Weiter den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen retten!

5 Jahre sind vergangen, seit wir eine Petition auf change.org gestartet haben, um auf unsere damalige Not aufmerksam zu machen.

Vielen, vielen Dank für die vielen Unterschriften von Unterstützer*innen, die damals bei uns eingegangen sind!

Nun haben wir uns dazu entschieden, die Petition zu erneuern, um wieder dazu aufzurufen, den Gemeinschaftsgarten zu retten.

Denn: vieles ist passiert, vieles hat sich verändert, eines aber ist gleich geblieben: wir arbeiten immer noch unter prekären finanziellen Bedingungen.

Mehr dazu unter:

https://www.change.org/p/rettet-den-gemeinschaftsgarten-wachsenlassen/u/29894766


Bienenwachstücher – gemeinsam selber machen!

Eine nachhaltige Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie,wiederverwendbar und einfach selber herzustellen. Hübsch als individuelles (Weihnachts-) Geschenk.
Wer mag, bitte eigenen Lieblingsstoff – Baumwolle oder Leinen! – mitbringen.

Da das Angebot aufgrund der Corona-Bestimmungen teilweise im Freien vor dem Projektraum stattfindet, bitte an warme Kleidung denken.

Wir freuen uns auf euch!

Dienstag, den 7. Dezember 2021
15.30 – 18.00 Uhr

Bibliothek Tiergarten-Süd,
Lützowstr. 27, 10785 Berlin
Projektraum Grüne Bibliothek

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl! Es gelten die aktuellen Hygieneregeln der öffentlichen Bibliotheken Berlin.Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de


Schönheit (III) und Garten – November 2021

November in der großen Stadt, grau, dunkel, trübe und der immer noch ansteigende Autoverkehr – wollten wir nicht damit beginnen, so vieles anders zu machen? – zerrt an Nerven und Nase.

November 2021 in immer noch pandemischen Zeiten, mehr noch, schlimmer als im letzten Jahr.

Die Stadt – Konsum, Geschwindigkeit, aufgewühlte Nerven, Empörung, Neonlicht und doch Grau in Grau; bunt getüpfeltes Laub, Nährwert für unsere Zukunft, wird geräuschvoll weggesaugt, aufgeräumt, weggeräumt.

Leistungsgespräche, Nichtverstehen, Verarmung der Gefühle, Nicht-handeln-können im Angesicht des Klimanotstandes.

Ich gehe in den Garten, es sind noch letzte Pflanzungen vozunehmen, Vorbereitungen für kommende Zeiten und Vorfreude auf das neue Jahr.
Nun ist die richtige Jahreszeit, dies mit Sorgfalt und Bedacht anzugehen, ohne Angst davor, dass die neuen Pflanzungen zu heiss und trocken stehen werden.

“Der Herbst ist immer unsere beste Zeit” sagte einst J.W. von Goethe.

In diesem Jahr fällt mir dazu ein: “wir ernten, was wir säen”, schlimmstenfalls neue Wellen.

Die Tagetes leuchten mir im fahlen Novememberlicht entgegen – welch eine Farbenfreude!

Direkt daneben steht eine Mariendistel in Blüte und hebt sich – zu dieser Jahreszeit?! – in strahlendem Lila vor ihren mit Marias Milch getränkten Blättern ab.

Die Herbstastern, Chrysanthemen und die Blütestände der Sedum-Gewächse sind eh meine liebsten Begleiter im Herbst, aber dass der Acker-Rittersporn seit dem Frühsommer immer noch sein unbeschreibliches Blau, vielleicht nun ein wenig milder als im August, an uns verschenkt, erfüllt mich auch in diesem Jahr mit sprachlosem Erstaunen.

Grauer November?

Nur in unseren verödeten Städten und den totbringenden Monokulturen auf dem Land, in der Natur, so scheint mir, “wird durchgeblüht”.

Aber da bin ich ja nicht die erste, die das entdeckt…

(Und direkt daneben zu dieser Jahreszeit der Rosenkohl, für mich einfach ein Wunder an Schönheit und soo zart und lecker!!!)

Andere scheinen sich darauf einzustellen, beim zunehmend milderen Klima einfach zu überwintern und mehrjährig zu werden, wie es einige Malvengewächse, zu deren Familie ja auch die bei uns meist zweijährige Stockrose Alcea rosae halten.

Die ‘wilden’ machen derweil eh, was sie wollen, wenn man sie nur lässt und ihnen Zeit und Raum zum leben gibt.

Dann schenken sie uns ihre Schönheit mitten im – menschengemachten grauen – November und erleuchten damit unsere Herzen.

Übrigens: Unser Garten liegt mitten in der Stadt. Wir bemühen uns seit 12 Jahren, ihn zu erhalten und wünschen uns mehr solcher Orte!
Für Menschen, Pflanzen und Tiere. Für unser Klima, für ein gesundes Ökosystem.


GartenBazar im Kiez Zentrum Villa Lützow

Der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen lädt ein!

Freitag, den 26.11.2021 – 16.00 – 19.00 Uhr

Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28
10785 Berlin

Das ganze Jahr über wird in unserem Garten eifrig geerntet und gesunde und nützliche Dinge wie Tees, Tinkturen, Salben, Essige, Wurmkompost und und und ….. gemeinsam hergestellt.

Einige davon möchten wir nun zum Selbstkostenpreis und gegen Spende für unseren Garten anbieten – jetzt schon an Weihnachten denken!
Wir informieren über unser Engagement in der Natur- und Umweltbildung und unsere Arbeiten und Angebote im Garten.

Mit dabei:
Kirsten Born, Kräuterpädagogin, mit ihrer reichhaltigen Palette an Kräuterprodukten.
Queeres Jugendzentrum Villa Lützow.
Informationen über die Angebote des Kiez Zentrums.

Kontakt: wachsenlassen@web.de

Die Veranstaltung wird zu großen Teilen draußen stattfinden, es gilt die 3G-Regel, bitte Nachweise bereit halten. In allen Räumen der Villa Lützow besteht Maskenpflicht.


Advents- und Weihnachtskränze binden in der Grünen Bibliothek


Green Deal an der Spree

Im Rahmen der ARD Themenwoche „Stadt.Land.Wandel.“ ist das hörenswerte Feature ‚Green Deal an der Spree – Projekte für ein umweltfreundliches Berlin‘ von Carmen Gräf enstanden, für welches sie auch unseren Gemeinschaftsgarten besucht hat.

Nachzuhören unter:

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/lebenswelten/archiv/20211107_0900.html


Wildbienen brauchen unsere Hilfe!

Wildbienen sind für die Bestäubung vieler Blütenpflanzen überaus wichtig, in Deutschland gibt es mehr als 550 verschiedene Arten, eine große Vielfalt, die äußerst bedroht ist.

Laut Roter Liste sind mittlerweile 38 davon vom Aussterben bedroht, 194 gefährdet und 43 Arten stehen auf der Vorwarnliste.

http://www.wildbienen.de/wbienen.htm

Feind Nummer 1 der Wildbienen ist dabei der Mensch mit seinem fehlgeleiteten System der industriellen Landwirtschaft und dessen immensen Pestizideinsatz und der Zerstörung der Lebensräume. Aber auch privatgärten und Balkone bieten aufgrund ihrer insektenuntauglichen Gestaltung immer weniger Nahrung und Lebensräume.

Hier ist eine große Transformation von Nöten und es wird Zeit, hinzuschauen und aktiv zu werden, jeder noch so kleine Schritt kann helfen, unseren heimischen Wildbienen das Leben zu retten.

Auf https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/wildbienen/bedrohung-schutz/ kann man sich umfangreich über die Situation der Wildbienen informieren und viel über diese wichtigen und faszinierendenTiere erfahren.

Oder unterstützt das Bündnis der Europäischen Bürgerinitiative “Bienen und Bauern retten!” https://www.savebeesandfarmers.eu/deu/ueber-uns/

Eine kleine Hilfe kann es schon sein, geeignete Nisthilfen im Garten oder auf dem Balkon zur Verfügung zu stellen. Aber Achtung: die beste Nisthilfe nützt nichts ohne ausreichend Nahrung in Form von nektar- und pollenreichen Blühpflanzen in der Nähe und viele der sogenannten ‘Bienenhotels’, die man mittlerweile häufig zum Kauf angeboten bekommt, erfüllen nicht ihren Zweck und keine Wildbiene würde sie jemals aufsuchen.

Wir haben in der letzte Woche zum wiederholten Male einen kleinen Workshop zum Nisthilfenbau im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der Bibliothek Tiergarten-Süd angeboten, Corona-bedingt wurde im kleinen Kreis und draußen geschraubt und gestaltet.

Dabei haben wir den Nisthilfen-Bausatz von https://wildbienennisthilfe.de/shop/ ausprobiert und können bestätigen, dass Dank der guten Anleitung und des guten Zuschnittes mit Vorbohrunge auch handwerklich nicht so versierte Wildbienenschützer hier eine gute Grundlage zum Ausprobieren im Selbermachen haben.

Besonders schick fanden wir, dass sich das Gehäuse verschieben lässt, was eine individuelle Bestückung und einen leichten Austausch des Inhaltes ermöglicht.

Natürlich haben wir uns auch wieder kreativ ausgetobt bei der Gestaltung unserer bewährten Recycling-Nisthilfen aus alten Blechdosen.

Hier bitte besonders darauf achten, dass die kleinen Nisthilfen nicht in der prallen Sonne aufgehangen werden, bzw. einen Schutz gegen zu starke Erwärmung erhalten.

Mit unseren Angeboten in der Grünen Bibliothek, Bibliothek Tiergarten-Süd möchten wir für nachhaltige Lebensstile sensibilisieren und die Freude am gemeinsamen Selbermachen wecken.
Dabei liegt uns besonders unsere Beziehung zur Natur am Herzen, der Umwelt- und Artenschutz und der Erhalt der Biodiversität.

