Bienenwachstücher – gemeinsam selber machen!

Eine nachhaltige Alternative zu Frischhalte- oder Alufolie,wiederverwendbar und einfach selber herzustellen. Hübsch als individuelles (Weihnachts-) Geschenk.
Wer mag, bitte eigenen Lieblingsstoff – Baumwolle oder Leinen! – mitbringen.

Da das Angebot aufgrund der Corona-Bestimmungen teilweise im Freien vor dem Projektraum stattfindet, bitte an warme Kleidung denken.

Wir freuen uns auf euch!

Dienstag, den 7. Dezember 2021
15.30 – 18.00 Uhr

Bibliothek Tiergarten-Süd,
Lützowstr. 27, 10785 Berlin
Projektraum Grüne Bibliothek

Begrenzte Teilnehmer*innenzahl! Es gelten die aktuellen Hygieneregeln der öffentlichen Bibliotheken Berlin.Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de


GartenBazar im Kiez Zentrum Villa Lützow

Der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen lädt ein!

Freitag, den 26.11.2021 – 16.00 – 19.00 Uhr

Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28
10785 Berlin

Das ganze Jahr über wird in unserem Garten eifrig geerntet und gesunde und nützliche Dinge wie Tees, Tinkturen, Salben, Essige, Wurmkompost und und und ….. gemeinsam hergestellt.

Einige davon möchten wir nun zum Selbstkostenpreis und gegen Spende für unseren Garten anbieten – jetzt schon an Weihnachten denken!
Wir informieren über unser Engagement in der Natur- und Umweltbildung und unsere Arbeiten und Angebote im Garten.

Mit dabei:
Kirsten Born, Kräuterpädagogin, mit ihrer reichhaltigen Palette an Kräuterprodukten.
Queeres Jugendzentrum Villa Lützow.
Informationen über die Angebote des Kiez Zentrums.

Kontakt: wachsenlassen@web.de

Die Veranstaltung wird zu großen Teilen draußen stattfinden, es gilt die 3G-Regel, bitte Nachweise bereit halten. In allen Räumen der Villa Lützow besteht Maskenpflicht.


Advents- und Weihnachtskränze binden in der Grünen Bibliothek


Wildbienen brauchen unsere Hilfe!

Wildbienen sind für die Bestäubung vieler Blütenpflanzen überaus wichtig, in Deutschland gibt es mehr als 550 verschiedene Arten, eine große Vielfalt, die äußerst bedroht ist.

Laut Roter Liste sind mittlerweile 38 davon vom Aussterben bedroht, 194 gefährdet und 43 Arten stehen auf der Vorwarnliste.

http://www.wildbienen.de/wbienen.htm

Feind Nummer 1 der Wildbienen ist dabei der Mensch mit seinem fehlgeleiteten System der industriellen Landwirtschaft und dessen immensen Pestizideinsatz und der Zerstörung der Lebensräume. Aber auch privatgärten und Balkone bieten aufgrund ihrer insektenuntauglichen Gestaltung immer weniger Nahrung und Lebensräume.

Hier ist eine große Transformation von Nöten und es wird Zeit, hinzuschauen und aktiv zu werden, jeder noch so kleine Schritt kann helfen, unseren heimischen Wildbienen das Leben zu retten.

Auf https://www.bund.net/themen/tiere-pflanzen/wildbienen/bedrohung-schutz/ kann man sich umfangreich über die Situation der Wildbienen informieren und viel über diese wichtigen und faszinierendenTiere erfahren.

Oder unterstützt das Bündnis der Europäischen Bürgerinitiative “Bienen und Bauern retten!” https://www.savebeesandfarmers.eu/deu/ueber-uns/

Eine kleine Hilfe kann es schon sein, geeignete Nisthilfen im Garten oder auf dem Balkon zur Verfügung zu stellen. Aber Achtung: die beste Nisthilfe nützt nichts ohne ausreichend Nahrung in Form von nektar- und pollenreichen Blühpflanzen in der Nähe und viele der sogenannten ‘Bienenhotels’, die man mittlerweile häufig zum Kauf angeboten bekommt, erfüllen nicht ihren Zweck und keine Wildbiene würde sie jemals aufsuchen.

Wir haben in der letzte Woche zum wiederholten Male einen kleinen Workshop zum Nisthilfenbau im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit der Bibliothek Tiergarten-Süd angeboten, Corona-bedingt wurde im kleinen Kreis und draußen geschraubt und gestaltet.

Dabei haben wir den Nisthilfen-Bausatz von https://wildbienennisthilfe.de/shop/ ausprobiert und können bestätigen, dass Dank der guten Anleitung und des guten Zuschnittes mit Vorbohrunge auch handwerklich nicht so versierte Wildbienenschützer hier eine gute Grundlage zum Ausprobieren im Selbermachen haben.

