Gießt man eigentlich Straßenbäume?

 

Passend zu unserem letzten Workshop bin ich über diesen schönen Artikel im Newsletter von Zukunftslust gestolpert:

 

BIODIVERSITÄT  |  von Ute Stumm

Die Königsdisziplin des Gärtnerns

Gießt man eigentlich Straßenbäume?


Auf einer Fachtagung formulierte es Isolde Feilhaber vom Pflanzenschutzamt Berlin einst so: „Wässern – das ist die Königsdisziplin des Gärtnerns.“ – Und aus meiner langjährigen Berufspraxis kann ich berichten, dass es eines der schwierigsten Themen im Bereich des Gärtnerns ist. Denn es gibt einfach kein allgemeingültiges Rezept. Es gibt viele Faktoren, die man bei der Bewässerung von Freilandpflanzen bedenken muss. Und genau deshalb ist das nachhaltige, wassersparende und richtige Bewässern von Gartenpflanzen so schwierig zu erlernen.

Leider ist mein Vorsatz, mich zu diesem Thema möglichst kurz zu fassen, gnadenlos gescheitert. Aber schon als Annette kurz nach unserer Veranstaltung zum Weltwassertag im LIO auf mich zu kam und mich gefragt hat, ob ich nicht für uns alle eine Gießanleitung für die Straßenbäume schreiben kann, ahnte ich, dass ich diese nicht schreiben kann. Zum Glück hat sie weder meinen erschrockenen Gesichtsausdruck noch meine Arme gesehen, die himmelwärts flogen.

Die Riesen der Straße sind das Schönste an Berlin

Berlins unzählige Straßenbäume gehören für mich zu dem schönsten was die Stadt zu bieten hat und gleichzeitig sind sie das schlimmste und schwierigste Thema der Stadtnatur.

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Mehr Biodiversität in der Stadt durch sinnvolle Bepflanzung von Baumscheiben

Die Bepflanzung einer Baumscheibe ist in der Stadt eine einfache Methode, um den Bäumen zu helfen, den täglichen Umwelteinflüssen standzuhalten.
Zudem trägt sie, bei sinnvoller Bepflanzung, auch effektiv zur Erhöhung der Artenvielfalt in der Stadt bei.

Was dabei zu beachten ist, konnten wir gemeinsam unter Anleitung von Ute Stumm, Naturgartenplanerin Dipl. Ing, Regionalgruppe Berlin/Brandenburg Naturgarten e.V. in einem Workshop am 25.4.2026 praxisnah erfahren.

Zur gemeinsamen Gestaltung hatten wir uns dazu eine Baumscheibe in der Lützowstraße 28, 10785 Berlin Mitte, direkt an unserem Gemeinschaftsgarten gelegen, ausgesucht.

Erst einmal ging es an die Theorie.

Was pflanze ich, wie pflanze ich, wie bereite ich den Boden vor und vor allem: was hilft dem Baum, was schadet dem Baum?

Denn auch so groß der berechtigte Wunsch sein mag, sich einen kleinen persönlichen Vorgarten in der Stadt zu schaffen, sollte man nicht aus den Augen verlieren,dass die Bepflanzung einer Baumscheibe in erster Linie der Unterstützung des vorhandenen Baumes (sollte einer vorhanden sein, auch ‘Baumscheiben ohne Baum’ werden der Einfachheit halber häufig als Baumscheiben bezeichnet) dienen sollte.

Neben diesem Wissen, das ich vor dem Bepflanzung erwerben sollte, gibt es auch einige festgesetzte Richtlinien von Seiten des zuständigen Grünflächenamtes zu beachten.
Hier ist Achtung angesagt: In unserer Stadt gibt es dazu noch keine einheitliche berlinweite Regelung und es ist wichtig, sich jeweils auf den dafür zuständigen Bezirksseiten zu informieren. Was in Schöneberg gilt, kann in Zehlendorf schon wieder ganz anders aussehen…

Die Lützowstraße befindet sich im Bezirk Mitte, da findet man auf

https://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/gruenflaechen/artikel.606854.php

eine sehr gut Anleitung inklusive eines informativen Flyers zum herunterladen.