Im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen informieren wir bei Gartenführungen oder im Rahmen anderer Veranstaltungen auch immer wieder über die Gestaltung von Lebensräumen für Wildbienen. https://wachsenlassen.com/2021/08/23/stadtgartnern-mit-der-natur-vieltfalt-und-lebensraume-gartenfuhrungen-gartengesprache/

Unser workshop Nisthilfen wurde veranstaltet im Rahmen des EFRE-Projektes: ‘Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben’.


Zum Vormerken – GartenBazar – Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

Zum Vormerken GartenBazar –Gemeinschaftsgarten wachsenlassen Freitag, den 26.11.2021 – 16.00 – 19.00 Uhr

Das ganze Jahr über wird in unserem Garten eifrig geerntet und gesunde und nützliche Dinge wie Tees, Tinkturen, Salben, Essige, Wurmkompost und und und ….. gemeinsam hergestellt.

Einige davon möchten wir nun auf einem kleinen Bazar anbieten (wir finden, sie eignen sich bestens als Weihnachtsgeschenke) und über unser Engagement in der Natur- und Umweltbildung und unsere Arbeit im Garten informieren.

Auch freuen wir uns sehr darüber, dass Kirsten Born, Kräuterpädagogin, mit ihrer reichhaltigen Palette an Kräuterprodukten mit dabei sein wird.

Kontakt: wachsenlassen@web.de

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,

Kiez Zentrum Villa Lützow, Lützowstr. 28, 10785 Berlin

In den Räumen des Kiez Zentrums gilt die 3G-Regel, bitte Nachweise am Eingang bereit halten.


Nisthilfen für Wildbienen – gemeinsam selber machen!


Oxymel und Räubergeschichten

Zahlreiche Heilpflanzen, Wild- und Küchenkräuter wachsen in unserem Garten, die wir in Mitmach-Workshops weiter verarbeiten, meist zu Tees, Tinkturen, Salben, Säften und Sirup.

Schon im letzten Jahr haben wir die heilenden Eigenschaften der Kapuzinerkresse, Tropaeolum majus und der Wurzel des Meerrettichs, Armoracia rusticana in einer Tinktur konserviert, die uns nach einstimmiger Meinung im letzten Jahr gut durch den Winter gebracht hat.

Sowohl die Kapuzinerkresse als auch der Meerrettich gelten als natürliche Antibiotika, deren Wirkungen gut erforscht sind und bei einfachen bakteriellen Atemwegsinfektionen genauso gut wirken wie synthetische Antibiotika, jedoch mit deutlich weniger Nebenwirkungen.

Beide Pflanzen enthalten neben zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen Senfölglykoside und gelten als ein sehr gesundes und Immunsystem stärkendes Nahrungsmittel.
Gut, dass wir immer ausreichend davon im Garten haben!

In diesem Jahr haben wir zusätzlich ein Oxymel hergestellt, welches sich sehr gut eignet zur Einnahme für Kinder und andere Menschen, die keinen Alkohohl trinken mögen.

Oxymel bedeutet übersetzt Sauerhonig und ist als Heilgetränk schon seit der Antike bekannt.

Und damit sind seine Hauptbestandteile auch schon erklärt: Ein guter Apfel- oder anderer Obstessig wird im Verhältnis 1:2 mit guten Honig vermischt (beides in Bio-Qualität!)

Diesem Heil- und Stärkungsmittel werden je nach Bedarf Heilpflanzen zugesetzt und es kann gegen zahlreiche Beschwerden und vorbeugend gegen viele Erkrankungen eingesetzt werden.

Und wo bleibt nun die Räubergeschichte?

Diese wurde uns während der gemeinsamen Schnippelei erzählt:

Als im Mittelalter die Pest wütete, hatten sich vier Räuber zusammengetan, um die Häuser von Pestkranken und Verstorbenen zu plündern. Trotz der großen Ansteckungsgefahr erkrankten diese Räuber wie durch ein Wunder nicht.
Als sie gefasst wurden, verlangte man von ihnen gegen Strafmilderung, zu verraten, wie es ihnen gelungen war, gesund zu bleiben.

Ihr Geheinmis:
Ein Saueressig (nach diesem Ereignis auch häufig Pestessig genannt), der neben Obstessig und Honig nach den meisten Überlieferungen Wermutkraut, Rosmarin, Wacholderbeeren, Lavendel, Kalmuswurzel, Knoblauch, Zimt, Muskat, Gewürznelken, Pfefferminze, Engelwurz und Kampfer enthielt.
Geboren war der Vier-Räuber-Essig.

Bei ihren Raubzügen banden sich die vier Räuber in dieses Oxymel getränkte Tücher vor die Gesichter, sie wuschen sich selbst und ihr Diebesgut mit diesem Getränk und nahmen täglich ein paar Löffel davon zu sich.

Diese Geschichte verbreitete sich rasch in ganz Europa, ihren Ursprung soll sie in Südfrankreich (Vinaigre des quatre voleurs) haben. Wir hörten eine englische Variante (The four Thieves Vinegar), bei der die Strafmilderung übrigens darin bestand, dass die Räuber zwischen dem Tod durch Erhängen oder durch Verbrennen wählen durften…

Auch wenn wir mit unserem Saueressig leider keine Pandemie werden stoppen können, ist es doch immerhin erwiesen, dass es sich bei unseren Ingredienzien definitiv um Heilpflanzen handelt, die immunstärkende Eigenschaften haben und die zur Vorbeugung und allgemeinen Gesundheitssorge geeignet sind.

Apropos Pandemie:

Wir führen unsere Mitmach-Workshops weiterhin im sehr kleinen Kreis bei weit geöffneten Türen oder direkt im Garten durch, solange es die Witterung zulässt.
Dann halt in Jacken oder mit einer Decke um die Hüften geschlungen, geht alles und der Aufenthalt im Freien stärkt auch das Immunsystem, solange man passend angezogen ist…


Familiennacht 2021 im Kiez Zentrum Villa Lützow

Der frühe Abend begann mit einiger Fachsimpelei und sportlichem Einsatz beim gemeinsamen Holzhacken.

Erfreulicherweise können wir das Holz von leider immer häufiger notwendig werdenden Baumfällungen durch das Grünflächenamt (ein Tribut an den Klimawandel) auf unserem Gelände behalten, um es dann nachhaltig weiter zu verwenden. Also nicht ab in den Schredder, sondern wir machen einfach schöne Lagerfeuer damit!

Am Grillplatz wurden vor allem für die kleinen Besucher*innen die Atmosphäre wohl langsam zu entspannt: wann geht es denn endlich los mit dem Feuermachen?

Als es endlich so weit war, wurde auch hier auführlich darüber beraten, wie man so ein Lagerfeuer am besten entzündet und vor allem, worauf zu achten ist.

Denn da ist äußerste Vorsicht geboten, Feuer ist magisch und …mindestens genauso gefährlich!

Als die Dämmerung einbrach und das Feuer etwas heruntergebrannt war, war es endlich so weit und der Stockbrot konnte an die Glut gehalten werden.

Und als es dann richtig dunkel wurde und viele viele Taschenlampenlichter durch den Gemeinschaftsgarten huschten, hat sich auch die Fotografin der Magie gemeinsamer Gespräche am Feuer hingegeben….

Die Teilnahme an der 11. Familiennacht Berlin wurde organisiert und ausgeführt durch das Familienzentrum , das Mehrgenaratioenhaus und den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen des Kiez Zentrums Villa Lützow in Tiergarten-Süd.


Pflanzentauschmarkt vor der Grünen Bibliothek

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Witterungsbedingt findet unser Pflanzentauschmarkt am Sa, den 25.9.2021, in der Zeit von 14.00 – 17.00 Uhr auf dem überdachten Terrassenbereich des Familienzentrums Villa Lützow statt. Eingang zum Gelände direkt links neben der Bibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 28, 10785 Berlin.

Wir freuen uns auf euch!


Stadt braucht Grün

Die für den Naturschutz, die Erholung und das Stadtklima wertvollen Flächen müssen gesichert werden. Ein für Menschen und Tiere hochwertiges Grün bedarf einer qualifizierten Pflege. Daher müssen die Verwaltung und die Gärtner*innen in die Lage versetzt werden, Wiesen, Bäume und Kleingewässer ökologisch pflegen zu können.

Mehr erfahren über die Aktion des BUND Berlin und die Forderung an das Abgeordnetenhaus unterschreiben: https://www.bund-berlin.de/mitmachen/stadtbrauchtgruen/


Einladung zum Pflanzentauschmarkt am 25.9.2021

Liebe Gärtner*Innen!

Lust auf Pflanzen- und Erfahrungsaustausch?

Wir haben einiges aus unserem Garten abzugeben und würden uns freuen, gemeinsam mit anderen einen Pflanzentauschmarkt

am 25.9.2021

in der Zeit von 14-17 Uhr

vor der Grünen Bibliothek
Lützowstr. 27
10785 Berlin

zu veranstalten.

Und wer nichts zu tauschen hat: wir verschenken auch gerne!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter:

wachsenlassen@web.de

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes: „Umwelt hautnah- Natur verstehen und erleben“.


Holunderbeerenernte im Gemeinschaftsgarten

Die Holunderbeeren beginnen zu reifen und wir bieten am

Mi, den 25.8. und Do, den 26.8. 2021, in der Zeit von ca. 14.00 – 17.00 Uhr

die Möglichkeit, bei uns im Garten Beeren zu ernten und gemeinsam mit uns direkt zu Saft zu verarbeiten.

Bei Interesse bitte eine Mail an wachsenlassen@web.de, spontane Teilnahme nach Kapazität möglich. In der nächsten Woche geht es bestimmt weiter.


Stadtgärtnern mit der Natur – Vieltfalt und Lebensräume – Gartenführungen – Gartengespräche

Wie können wir unsere (Stadt-) Gärten so gestalten, dass sie Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen bieten? Warum ist Vielfalt für unser Leben so wichtig? Gemeinsam erkunden wir unsere Gartenvielfalt und tauschen uns darüber aus.

