnmächtig, sondern handlungsfähige Meschen!
Wir sind Teil eines großen, wunderbaren Ökosystems und können viel dafür tun, eine lebenswerte Welt in Stadt und Land zu erhalten.

Mehr Biodiversität für die Stadt – unterstützt unsere Petition:

https://www.change.org/VielfaltwachsenlassenBerlin

Wir freuen uns über Spenden!

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

www.betterplace.org/p83319


Bienenwachstücher selbermachen – fast ein DIT-Workshop

Da wir unseren geplanten Workshop ‚Bienenwachstücher – gemeinsam selbermachen‘ in diesem Jahr aus allseits bekannten Gründen nicht haben durchführen können, werden wir ab
Do, den 8.12.2021
im Foyer der Bibliothek Tiergarten – Süd

einen Tisch mit Zutaten und Anleitung installieren – quasi ein DIY-Paket zum mitnehmen, wenn wir schon nicht zusammen in der Bibliothek schöne Sachen herstellen können – dann wenigstens Zuhause mit Freunden.

Hier schon einmal die Anleitung und viel Spaß beim Selbermachen!

Bienenwachstücher sind eine wunderbare ökologische und – falls sebstgemacht – individuelle Alternative zu Frischhalte- oder Alufolien. Die eingepackten Lebensmittel halten sich darin genauso frisch wie in den Folien. Da Bienenwachs leicht antiseptische und antibakterielle Inhaltsstoffe enthält, sind die Tücher ideal, um Obst oder Gemüse einzuwickeln oder Schalen und Schüsseln mit Lebensmitteln abzudecken. Auch für das Pausenbrot ist das Bienenwachstuch bestens geeignet. Fleisch und Fisch sollten damit nicht eingepackt werden.
Die Tücher sind nach Gebrauch leicht mit einem feuchten Lappen und etwas Spülmittel zu reinigen und können, je nach Benutzungsintensität, ungefähr ein Jahr verwendet werden. Danach kann einfach die Wachsschicht erneuert werden.

Anleitung zum Selbermachen:

Für drei bis 4 Tücher (z.B. 18 cm x 20 cm, 25 cm x 28 cm und 33 cm x 35 cm, überlegt einfach, wofür ihr die Tücher später nutzen wollt) benötigt man in etwa (die genauen Mengen können variieren, hier einfach selbst etwas experimentieren) an

Zutaten:

– gewaschene Baumwollstoffe nach Wahl
– 50g Bienenwachspastillen
– Backpapier
– Bügeleisen
– Zackenschere
– Pinsel

Schneide den Stoff mit einer Zackenschere, damit die Ränder später nicht ausfransen. Einfarbige Stoffe lassen sich wunderbar bemalen und verleihen den Tüchern noch einmal zusätzlich eine persönliche Note.

Die Bienenwachspastillen im Wasserbad zum Schmelzen bringen und das auf Backpapier ausgelegte Tuch damit großzügig betreichen.

Nun ein zweites Stück Backpapier über das eingewachste Tuch legen und mit einem Bügeleisen (Stufe Baumwolle) darübergehen, um das Wachs gleichmäßig im Stoff zu verteilen. Danach kann das Tuch vom Backpapier abgelöst werden und trocknet in kurzer Zeit an.

Uns hat besonders das Bemalen der Stoffe sehr viel Freude bereitet und die Aussicht darauf, individuelle ‘Verpackungen’ für unseren Küchengebrauch herzustellen: das sieht doch bestimmt viel schöner aus als die öden Folien, wenn man den Kühlschrank öffnet oder das Pausenbrot auswickelt!
Auch individuelle Geschenke lassen sich so mit viel Spaß am Selbermachen herstellen.


Artenschutz ist Klimaschutz!

Da wir in unserem Garten stets bemüht sind, Lebensräume für Wildbienen, Insekten, Gartenvögel und andere Wesen zu schaffen, ergibt sich ebenso eine große Artenvielfalt an (zumeist einheimischen) Pflanzen und Gehölzen Wir sind bemüht, diese auch tabellarisch zu erfassen und konnten mittlerweile einen Bestand von über 230 Stauden, Gehölzen und Bäumen ermitteln.