Besonders schick fanden wir, dass sich das Gehäuse verschieben lässt, was eine individuelle Bestückung und einen leichten Austausch des Inhaltes ermöglicht.

Natürlich haben wir uns auch wieder kreativ ausgetobt bei der Gestaltung unserer bewährten Recycling-Nisthilfen aus alten Blechdosen.

Hier bitte besonders darauf achten, dass die kleinen Nisthilfen nicht in der prallen Sonne aufgehangen werden, bzw. einen Schutz gegen zu starke Erwärmung erhalten.

Mit unseren Angeboten in der Grünen Bibliothek, Bibliothek Tiergarten-Süd möchten wir für nachhaltige Lebensstile sensibilisieren und die Freude am gemeinsamen Selbermachen wecken.
Dabei liegt uns besonders unsere Beziehung zur Natur am Herzen, der Umwelt- und Artenschutz und der Erhalt der Biodiversität.

Im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen informieren wir bei Gartenführungen oder im Rahmen anderer Veranstaltungen auch immer wieder über die Gestaltung von Lebensräumen für Wildbienen. https://wachsenlassen.com/2021/08/23/stadtgartnern-mit-der-natur-vieltfalt-und-lebensraume-gartenfuhrungen-gartengesprache/

Unser workshop Nisthilfen wurde veranstaltet im Rahmen des EFRE-Projektes: ‘Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben’.


Nisthilfen für Wildbienen – gemeinsam selber machen!


Oxymel und Räubergeschichten

Zahlreiche Heilpflanzen, Wild- und Küchenkräuter wachsen in unserem Garten, die wir in Mitmach-Workshops weiter verarbeiten, meist zu Tees, Tinkturen, Salben, Säften und Sirup.

Schon im letzten Jahr haben wir die heilenden Eigenschaften der Kapuzinerkresse, Tropaeolum majus und der Wurzel des Meerrettichs, Armoracia rusticana in einer Tinktur konserviert, die uns nach einstimmiger Meinung im letzten Jahr gut durch den Winter gebracht hat.

Sowohl die Kapuzinerkresse als auch der Meerrettich gelten als natürliche Antibiotika, deren Wirkungen gut erforscht sind und bei einfachen bakteriellen Atemwegsinfektionen genauso gut wirken wie synthetische Antibiotika, jedoch mit deutlich weniger Nebenwirkungen.

Beide Pflanzen enthalten neben zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen Senfölglykoside und gelten als ein sehr gesundes und Immunsystem stärkendes Nahrungsmittel.
Gut, dass wir immer ausreichend davon im Garten haben!

In diesem Jahr haben wir zusätzlich ein Oxymel hergestellt, welches sich sehr gut eignet zur Einnahme für Kinder und andere Menschen, die keinen Alkohohl trinken mögen.

Oxymel bedeutet übersetzt Sauerhonig und ist als Heilgetränk schon seit der Antike bekannt.

Und damit sind seine Hauptbestandteile auch schon erklärt: Ein guter Apfel- oder anderer Obstessig wird im Verhältnis 1:2 mit guten Honig vermischt (beides in Bio-Qualität!)

Diesem Heil- und Stärkungsmittel werden je nach Bedarf Heilpflanzen zugesetzt und es kann gegen zahlreiche Beschwerden und vorbeugend gegen viele Erkrankungen eingesetzt werden.

Und wo bleibt nun die Räubergeschichte?

Diese wurde uns während der gemeinsamen Schnippelei erzählt:

Als im Mittelalter die Pest wütete, hatten sich vier Räuber zusammengetan, um die Häuser von Pestkranken und Verstorbenen zu plündern. Trotz der großen Ansteckungsgefahr erkrankten diese Räuber wie durch ein Wunder nicht.
Als sie gefasst wurden, verlangte man von ihnen gegen Strafmilderung, zu verraten, wie es ihnen gelungen war, gesund zu bleiben.

Ihr Geheinmis:
Ein Saueressig (nach diesem Ereignis auch häufig Pestessig genannt), der neben Obstessig und Honig nach den meisten Überlieferungen Wermutkraut, Rosmarin, Wacholderbeeren, Lavendel, Kalmuswurzel, Knoblauch, Zimt, Muskat, Gewürznelken, Pfefferminze, Engelwurz und Kampfer enthielt.
Geboren war der Vier-Räuber-Essig.

Bei ihren Raubzügen banden sich die vier Räuber in dieses Oxymel getränkte Tücher vor die Gesichter, sie wuschen sich selbst und ihr Diebesgut mit diesem Getränk und nahmen täglich ein paar Löffel davon zu sich.