Mi, den 8.9.2021, 17.00 – 19.00 Uhr

Vielfalt und Lebensräume

Auf unserem Gelände gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen (Covid-19), die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt und eine Anmeldung notwendig unter: wachsenlassen@web.de

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Kiez Zentrum Villa Lützow

Lützowstr. 28, 10785 Berlin


Gartenführung: Vielfalt und Schönheit

Gemeinsam erkunden wir mit allen Sinnen die Schönheit einer vielfältigen Gartenlandschaft und tauschen uns darüber aus.

Mi, den 18.08.2021, 17.00 – 19.00 Uhr

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Kiez Zentrum Villa Lützow, Lützowstr. 28, 10785 Berlin

Es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen (Covid-19) auf unserem Gelände, die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Eine Anmeldung ist notwendig unter:

wachsenlassen@web.de


Warum eine Wurmkiste?

Nicht wenigen mag sie erst einmal gewöhnungsbedürftig vorkommen, die Vorstellung, Würmer in der Wohnung zu halten, aber, die Vorteile, einen Wurmkompost in der Wohnung zu haben, überwiegen bei weitem!

Unser Bio-Müll wird sofort verwertet und zu wunderbarer Erde, bzw. Kompost umgewandelt.
Noch immer landet wertvoller Bio-Müll häufig im Restmüll und wird mit Aufwand und ohne Nutzen entsorgt.
Eine Wurmkiste dagegen ist ein Ökosystem in einer Kiste, die das Kompostieren in der Wohnung ermöglicht.

Der täglich anfallende Bio-Müll kann einfach sofort an die Würmer verfüttert werden, die diesen nach und nach in mikrobiologisch aktive Erde umsetzen, die übrigens nicht stinkt, sondern wunderbar (nach Waldboden?) riecht.

Ein perfekter Kreislauf!

Wir vermeiden Müll und die Würmer bescheren uns das Glück, nach einiger Zeit nie wieder Erde und/ oder Dünger kaufen zu müssen.

Bevor es an den Bau der Wurmkiste geht, erklärt Arben Grundsätzliches über die Kompostierung mit Würmern anhand der großen Wurmkiste in unserem Garten.

Fast fertig!

Ganz fertig!!

Und jetzt noch die Würmer sorgsam eingepackt und dann geht’s ab nach Hause mit den neuen Mitbewohnern.

In unserem Gemeinschaftsgarten in Berlin Tiergarten-Süd besteht die Möglichkeit, solch eine Wurmkiste unter Anleitung gemeinschaftlich selber zu bauen und/ oder sich mittels unserer Wurmkiste vor Ort erst einmal beraten zu lassen.

Alle weiteren Informationen unter:

arben.wachsenlassen@gmail.com


Jetzt noch Wintersalate und Kohle aussäen!


Weiße Blüte im Juni – Das Mädesüß, Filipendula ulmaria

– Geist der heiteren Gelassenheit –

Der Zauber, den die Blüte des Mädesüß bei mir – und bei vielen, vielen Insekten, wenn auch vermutlich aus anderen Gründen – auslöst, scheint ein sehr alter zu sein:

Vermutlich entspricht das Mädesüß der von Plinius als „rodarum“ benannten Heilpflanze der keltischen Druiden. Als solche war sie neben der Mispel, der Wasserminze und dem Eisenkraut eine der heiligsten Pflanzen der Druiden.

Viele Sagen und Mythen ranken sich um das Filipendula ulmaria.

Es ist die heilige Pflanze der keltischen Göttin Danu und nach der christlichen Mythologie war es Maria selbst, die das Mädesüß aussähte.

Die Pflanze schützt vor Dämonen und bösen Geistern und gilt auch heute noch als starke Heilpflanze.

Und:
Die Blütenessenz des Mädesüß hilft, wenn man sich zu viele Sorgen um das liebe Geld macht. Sie lindert Geiz und macht großzügig. Sie wirkt entspannend, fördert das Urvertrauen und macht freundlich. Sie gibt Geborgenheit und tröstet. Sie hilft zu teilen und sich mitzuteilen.
Was will man mehr von einer Pflanze?

Die Insekten in unserem Garten haben wahrscheinlich nur eine klare Antwort darauf: wohlschmeckende und reichhaltige Nahrung.

Wenn ich mir das rege Treiben auf unseren Mädesüß-Blüten anschaue, habe ich immer das Gefühl, die vielen kleinen Wesen fühlen sich wie auf einer riesigen Nektarweide, die sie genüßlich in aller Ruhe abernten können. Dies zu beobachten ist eine Freude.

Das Echte Mädesüß ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Bei günstigem Standort kann die Staude bis zu 200 cm hoch werden.

Sie steht gerne sonnig und im Halbschatten, aber stetig feucht sollte der Boden am besten sein, ein Luxus, den wir uns in unserem Garten in Zeiten des Klimawandels und starker Trockenheit nur noch an einigen wenigen Stellen gönnen.

Bei uns wächst es in unserem ‘Waldgartenbereich’ neben Beinwell, Petersilie, Rhabarber und Lungenkraut, einem Bereich, der ab und an eine Extraportion Wasser bekommt.

Ursprünglich war das Echte Mädesüß vor allem in Erlen-Eschenwäldern zu finden, die früher die Bach- und Flussauen prägten. Leider sind diese heute in Mitteleuropa nur noch in Fragmeten erhalten.

Ebenfalls knapp werden dürfte es in naher Zukunft auch mit seinen Ersatz-Lebensbereichen, den Wassergräben, Bächen und Feuchtwiesen, die, um den Bestand des Mädesüß zu erhalten, nur sehr selten oder höchstens einschürig gemäht werden dürfen.

Seinen Namen hat das Mädesüß wahrscheinlich daher, dass es früher zum Süßen und Aromatisieren von Wein und insbesondere Met verwendet wurde.

Eine andere Erklärung ist die Ableitung von „Mahdsüße“, denn nach dem Absensen verströmen die verwelkenden Blätter und Stängel einen süßen Geruch.

Filipendula ulmaria war wegen seines Duftes ein beliebtes Streukraut, mit dem man neben anderen Duftkräutern morgens die Fußböden der Häuser bestreute, um ihre Wohlgerüche in der Wohnug zu verbreiten. Abends wurden diese Streukräuter dann einfach wieder hinausgefegt.

Bei uns im Garten eigent es sich wunderbar für Kräutersträuße und duftende Potpourris.

Dem Mädesüß werden auch folgende magische Eigenschaften zugeschrieben:
Liebe, Weissagung, Frieden, Glück.

Grund genug, es im Garten zu haben.


Sprechstunde Wurmkompost

Ihr interessiert euch für Wurmkompostierug und habt Fragen dazu? –
Ihr möchtet selber eine Wurmkiste haben und diese vielleicht auch selber bauen? –
Ihr habt schon einen Wurmkompost Zuhause, aber irgendetwas klappt nicht so richtig?

Arben aus unserem Gemeinschaftsgarten in Berlin Tiergarten-Süd,
Lützowstr. 28, 10785 Berlin informiert und berät praxisnah mittels unserer Wurmkiste vor Ort.
Einfach einen Termin ausmachen unter:

arben.wachsenlassen@gmail.com


Leben und Gärtnern im Klimawandel

Wir haben eine Krise erst einmal eingedämmt, mal schauen, wie es weiter geht.

Wir möchten nicht von einer Krise in die nächste schlittern und doch kam es mir am letzten Wochenende so vor:

Nachdem ich während der letzen 18 Monate wegen der Corona-Pandemie relativ viel Zeit in meiner Wohnung verbracht habe, hatte ich nun das Gefühl, ich bleibe lieber zu Hause, weil die Umwelt so menschenunfreudlich geworden ist.

36 Grad und Trockenheit.

Willkommen im Klimawandel!

Wie gehen wir damit um?

Im Garten: mulchen, mulchen, mulchen, den Boden bedeckt halten, beobachten, wer sich wie mit wem versteht und wer sich gegenseitig unterstützt; Mischkulturen,Waldgarten, Milpabeet, Permakultur…

Weg von der Agrarindustrie!

Wie können wir uns anmaßen, unseren Boden industriell ‘verwalten zu können’?

Gesellschaftlich?

Wie in der Natur: Vielfalt!

Der heftige Hitzeeinbruch hat unseren Pflanzen arg zu schaffen gemacht und wir versuchen, sie – wassersparend – zu unterstützen.

Das Gemüse tut sich in diesem Jahr besonders schwer, erst die lange – immerhin mit Regen – anhaltende Kälte und nun plötzlich: ach, jetzt wachs doch mal und trage Früchte!

Die Erdbeeren, Kirschen, Maulbeeren und Johannisbeeren reifen alle auf einmal und es gibt ein ganz kurzes Erntefenster, bevor alles verdirbt.

Die Früchte sind, ich vermute aufgrund der kurzen Reifezeit, kleiner und früher als im Vorjahr.

Es gibt Überlebenskünstler*innen, die fähig dazu sind, sich auf diese Veränderungen eizustellen, gebietsheimisch, samenfest und auch einige Einwander*innen unter den Pflanzen helfen uns und unserer Natur, eine Balance zu finden.

Und nicht zuletzt:
Die Schöhnheit, die uns bildet und erfreut.


Kleiner Staudenmarkt vor der Grünen Bibliothek


Pflanzenführungen

Die Grüne Bibliothek und Kräuterpädagogin Julia Klement laden zu Pflanzenführungen vor der Bibliothek Tiergarten-Süd und im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen ein.

Foto: W. Puhlmann

Termine:

7.Juli, 4.August, 22.September, 6.Oktober

Jeweils von 17:00-19:00 Uhr

Treffpunkt:

Vor der Bibliothek Tiergarten Süd

Lützowstr. 27, 10785 Berlin


Anhand unserer Bepflanzungen vor der Bibliothek und im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, besprechen wir den Wert wilder und gebietseigener Pflanzen für unsere heimische Natur, wie sie auf Balkon, Terasse oder im Garten kultiviert werden können und lernen Hilfreiches über ihre Wirkkräfte.

Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen der urbanen Pflanzenkunde.

Aufgrund der aktuell geltenden Hygiene-Maßnahmen ist die Teilnehmer*innenzahl begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter:

julia.wachsenlassen@web.de

Diese Aktion findet im Rahmen des EFRE-Projektes „Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“ statt.



Holunderblütensirup – kinderleicht selbstgemacht!

Bestes Sonnenwetter im Spätfrühling – und in userem Garten blüht der Holunder in Hülle und Fülle.

Also nichts wie los zum Blüten sammeln, um leckeren Sirup zuzubereiten.

Und wie es so häufig ist, hängen auch hier die schönsten Blüten auch mal wieder am höchsten…

Aber bald haben die Kinder die ausreichende Menge der wuderschönen und reich duftenden Dolden gepflückt, jetzt gehen diese noch einmal in die Endkontrolle, wir wollen ja schließlich keine kleinen Tierche in unserem Sirup haben…

Da werden alle Blüten noch eimal äußerst kritisch beäugt und noch einmal ausgeschüttelt und gereinigt.

Anschließend werden sie in den vorbereiteten Zuckersirup eingelegt, einmal kräftig umgerührt und ein bis drei Tage zum Durchziehen stehen gelassen.

Ist doch wirklich kinderleicht, oder?

Unser Rezept für den Holunderblütensirup:

2 Kg Zucker (Rohrzucker, Bio-Qualität) in 2 Liter Wasser auflösen, 50 ml (oder 50g) Zitronensäure hinzufügen, zum Kochen bringen, ein wenig köcheln lassen.

1 Zitrone (Bio-Qualität) in Scheiben schneiden, nach dem Kochen hinzufügen.

Dann die gesäuberten Blütendolden (ca. 50 Stk.) unterrühren, 1-3 Tage stehen lassen, gelegentlich umrühren.

Danach den Sirup abseien (am besten durch ein Tuch filtern, damit auch wirklich keine kleinen Tierchen mehr darinnen sind) und in Flaschen abfüllen.

Schmeckt wunderbar als Limo mit Mineralwasser gemischt und für die Großen als eine wohlschmeckende sommerliche Zutat in den Sekt!


Weiße Blüten im Mai

Eigentlich an Gehölzrändern beheimatet, breitet sich die Große Sternmiere bei uns wunderbar in unserem naturah gestalteten Staudenbeet aus und steht dort recht sonnig, aber zur heißen Jahreszeit auch gut von hoch wachsenden Stauden beschützt.

Die bis zu 60 cm hoch wachsendes Staude ist übrigens auch essbar, sie rundet z.B. Wildsalate und Quäuterquark geschmacklich ab.

Der ausgepresste Saft der Pflanze wurde früher gegen Augenentzündungen, Husten und Rheuma eingesetzt oder auch zur schnelleren Heilung bei Knochenbrüchen.

Die Große Sternmiere ist eine wichtige Nahrungspflanze für Nachtfalter.

Bei unserem Kerbel bin ich mir nicht sicher, ob es sich um den Echten Kerbel, Anthriscus cerefolium var. trichocarpaoder um die Kulturform, Anthriscus cerefolium var. cerefolium handelt.

Vor Jahren in unserem Garten ausgesät, sät er sich immer wieder zuverlässig an vielen verschiedenen Stellen aus, ich äußerst hübsch anzusehen mit seinen zarten Blättern und Blüten und findet mit seinem würzigem Aroma häufig Verwendung in der Küche.

Dass sich der Gewöhnliche Löwenzahn, Taraxacum sect. Ruderalia mit seinen gelben Blüten hier unter den weißen Blumen befindet, liegt natürlich an seinen wunderhübschen Samenständen mit seinen haarigen Flugschirmchen, die jede*r gerne mal wegpustet.

Der Löwenzahn ist eine sehr wichtige frühblühende Bienenweide, wird aber auch als Nahrungs- und Gemussmittel und in der Medizin verwendet.

Der Bärlauch, Allium ursinum wird bei uns immer zum ersten Frühjahrspesto des Jahres verarbeitet.
Bei ihm lohnt es sich, genau wie beim Waldmeister, Galium odoratum, der einen ähnlichen halbschattig- bis schattigen und feuchtenStandort benötigt, in die Hocke zu gehen, um den Reiz der kleinen weißen Blüten zu erkennen.

Beides sind schöne Bodendecker für die o.g. Bereiche, wobei der Bärlauch nach der Blüte komplett einzieht.

Von der Süßdolde, Myrrhis odorata, die leider viel zu selten bei uns in Gärten zu sehen ist, sind alle Teile essbar, haben einen anisähnliches, süssen Geschmack.

Die Samen werden im Herbst geerntet und ebenfalls zum Würzen verwendet. Diese dekorative Duftpflanze, die bis zu 200 cm hoch werden kann und gerne im halbschattigen Bereich steht, ist zudem eine bedeutende Nektarpflanze für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln.

Die weiße Taubnessel, Lamium album, eine vielseitig einsetzbare Heilpflanze, deren jungen Triebe auch schmackhaft und gesund im Wildsalat sind, verfügt über wunderschöne Lippenblüten, die von unterschiedlichsten Bienenarten heiß geliebt werden.

Eine meiner weißen Lieblingsblüten!

Als Gärtnerschreck oder Gärtnertod werden lustigerweise die Milchsterne, bezeichnet und das aufgrund ihrer ausnehmend langen Haltbarkeit in der Vase als Schnitteblume. Milchsternsträuße verkauft man anscheinend nur einmal…(es wird aber auch behauptet, dass diese Bezeichnung daher kommt, dass die weiße Milch seiner Stengel Hautreizugen hervorrufen kann oder weil er sich dort, wo er sich wohl fühlt, sehr stark vermehren kann; wahrscheinlich die näherliegenden Erklärungen.)

In unserem Garten breitet sich seit dem letzten Jahr der, wie ich vermute Ornithogalum montanum, an unterschiedlichen Stellen aus. Wie er Einzug bei uns hielt, vermag ich nicht zu sagen, aber schön, dass er mit seiner langen Blütezeit von April bis Juni bei uns ein Zuhause gefunden hat.


Naturbildung von Anfang an

Mit den Kindergartenkindern, die zu uns in den garten kommen, entdecken wir gemeinsam die Stadtnatur auf dem schönen Außengelände des Kiez Zetrums Villa Lützow und pflegen die uns zugeteilten Bereiche.

Dabei wird auch viel für Ausbildung der Grob- und Feinmotorik getan: wir schaufeln und hacken und die Kinder lernen, wie sie mit Spaten und Grabegabel umgehen können.

Die Aussaaten oder die Ernte der unterschiedlich geformten Samen erfordern geschickte Finger und manchmal auch eine Menge Geduld.
Und wer noch keine Schleife binden kann: manchmal tut es auch ein schöner Knoten!

Wo möglich, gestalten gemeinsam unser Gelände, legen Wege an, die uns Orientierung im freien Raum geben und die nicht vorgegeben sind, sondern durch unsere eigenen Vorstellungen entstehen können.

Und wir lassen uns Zeit, um die Schönheiten des Gartens zu erfahren und immer wieder einmal können wir auch etwas davon mit nach Hause nehmen…


Pflanzenführung vor der Grünen Bibliothek

Foto: W. Puhlmann

Die Grüne Bibliothek und Kräuterpädagogin Julia Klement laden zur Pflanzenführung im Außenbereich der Bibliothek Tiergarten-Süd und im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen ein.

Mittwoch 07.07.2021

17:00-19:00 Uhr

Treffpunkt: Vor der Bibliothek Tiergarten Süd

Lützowstr. 27, 10785 Berlin

Anhand unserer Bepflanzungen vor der Bibliothek, besprechen wir den Wert wilder und gebietseigener Pflanzen für unsere heimische Natur, wie sie auf Balkon, Terasse oder im Garten kultiviert werden können und lernen Hilfreiches über ihre Wirkkräfte. Je nach Bedarf und Bestand, können wir Euch Pflänzchen für eure eigenen grünen Stadtinseln mitgeben. Wir freuen uns auf Euch!

Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen der urbanen Pflanzenkunde.

Aufgrund der aktuell geltenden Hygiene-Maßnahmen ist die Teilnehmer*innenzahl begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter:

julia.wachsenlassen@web.de

Diese Aktion findet im Rahmen des EFRE-Projektes „Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“ statt.


Eingeschränkter Besuch im Gemeinschaftsgarten

Liebe Gartenfreund*innen!

Leider ist es uns aus bekannten Gründen immer noch nicht möglich, viele unserer Angebote durchzuführen, wir möchten es euch/Ihnen aber ermöglichen, den Garten während unserer Anwesenheit zu besuchen, so dass ihr/Sie ein wenig die blühende Stadtnatur genießen könnt.

Da das Gelände immer noch abgeschlossen ist, einfach am Zaun fragen!

Der Gartenbesuch unterliegt des geltenden Hygienemaßnahmen des Kiez Zentrums Villa Lützow.


und noch mehr blaue Blumen im Mai

Noch immer erfreut uns die Kronen-Anemone Anemone coronaria mit ihrem tiefen Blau, das im Verlauf der Blüte einen leichten Lila-Farbton animmt.

Auch das Lugenkraut Pulmonaria officinalis blüht – nicht nur zu unserer, sondern auch zur Freude der Wildbienen, die es reichlich besuchen – unermüdlich weiter und steht dabei im reizvollen Farbkontrast zum Laub der benachbarten Mariendiestel Silybum marianum.

Neu hinzugekommen ist die Clematis Alpina, eine robuste frühblühende Clematissorte, die ihre hübschen violettblauen Blüten seit Jahren in unserem Garten zuverlässig ab April zeigt und im Spätsommer meist noch eimal durch eine zweite Blüte überrascht.