Nach dem theoretischem Input haben wir damit begonnen, ‘unsere’ Baumscheibe von Müll und vorhandenem Bewuchs zu befreien.

Hier ist unbedingt darauf zu achten, nicht zu tief in den Boden zu gehen (in Berlin Mitte sind maximal 10 cm erlaubt), um die Wurzeln des Baumes oder eventuell vorhandene Leitungen nicht zu beschädigen.

Danach haben wir eine ca. 5 cm dicke Kompostschicht aufgetragen und vorsichtig eingeharkt.

Dann ging es an die Umzäunung. Wir hatten uns für eine Bündelung aus feinem Gehölzschnitt entschieden, die mit schmalen Pfosten befestigt wurde.

Achtung: auch hier ist unbedingt auf die Verkehrssicherheit zu achten (Stolperfallen) und darauf, dass die Verankerung max. 20 cm tief in die Boden angebracht werden darf und u.a. ein Abstand von 50 cm zur Fahrbahn eingehalten werden muss.

Nun konnte es endlich an die Bepflanzung gehen.

Wir haben uns hier konsequent für einheimische Wildpflanzen entschieden, die den Ökosystemen unserer Region förderlich sind und somit Nahrung in Form von Pollen und Nektar für einheimische Insekten bieten.

Zusätzlich zu den Pflanzungen haben wir noch einen Bienen- und Schmetterleringssaum mit regionalem Saatgut ausgebracht, welches uns freundlicherweise von der Stiftung Naturschutz Berlin zur Verfügung gestellt wurde.

Danach wurde ausreichend gewässert, damit sowohl Saatgut als auch die Pflanzen einen guten Start haben.

Besonders in den ersten Wochen ist es bei den Aussaaten wichtig, den Boden gut feucht zu halten, ansonsten gilt bei dem Gießen von Baumscheiben die Regel, 1x in der Woche ausreichend tief zu wässern (mind. 70 – 100 Liter) anstatt täglich eine Gießkanne, damit das Wasser auch zu den tiefen Wurzeln des Baumes durchsickern kann.

Wir waren auf jeden Fall stolz auf unser gemeinsames Werk und möchten mit dieser Gestaltung zeigen, dass es unter Beücksichtigung der amtlichen Regelungen gut möglich ist, mit der sinnvollen Bepflanzung von Baumscheiben sowohl den vorhandenen Straßenbaum zu unterstützen als auch mehr Biodiversität in die Stadt zu bringen. 

Wer im Bezirk Belin Mitte eine Baumscheibe bepflanzen möchte, sollte sich unbedingt an dem gut strukturierten Infoflyer des Bizirksamtes des Bezirksamtes halten:2025-07-14_baumscheiben-mitte_flyer-4

Wir danken der Workshopleitung, allen Teilnehmenden und der

Postcode Lotterie für die Förderung unserer Arbeit.

Unsere weiteren Workshopangebote für das laufende Jahr finden sich hier: Workshophreihe wl 2026

 


Aktueller Spendenaufruf! – Vorschrift will Gemüse fressen

 

Aufgrund aktualisierter Hygiene- und Brandschutzverordnungen im Kiez Zentrum Villa Lützow ist es uns leider nicht mehr möglich, die Gemüsepflanzen für unseren Gemeinschaftsgarten wie gewohnt in dem bisher genutzen Raum zu Beginn der Saison vorzuziehen.

Nach langem Suchen haben wir mit Unterstützung der Hauskoordination eine Stelle gefunden, in dem dies weiterhin möglich sein kann, aber nur unter der Auflage, dass die für die Vorzucht verwendeten Gefäße feuerfest sein müssen.

Die Methode, diese bisher in recycelten Materialien wie gebrauchten Plastikschalen oder Eierkartons anzuziehen, ist mit den neuen Verodnungen hinfällig.

Wir haben recherchiert und als einzige Möglichkeit ergibt sich die Anzucht in verzinkten Anzuchtschalen, eine sehr nachhaltige und ansprechende Lösung, die aber auch Geld kostet, das wir momentan nicht zur Verfügung haben.

Unser Gemeinschaftsgarten finanziert sich ausschließlich über Spenden, Fördermittel und Stiftungsgelder und wir haben für dieses Jahr noch keinen Sachmitteletat, über den eine solche Anschaffung möglich wäre.