Diese Geschichte verbreitete sich rasch in ganz Europa, ihren Ursprung soll sie in Südfrankreich (Vinaigre des quatre voleurs) haben. Wir hörten eine englische Variante (The four Thieves Vinegar), bei der die Strafmilderung übrigens darin bestand, dass die Räuber zwischen dem Tod durch Erhängen oder durch Verbrennen wählen durften…

Auch wenn wir mit unserem Saueressig leider keine Pandemie werden stoppen können, ist es doch immerhin erwiesen, dass es sich bei unseren Ingredienzien definitiv um Heilpflanzen handelt, die immunstärkende Eigenschaften haben und die zur Vorbeugung und allgemeinen Gesundheitssorge geeignet sind.

Apropos Pandemie:

Wir führen unsere Mitmach-Workshops weiterhin im sehr kleinen Kreis bei weit geöffneten Türen oder direkt im Garten durch, solange es die Witterung zulässt.
Dann halt in Jacken oder mit einer Decke um die Hüften geschlungen, geht alles und der Aufenthalt im Freien stärkt auch das Immunsystem, solange man passend angezogen ist…


Einladung zum Pflanzentauschmarkt am 25.9.2021

Liebe Gärtner*Innen!

Lust auf Pflanzen- und Erfahrungsaustausch?

Wir haben einiges aus unserem Garten abzugeben und würden uns freuen, gemeinsam mit anderen einen Pflanzentauschmarkt

am 25.9.2021

in der Zeit von 14-17 Uhr

vor der Grünen Bibliothek
Lützowstr. 27
10785 Berlin

zu veranstalten.

Und wer nichts zu tauschen hat: wir verschenken auch gerne!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter:

wachsenlassen@web.de

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes: „Umwelt hautnah- Natur verstehen und erleben“.


Warum eine Wurmkiste?

Nicht wenigen mag sie erst einmal gewöhnungsbedürftig vorkommen, die Vorstellung, Würmer in der Wohnung zu halten, aber, die Vorteile, einen Wurmkompost in der Wohnung zu haben, überwiegen bei weitem!

Unser Bio-Müll wird sofort verwertet und zu wunderbarer Erde, bzw. Kompost umgewandelt.
Noch immer landet wertvoller Bio-Müll häufig im Restmüll und wird mit Aufwand und ohne Nutzen entsorgt.
Eine Wurmkiste dagegen ist ein Ökosystem in einer Kiste, die das Kompostieren in der Wohnung ermöglicht.

Der täglich anfallende Bio-Müll kann einfach sofort an die Würmer verfüttert werden, die diesen nach und nach in mikrobiologisch aktive Erde umsetzen, die übrigens nicht stinkt, sondern wunderbar (nach Waldboden?) riecht.

Ein perfekter Kreislauf!

Wir vermeiden Müll und die Würmer bescheren uns das Glück, nach einiger Zeit nie wieder Erde und/ oder Dünger kaufen zu müssen.

Bevor es an den Bau der Wurmkiste geht, erklärt Arben Grundsätzliches über die Kompostierung mit Würmern anhand der großen Wurmkiste in unserem Garten.

Fast fertig!

Ganz fertig!!

Und jetzt noch die Würmer sorgsam eingepackt und dann geht’s ab nach Hause mit den neuen Mitbewohnern.

In unserem Gemeinschaftsgarten in Berlin Tiergarten-Süd besteht die Möglichkeit, solch eine Wurmkiste unter Anleitung gemeinschaftlich selber zu bauen und/ oder sich mittels unserer Wurmkiste vor Ort erst einmal beraten zu lassen.

Alle weiteren Informationen unter:

arben.wachsenlassen@gmail.com


Holunderblütensirup – kinderleicht selbstgemacht!

Bestes Sonnenwetter im Spätfrühling – und in userem Garten blüht der Holunder in Hülle und Fülle.

Also nichts wie los zum Blüten sammeln, um leckeren Sirup zuzubereiten.

Und wie es so häufig ist, hängen auch hier die schönsten Blüten auch mal wieder am höchsten…

Aber bald haben die Kinder die ausreichende Menge der wuderschönen und reich duftenden Dolden gepflückt, jetzt gehen diese noch einmal in die Endkontrolle, wir wollen ja schließlich keine kleinen Tierche in unserem Sirup haben…

Da werden alle Blüten noch eimal äußerst kritisch beäugt und noch einmal ausgeschüttelt und gereinigt.

Anschließend werden sie in den vorbereiteten Zuckersirup eingelegt, einmal kräftig umgerührt und ein bis drei Tage zum Durchziehen stehen gelassen.