Das feuchtigkeitsliebende Kaukasus-Vergißmeinnicht Brunnera macrophylla, ebenfalls ein früher Nahrungsspender für Insekten, verfügt über den tiefsten Blauton von allen Vergißmeinnicht-Arten und erfreut im Jahreverlauf durch sein sich immer mehr entwickelndes herzförmiges Blattwerk, das einen hübschen Bodendecker auch im Halbschatten abgibt.

Neu hinzugekommen ist der Borretsch Borgo officinalis, eine Gewürz- und Heilpflanze. Dieses in der Regel einjährige Gewächs hat in den letzten zwei Jahren begonnen, in unserem Garten zu überwintern.
Sehr dekorativ machen sich seine essbaren Blüten in (Wild-) Salaten.

Die ganze Pflanze schmeckt leicht nach Gurke und symbolisiert passenderweise Fröhlichkeit und Lauterkeit im Denken.

Und dann ist vor einigen Tagen noch der persiche Ehrenpreis Veronica persica dazugekommen.

Oft übersieht man seine kleinen wunderschönen Blüten mit ihrem leuchtenden Blau am Wegesrand.
Wie die meisten Veronika-Sorten verfügt auch er über Heilkräfte ud wird bei Haut- und Stoffwechselbeschwerden eingesetzt.


Blühstreifenmischungen und Wildblumen für Balkon und Garten

Blühstreifen sind ursprünglich aus der Landwirtschaft bekannt, sie werden – gefördert als Agrarumweltmaßnahme – von Landwirt*innen meist am Rande des Ackers ausgesät.

Blühstreifen können zur Sicherung der Artenvielfalt und zum Schutz von Insekten beitragen – als eine von vielen notwendigen Maßnahmen dienen.

Es sind mittlerweile viele unterschiedliche Blühstreifenmischungen für unterschiedliche Bereiche im Fachhandel erhältlich, immer sollte unbedingt darauf geachtet werden, hochwertiges und gebietsheimisches Saatgut von Pflanzen aus der näheren Umgebung zu verwenden, da diese Arten optimal an ihren Standort angepasst sind. So ist sichergestellt, dass es nicht zu einer Florenverfälschung in der Natur kommt und nur erwünschte Arten enthalten sind.

Die Blühmischungen lassen sich wie folgt einteilen:

Mehrjährige Blühmischungen

Zumeist bestehen mehrjährige Mischungen aus 30 bis 60 Pflanzenarten, von denen ein kleiner Teil aus Kulturarten, wie bspw. Klee oder Buchweizen, besteht. Im Vergleich zu einjährigen Mischungen sehen die Blühflächen anfangs oftmals karg aus, was daran liegt, dass die enthaltenen mehrjährigen Wildpflanzen im ersten Jahr lediglich als grüne Pflanzen zu sehen sind. Ab dem zweiten Jahr beginnt es zu blühen und das Aussehen ändert sich monatlich durch die unterscheidlichen Blühzeiten.

Bei mehrjährigen Saatgutmischungen empfiehlt sich teilweise eher die Herbstsaat im September. So können sich bereits im Frühling des Folgejahres hübsche Blüten entwickeln. Zudem ist der Unkrautdruck geringer.

Überjährige/zweijährige Blühmischungen

Werden bisher nur vereinzelt eingesetzt und sind häufig für Jäger konzipiert (Äsung und Deckung für Wildtiere).
Im ersten Jahr blühen oftmals nur wenige Arten, wohingegen die Blühstreifen im Folgejahr – deutlich früher als bei einjährigen Mischungen – ein umfassendes Nahrungsangebot für Insekten und Bienen zur Verfügung stellen.

Einjährige Blühmischungen

Einjährige Blühmischungen sind im Fachhandel in einer großen Vielfalt zu finden. Meistens enthalten diese 10 – 15 Pflanzenarten, von denen Kulturpflanzen wie Gelbsenf, Klee oder Phacelia den Großteil ausmachen. Enthaltene Wildpflanzen sind oftmals Klatschmohn oder Kornblume. Empfohlen ist eine Aussaat im April oder Mai, sodass gegen Ende Juni bereits die erste Blüte beginnt, welche durchaus bis zum ersten Frost anhalten kann.

Spezielle Mischungen für Bienen

Wer ganz gezielt die Artenvielfalt und den Artenschutz der Bienen fördern möchte, kann spezielle Bienenweiden aussäen, die aus Pflanzen bestehen, die verstärkt Nektar und Pollen spenden ud somit eine Nahrungsgrundlage für Honig- und Wildbienen bieten.

Diese Mischunge gibt es als ein- oder mehrjährige Varianten, häufig gemischt.

Für Gartenbesitzer: Nicht nur die Insekten werden sich über Aussaaten mit Blühmischungen freuen, sondern diese bunt blühenden Mischungen und einfach auszusähenden Mischungen erfreuen auch das Auge und man kann mit ihnen den Garten leicht naturnaher gestalten.

Alle diese Blümischungen eignen sich auch für Balkonkästen, da jede noch so kleine naturnah gestaltete Fläche dazu beiträgt, den Lebensraum und das Nahrungsangebot für unsere Insekten zu vergrößern. Zusammengezählt können auch die Millionen von Terrassen und Balkone in Deutschland viel bewirken. Mit wenig Aufwand können Sie mit heimischen Wildblumen und Kräutern Ihren Garten oder Balkon in ein Paradies für Wildbienen und Schmetterlinge verwandeln und den unersetzlichen Nützlingen geeignete Futterpflanzen anbieten

In unseren Schaubeeten vor der Bibliothek Tiergarten-Süd haben wir in diesem Jahr zwei verschiedene Blühmischungen im März ausgesät, mit regionalem Saatgut aus der Uckermark. Die Blühmischung Bienenweide setzt sich zu 85 % aus Mehrjährigen und zu 15 % aus Einjährigen zusammen.
Die Feldblumenmischung enthält ebenfalls ein- und mehrjährige Pflanzen, wobei hier der Anteil an Einjährigen höher ist.

Unser Blühstreifen-Hochbeet im März und April 2021:

Aussaat Mitte März

Erste Keimung ca. 2 Wochen später

3 Wochen später

Aussaat nach 1 Monat (die ebenfalls wieder austreibenden Malven haben wir von der Bepflanzung des letzten Jahres stehen gelassen).


Eichhörnchen in der Stadt

Schon lange wohnt er in unserem Garten und seitdem Eveline sich darum kümmert, dass die Eichhörnchen-Bar auch regelmäßig gefüllt wird, ist er zu unserer Freude ein häufig gesehener Gast geworden: Günther, das Eichhorn.

Bei den bei uns einheimischen Eichhörnchen hadelt es sich um die Eurasischen Eichhörnchens, Sciurusvulgaris, in Europa leben sie auch in Laub- und Mischwäldern, obwohl sie meist Nadelwälder bevorzugen.
Auch weil ihre natürlichen Lebensräume mehr und mehr bedroht werden durch Monokulturen und andere Formen der Landnutzung, sind sie als Kulturfolger heutzutage häufig in Parks und Gärten anzutreffen.

Alle Arten der Eichhörnchen sind überwiegend tagaktiv. Sie ernähren sich vor allem von Nüssen und anderen Samen, Früchten und anderen Pflanzenteilen, seltener auch von tierischer Nahrung wie Insekten, Eiern und Küken und anderen Kleintieren. Als Baumbewohner sind sie sehr gute Kletterer, und die meisten Arten verbringen die meiste Zeit in den Bäumen und kommen nur gelegentlich auf den Boden zur Nahrungssuche. Sie bauen ihre Nester (Kobel oder auch Kogel) in der Regel in Form eines kugelförmigen Baus aus Zweigen und Blättern in Baumhöhlen oder Astgabeln.

Wo diese sich auf unserem Gelände befinden, haben wir bis heute noch nicht herausgefunden…

Von diesen Kobeln, deren Bau – ruckzuck – nur drei bis fünf Tage dauert, gibt es übrigens mehrere, zwei bis acht Nester baut so ein Eichhörnchen und diese werden stets gleichzeitig genutzt, wobei zwischen Schlafkobeln für die Nacht und Schattenkobeln für Ruhephasen am Tage unterschieden werden.

Das Eichhörnchen ist ganzjährig aktiv, es hält keinen echten Winterschlaf. Allerdings kann es in strengen Wintern verminderte Aktivität zeigen, bei der es das Nest nicht verlässt (Winterruhe). In sehr warmen Sommern halten sie in ihren Kobeln ausgiebigen Mittagsschlaf. An heißen Tagen streifen sie dann nur sehr früh am Morgen oder am Abend umher, um sich mit Nahrung zu versorgen.

Während der Paarungszeiten (eine im Winter, eine weitere ab dem späten Frühjahr mit Wurf zwischen Mai und August) – und nur dann, sieht man die Eichhörnchen auch einmal zu zweit, wir hatten das Glück und haben die kurzfristig Anvertraute Paula genannt.
Ansonsten leben die flinken Tiere polygyn, die Männchen verlassen das Weibchen bald wieder und suchen neue Partnerinnen, mit der Aufzucht der Jungen haben sie nichts zu tun.

Soll man Eichhörnchen füttern?

Da gehen die Meinungen – wie auch bei der Vogelfütterug – auseinander.

Wir tun es, wohl auch, weil wir sie so gerne beobachten und uns an ihnen als Gartenbewohner erfreuen.
Wir biete ihnen verschiedene Nüsse (in Maßen) ganzjährig an, da ihnen wohl auch heiße und trockene Sommer zu schaffen machen und Fruchtreifen vermindern.

Ganz wichtig: Das Bereitstellen von sauberen Wasserstellen!


