Holunderblütensirup – kinderleicht selbstgemacht!

Bestes Sonnenwetter im Spätfrühling – und in userem Garten blüht der Holunder in Hülle und Fülle.

Also nichts wie los zum Blüten sammeln, um leckeren Sirup zuzubereiten.

Und wie es so häufig ist, hängen auch hier die schönsten Blüten auch mal wieder am höchsten…

Aber bald haben die Kinder die ausreichende Menge der wuderschönen und reich duftenden Dolden gepflückt, jetzt gehen diese noch einmal in die Endkontrolle, wir wollen ja schließlich keine kleinen Tierche in unserem Sirup haben…

Da werden alle Blüten noch eimal äußerst kritisch beäugt und noch einmal ausgeschüttelt und gereinigt.

Anschließend werden sie in den vorbereiteten Zuckersirup eingelegt, einmal kräftig umgerührt und ein bis drei Tage zum Durchziehen stehen gelassen.

Ist doch wirklich kinderleicht, oder?

Unser Rezept für den Holunderblütensirup:

2 Kg Zucker (Rohrzucker, Bio-Qualität) in 2 Liter Wasser auflösen, 50 ml (oder 50g) Zitronensäure hinzufügen, zum Kochen bringen, ein wenig köcheln lassen.

1 Zitrone (Bio-Qualität) in Scheiben schneiden, nach dem Kochen hinzufügen.

Dann die gesäuberten Blütendolden (ca. 50 Stk.) unterrühren, 1-3 Tage stehen lassen, gelegentlich umrühren.

Danach den Sirup abseien (am besten durch ein Tuch filtern, damit auch wirklich keine kleinen Tierchen mehr darinnen sind) und in Flaschen abfüllen.

Schmeckt wunderbar als Limo mit Mineralwasser gemischt und für die Großen als eine wohlschmeckende sommerliche Zutat in den Sekt!


Gemeinsam Körperbutter herstellen

Die ganze Gartensaison über ernten wir Blüten und (Wild-)Kräuter, um mit ihnen Ölauszüge herzustellen.
Wir nehmen dazu meist Olivenöl (natürlich in Bio-Qualität).
Diese Auszüge einige Wochen (meist an einem schattigen Ort, da gibt es aber auch, je nach Inhaltsstoffen Ausnahmen) ziehen lassen, öfter mal sanft schüttel und anschließend abseien.

Bitte unbedingt darauf achten, dass die Pflanzenteile stets mit Öl bedeckt sind, da sie sonst leicht schimmeln können.

Diese Öl-Mazerate enthalten die pflegenden Inhaltsstoffe der unterschiedlichen Pflanzen und bilden die Basis für Salben und Körperbutter, die bei uns in gemeinsamen Mitmach-Workshops hergestellt werden können.

Was braucht man für die einfache Herstellung einer wunderbar pflegenden Körperbutter?

Öl-Auszuge (z.B. bei uns in diesem Jahr: Ringelblumen, weiße Taubnessel, Löwenzahn, Rosmarin, Johanniskraut) mit hautpflegenden Inhaltsstoffen.
Konsistenzgeber: Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl.

Saubere Schraubgläser (am besten im Backofen oder mit kochendem Wasser sterilisieren).

Meßbecher, Waage, Trichter, Löffel, einen Topf für das Wasserbad, einen Handmixer und ätherische Öle nach Geschmack/ Lieblingsduft.

Nach mehreren Durchläufen haben wir uns für folgendes Standart-Mischverhältnis entschieden:

40 ml Ölauszug zu 60g Sheabutter

Alternativ dazu:
40 ml Ölauszug zu 10g Kokosöl und 50g Sheabutter
40 ml Ölauszug zu 10g Kakaobutter und 50g Sheabutter.

Da kann jede*r sicherlich selbst ein wenig experimentieren, welches Mischungsverhältnis ihrem Geschmack (und ihrer Haut) entspricht.

Die Ingredienzien werden im Wasserbad erwärmt und miteinander vermischt. Achtung, hier unbedingt darauf achten, dass die Mischung nicht zu heiß wird, sonst können die wirksamen Inhaltsstoffe verloren gehen!
Auf Wunsch können jetzt noch ein paar Tropfen ätherische Öle je nach persönlichen Vorlieben hinzugefügt werden, die geben einen wunderbaren Duft und enthalten zum Teil ebenfalls hautpflegende Substanzen.

Nun lässt man die Mischung erkalten und hierbei bitte geduldig sein, sonst klappt das mit der Emulsion später nicht so richtig.
Man kann sich daran orientieren, dass
das Gemisch langsam wieder fest wird und beginnt, undurchsichtig zu werden.