Zudem müssen auch noch entsprechende feuerfeste Tontöpfe angeschafft werden, um die Keimlinge nach dem Pikieren umzupflanzen

Alles in allem benötigen wir eine einmalige Summe von 250,00 €,
um den Gemüseanbau in unserem Garten weiterhin durchführen zu können.

Dieser Anbau aus samenfesten, zum Teil im eigenen Garten geerntetem Saatgut, ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Wir pflegen die Beete gemeinsam mit unseren Kindergartengruppen und freiwillig engagierten Mitgärtner*innen, um zu zeigen, dass ökologischer Gemüseanbau in der Stadt auch auf kleiner Fläche möglich ist, um hautnah zu erfahren, wo unsere Lebensmittel eigentlich herkommen, um alte Kultursorten zu erhalten und nicht zuletzt, um unser eigenes Gemüse bei gemeinsamen Essen zu genießen.

Deshalb bitte wir alle Freund*innen und Unterstützer*innen unseres Gemeinschaftsgartens in Berlin Tiergarten-Süd, für uns zu spenden, damit wir uns diese nachhaltige Anzuchtversion anschaffen können.

Jeder noch so kleine Betrag bringt unser näher ans Ziel, die Zeit läuft. Ende Februar müssen wir mit den ersten Aussaaten beginnen!
Bitte unterstützt unsere Arbeit!

Herzlichen Dank!

Euer Team wachsenlassen

Spenden einfach über betterplace.org:

https://www.betterplace.org/de/projects/83319-gemeinschaftsgarten-wachsenlassen-wir-foerdern-biodiversitaet-in-der-stadt/news/360387

 

 


Workshop: Erde ist nicht gleich Erde-Bodenarten und Bodenbeschaffenheiten, Bodenaufarbeitung bei Balkon- und Zimmerpflanzen

24. Oktober 2025
16.00 – 19.00 Uhr
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Unsere nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe Die Bedeutung der einheimischen Wildpflanzen im urbanen Raum widmet sich ganz dem Boden.

Im Workshop: Erde ist nicht gleich Erde schauen wir uns bei einem Rundgang im Garten die dort vorhandenen Kompoststationen Drei-Kammern-Kompost und Wurmkompost an. Dabei wird auch auch Kompostierungsmöglichkeiten Zuhause eingegegangen (Wurmkompost, Bokashi)
Die wichtigsten Bodenarten wie Sandböden, Ton- und Lehmböden, Moorböden und Kalk- oder Kreideböden werden besprochen und wir schauen uns im Garten verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten an. Dazu suchen wir Zeigerpflanzen und klären darüber auf, wie welche Pflanze uns uns mehr über die Eigenarten des jeweiligen Standorte anzeigen kann.

Im praktischen Teil behandeln wir die verschiedenen Möglichkeiten der Erdaufarbeitung und erfahren, wie es mit einfachen Mitteln möglich ist, Erde abzumagern oder nährstoffreicher zu mischen, damit sich die entsprechenden Pflanzen in ihrem Substrat wohl fühlen.
Wir topfen und düngen vernachlässigte Zimmer- und Balkonpflanzen und zeigen, dass nicht jedes Mal komplett neue Erde gekauft werden muss.


Die Veranstaltung ist kostenfrei dank der Förderung durch die Stiftung Naturschutz Berlin.



Workshopleitung:
Miren Artola, BodenschätzeN Berlin

Wir treffen uns im Garten und ziehen dann um zum praktischen Teil in die Werkstatt des Kiez Zentrums Villa Lützow auf der Rückseite des Hauses.
Kontakt: wachsenlassen@web.de

		

Workshop: Heilsames und Schmackhaftes im Dschungel der Großstadt

Unser nächster Workshop im Rahmen der Reihe Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum geht am 26.9.2025 an den Start.

Unter der Leitug von Carola Pichert, Heilpraktikerin, könnt Ihr erfahren, wie Ihr Wildpflanzen erkennen, erleben und nutzen könnt.