April

Magolia, Mieterhof Schöneberg

Viola odorata, Schöneberg

Primula veris am Rande eines Spielplatzes, Schöneberg

Berliner Bärlauch/ Wunderlauch, Allium paradoxum, Kreuzberg

Kleiner Kaukasus-Beinwell, Symphytum grandiflorum, Kreuzberg

Gundermann,Glechoma hederacea, Kreuzberg


…und andere blaue Blumen im Frühling

Sie steht für die Sehnsucht nach dem Unerreichbarem, dem Unendlichen, aber auch nach der Erkenntnis des Selbst und für die Liebe; oft wird sie auch als die Verbindung von Mensch und Natur gedeutet: die blaue Blume.

Da bleibt uns nur zu hoffen, dass diese Verbindung eine erreichbare ist….

In userem Garten beginnt der Reigen der blauen Frühlingsblumen mit dem kleinen Blausternchen, der Scilla Siberica.

Schon im März beginnt dieses Zwiebelgewächs zu blühen und gehört nach dem Auftakt der bunten Krokusse zu den ersten Insekten- und Bienenweiden.

Gleichzeitig blüht das Duftveilchen, Viola odorata und wer sich einmal zu diesen reizenden Geschöpfen bei Sonnenschein hinuntergebeugt hat, weiß, worin sich das odorata von allen anderen Veilchen unterscheidet: Mit seinem betörenden Duft lockt es nicht nur zahlreiche Hummeln an, sondern auch uns Menschen.

Seine Bedeutung als energiereiche Nektarpflanze für viele Fluginsekten ist nicht zu unterschätzen.

Das Duftveilchen findet Verwendung als Heilkraut, es kann helfen bei Kopfschmerzen, Husten, Heiserkeit, chronische Bronchitis, Schnupfen und Akne und auch in der Küche: Blätter und Blüten sind essbar, eine wunderschöne und wohlschmeckende Zutat für den Wildkräutersalat im Frühling oder als kandierte Blüten für Süßspeisen.

Die Traubenhyazinthe, Muscari,
wird manchmal auch Bienenweide genannt und somit wird ihr Wert als Frühblüher in einigen Gegenden schon namentlich genannt.

Die weiß gesäumten, aufgeplusterten Blauröckchen der einzelnen Blüten werden vor allem von den Männchen der Rostroten Mauerbiene (Osmia bicornis) besucht.
Und wer ganz nah an die Rispen herangeht, erschnuppert auch hier einen, jedoch zarten Duft.

Die Kronen-oder Garten-Anemonen, Anemone coronaria verschönern im zeitigen Frühjahr unseren Garten ebenfalls mit ihren unterschiedlichen Blautönen. Sie sind eine Pflanzenart der Gattung Windröschen und auch in vielen Rottönen und weißblühend zu finden.

Und übrigens: Das Träumen klappt mit diesen schönen Frühjahrblumen auch auf dem Balkon.

Ich suche die blaue Blume,
Ich suche und finde sie nie,
Mir träumt, dass in der Blume
Mein gutes Glück mir blüh.

(aus: Die blaue Blume, Joseph von Eichendorff, 1818)


Geflecktes Lungenkraut Pulmonaria officialis…

Vor einigen Tagen hat das gefleckte Lungenkraut in unserem Garten zu blühen begonnen und erfreut uns seither täglich und – wenn wir Glück haben, noch bis in den Mai hinein- mit seiner prächtigen Farbe von tiefem, reinem Blau, das sich aus den rosa und violetten Knospen entwickelt.

Das echte Lungenkraut fühlt sich wohl im lichten Schatten am Gehölzrand, da es hier im Frühjahr genug Sonne zur Laubentwicklung bekommt.

Neben seinen hübsche Blüten zeichnet es sich vor allem durch seine hübschen charakteristisch gefleckten Blätter aus. Die eiförmigen bis lanzettlich verlaufenden, ganzrandigen und leicht behaarten Blätter tragen auffallend weiße Flecken und Pünktchen, von denen das Lungenkraut wohl auch seine Namen erhalten hat, da sie an Lungenflügel erinnern.

Pulmonaria officinalis ist durch seine frühe (und lange) Blütezeit eine wichtige Nahrungspflanze für viele Insekten und auch für eher schatigge Balkone und Kübel geeignet. Das Lungenkraut mag einen gut durchfeuchteten Boden, auf Trockenheit, aber auch auf Staunässe reagiert es empfindlich.

Es ist bei Schwebfliegen und Schmetterlingen beliebt und besonders langrüsselige Bienen und deren Verwandte laben sich am Pollen.

Gärtner*innen und Balkonbesitzer tun also den ersten frühfliegenden Insekten einen Riesengefallen, wenn sie dem Lungenkraut einen Platz im Halbschatten geben – und jede*r, der die blauen Blumen mag, wird sich auf jeden Fall an seinen Blüten erfreuen…

Die Wildtstaude wird seit dem Mittelalter als Heilkraut erwähnt, wobei seine Heilwirkung umstritten ist und in der Schulmedizin nicht anerkannt.

Ihre zahlreichen Inhaltsstoffe wie Saponine, Gerbstoffe und Kieselsäure, wirken auf jeden Fall schleimlösend, reizlindernd, und zusammenziehend (adstringierend).
So werden Aufgüsse bzw. Tees u.a. auch heute noch bei Beschwerden wie Atemwegserkrankungen, Erkältungskrankheiten mit Husten, Heiserkeit, Durchfall und Blasenbeschwerden verwendet.

Aber auch in der Küche ist das Lungenkraut zu verwenden:

Die jungen Blätter haben einen leicht bitteren, leicht kohlartigen und milden Geschmack und passen gut in Wildkräutersuppen und – salate.


Purpurrote Taubnessel – Lamium purpureum

Immer noch von vielen als ‘Unkraut’ missachtet oder kaum wahrgenommen, zählt die purpurrote Taubnessel zu den allerersten wichtigen und – wie ich finde – sehr hübschen Frühjahrsblühern in unseren Gärten, aber auch auf Brachen und am Wegesrand.

In unserem Garten tummeln sich früh ausfliegende Wildbienen an den Lippenblütlern und wir haben einige Hummelköniginnen gesichtet, die hier erste Nahrung finden.

Auch wenn die Nessel kaum Pollen und Nektar produziert, ist sie gerade im Frühjahr eine sehr wichtige Nahrungsquelle für Insekten.

Die purpurrote Taubnessel wird 10 bis 40 Zentimeter hoch und blüht von März bis Oktober.

Sie lässt sich in naturnahen Gärten schön in Staudenbeete integrieren und bereichert auch Standorte im Halbschatten.

Aber nicht nur für Wildbienen liefert der purpurrote Blüher wohlschmeckende und gesunde Nahrung.

In der Küche kann sie in Salate, Suppen, in Smoothies und Tees verwendet werden und verfügt über folgende Inhaltsstoffe:
Vitamin B und C, Aucubin, Gerbstoffe, Germanium, Kalium, Kieselsäure, Schleimstoffe, Zink und Zirkon.

Es werden nur die Blüten geerntet.

Im März und April sollte man aber den Bienen und Hummeln den Vortritt lassen, sie sind auf diese erste Nahrung angewiesen, um das Frühjahr zu überstehen. Wir ernten sie einfach später ab, wenn schon mehr anderes blüht.

In der Hausapotheke kann Laminum purpureum bei Atemwegserkrankungen, gegen Harnwegsentzündungen und äußerlich bei Hautentzündungen und leichten Verbrennungen angewendet werden.

Sie wirkt abschwellend, antibakteriell, antiseptisch, auswurffördernd, blutreinigend, blutstillend, desinfizierend, entzündungs­­hemmend, harntreibend, reizmildernd, schleim­haut­schützend, wundheilend und zusammenziehend.

In der Volksheilkunde ist die Taubnessel eines der besten Mittel gegen Frauenleiden. So kann die zu schwache Menstruation stärken oder die zu starke Menstruation abschwächen.

Die Taubnesseln (Lamium) sind übrigens nicht mit den Brennnesseln verwandt. Sie gehören zur Familie der Lippenblütler, wie auch die Salbei- und Minze-Arten.


Pflanzenführung vor der Grünen Bibliothek

Die Grüne Bibliothek und Kräuterpädagogin Julia Klement laden zu einer Pflanzenführung im Außenbereich der Bibliothek Tiergarten-Süd ein.

Termine:

jeweils Mittwoch

14.04.2021, 12.05.2021, 9.06.2021

17:00-19:00 Uhr

Treffpunkt:

Vor der Bibliothek Tiergarten Süd

Lützowstr. 27, 10785 Berlin

Anhand unserer Bepflanzungen vor der Bibliothek, besprechen wir den Wert wilder und gebietseigener Pflanzen für unsere heimische Natur, wie sie auf Balkon, Terasse oder im Garten kultiviert werden können und lernen Hilfreiches über ihre Wirkkräfte. An allen Terminen wird Saatgut zum Mitnehmen aus der LeihSämerei zur Verfügung gestellt.

Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen der urbanen Pflanzenkunde.

Aufgrund der aktuell geltenden Hygiene-Maßnahmen ist die Teilnehmer*innenzahl begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter:

julia.wachsenlassen@web.de

Diese Aktion findet im Rahmen des EFRE-Projektes „Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“ statt.


Aussaattisch in der Grünen Bibliothek

Liebe Stadtgärtner*innen!

Da wir in diesem Jahr keinen gemeinsamen Aussaattag haben veranstalten können, haben wir für Sie/ Euch einen kleinen DIY-Tisch zusammengestellt. Hier könnt ihr bereitgestelltes Saatgut direkt aussäen und mit nach Hause nehmen.

Kleine Gemüse zum Naschen und insektenfreundlche Sommerblumen für eure Festerbank, das Hochbeet oder den Balkon.

Jeden Freitag in der Zeit von 16.00 – 18.00 Uhr können wir euch auch eine Kurzberatung zur Aussaat anbieten.

