Bau eines Lehmteiches
Veröffentlicht: September 18, 2026 Abgelegt unter: Berliner Stadtatur, Gemeinschaftsgarten, Pflanzen im Garten, Vögel, Insekten und andere Wesen | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Garten in der Stadt, gemeinsam selbermachen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Himmelsteich, Lehmpfütze, Lehmteich, Stadtnaturgarten Hinterlasse einen KommentarHimmelsteich oder Lehmpfütze?
Lange schon hatten wir überlegt, wie wir das Element Wasser in unseren Garten integrieren könnten.
Da wir keine Möglichkeit haben, Regenwasser von Dachrinnen aufzufangen, um es in einen Teich leiten zu können und auch nicht mit einer Folie arbeiten wollten, haben wir uns nach viel Recherche auf das Wagnis Lehmteich eingelassen.
Wobei es sich bei uns eher um einen Tümpel handelt, oder, poetischer ausgedrückt: um einen Himmelsteich.
Ein Tümpel ist ein kleines, stehendes Gewässer, das sich durch eine geringe Wassertiefe und einen oft wechselnden Wasserstand auszeichnet. Im Gegensatz zu Teichen sind Tümpel in der Regel flacher und können sogar zeitweise austrocknen. Tümpel speisen sich häufig nur durch Regenwasser und das erklärt den schönen Namen Himmelsteich: es ist das Wasser, das vom Himmel fällt, das diesen Teich füllt.
Eine Feuchtzone zu schaffen, die zeitweise auch trockenfallen kann, erschien uns als Möglichkeit, einen reizvollen neuen Lebensbereich in unserem Garten zu schaffen, weil gewisse Pflanzen und Tiere auf solche Bereiche spezialisiert sind.
Es gibt einige Pflanzen, die wechselfeuchte Standorte mögen, bei uns stehen jetzt u.a. Blutweiderich, Wasserdost, Sumpf-Wolfsmilch und Sumpfdotterblume in diesem Bereich.
Und feuchter Lehm ist ein äußerst beliebter Matsch bei vielen Insekten. Viele Wildbienen benötigen ihn zum Nestbau, einige von ihnen sind sogar auf dieses Material spezialisiert.
Im November letzten Jahres machten wir uns an die Arbeit.
Nicht einfach war es für uns, eine nicht zu steile Grube auszuheben (was uns auch nicht gelungen ist, um es vorneweg zu sagen) und entsprechende Terassierungen miteinzubauen. Sollte doch das später aufzutragende Lehmgranulat gut halten und eine ausreichend flache Zone für spätere Bepflanzungen und zum leichteren Eintritt von Insekten und anderen Tieren vorhanden sein.
Das Lehmgranultat wurde in mehreren Schichten aufgetragen und zwischendurch immer wieder festgestampft, damit es (hoffentlich) gut das Wasser halten würde.
Dies hat einige Bauzeit in Anspruch genommen, aber rechtzeitig zum Jahresende waren die Grundarbeiten fertig.
Irgendwann waren die Temperaturen dann auch so, dass es dann wirklich keinen Spaß mehr gemacht hat, im Möchte-Gern-Teich zu matschen…
Im Frühjahr 2026 ging es dann endlich weiter.
Nun konnten wir das Lehm-Sandgemisch auftragen, das als Pflanzsubstrat dienen würde und die wunderschöne Gitterkonstruktion zur Absicherung der Wasserstellen wurde geliefert.
Schließlich befindet sich unser Garten auf einem Gelände des Jugendamtes Berlin Mitte und viele Kinder lieben unseren Garten und halten sich oft in ihm auf.
Hier noch einmal vielen Dank an die Metallbaufirma De Nobile für Entwurf und Gestaltung unserer Teichspinne!
Nach der Installation des Gitters ging es ans Bepflanzen und an die Verschönerung mit Steinen und Totholzelementen.