Nach dem Erkalten schlägt man das Ganze mit einem Handmixer vorsichtig auf (wer gerne seine Mayonaise selber macht, weiß, wie es geht), bis sich eine cremige Körperbutter gebildet hat.
Wir versehen unsere Gläser immer noch mit selbst gestalteten Etiketten, das sieht hübsch aus im Badezimmer und ergibt auch noch ein prima Geschenk für Freund*innen.

Und wer es selber gerne erst einmal ausprobieren möchte:

Wir haben noch einige wenige Termine für jeweils eine Person (oder einen Haushalt) zu vergeben, um gemeinsam mit einer Person aus unserem Team die Herstellung auszuprobieren.
Wir arbeiten bei offenen Türen in der Werkstatt des Kiez Zentrums Villa Lützow und tragen Maske, wenn wir den Sicherheitsabstand nicht einhalten können.

Terminanfrage unter: wachsenlassen@web.de


Geschenke der Natur – Salben selbstgemacht

Das ganze Jahr über ernten wir in unserem Gemeinschaftsgarten (Wild-) Kräuter, Blüten, Wurzeln, Pflanzen, Gemüse…, um sie im Herbst und Winter in Mitmach-Workshops gemeinsam mit anderen weiter zu verarbeiten.

Gemeinsam selbermachen in Zeiten von Pandemien?
Leider nur stark eingeschränkt möglich.

Also haben wir uns in diesem Herbst intern daran gemacht, pflegende und heilende Salben aus aus den im Jahr angesetzten Mazeraten (Öl-Auszügen) von Löwenzahn, Ringelblume, Johanniskraut und weisser Taubnessel herzustellen. Alle diese Pflanzen enthalten viele hautpflegende Substanzen.

Das Rezept ist simpel, wichtig sind die Zutaten und absolut sauberes, so steril wie mögliches Arbeiten.

Öl-Auszüge aus den oben genannten Pflanzen lassen sich von jeder/jedem leicht selbst herstellen. Löwenzahn wächst überall und das heilsame Johanniskraut scheint eindeutig zu den pflanzlichen Gewinnern des Klimawandels zu gehören – zumindest in Berlin.
Ich habe es in den letzten zwei Sommern vermehrt in öffentlichen Parks und Grünflächen gesehen.
Wie immer beim Ernten von Wildkräutern gilt: maximal ein Drittel pro Pflanze abernten, damit sie sich auch weiterhin gut entwickeln und verbreiten kann und nicht in der Nähe von stark befahrenen Strassen ernten, wer weiß, was sonst noch alles an ‚Inhaltsstoffen‘ enthalten ist.

Die einjährige Ringelblume lässt sich problemlos auf einem halbwegs sonnigen Balkon aussäen (die Staudengewächse Löwenzahn und Johanniskraut natürlich ebenso, da muss man halt nur ein, zwei Jahre bis zur Ernte warten – die Wildbienen werden es euch danken, wenn sie so etwas auf euren Balkonen finden).

Wichtig ist es, die Pflanzen in einem guten Öl in Bio-Qualität einzulegen, wir nehmen in der Regel ein (ebenfalls hautpflegendes) Olivenöl dazu. Die Pflanzenteile 6-4 Wochen im Öl einlegen und dann abseien.

Dieses Mazerat kann dann unter Zusatz von Bienenwachs (auch hier auf Bio-Qualität achten!) im Verhältnis 10 zu 1 (Faustregel) zu einer wirkungsvollen Pflegesalbe weiterverarbeitet werden.

Die Mischung erhitzen, sie darf aber auf keinen Fall kochen, die wertvollen Wikstoffe gehen sonst verloren!

Wir haben übrigens festgestellt, dass wir – entgegen der Faustregel 10:1 – etwas mehr an Bienenwachs benötigt haben, um die von uns gewünschte Konsistenz zu erhalten, da möge jede*r selbst individuell experimentieren.
Unser Rezept lautet daher: auf 100 ml Öl-Auszug 15 g Bienenwachs.

Anschließend in mit heißem Wasser oder im Backofen sterilisierte Gläschen umfüllen – erkalten lassen und fertig ist die wunderbar hautpflegende Salbe!

Wer möchte, kann noch ein Tropfen paar ätherische Öle seiner Wahl (im warmen Zustand) untermischen, die ebenfalls pflegend sind und den individuellen Lieblingsduft verbreiten.