Projektraum Grüne Bibliothek

Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin
Aktuelle Öffnungszeiten: Mo, Mi und Fr von 13.00 – 18.00 Uhr

 

 

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes:
„Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“

   


Gemeinsam Körperbutter herstellen

Die ganze Gartensaison über ernten wir Blüten und (Wild-)Kräuter, um mit ihnen Ölauszüge herzustellen.
Wir nehmen dazu meist Olivenöl (natürlich in Bio-Qualität).
Diese Auszüge einige Wochen (meist an einem schattigen Ort, da gibt es aber auch, je nach Inhaltsstoffen Ausnahmen) ziehen lassen, öfter mal sanft schüttel und anschließend abseien.

Bitte unbedingt darauf achten, dass die Pflanzenteile stets mit Öl bedeckt sind, da sie sonst leicht schimmeln können.

Diese Öl-Mazerate enthalten die pflegenden Inhaltsstoffe der unterschiedlichen Pflanzen und bilden die Basis für Salben und Körperbutter, die bei uns in gemeinsamen Mitmach-Workshops hergestellt werden können.

Was braucht man für die einfache Herstellung einer wunderbar pflegenden Körperbutter?

Öl-Auszuge (z.B. bei uns in diesem Jahr: Ringelblumen, weiße Taubnessel, Löwenzahn, Rosmarin, Johanniskraut) mit hautpflegenden Inhaltsstoffen.
Konsistenzgeber: Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl.

Saubere Schraubgläser (am besten im Backofen oder mit kochendem Wasser sterilisieren).

Meßbecher, Waage, Trichter, Löffel, einen Topf für das Wasserbad, einen Handmixer und ätherische Öle nach Geschmack/ Lieblingsduft.

Nach mehreren Durchläufen haben wir uns für folgendes Standart-Mischverhältnis entschieden:

40 ml Ölauszug zu 60g Sheabutter

Alternativ dazu:
40 ml Ölauszug zu 10g Kokosöl und 50g Sheabutter
40 ml Ölauszug zu 10g Kakaobutter und 50g Sheabutter.

Da kann jede*r sicherlich selbst ein wenig experimentieren, welches Mischungsverhältnis ihrem Geschmack (und ihrer Haut) entspricht.

Die Ingredienzien werden im Wasserbad erwärmt und miteinander vermischt. Achtung, hier unbedingt darauf achten, dass die Mischung nicht zu heiß wird, sonst können die wirksamen Inhaltsstoffe verloren gehen!
Auf Wunsch können jetzt noch ein paar Tropfen ätherische Öle je nach persönlichen Vorlieben hinzugefügt werden, die geben einen wunderbaren Duft und enthalten zum Teil ebenfalls hautpflegende Substanzen.

Nun lässt man die Mischung erkalten und hierbei bitte geduldig sein, sonst klappt das mit der Emulsion später nicht so richtig.
Man kann sich daran orientieren, dass
das Gemisch langsam wieder fest wird und beginnt, undurchsichtig zu werden.

Nach dem Erkalten schlägt man das Ganze mit einem Handmixer vorsichtig auf (wer gerne seine Mayonaise selber macht, weiß, wie es geht), bis sich eine cremige Körperbutter gebildet hat.
Wir versehen unsere Gläser immer noch mit selbst gestalteten Etiketten, das sieht hübsch aus im Badezimmer und ergibt auch noch ein prima Geschenk für Freund*innen.

Und wer es selber gerne erst einmal ausprobieren möchte:

Wir haben noch einige wenige Termine für jeweils eine Person (oder einen Haushalt) zu vergeben, um gemeinsam mit einer Person aus unserem Team die Herstellung auszuprobieren.
Wir arbeiten bei offenen Türen in der Werkstatt des Kiez Zentrums Villa Lützow und tragen Maske, wenn wir den Sicherheitsabstand nicht einhalten können.

Terminanfrage unter: wachsenlassen@web.de


Info-Tage in der LeihSämerei

Naturnahe Gestaltung mit einjährigen Blühpflanzen und Gemüse-Ideen für Balkon, Terasse und Garten: Infos, Tipps und Saatgut zur Direktaussaat oder zum Mitnehmen gibt es an folgenden Freitagen in der Zeit von 16.00 – 18.00 Uhr:

12.3.2021

19.3.2021

26.3.2021

16.4.2021

23.4.2021

30.4.2021

Im Projektraum Grüne Bibliothek
Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin
Aktuelle Öffnungszeiten: Mo, Mi und Fr von 13.00 – 18.00 Uhr

 

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes:
„Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“

   


Saatgut-Info-Tisch in der Grünen Bibliothek

Endlich beginnt die Aussaatzeit und viele bunte Tütchen versprechen eine verlockende Gartesaison. Aber worauf sollten wir achten beim Samenkauf? Was bedeutet z.B. samenfest, was heißt Hybrid?
Wir haben uns diesem komplexen Thema angenommen und es für Sie mit Informationsbroschuren zum Mitnehmen und Büchern aus der Grünen Bibliothek aufgearbeitet.

Viel Spaß beim Stöbern!

Sie finden unseren Saatgut-Info-Tisch im Foyer der

Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin
Aktuelle Öffnungszeiten: Mo, Mi und Fr von 13.00 – 18.00 Uhr

Unsere Broschur: ‚Saatgut – Vielfalt und Lebensgrundlage‘ als pdf: Info-Broschur 2 Saatgut Grüne Bibliothek

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes:
„Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“

     

 


Vogel- und Insektenschutz im Gemeinschaftsgarten

Einer der Schwerpunkte unserer Gartenarbeit liegt auf dem Vogel- und Insektenschutz.

Wir bemühen uns um eine naturnahe Gestaltung mit Aufenthalts- und Versteckmöglichkeiten und schaffen zusätzliche Lebensbereiche wie kleinen Brachen, Lehm- und Sandbereiche, Reisighaufen und Totholzbereichen.

Bei der Bepflanzung des Gartens werden die Bedürfnisse unserer Gartenbewohner berücksichtigt: wir bauen nektarreiche, meist gebietsheimische ein- und zweijährige Pflanzen und Stauden an, dornige Vogelschutzgehölze finden ebenso ihre Plätze wie Beeren tragende Sträucher und nein, unser Garten wird nicht winterfest gemacht in dem Sinne, dass samentragende Blütenstände weggeräumt werden. Sie stellen Mahlzeiten für unsere Gartenvögel im Winter bereit und bieten vielen Insekten Unterschlupf in der kalten Jahreszeit.

Gehölze werden bei uns zu dieser Jahreszeit nicht ‘auf den Stock gesetzt’ (Rückschnitt bis auf ca. 20 cm über dem Boden).

In den Winter- und Herbstmonaten stellen wir gemeinsam mit anderen Vogelschützer*innen Nisthilfen her, die zeitig im Jahr aufgehangen werden.

Hierbei ist wichtig, die Nistkästen jedes Jahr im Herbst zu reinigen, damit keine Krankheiten durch u.a. Parasiten auf die Vögel übertragen werden und rechtzeitig wieder aufzuhängen, viele von ihnen können auch als Schutz vor Kälte im Winter dienen.

Zuverlässigkeit ist auch bei der Versorgung mit Futter und Wasser entscheidend. Da unser Garten ein gutes Angebot an Samen, Beeren und anderen Früchten bereit hält, füttern wir unsere Gartenvögel nur in der Winterzeit.
Ausreichend Wasser gegen den Durst und zum Baden steht das ganze Jahr über zur Verfügung, die Wasserstellen müssen zum Schutz gegen Krankheiten ebenfalls regelmäßig gesäubert werden.

Unsere Gartenvögel bereiten uns viel Freude, es gibt mit ihnen immer etwas zu hören und zu entdecken und die Vogelpopulation im Garten hat sich in den letzten zwei Jahre positiv entwickelt. Haussperling, Kohl- und Blaumeisen, Gartenrotschwanz, Baumläufer, Buntspecht, Rotkehlchen, Mönchgrasmücke, Amsel, Nachtigall, Zaunkönig, Star und Zilpzalp wurden im Jahr 2020 gesichtet, auch über 15 verschiedene Wildbienenarten wurden im letzten Jahr nach ersten Sichtungen ermittelt.

Die Gärten in unseren Städten bilden für viele Vögel und Insekten, verdrängt aus ländlichen Gebieten durch Monokulturen und eingesetzte Gifte in unserer Argrarwirtschaft, einen wichtigen Raum zum Überleben!

Auch auf kleinstem Raum, in Höfen und auf Fensterbänken und Balkonen können durch sinnvolle Bepflanzungen, Nisthilfen, Futter- und Wasserstellen, Lebensräume zur Verfügung gestellt werden.

 

 

 

 


Winterimpressionen im Gemeinschaftsgarten

Wir versuchen zu planen, wir organisieren und denken… und alles ist erschwert durch die Vorsichtsmaßnahmen, denen wir uns aufgrund des Infektiosgeschehens durch die weltweite Virus-Erkrankung Covid-19 unterordnen.

Leben im Lockdown, Hoffung auf Besserung, wie wird es weitergehen?

Wird es uns Menschen gelingen, all die festgefahrenen, komplex miteinander verknüpften Gesellschafts- und Lebenssysteme dahingehend zu verändern, dass wir uns wieder als Teil der Natur empfinden können und gemeinsam mit der Natur werden leben und wirtschaften können?

Und dann ein Geschenk der Natur: Glitzer-Pulver-Schnee!

Wie schön sind Gärten und naturnahe Orte in der Stadt, um hinaus zu gehen und um zu entdecken und um unsere wunden Seelen baumeln zu lassen.

 

Und wir Menschen schaffen in stiller Freude wundersame Formen.


Virtuelles Saatgut-Festval beim Weltacker

Virtuelles Saatgut-Festival

 

 

Dienstag, 23 Februar 2021
ab 17:30 Uhr

Es wird Zeit an die Anzucht der ersten Gemüsepflanzen zu denken!
Egal ob ihr ein Gewächshaus oder eine Fensterbank habt, hier werdet ihr gut informiert und mit besten samenfesten Sorten ausgestattet!