Bei Gartenführungen oder Besuchen in unserem Garten informieren wir über die vielfältigen Möglichkeiten, in der Stadt, auf Balkonen und (Hinter-) Höfen etwas zur Artenvielfalt beizutragen und somit auch unsere Insekten- und Vogelwelt zu schützen.
Jedes noch so kleine ‘Projekt’ kann das Klima in unseren Städten verbessern und diese für Menschen und Tiere wieder lebenswerter machen!

Unterstützung dabei bekommen wir auch über das stadtökologische Forschugsprojekt über Bestäuberinsekten (technische Universität Münschen/ Museum für Naturkunde Berlin, die uns diese wunderschöne Referenz ausgestellt haben:

Bitte unterschreibt unsere Petition und verbreitet sie weiter!

https://www.change.org/p/rettet-den-gemeinschaftsgarten-wachsenlassen/u/29894766


Vielen Dank für den schönen GartenBazar!

In entspannter Atmosphäre, im großen Raum des Kiez Zentrums Villa Lützow und im Außenbereich davor konnten wir in diesem Jahr doch noch eine öffentliche Veranstaltung unter den geltenden Hygieneregeln durchführen.
Endlich noch einmal in den Austausch gehen und interessante Gespräche führen mit den vielen Besucher*innen, die sich vorbildlich an die geltenden Regeln gehalten haben.
Ein wenig raus aus dem eingeschränkten Distanz-Modus-Denken, in dem wir alle uns schon so lange befinden und wieder einmal persönlich erfahren, wie viele Menschen es gibt, die sich Sorgen um unser Klima, unsere Natur und unsere gesunde Ernährung machen.

Wir haben die Produkte präsentiert, die im Laufe des Jahres aus den reichen Ernten in unserem Garten entstanden sind und viel Zuspruch und Wertschätzung für unsere Arbeit erhalten.

Dafür an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an alle Besucher*innen und natürlich an alle Helfer*innen, die aufgrund der Kontrollmaßnahmen notwendig waren!

Ebenso ein dickes Dankeschön an die Kräuterpädagogin Kirsten Born, das Team des queeren Jugendzentrums und Ebru vom Mehrgenerationenhaus, die mit dabei waren.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit euch gemeinsam diese Veranstaltung durchzuführen!

Übrigens: wir haben regelmäßig Wurmkompost gegen Spende aus unserer Gartenproduktion abzugeben! Einfach unter wachsenlassen@web.de anfragen und vorbeikommen.


Weiter den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen retten!

5 Jahre sind vergangen, seit wir eine Petition auf change.org gestartet haben, um auf unsere damalige Not aufmerksam zu machen.

Vielen, vielen Dank für die vielen Unterschriften von Unterstützer*innen, die damals bei uns eingegangen sind!

Nun haben wir uns dazu entschieden, die Petition zu erneuern, um wieder dazu aufzurufen, den Gemeinschaftsgarten zu retten.

Denn: vieles ist passiert, vieles hat sich verändert, eines aber ist gleich geblieben: wir arbeiten immer noch unter prekären finanziellen Bedingungen.

Mehr dazu unter:

https://www.change.org/p/rettet-den-gemeinschaftsgarten-wachsenlassen/u/29894766


Bienenwachstücher – gemeinsam selber machen!

Eine nachhaltige Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie,wiederverwendbar und einfach selber herzustellen. Hübsch als individuelles (Weihnachts-) Geschenk.
Wer mag, bitte eigenen Lieblingsstoff – Baumwolle oder Leinen! – mitbringen.

Da das Angebot aufgrund der Corona-Bestimmungen teilweise im Freien vor dem Projektraum stattfindet, bitte an warme Kleidung denken.

Wir freuen uns auf euch!

Dienstag, den 7. Dezember 2021
15.30 – 18.00 Uhr

Bibliothek Tiergarten-Süd,
Lützowstr. 27, 10785 Berlin
Projektraum Grüne Bibliothek

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl! Es gelten die aktuellen Hygieneregeln der öffentlichen Bibliotheken Berlin.Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de


Schönheit (III) und Garten – November 2021

November in der großen Stadt, grau, dunkel, trübe und der immer noch ansteigende Autoverkehr – wollten wir nicht damit beginnen, so vieles anders zu machen? – zerrt an Nerven und Nase.