Als weitere Zutaten zur pflegenden und heilenden Hautsalbe sind zu empfehlen:

Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl (ebenfalls bitte auf Bio-Qualität und Fairtrade achten).

Wir haben Varianten unserer Grundsalbe so hergestellt, dass wir jeweils einen Teelöffel dieser Zutaten nach Wunsch beigemischt haben (natürlich alles im warmen Zusatnd), auch da möge jede*r selber ausprobieren.

Übrigens gemeinsam Selbermachen:

Wir bieten noch bis zum 16.12., in der Zeit Di-Do von 12.00 – 16.00 Uhr, die Möglichkeit für Einzelpersonen, gemeinsam mit einer Person aus unseremTeam, eigene Salben mit Zutaten aus unserem Garten herzustellen.

Dieses Angebot wird auch in der Zeit 12.1. – 28.1.2021 stattfinden.

Nur nach Anmeldung und verbindlicher Absprache unter: wachsenlassen@web.de

Ein bißchen gemeinsam Selbermachen unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen geht immer – auch in Zeiten der Pandemie.


Kapuzinerkresse und Meerrettich – eine stärkende Tinktur aus unserem Garten

Vielen ist die Kapuzinerkresse  – Tropaeolum majus – sicherlich wohlbekannt als unkomplizierte, fröhlich blühende einjährige Balkonpflanze.

Dass sie auch sehr lecker (in Salaten oder als Pesto) schmeckt und dazu noch viele heilende Eigenschaften besitzt, war auch mir bis vor kurzem noch nicht bewusst.

Über eine antimikrobakterielle Wirkung verfügt sie aufgrund der Senfölglykoside (Isothiocyanate), die sie enthält, diese wirken antibakteriell, antiviral und antimykotisch.
Also genau das richtige Kraut in Zeiten einer Pandemie.

Die Kapuzinerkresse hat förderliche Wirkung auf die Durchblutung und es ist gut erforscht, dass sie gemeinsam mit der Wurzel des Meerrettich – Armoracia rusticana – bei verschiedenen Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis oder Sinusitis wirksam ist und auch bei akuten Blasenentzündungen für Linderung sorgt.

Inzwischen steht es auch zur Diskussion, ob mithilfe von Tropaeolum majus die Verordnung antibiotischer Wirkstoffe verringert werden kann und es wird erforscht, ob sie unterstützend und heilend bei Krebserkrankungen eingesetzt werden kann.

Da der Meerrettich ebenfalls über Senfölglykoside verfügt, ergeben diese beiden Pflanzen das ideale Paar zur Stärung unseres Immunsystems.

Das Ansetzen einer alkoholischen Tinktur ist denkbar einfach:

Die Tinktur sollte etwa drei bis vier Wochen ziehen, wobei sie täglich einmal geschüttelt werden sollte; es ist darauf zu achten, dass sämtliche Pflanzenteile immer gut mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Danach Abseien und in kleine Flaschen umgiessen. (Hierfür sind dunkle Glasflaschen am besten geeignet, oder man bewahrt die fertige Tinktur im dunklen Schrank auf.)

Jeden Tag genügen einige Tropfen, um unsere Abwehrstoffe zu stärken.

Achja, wie bei allen Kräuterrezepten solltet ihr vorsichtshalber einen Arzt oder Apotheker fragen, wenn ihr euch unsicher seid, ob die Inhaltsstoffe für euch verträglich sind.
Wir geben hier lediglich Vorschläge zum Selbermachen von gesunden und leckeren Produkten aus dem Garten und können keine Verantwortung für Unverträglichkeiten übernehmen.

Bis zum ersten Frost können Kapuzinerkresse und Meerrettich bei uns im Garten noch frisch geerntet werden.
Wenn ihr Interesse daran habt, schreibt einfach eine Mail an: wachsenlassen@web.de, dann können wir uns verabreden.


Erste Weißkohlernte – erstes Sauerkraut selbstgemacht!

Damals, als wir noch zu maximal fünf Personen (mit Mund- und Nasenschutz) zusammen sein durften (noch gar nicht so lange her – Oktober 2020) haben wir zum ersten Mal Weiß- und Rotkohl in unserem Garten geerntet und zu Suaerkraut verarbeitet.

Vorab: Der Kohl hat soo wunderbar geduftet, als wir ihn aufgeschnitten haben, ich wusste gar nicht, dass Kohl so süss und lecker riechen kann.

Die Herstellung von Sauerkraut ist übrigens supereinfach, man kann sich einfach öfter eine kleine Portion im Bügelglas zubereiten – und braucht dazu nicht unbedingt, wie ich jahrzentelang dachte, einen großen schönen Steinguttopf.