Saatgutrotation mit samenfesten Bio Sorten

Wie kann ich teilnehmen?

Alle Informationen unter:

 https://www.2000m2.eu/de/saatgutboerse/

 


Wildbienen – eine kleine Info-Broschur der Grünen Bibliothek

Da die Bibliothek Tiergarten-Süd aus allseits bekannten Gründen zur Zeit leider noch geschlossen ist, könnt ihr euch hier unserer kleine Info-Broschur ‚Wildbienen – die fabelhafte Welt der Vielfalt‘  als pdf herunterladen.

Wildbienen – die fabelhafte Welt der Vielfalt

Viel Spaß beim Entdecken und hoffentlich bald wieder vor Ort persönlich!

Euer Team der Grünen Bibliothek


Wildbienen – die fabelhafte Welt der Vielfalt

Liebe Bibliothesnutzer*innen, liebe Nachbar*innen!

Mit einer Informationsbroschur zum Mitnehmen und einer kleinen Ausstellung mit ausgewählten Bildern aus dem benachbarten Gemeinschaftsgarten wachsenlassen möchten wir Sie heranführen an die faszinierende und leider immer noch weitgehend unbekannte Welt der einheimischen Wildbienen.

Viele unsere Wildbienen sind in ihrer Existenz bedroht und mit ihnen die Artenvielfalt unseres Ökosystems Erde.
Es wird Zeit, dass wir sie besser kennen- und schützen lernen!

Ab dem 15. Januar 2021 in der Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin
Aktuelle Öffnungszeiten: Mo, Mi und Fr von 13.00 – 18.00 Uhr

Wir danken Herrn Wilfried Puhlmann herzlich für die Bereitstellung der schönen Fotos!

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes:
„Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“

 

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Gartenimpressionen – früher Winter

November-Dezember, die Tage werden kurz, der Garten kleidet sich für die dunkle und kalte Jahreszeit.

Farben und Formen verändern sich und die Spatzen machen sich über die stehengebliebenen Samenstände her.

Der tote Baum erfährt neue Besiedlungen, Pilze, Flechten und Mose beginnen auf ihm zu keimen. Und zahlreiche andere sichtbare Spuren erzählen von einem reichen Innenleben.

Hoffentlich rechtzeitig aufgehangene Domizile für Ohrenkneifer und wen auch immer bieten Schutz für die willkommenen Nützlinge im nächsten Jahr.

Der Garten im Winter bietet Raum für Träumereien, Reflexionen und sinnvoller Freizeitbeschäftigung im Freien. Mitten in der Stadt können wir Natur erfahren und uns aktiv zu ihrem Schutz einbringen.

À propos Spatzen:

Es gibt natürlich noch mehr Gartenvögel in unserem Gemeinschaftsgarten neben dieser lustigen Horde, die regelmäßig bei uns einfällt.
Ab Ende November haben wir mit der Winterfütterung begonnen, die erst einmal noch etwas spärlich ausfällt, da die Vögel in unserem Garten noch genug Samen und Beeren zu fressen haben. Aber ein bißchen was dazu freut ja auch das Vogelherz…

Wichtig ist, dass die Vogeltränken- und bäder steht gefüllt und gesäubert werden. Natürlich haben Vögel auch im Winter Durst und die meisten von ihnen baden auch im Winter sehr gerne!

Und nicht zuletzt: der Gemüsegarten.

Der Rosenkohl hat seinen ersten Frost erhalten und kann abgeerntet werden …und schmeckt unbeschreiblich gut!

Ab dem 18.1.2021 bieten wir wieder individuelle Gartenführungen und gemeinsame Herstellung von Salben/ BodyButter für Einzelpersonen/ max. 2 Personen aus einem Haushalt an.

Nur mit Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de


Geschenke der Natur – Salben selbstgemacht

Das ganze Jahr über ernten wir in unserem Gemeinschaftsgarten (Wild-) Kräuter, Blüten, Wurzeln, Pflanzen, Gemüse…, um sie im Herbst und Winter in Mitmach-Workshops gemeinsam mit anderen weiter zu verarbeiten.

Gemeinsam selbermachen in Zeiten von Pandemien?
Leider nur stark eingeschränkt möglich.

Also haben wir uns in diesem Herbst intern daran gemacht, pflegende und heilende Salben aus aus den im Jahr angesetzten Mazeraten (Öl-Auszügen) von Löwenzahn, Ringelblume, Johanniskraut und weisser Taubnessel herzustellen. Alle diese Pflanzen enthalten viele hautpflegende Substanzen.

Das Rezept ist simpel, wichtig sind die Zutaten und absolut sauberes, so steril wie mögliches Arbeiten.

Öl-Auszüge aus den oben genannten Pflanzen lassen sich von jeder/jedem leicht selbst herstellen. Löwenzahn wächst überall und das heilsame Johanniskraut scheint eindeutig zu den pflanzlichen Gewinnern des Klimawandels zu gehören – zumindest in Berlin.
Ich habe es in den letzten zwei Sommern vermehrt in öffentlichen Parks und Grünflächen gesehen.
Wie immer beim Ernten von Wildkräutern gilt: maximal ein Drittel pro Pflanze abernten, damit sie sich auch weiterhin gut entwickeln und verbreiten kann und nicht in der Nähe von stark befahrenen Strassen ernten, wer weiß, was sonst noch alles an ‚Inhaltsstoffen‘ enthalten ist.

Die einjährige Ringelblume lässt sich problemlos auf einem halbwegs sonnigen Balkon aussäen (die Staudengewächse Löwenzahn und Johanniskraut natürlich ebenso, da muss man halt nur ein, zwei Jahre bis zur Ernte warten – die Wildbienen werden es euch danken, wenn sie so etwas auf euren Balkonen finden).

Wichtig ist es, die Pflanzen in einem guten Öl in Bio-Qualität einzulegen, wir nehmen in der Regel ein (ebenfalls hautpflegendes) Olivenöl dazu. Die Pflanzenteile 6-4 Wochen im Öl einlegen und dann abseien.

Dieses Mazerat kann dann unter Zusatz von Bienenwachs (auch hier auf Bio-Qualität achten!) im Verhältnis 10 zu 1 (Faustregel) zu einer wirkungsvollen Pflegesalbe weiterverarbeitet werden.

Die Mischung erhitzen, sie darf aber auf keinen Fall kochen, die wertvollen Wikstoffe gehen sonst verloren!

Wir haben übrigens festgestellt, dass wir – entgegen der Faustregel 10:1 – etwas mehr an Bienenwachs benötigt haben, um die von uns gewünschte Konsistenz zu erhalten, da möge jede*r selbst individuell experimentieren.
Unser Rezept lautet daher: auf 100 ml Öl-Auszug 15 g Bienenwachs.

Anschließend in mit heißem Wasser oder im Backofen sterilisierte Gläschen umfüllen – erkalten lassen und fertig ist die wunderbar hautpflegende Salbe!

Wer möchte, kann noch ein Tropfen paar ätherische Öle seiner Wahl (im warmen Zustand) untermischen, die ebenfalls pflegend sind und den individuellen Lieblingsduft verbreiten.

Als weitere Zutaten zur pflegenden und heilenden Hautsalbe sind zu empfehlen:

Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl (ebenfalls bitte auf Bio-Qualität und Fairtrade achten).

Wir haben Varianten unserer Grundsalbe so hergestellt, dass wir jeweils einen Teelöffel dieser Zutaten nach Wunsch beigemischt haben (natürlich alles im warmen Zusatnd), auch da möge jede*r selber ausprobieren.

Übrigens gemeinsam Selbermachen:

Wir bieten noch bis zum 16.12., in der Zeit Di-Do von 12.00 – 16.00 Uhr, die Möglichkeit für Einzelpersonen, gemeinsam mit einer Person aus unseremTeam, eigene Salben mit Zutaten aus unserem Garten herzustellen.

Dieses Angebot wird auch in der Zeit 12.1. – 28.1.2021 stattfinden.

Nur nach Anmeldung und verbindlicher Absprache unter: wachsenlassen@web.de

Ein bißchen gemeinsam Selbermachen unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen geht immer – auch in Zeiten der Pandemie.


DEO- CREME DO-IT-YOURSELF WORKSHOP

Leider können wir aus allzu gut bekannten Gründen nicht persönlich präsent sein, daher auf diesem Wege :

Wir laden euch Euch herzlich ein!

Tretet Ein….

……& stellt Euch aus wenigen natürlichen Zutaten Euer eigenes Deo her!

Es erwarten Euch sowohl alle Zutaten, ein kleines Skript mit Anleitung und einer kurzen Beschreibung der Zutaten und natürlich auch ein Gläschen, damit Ihr Euer Deo mit nach Hause nehmen könnt!

Dies ist ein kostenfreies Angebot im Rahmen des EFRE-Projektes:
Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben
und richtet sich an Personen, die Interesse an Nachhaltigkeit und Naturkosmetik haben.

Der Projektraum der Grünen Bibliothek ist zugänglich Mo, Mi und Fr,
13.00 – 18.00 Uhr
während der aktuellen Öffnungszeiten der Bibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 27, 10785 Berlin

Ich wünsche Euch viel Freude beim Herstellen und Anwenden!
Eure Kirsten Born , Kräuterpädagogin


Individuelle Gartenführungen und mehr

Gerade in dieser Zeit vertrauen wir auf die Kraft unserer Stadtnatur und laden Euch herzlich dazu ein, mit uns die Vielfalt unseres Gemeinschaftsgartens auf dem Außengelände des Kiez Zentrums Villa Lützow zu entdecken.

Individuelle Gartenführungen am Mittwoch nachmittag können vereinbart werden unter: julia.wachsenlassen@web.de

Weiter Angebote, die dabei helfen können, kraftvoll und gesund durch den Lockdown zu kommen unter:
https://www.kiez-zentrum-villa-luetzow.de/aktuelles