Zu unserer Überraschung und Freude stellten sich zeitig in diesem Jahr viele Insekten an unserer Lehmstelle ein. Wir konnten die rote und die gehörnte Mauerbiene beobachten, die sich Material zu Versiegelung ihrer Niströhren beschafften, gefolgt von Grabwespen und vielen anderen, von uns leider nicht zu identifizierenden Insekten. (falls es eine Entomolgin/ Entomologen unter unserern Lesern gibt: Herzlich willkommen in unserem Garten!!)
In einem größeren Arbeitseinsatz haben wir dann die Kieslieferung zügig bewältigt und es hat sehr viel Spaß gemacht, die Umgebung des Teiches dadurch noch einmal zu verschönern.
Vervollständigt wurde unser Himmelsteich durch einen Steg zur Überquerung und passender Bepflanzung des Umfeldes.
Nun erfeuern wir uns schon seit einigen Monaten an diesem neuen Naturgartenmodul in unserem Garten.
Immer wieder gibt es neue Entdeckungen und wir sind gespannt, wie unser Lehmtümpel sich weiter entwickeln wird.
Bislang hält er gut dicht, wobei die Verdunstungen bei den zeitweise extrem hohen Temperaturen in den Sommermonaten sehr stark sind, aber genau so etwas ist ja auch interessant zu beobachten.
Seit drei Jahren arbeiten wir konsequent daran, unseren Garten in einen Natur-Schaugarten in der Stadt umzuwandeln, um zu zeigen, wie Gärtnern im Klimawandel gelingen kann und was wir alle dazu beitragen können, um die Biodiversität in der Stadt zu fördern und zu erhalten.
Der dramatische Artenschwund und der damit einhergehende Verlust an Biodiversität ist ein Problem, das uns alle angeht.
Das einzig Gute in dieser schwierigen Situation ist: Wir alle können etwas dagegen tun!
Die von uns bisher eingebrachten Naturgartenelemente bieten viele Lebensbereiche für Pflanzen und Tiere. Zusätzlich zu den vorhandenen Elementen wie Totholz, Schattsaum mit regionalen Stauden, Lehmtümpel, vielen einheimischen Wildpflanzen und Gehölzen (da brauchen wir noch mehr!), Kräutergarten mit einheimischen und mediterranen Kräutern und Wildblumenwiese werden wir im September/ Oktober einen Magerstandort als Sandarium installieren.
Und für das nächste Jahr ist der Bau einer Trockenmauer geplant.
Ich danke unseren Mitgärtner*innen, die sich gemeinsam mit uns aktiv im Natur- und Umweltschutz zuverlässig und mit viel Engagement einbringen.
Unser Gemeinschaftsgarten ist nur möglich durch eurer ehrenamtliches Engagement!
Wer bei uns mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!
Einfach eine Nachricht an: stadtnatur@wachsenlassen.com
Ebenso einen herzlichen Dank an Ute Stumm, Zukunftslust e.V. für ihre tatkräftige und fachliche Unterstützung!
Wir danken der Postcode Lotterie für die Förderung unserer Arbeit
Workshop: Magerstandort als Sandarium
Veröffentlicht: August 31, 2026 Abgelegt unter: Allgemein, Gemeinschaftsgarten, Workshops | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, DIY/DIT, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Magerstandort, Sandarium Hinterlasse einen KommentarIm Rahmen unserer Workshopreihe 2026: Erlebte Vielfalt in der Stadtnatur
möchten wir gemeinsam ein weiteres Naturgartenmodul zur praxisnahen Anschauung in unserem Garten an folgenden Terminen installieren:
Magerstandort als Sandarium
Teil 1: Gestaltung eines Magerstandortes
Fr, den 18.9.2026, 15.30-18.30 Uhr
Teil 2: Anlage eines Sandariums
Sa, den 24.10.2026, 14.30 – 17.30 Uhr
Einheimische Wildpflanzen sind ein wichtiger Baustein, dem enormen Verlust an Biodiversität in Zeiten des Klimawandels etwas entgegenzusetzen. Ein Großteil der einheimischen Wildpflanzen ist an magere, nährstoffarme Standorte angepaßt, auf denen sie reichlich blühen. Das macht diese Flächen wiederum für Insekten sehr attraktiv, zudem finden sie hier reichlich Nistorte.