Ich verzichte an dieser Stelle darauf, ein Rezept zu schreiben, denn diese gibts zuhauf im Netz zu finden. Da findet jede*r bestimmt die richtige Anleitung.

Wer das Glück hat, einen eigenen Garten oder Mitgärtner*in in einem Gemeinschaftsgarten zu sein, sollte seinen eigenen Kohl anbauen, wir fanden es gar nicht so schwierig (sagen ihm ja einige Leute nach) und es lohnt sich!
Ansonsten bekommt man Kohl zu dieser Jahreszeit erntefrisch und preiswert auf dem regionalen Wochenmarkt oder im Biomarkt.

Rotkohl – immer eine Augenweise, wenn er aufgeschnitten wird – haben wir dann eine Woche später auch noch geerntet und mit Äpfeln der Milchsäurergärung überantwortet.
Mein Sauerkraut ist schon aufgegessen – sehr sehr gesund – das Rotkraut wird diese Woche probiert.

Übrigens:

Wir machen weiter und bieten zur Zeit Gartenführungen und Workshops zum gemeinsames Selbermachen für jeweils eine Person an.

Informationenen dazu immer hier auf dieser Seite und bei uns am Gartenzaun.

Unser Garten ist unter der Woche in der Regel geöffnet und kann unter den aktuell geltenden Hygieneregeln für einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft genutzt werden.


Stoffmalerei mit Farben aus der Natur II

Diesen Donnerstag, den 12.3., in der Zeit von 16.00 – 18.00 Uhr findet sich noch einmal Zeit, um gemeinsam mit uns das Malen mit Pflanzenfarben auszuprobieren. Wir gestalten die zweite Bahn unseres Vorhangs und möchten dazu eine neue Technik anprobieren, wer möchte, kann uns dabei unterstützen.
Oder ihr bringt einfach eigene (vorgewaschene) Stoffe, Beutel, Tücher mit, um eure eigenen Produkte zu kreieren.

Wo: Kiez Zentrum Villa Lützow, Raum wachsenlassen EG
Lützowstr. 28, 10785 Berlin


Stoffmalerei mit Farben aus der Natur

Die Info zum Ausdrucken: wl Naturfarben1


Gemeinsam selbermachen: Schampoo und Deo

Die Info zum ausdrucken:Schampoo und Deo 24.2.


Gemeinsam Nistkästen selber bauen

Wer hat Lust, gemeinsam mit uns Nistkästen für die Stare und Eichhörnchen in unserem Garten zu bauen und/oder eigene Nistmöglichkeiten für den Balkon zu Hause?

Wir treffen uns dazu an den folgenden Terminen und freuen uns auf aktive Vogelschützer!

DONNERSTAG, DEN 23.01.2020 VON 15.30 BIS 18.00
DONNERSTAG, DEN 30.01.2020 VON 15:30 BIS 18:00
SONNTAG, DEN 23.02.2020 VON 14:00 BIS 17:00 UHR
IM FAMILIENZENTRUM VILLA LÜTZOW /
GARTENHAUS IN DER LÜTZOWSTRAßE 28 IN 10785 BERLIN

Unser Bewegungsraum für Kinder von 0-6 Jahren ist zu dieser Veranstaltung geöffnet!

Bitte eigenes Holz für eure Nistkästen für Zuhause mitbringen, Informationen und Bauanleitungen dazu gibt es im Internet oder in Fachbüchern oder wir nutzen den ersten Termin als Planungstermin.

Nachfragen und/oder weitere Informationen unter: KIDZ@familienzentrum-villaluetzow.de

Der Infoflyer zum Ausdrucken: Familie Vogelfreund Termine 2020


Gemeinsam selbermachen: Meerrettich ernten und verarbeiten

 

Wann: Donnerstag, den 21.11.2019, 15.30 – 18.00 Uhr

Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa Lützow, Lützowstr. 28, 10785 Berlin

Foto: gartenjournal.net

Wir ernten frischen Meerrettich aus unserem Garten, (erleben beim Reiben gemeinsam die Schärfe dieser gesunden und schmackhaften Wurzel), stellen als Grundvariante Sahne-Meerrettich her und probieren zwei zusätzliche Wunschrezepte aus.
Dafür werden Materialien bereit gestellt, es können natürlich auch Zutaten für weitere Wunschvariationen mitgebracht werden.
Bitte möglichst eigene Transport-Gläser mitbringen.

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten unter: wachsenlassen@web.de

 

        

 

pdf zum Ausdrucken: Aushang Meerrettich19