Unsere Stadtnatur ist vielfältig und viele der wild wachsenden Pflanzen sind Heilkräuter oder Nahrungsmittel, ohne dass wir es wissen.
In diesem Workshop lernen wir bei einem kleinen Rundgang durch den üppigen Garten von wachsenlassen wilde oder ausgewildert
wachsende Pflanzenarten kennen und unterscheiden.
Es sind alles Pflanzenwesen, die am Wegrad stehen denen ihr täglich über den Weg lauft.
Sie sind unsere Begleiter*innen, weisen uns darauf hin, was unsere Böden enthalten und wie sich unsere Lebensbedingungen aufgrund des Klimawandels verändern.

Sie sind Nahrungsquelle für Insekten, Schnecken, Vögel und andere Tiere.
Sie sind Lebensraum, sie bilden Gemeinschaften, dienen uns als Heilmittel und können auch für unsere Ernährung eine wichtige Rolle spielen.
Im Rahmen des Workshops wird ein besonderes Augenmerk auf die Unterscheidung zwischen einheimischen Wildpflanzen und (zum Teil invasiven) nicht einheimischen Pflanzen (Neophyten) gelegt.

Im Anschluss an den Kräuterspaziergang besteht die Möglichkeit, selber eine
Tinktur oder ein Oxymel aus Kapuzinerkresse und Meerrettich herzustellen.
Wir binden Räucherkerzen aus Beifuß für winterliche Rituale und lassen bei einer
Tasse Kräutertee den Workshop ausklingen.
Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich für Wildkräuter,
Pflanzenheilkunde, Wildkräuterküche und Botanik interessieren oder einfach
ihre Augen für Details öffnen wollen.
Kinder sind herzlich willkommen.

Heilsames und Schmackhaftes im Dschungel der Großstadt – Wildpflanzen erkennen, erleben und nutzen

Freitag, den 26.9.2025
16.00 – 19.00 Uhr
im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

 


Workshop: Naturnahe Gestaltung von Gärten, Balkonen und öffentlichem Grün

22. August 2025, 16.00 – 19.00 Uhr

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Einheimische Wildpflanzen sind ein notwendiger Bestandteil gesunder Ökosysteme, sie schaffen Nahrung und Lebensräume für Insekten und andere Tiere.

Durch ihre hohe genetische Variabilität haben sie die Fähigkeit, sich evolutionär stetig weiterzuentwickeln; eine Vorraussetzung dafür, sich veränderten Klimabedingungen anzupassen.
Und nicht zuletzt: Sie erfreuen uns durch ihre Schönheit, die neu entdeckt werden sollte!

Während in den zwei vorhergehenden Workshops die Begriffe Biodiversität, Ökosysteme und die Frage, welche Elemente in einen Naturgarten gehören, ausführlich behandelt wurden, geht es am 22.8. darum, wie Balkone, Gärten, aber auch Höfe und öffentliches Grün naturnah gestaltet werden können.
Dabei werden auch Themen wie Florenschutz, die Wichtigkeit der Regionalität von Wildpflanzen und notwendige Pflegearbeiten angesprochen.

Zwei Balkonkästen werden vor Ort mit einheimischen Wildstauden gemeinsam bepflanzt und unter den Teilnehmer*innen verlost.
Regionales Saatgut steht ebenfalls zum Mitnehmen bereit.

Workshopleitung:
Ute Stumm, Naturgarten e.V.

Mit der Workshopreihe
Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum
wird anschaulich und praxisnah darüber informiert, wie jede*r selbst etwas tun kann, um dem bedrohlichen Artenschwund unserer Zeit etwas entgegen zu setzen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Wir danken der Stiftung Naturschutz Berlin für ihre Förderung!

Kontakt:

Gabriele Koll, wachsenlassen@kidz-mitte.de

 

   


Pflanzen und Tiere…

oder gleich: Tiere pflanzen!

Das Schaffen von Lebensraum und Nahrungsquellen für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten ist heute wichtiger denn je. Ein Schlüssel dazu liegt in der Anpflanzung heimischer Wildpflanzen.
Wildpflanzen kommen natürlich und wild an bestimmten Orten vor und sind nicht durch den Menschen, beispielsweise durch Zucht, verändert worden.
Durch ihre hohe genetische Variabilität haben sie die Fähigkeit, sich evolutionär stetig weiterzuentwickeln; eine Vorraussetzung dafür, sich veränderten Klimabedingungen anzupassen.
Sie spielen eine wichtige Rolle in Ökosystemen, da sie in engem Zusammenspiel mit ihrem Lebensumfeld stehen. Vögel und Säugetiere sind auf heimische Wildpflanzen als Kost und Baumaterialien angewiesen, viele Wildbienen und Schmetterlinge sind bei ihrer Ernährung auf bestimmte Pflanzen spezialisiert.
Auch in Balkonkästen oder Kübeln fühlen sich viele Wildpflanzen wohl!