Gemeinsam möchten wir mit unseren Workshop-Teinehmer*innen im Gemeinschaftsgarten einen Magerstandort als Sandarium anlegen. Im ersten Teil des Workshops lernen wir Wissenswertes über Wildpflanzen und den Wert von Magerstandorten und entdecken die ihnen eigene Ästhetik.
Wir pflanzen um und ein, legen erste Flächen mit Sand, Steinen und Totholz an.
Im 2. Teil am 24.10.2026 legen wir das eigentliche Sandarium an und vervollständigen die Gesamtfläche.
Beide Teile des Workshops können unabhängig voneinander besucht werden.
Bitte für Gartenarbeiten passende Kleidung und Schuhwerk tragen.
Leitung: Ute Stumm, Natugartenplanerin, Dpl. Ing., Biodiversitätsberaterin
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin
Kontakt: Stadtnatur@wachsenlassen.com
In Zusammenarbeit mit dem Projekt: Berliner Gemeinschaftsgärten gestalten Bestäuberschutz
Wir danken der Postcode Lotterie für die Förderung unserer Arbeit!
Stadtnaturgarten sucht neue Mitgestalter*innen!
Veröffentlicht: Juli 8, 2026 Abgelegt unter: Allgemein, Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Garten in der Stadt, gemeinsam naturnah gärtnern, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Saatgut, Stadtnaturgarten, Urbanes Gärtnern Ein KommentarDer Gemeinschaftsgarten wachsenlassen befindet sich seit 2010 im Herzen des Kiezes Tiergarten-Süd, Berlin Mitte, auf dem Gelände des Kiez Zentrums Villa Lützow.
Unser größtes Anliegen der Erhalt der Artenvielfalt und die Sensibilisierung für einen achtsamen Umgang mit der Natur. Wir sehen unseren ca. 2000qm großen Stadtnaturgarten als ein Trittsteinbiotop und stehen beispielhaft für eine klimaangepasste Stadtgestaltung.
Seit seiner Gründung ist der Garten für uns ein Ort gelebter Gemeinschaft, eines nachhaltigen Miteinanders und ein Ort, um Natur zu erfahren und (wieder-) zu erleben.
Unsere Schwerpunkte liegen in der Förderung der Biodiversität in der Stadt und der Errichtung und Erhaltung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Wir gärtnern naturnah, d.h. wir pflanzen gebeitsheimische Wildpflanzen und Stauden und errichten Naturgartenmodule wie Totholz, Steinhaufen, Wasser, (Benjes-) Hecken….
Im Herbst stehen zum Beispiel die weitere Rodung und Neubepflanzung einer ausgewählten Fläche an und der Bau eines Sandariums.
Des weiteren ist der Bau einer Trockenmauer geplant.
Wir suchen Menschen, die uns in folgende Aufgabenbereichen tatkräftig unterstützen:
– naturnahe Gartenpflege
– naturnahe Gartenplanung- und gestaltung
– Erfassung der Pflanzen und Tiere unseres Gartens (Artenkenntnis)
– LeihSämerei: Ernte und Reinigung von Saatgut (einheimische Wildpflanzen und Gemüse), Eintüten und Einstellen zur Mitnahme des Saatgutes in die LeihSämerei, Hilfe bei Vorbereitung und Durchführung unserer jährlichen Saatgut-Tauschbörse, Vernetzung.
– Bei Interesse und eigenem Wissen und Ideen Durchführung von Angeboten aus den Bereichen, naturnahes Gärtnern, Biodiversität, Vögel, Insekten, Kräuter….
– Öffentlichkeitsarbeit.
Ebenfalls sind Menschen willkommen, die unseren Garten für ihre persönlichen Leidenschaften (Naturfotografie, Kunst, Wildbienen, Vögel, Kräuterführungen….) nach Absprache nutzen möchten.
Wenn Du Lust hast, gemeinsam im Team mit anderen die Stadtnatur zu erhalten und so die Biodiversität zu fördern, dann melde Dich bei uns.