November 2021 in immer noch pandemischen Zeiten, mehr noch, schlimmer als im letzten Jahr.

Die Stadt – Konsum, Geschwindigkeit, aufgewühlte Nerven, Empörung, Neonlicht und doch Grau in Grau; bunt getüpfeltes Laub, Nährwert für unsere Zukunft, wird geräuschvoll weggesaugt, aufgeräumt, weggeräumt.

Leistungsgespräche, Nichtverstehen, Verarmung der Gefühle, Nicht-handeln-können im Angesicht des Klimanotstandes.

Ich gehe in den Garten, es sind noch letzte Pflanzungen vozunehmen, Vorbereitungen für kommende Zeiten und Vorfreude auf das neue Jahr.
Nun ist die richtige Jahreszeit, dies mit Sorgfalt und Bedacht anzugehen, ohne Angst davor, dass die neuen Pflanzungen zu heiss und trocken stehen werden.

“Der Herbst ist immer unsere beste Zeit” sagte einst J.W. von Goethe.

In diesem Jahr fällt mir dazu ein: “wir ernten, was wir säen”, schlimmstenfalls neue Wellen.

Die Tagetes leuchten mir im fahlen Novememberlicht entgegen – welch eine Farbenfreude!

Direkt daneben steht eine Mariendistel in Blüte und hebt sich – zu dieser Jahreszeit?! – in strahlendem Lila vor ihren mit Marias Milch getränkten Blättern ab.

Die Herbstastern, Chrysanthemen und die Blütestände der Sedum-Gewächse sind eh meine liebsten Begleiter im Herbst, aber dass der Acker-Rittersporn seit dem Frühsommer immer noch sein unbeschreibliches Blau, vielleicht nun ein wenig milder als im August, an uns verschenkt, erfüllt mich auch in diesem Jahr mit sprachlosem Erstaunen.

Grauer November?

Nur in unseren verödeten Städten und den totbringenden Monokulturen auf dem Land, in der Natur, so scheint mir, “wird durchgeblüht”.

Aber da bin ich ja nicht die erste, die das entdeckt…

(Und direkt daneben zu dieser Jahreszeit der Rosenkohl, für mich einfach ein Wunder an Schönheit und soo zart und lecker!!!)

Andere scheinen sich darauf einzustellen, beim zunehmend milderen Klima einfach zu überwintern und mehrjährig zu werden, wie es einige Malvengewächse, zu deren Familie ja auch die bei uns meist zweijährige Stockrose Alcea rosae halten.

Die ‘wilden’ machen derweil eh, was sie wollen, wenn man sie nur lässt und ihnen Zeit und Raum zum leben gibt.

Dann schenken sie uns ihre Schönheit mitten im – menschengemachten grauen – November und erleuchten damit unsere Herzen.

Übrigens: Unser Garten liegt mitten in der Stadt. Wir bemühen uns seit 12 Jahren, ihn zu erhalten und wünschen uns mehr solcher Orte!
Für Menschen, Pflanzen und Tiere. Für unser Klima, für ein gesundes Ökosystem.


GartenBazar im Kiez Zentrum Villa Lützow

Der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen lädt ein!

Freitag, den 26.11.2021 – 16.00 – 19.00 Uhr

Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28
10785 Berlin

Das ganze Jahr über wird in unserem Garten eifrig geerntet und gesunde und nützliche Dinge wie Tees, Tinkturen, Salben, Essige, Wurmkompost und und und ….. gemeinsam hergestellt.

Einige davon möchten wir nun zum Selbstkostenpreis und gegen Spende für unseren Garten anbieten – jetzt schon an Weihnachten denken!
Wir informieren über unser Engagement in der Natur- und Umweltbildung und unsere Arbeiten und Angebote im Garten.

Mit dabei:
Kirsten Born, Kräuterpädagogin, mit ihrer reichhaltigen Palette an Kräuterprodukten.
Queeres Jugendzentrum Villa Lützow.
Informationen über die Angebote des Kiez Zentrums.

Kontakt: wachsenlassen@web.de

Die Veranstaltung wird zu großen Teilen draußen stattfinden, es gilt die 3G-Regel, bitte Nachweise bereit halten. In allen Räumen der Villa Lützow besteht Maskenpflicht.


Advents- und Weihnachtskränze binden in der Grünen Bibliothek