Ist doch wirklich kinderleicht, oder?

Unser Rezept für den Holunderblütensirup:

2 Kg Zucker (Rohrzucker, Bio-Qualität) in 2 Liter Wasser auflösen, 50 ml (oder 50g) Zitronensäure hinzufügen, zum Kochen bringen, ein wenig köcheln lassen.

1 Zitrone (Bio-Qualität) in Scheiben schneiden, nach dem Kochen hinzufügen.

Dann die gesäuberten Blütendolden (ca. 50 Stk.) unterrühren, 1-3 Tage stehen lassen, gelegentlich umrühren.

Danach den Sirup abseien (am besten durch ein Tuch filtern, damit auch wirklich keine kleinen Tierchen mehr darinnen sind) und in Flaschen abfüllen.

Schmeckt wunderbar als Limo mit Mineralwasser gemischt und für die Großen als eine wohlschmeckende sommerliche Zutat in den Sekt!


Gemeinsam Körperbutter herstellen

Die ganze Gartensaison über ernten wir Blüten und (Wild-)Kräuter, um mit ihnen Ölauszüge herzustellen.
Wir nehmen dazu meist Olivenöl (natürlich in Bio-Qualität).
Diese Auszüge einige Wochen (meist an einem schattigen Ort, da gibt es aber auch, je nach Inhaltsstoffen Ausnahmen) ziehen lassen, öfter mal sanft schüttel und anschließend abseien.

Bitte unbedingt darauf achten, dass die Pflanzenteile stets mit Öl bedeckt sind, da sie sonst leicht schimmeln können.

Diese Öl-Mazerate enthalten die pflegenden Inhaltsstoffe der unterschiedlichen Pflanzen und bilden die Basis für Salben und Körperbutter, die bei uns in gemeinsamen Mitmach-Workshops hergestellt werden können.

Was braucht man für die einfache Herstellung einer wunderbar pflegenden Körperbutter?

Öl-Auszuge (z.B. bei uns in diesem Jahr: Ringelblumen, weiße Taubnessel, Löwenzahn, Rosmarin, Johanniskraut) mit hautpflegenden Inhaltsstoffen.
Konsistenzgeber: Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl.

Saubere Schraubgläser (am besten im Backofen oder mit kochendem Wasser sterilisieren).

Meßbecher, Waage, Trichter, Löffel, einen Topf für das Wasserbad, einen Handmixer und ätherische Öle nach Geschmack/ Lieblingsduft.

Nach mehreren Durchläufen haben wir uns für folgendes Standart-Mischverhältnis entschieden:

40 ml Ölauszug zu 60g Sheabutter

Alternativ dazu:
40 ml Ölauszug zu 10g Kokosöl und 50g Sheabutter
40 ml Ölauszug zu 10g Kakaobutter und 50g Sheabutter.

Da kann jede*r sicherlich selbst ein wenig experimentieren, welches Mischungsverhältnis ihrem Geschmack (und ihrer Haut) entspricht.

Die Ingredienzien werden im Wasserbad erwärmt und miteinander vermischt. Achtung, hier unbedingt darauf achten, dass die Mischung nicht zu heiß wird, sonst können die wirksamen Inhaltsstoffe verloren gehen!
Auf Wunsch können jetzt noch ein paar Tropfen ätherische Öle je nach persönlichen Vorlieben hinzugefügt werden, die geben einen wunderbaren Duft und enthalten zum Teil ebenfalls hautpflegende Substanzen.

Nun lässt man die Mischung erkalten und hierbei bitte geduldig sein, sonst klappt das mit der Emulsion später nicht so richtig.
Man kann sich daran orientieren, dass
das Gemisch langsam wieder fest wird und beginnt, undurchsichtig zu werden.

Nach dem Erkalten schlägt man das Ganze mit einem Handmixer vorsichtig auf (wer gerne seine Mayonaise selber macht, weiß, wie es geht), bis sich eine cremige Körperbutter gebildet hat.
Wir versehen unsere Gläser immer noch mit selbst gestalteten Etiketten, das sieht hübsch aus im Badezimmer und ergibt auch noch ein prima Geschenk für Freund*innen.

Und wer es selber gerne erst einmal ausprobieren möchte:

Wir haben noch einige wenige Termine für jeweils eine Person (oder einen Haushalt) zu vergeben, um gemeinsam mit einer Person aus unserem Team die Herstellung auszuprobieren.
Wir arbeiten bei offenen Türen in der Werkstatt des Kiez Zentrums Villa Lützow und tragen Maske, wenn wir den Sicherheitsabstand nicht einhalten können.

Terminanfrage unter: wachsenlassen@web.de