Um die lokale Flora und Fauna (Pflanzen- und Tierwelt) zu unterstützen, ist es wichtig, heimisches Pflanz- und Saatgut zu verwenden.
Auch wenn die Pflanzen für uns gleich aussehen mögen: eine bayrische Wiesen-Margerite entspricht genetisch nicht einer brandenburgischen Wiesen-Margerite.
Die Evolution hat die Pflanzen an ihre jeweilige naturrräumliche Umgebung angepasst, was zu genetischen Unterschieden führt.
Ob eine Art in einem Gebiet heimisch ist, kann man z.B. in der Roten Liste der Bundesländer sehen.
Aus den naturräumlichen Gegebenheiten leiten sich 22 Herkunftsgebiete innerhalb Deutschlands für die Regio-Saatgutproduktion der ungefährdeten, krautigen Arten ab (Gehölze haben eine eigene Liste).
Berlin liegt beispielsweise im Nordostdeutschen Tiefland, indigene Pflanzen aus den Ursprungsgebieten 4 und 22 können als gebietseigen für unsere Region bezeichnet werden.
Mehr zu den Herkunftsgebieten: https://wildblueten.de/was-bedeutet-heimisch/

Weitere Beratung zu regionalem Saatgut und Pflanzen unter:
www.stiftung-naturschutz.de/naturschutz/beratung-fuer-biologische-vielfalt-im-siedlungsbereich

Was hat das nun alles mit Tiere pflanzen zu tun?

Die meisten Pflanzen- und Tierarten sind in gegenseitiger Abhängigkeit im Rahmen der Evolution enstanden.
So benötigt der Stieglitz die Samenstände von Kardengewächsen, Disteln oder anderer Korblblüter zur Nahrungssuche.
Zu berücksichtigen ist aber nicht nur die Beziehung zwischen Pflanze und Tieren, sondern auch die Gesamtheit der Lebensumstände.
Denn wenn die Pflanze einen trockenen und mageren Standort benötigt, wird dieser auch für die Tiere, die mit ihr in Beziehung stehen, das richtige Lebensumfeld sein.
Ein trocken gehaltener Kübel mit Karden und Disteln in einem feuchten, waldigen Umfeld wird kaum soviel Tiere anlocken wie die gleichen Pflanzen, umgeben von Blüwiesen mit trockenen und mageren Standortansprüchen.

Besonders viele Insekten und Wildbienen, die sehr vom Artenschwund bedroht sind, sind auf das Vorhandensein “ihrer” Wildpflanzen angewiesen: der Zitronenfalter liebt den Faulbaum, die Wollbienen den Heil-Ziest oder die Königskerze, die Mönchgrasmücke den Holunder…

Als spannende und informationsreiche Lektüre für alle, die der Biodiversität in ihren Gärten (oder auf Balkonen) einen Raum geben möchten, ist das Buch ‘Tiere pflanzen’ – Faszinierende Partnerschaften zwischen Pflanzen und Tieren von Ulrike Aufderheide zu empfehlen.
https://pala-verlag.de/buecher/tiere-pflanzen/


Fotos: W. Puhlmann

Und keine Angst, für einen naturnahen Garten muss auch nicht gleich der ganze Garten umgegraben und neu gestaltet werden, viele Blühstauden, die nicht ursprünglich aus unserer Region kommen, aber schon als eingebürgert gelten dürfen, sind ein wahrer Insektenmagnet.
Aber Augen auf beim Pflanzenkauf: besonders doppelt gefüllte Zuchtformen haben keine Wert für unsere Insektenwelt, häufig sind Pflanzen aus dem konventionellen Angebot mit tödlichen Pestiziden behandelt oder schlicht und ergreifend einfach zu exotisch, um irgendeinen Wert für unsere einheimischen Tiere zu haben.