Bei uns ist für jedes Alter, von leichter bis schwerer Gartenarbeit etwas zu tun, jede*r kann sich nach seinen Fähigkeiten individuell einbringen.
Termine: wöchntlich Dienstag-Donnerstag, 14.00 – 17.00 Uhr, nach einer Einarbeitungszeit auch individuelle Termine möglich und/oder ab und zu zu Arbeitseinsaätzen nach Absprache.
Kontakt: Gabriele Koll, wachsenlassen@web.de
Einheimische Wildkräuter – Salbenherstellung
Veröffentlicht: Juni 22, 2026 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten, Kräuter und Heilpflanzen, Workshops | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, DIY/DIT, einheimische Wildpflanzen, gemeinsam selbermachen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Nachhaltigkeit, selber Salben herstelln, Steinkleesalbe, Wildkräuter Hinterlasse einen KommentarSinnlich und heilsam: die sommerliche Flora biodivers
Einheimische Wildkräuter – Salbenherstellung
Samstag, 4.7.2026, 16.00 – 18.30 Uhr
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin
Im Sommer verströmen sich die Pflanzen, übertreffen sich
gegenseitig an Blütenvielfalt, in Form, Farbe und Duft.
Bei einem Spaziergang durch den Garten von wachsenlassen
offenbart sich diese Vielfalt als sinnvoller Zusammenhang von
Wild- und Kulturpflanzen, Insekten, Vögeln, deren
Lebenswelten miteinander verknüpft und mitunter sehr
detailliert aufeinander abgestimmt sind.
Nicht nur für den Erhalt der Arten, der biologischen Vielfalt ist
es besonders in unserer Stadtnatur wichtig, Lebensräume für
Pflanzen und Tiere zu schaffen und zu erhalten. Die wachsenden
Großstädte müssen an den globalen Klimawandel angepasst,
Flächen entsiegelt und nachhaltig genutzt werden.
Auch hierbei spielen Wildpflanzen eine große Rolle.
Sie erfahren darüber hinaus etwas über die heilende Wirkung
der Pflanzen, die Eigenschaften von ätherischen Ölen und
Farbstoffen und wie wir sie für uns nutzen können in Form von
Tees, Tinkturen und Kräuterölen.
Im Anschluss an den Kräuterspaziergang haben Sie die
Gelegenheit, selber eine Salbe aus Steinklee herzustellen, um
selbst im tiefsten Winter von der wärmenden Energie des
Sommers zu profitieren.
Unter Verwendung von Steinklee, Ringelblumen und
Johanniskraut.
Durchführung: Carola Pichert, Heilpraktikerin und Gärtnerin
Dieser Workshop im Rahmen unseres Projektes Erlebte Vielfalt in der Stadtnatur ist kostenfrei dank der Förderung von:
Der Veranstaltungsflyer zum Ausdrucken: Workshop Salbe
Fledermausfreundliches NaturGärtnern mit Fledermaus-Ortung
Veröffentlicht: Mai 17, 2026 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten, Vögel, Insekten und andere Wesen, Workshops | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Fledermausfreundliches Gärtnern, Fledermausfreundliches NaturGärtnern, Fledermäuse in der Stadt, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, heimisches Wildpflanzen, Naturgarten, Wachsenlassen Hinterlasse einen KommentarFr, 29.5.2026, 16.00 – 19.00 Uhr
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Kiez Zentrum Villa Lützow
1. OG
Lützowstraße 28
10785 Berlin
Warum sind Fledermäuse so wichtig für unseré Okösysteme und welche Rollen übernehmen sie darin?
Was bedroht sie und macht ihnen das Leben schwer und wie können wir diesen uns oft geheimnisvoll anmutenden Säugetieren helfen und unterstützen?
Anhand von Beispielen im eigenen Garten der Dozent*in wird aufgezeigt, was Fledermäuse von uns brauchen – wie wir ihre Nahrung, also vor allem nachtaktive Insekten, im eigenen Garten fördern. Dabei geht es vorrangig um den Einsatz von heimischen, standortgerechten Pflanzen und dem Anlegen von Naturmodulen – Bausteine, die mehr Mikroklimata in den Garten bringen (Beispiele Naturteich, Käferkeller und „Fledermausbeet“).