Am besten ist also immer der Kauf biozertifizierter Pflanzen und Samen bei regionalen Anbietern.

Wer Lust hat, mehr über dieses Thema zu erfahren, ist herzlich eingeladen zu unserem nächsten Workshoptermin am 22.8., bei dem sich alles um die naturnahe Gestaltung in Gärten, auf Balkonen und öffentlichen Grünflächen dreht.


Was ist ein Naturgarten? Welche Elemente gehören in einen Naturgarten?

Unsere Workshopreihe Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum geht weiter:

am Freitag, den 18.7., in der Zeit von 16.00 – 19.00 könnt Ihr Wissensweres über Naturgärten erfahren und welche Elemete darin vorhanden sein sollten.

Zur Anschauung sehen wir uns einige Wildpflanzen und einheimische Gehölze im Garten an und erfahren mehr über ihre Bedeutung in Ökosystemen.

Gemeinsam bauen wir zwei Insekten-/Vogeltränken für Garten oder Balkon, die im Anschluss unter den Teilnehmer*innen verlost werden.

Pdf’s zur Veranstaltung:

Ankündigung 18.7.

AnkündigungWorkshops25-2

 

 


Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum

Wir laden ein zu unserer Auftaktveranstaltung am 

27.6.2025, 16.00 – 19.00 Uhr
Ökosysteme? – Biodiversität in der Stadtnatur?
Schönheit und Wert einheimischer Wildpflanzen

Seit dem Beginn des Insdustriezeitalters hat der Mensch seine Umwelt in beispielloser Geschwindigkeit verändert, mit dramatischen Auswirkungen auf uns und unsere Natur.In diesem Zusammenhang sind die Begriffe Ökösysteme, Biodiversität, Artenvielfalt heute in vieler Munde – aber was bedeuten diese Wörter eigentlich für uns im Kontext des bedrohlichen Artenschwundes unserer Zeit?

Das möchten wir in der Auftaktveranstaltung zu unserer
Workshopreihe
‘Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum’
gemeinsam herausfinden und die Schönheit und den Wert einheimischer Wildpflanzen kennenlernen.

Veranstaltungsort:
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

 

Hier geht’s zu den pdfs der Veranstaltungsreihe:
Ankündigung 27.6. 
AnkündigungWorkshops25

Kontakt: wachsenlassen@web.de

 

 

 


Pflanzentauschmarkt und mehr auf dem Gartenfest Villa Lützow

Die im Kiez Zentrum ansässigen Projekte und Vereine laden auch in diesem Jahr wieder ein zum Gartenfest mit einem bunten Programm für Groß und Klein, Mitmach-Angeboten und Infoständen zu bürgerschaftlichem Engagement aus dem Kiez und berlinweit.
Zum fröhlichen Ausklang des Festes gibt es Musik von fanfare gertrude, dem Funky Street Orchetra aus Berlin!

Der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen lädt ein zum Pflanzentauschmarkt in der Zeit von 14.30 – 18.00 Uhr.

tauschen, verschenken, weitergeben:
ob zu groß gewordene und geteilte Stauden aus Gärten und von Balkonen, zu viel ausgesäte Gemüsepflanzen oder auch Zimmerpflanzen, die eine neue Heimat suchen… wir freuen uns auf Gärtner*innen aus Berlin und dem Umland!

Auch wer keine eigenen Pflanzen abzugeben hat, ist herzlich zum Stöbern und Fachsimpeln eingeladen.

Welche Elemente gehören in einen Naturgarten?
Am Infostand von Naturgarten e.V. gibt es praktische Tipps zur Pflanzenauswahl und anderen Komponenten.

Die bauhaus_werkstatt mobil lädt dich ein, mit den Ideen des Bauhauses zu experimentieren und dich von den gestalterischen Prinzipien des Bauhauses inspirieren zu lassen. Wir erkunden die faszinierende Welt der Bäume, Äste und Farben und schaffen daraus kleine Kunstwerke.

Am Stand der Stiftung Naturschutz Berlin gibt es die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch über ein freiwilliges ökologisches Jahr zu informieren:
Gestalte deine Zukunft – Mach ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)!