Ein sinnvoll gestalteter Fledermauskasten wird zur Veranschaulichung gezeigt und erklärt.
Wir gehen mit einem Echometer über das Gelände des Kiez Zentrums Villa Lützow und hoffen, die Fledermäuse des Gartens aufzuspüren und zu ‘hören’.
Dozent*in: Feo Brandt, Naturgarten e.V.
Wir danken der Postcode Lotterie für ihre Förderung!
Gießt man eigentlich Straßenbäume?
Veröffentlicht: Mai 5, 2026 Abgelegt unter: Berliner Stadtatur, Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Straßenbäume giessen, Straßenbäume in Berlin, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen Kommentar
Passend zu unserem letzten Workshop bin ich über diesen schönen Artikel im Newsletter von Zukunftslust gestolpert:
BIODIVERSITÄT | von Ute Stumm
Die Königsdisziplin des Gärtnerns
Gießt man eigentlich Straßenbäume?
Auf einer Fachtagung formulierte es Isolde Feilhaber vom Pflanzenschutzamt Berlin einst so: „Wässern – das ist die Königsdisziplin des Gärtnerns.“ – Und aus meiner langjährigen Berufspraxis kann ich berichten, dass es eines der schwierigsten Themen im Bereich des Gärtnerns ist. Denn es gibt einfach kein allgemeingültiges Rezept. Es gibt viele Faktoren, die man bei der Bewässerung von Freilandpflanzen bedenken muss. Und genau deshalb ist das nachhaltige, wassersparende und richtige Bewässern von Gartenpflanzen so schwierig zu erlernen.
Leider ist mein Vorsatz, mich zu diesem Thema möglichst kurz zu fassen, gnadenlos gescheitert. Aber schon als Annette kurz nach unserer Veranstaltung zum Weltwassertag im LIO auf mich zu kam und mich gefragt hat, ob ich nicht für uns alle eine Gießanleitung für die Straßenbäume schreiben kann, ahnte ich, dass ich diese nicht schreiben kann. Zum Glück hat sie weder meinen erschrockenen Gesichtsausdruck noch meine Arme gesehen, die himmelwärts flogen.
Die Riesen der Straße sind das Schönste an Berlin
Berlins unzählige Straßenbäume gehören für mich zu dem schönsten was die Stadt zu bieten hat und gleichzeitig sind sie das schlimmste und schwierigste Thema der Stadtnatur.
Aktueller Spendenaufruf! – Vorschrift will Gemüse fressen
Veröffentlicht: Februar 8, 2026 Abgelegt unter: Allgemein, Gemeinschaftsgarten, LeihSämerei, Pflanzen im Garten | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, nachhaltiges Wirtschaften, Urbanes Gärtnern, Wachsenlassen Hinterlasse einen Kommentar
Aufgrund aktualisierter Hygiene- und Brandschutzverordnungen im Kiez Zentrum Villa Lützow ist es uns leider nicht mehr möglich, die Gemüsepflanzen für unseren Gemeinschaftsgarten wie gewohnt in dem bisher genutzen Raum zu Beginn der Saison vorzuziehen.
Nach langem Suchen haben wir mit Unterstützung der Hauskoordination eine Stelle gefunden, in dem dies weiterhin möglich sein kann, aber nur unter der Auflage, dass die für die Vorzucht verwendeten Gefäße feuerfest sein müssen.
Die Methode, diese bisher in recycelten Materialien wie gebrauchten Plastikschalen oder Eierkartons anzuziehen, ist mit den neuen Verodnungen hinfällig.
Wir haben recherchiert und als einzige Möglichkeit ergibt sich die Anzucht in verzinkten Anzuchtschalen, eine sehr nachhaltige und ansprechende Lösung, die aber auch Geld kostet, das wir momentan nicht zur Verfügung haben.
Unser Gemeinschaftsgarten finanziert sich ausschließlich über Spenden, Fördermittel und Stiftungsgelder und wir haben für dieses Jahr noch keinen Sachmitteletat, über den eine solche Anschaffung möglich wäre.
Zudem müssen auch noch entsprechende feuerfeste Tontöpfe angeschafft werden, um die Keimlinge nach dem Pikieren umzupflanzen
Alles in allem benötigen wir eine einmalige Summe von 250,00 €,
um den Gemüseanbau in unserem Garten weiterhin durchführen zu können.
Dieser Anbau aus samenfesten, zum Teil im eigenen Garten geerntetem Saatgut, ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Wir pflegen die Beete gemeinsam mit unseren Kindergartengruppen und freiwillig engagierten Mitgärtner*innen, um zu zeigen, dass ökologischer Gemüseanbau in der Stadt auch auf kleiner Fläche möglich ist, um hautnah zu erfahren, wo unsere Lebensmittel eigentlich herkommen, um alte Kultursorten zu erhalten und nicht zuletzt, um unser eigenes Gemüse bei gemeinsamen Essen zu genießen.
Deshalb bitte wir alle Freund*innen und Unterstützer*innen unseres Gemeinschaftsgartens in Berlin Tiergarten-Süd, für uns zu spenden, damit wir uns diese nachhaltige Anzuchtversion anschaffen können.
Jeder noch so kleine Betrag bringt unser näher ans Ziel, die Zeit läuft. Ende Februar müssen wir mit den ersten Aussaaten beginnen!
Bitte unterstützt unsere Arbeit!
Herzlichen Dank!
Euer Team wachsenlassen
Spenden einfach über betterplace.org:
Workshop: Erde ist nicht gleich Erde-Bodenarten und Bodenbeschaffenheiten, Bodenaufarbeitung bei Balkon- und Zimmerpflanzen
Veröffentlicht: Oktober 14, 2025 Abgelegt unter: Allgemein, Gemeinschaftsgarten, Workshops | Tags: Biodiversität, Bodenbeschaffenheit, Bodenkunde, BodenschätzeN Berlin, einheimische Wildpflanzen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, torffreie Erde, Wildpflanzen im urbanen Raum Hinterlasse einen Kommentar24. Oktober 2025
16.00 – 19.00 Uhr
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin
Unsere nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe Die Bedeutung der einheimischen Wildpflanzen im urbanen Raum widmet sich ganz dem Boden.
Im Workshop: Erde ist nicht gleich Erde schauen wir uns bei einem Rundgang im Garten die dort vorhandenen Kompoststationen Drei-Kammern-Kompost und Wurmkompost an. Dabei wird auch auch Kompostierungsmöglichkeiten Zuhause eingegegangen (Wurmkompost, Bokashi)
Die wichtigsten Bodenarten wie Sandböden, Ton- und Lehmböden, Moorböden und Kalk- oder Kreideböden werden besprochen und wir schauen uns im Garten verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten an. Dazu suchen wir Zeigerpflanzen und klären darüber auf, wie welche Pflanze uns uns mehr über die Eigenarten des jeweiligen Standorte anzeigen kann.
Im praktischen Teil behandeln wir die verschiedenen Möglichkeiten der Erdaufarbeitung und erfahren, wie es mit einfachen Mitteln möglich ist, Erde abzumagern oder nährstoffreicher zu mischen, damit sich die entsprechenden Pflanzen in ihrem Substrat wohl fühlen. Wir topfen und düngen vernachlässigte Zimmer- und Balkonpflanzen und zeigen, dass nicht jedes Mal komplett neue Erde gekauft werden muss.
Die Veranstaltung ist kostenfrei dank der Förderung durch die Stiftung Naturschutz Berlin.
Workshopleitung: Miren Artola, BodenschätzeN Berlin
Wir treffen uns im Garten und ziehen dann um zum praktischen Teil in die Werkstatt des Kiez Zentrums Villa Lützow auf der Rückseite des Hauses.
Kontakt: wachsenlassen@web.de






















































