Mehr Biodiversität in der Stadt durch sinnvolle Bepflanzung von Baumscheiben

Die Bepflanzung einer Baumscheibe ist in der Stadt eine einfache Methode, um den Bäumen zu helfen, den täglichen Umwelteinflüssen standzuhalten.
Zudem trägt sie, bei sinnvoller Bepflanzung, auch effektiv zur Erhöhung der Artenvielfalt in der Stadt bei.

Was dabei zu beachten ist, konnten wir gemeinsam unter Anleitung von Ute Stumm, Naturgartenplanerin Dipl. Ing, Regionalgruppe Berlin/Brandenburg Naturgarten e.V. in einem Workshop am 25.4.2026 praxisnah erfahren.

Zur gemeinsamen Gestaltung hatten wir uns dazu eine Baumscheibe in der Lützowstraße 28, 10785 Berlin Mitte, direkt an unserem Gemeinschaftsgarten gelegen, ausgesucht.

Erst einmal ging es an die Theorie.

Was pflanze ich, wie pflanze ich, wie bereite ich den Boden vor und vor allem: was hilft dem Baum, was schadet dem Baum?

Denn auch so groß der berechtigte Wunsch sein mag, sich einen kleinen persönlichen Vorgarten in der Stadt zu schaffen, sollte man nicht aus den Augen verlieren,dass die Bepflanzung einer Baumscheibe in erster Linie der Unterstützung des vorhandenen Baumes (sollte einer vorhanden sein, auch ‘Baumscheiben ohne Baum’ werden der Einfachheit halber häufig als Baumscheiben bezeichnet) dienen sollte.

Neben diesem Wissen, das ich vor dem Bepflanzung erwerben sollte, gibt es auch einige festgesetzte Richtlinien von Seiten des zuständigen Grünflächenamtes zu beachten.
Hier ist Achtung angesagt: In unserer Stadt gibt es dazu noch keine einheitliche berlinweite Regelung und es ist wichtig, sich jeweils auf den dafür zuständigen Bezirksseiten zu informieren. Was in Schöneberg gilt, kann in Zehlendorf schon wieder ganz anders aussehen…

Die Lützowstraße befindet sich im Bezirk Mitte, da findet man auf

https://www.berlin.de/ba-mitte/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/gruenflaechen/artikel.606854.php

eine sehr gut Anleitung inklusive eines informativen Flyers zum herunterladen.

Nach dem theoretischem Input haben wir damit begonnen, ‘unsere’ Baumscheibe von Müll und vorhandenem Bewuchs zu befreien.

Hier ist unbedingt darauf zu achten, nicht zu tief in den Boden zu gehen (in Berlin Mitte sind maximal 10 cm erlaubt), um die Wurzeln des Baumes oder eventuell vorhandene Leitungen nicht zu beschädigen.

Danach haben wir eine ca. 5 cm dicke Kompostschicht aufgetragen und vorsichtig eingeharkt.

Dann ging es an die Umzäunung. Wir hatten uns für eine Bündelung aus feinem Gehölzschnitt entschieden, die mit schmalen Pfosten befestigt wurde.

Achtung: auch hier ist unbedingt auf die Verkehrssicherheit zu achten (Stolperfallen) und darauf, dass die Verankerung max. 20 cm tief in die Boden angebracht werden darf und u.a. ein Abstand von 50 cm zur Fahrbahn eingehalten werden muss.

Nun konnte es endlich an die Bepflanzung gehen.

Wir haben uns hier konsequent für einheimische Wildpflanzen entschieden, die den Ökosystemen unserer Region förderlich sind und somit Nahrung in Form von Pollen und Nektar für einheimische Insekten bieten.

Zusätzlich zu den Pflanzungen haben wir noch einen Bienen- und Schmetterleringssaum mit regionalem Saatgut ausgebracht, welches uns freundlicherweise von der Stiftung Naturschutz Berlin zur Verfügung gestellt wurde.

Danach wurde ausreichend gewässert, damit sowohl Saatgut als auch die Pflanzen einen guten Start haben.

Besonders in den ersten Wochen ist es bei den Aussaaten wichtig, den Boden gut feucht zu halten, ansonsten gilt bei dem Gießen von Baumscheiben die Regel, 1x in der Woche ausreichend tief zu wässern (mind. 70 – 100 Liter) anstatt täglich eine Gießkanne, damit das Wasser auch zu den tiefen Wurzeln des Baumes durchsickern kann.

Wir waren auf jeden Fall stolz auf unser gemeinsames Werk und möchten mit dieser Gestaltung zeigen, dass es unter Beücksichtigung der amtlichen Regelungen gut möglich ist, mit der sinnvollen Bepflanzung von Baumscheiben sowohl den vorhandenen Straßenbaum zu unterstützen als auch mehr Biodiversität in die Stadt zu bringen. 

Wer im Bezirk Belin Mitte eine Baumscheibe bepflanzen möchte, sollte sich unbedingt an dem gut strukturierten Infoflyer des Bizirksamtes des Bezirksamtes halten:2025-07-14_baumscheiben-mitte_flyer-4

Wir danken der Workshopleitung, allen Teilnehmenden und der

Postcode Lotterie für die Förderung unserer Arbeit.

Unsere weiteren Workshopangebote für das laufende Jahr finden sich hier: Workshophreihe wl 2026

 


Pflanzentauschmarkt und mehr auf dem Gartenfest Villa Lützow

Die im Kiez Zentrum ansässigen Projekte und Vereine laden auch in diesem Jahr wieder ein zum Gartenfest mit einem bunten Programm für Groß und Klein, Mitmach-Angeboten und Infoständen zu bürgerschaftlichem Engagement aus dem Kiez und berlinweit.
Zum fröhlichen Ausklang des Festes gibt es Musik von fanfare gertrude, dem Funky Street Orchetra aus Berlin!

Der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen lädt ein zum Pflanzentauschmarkt in der Zeit von 14.30 – 18.00 Uhr.

tauschen, verschenken, weitergeben:
ob zu groß gewordene und geteilte Stauden aus Gärten und von Balkonen, zu viel ausgesäte Gemüsepflanzen oder auch Zimmerpflanzen, die eine neue Heimat suchen… wir freuen uns auf Gärtner*innen aus Berlin und dem Umland!

Auch wer keine eigenen Pflanzen abzugeben hat, ist herzlich zum Stöbern und Fachsimpeln eingeladen.

Welche Elemente gehören in einen Naturgarten?
Am Infostand von Naturgarten e.V. gibt es praktische Tipps zur Pflanzenauswahl und anderen Komponenten.

Die bauhaus_werkstatt mobil lädt dich ein, mit den Ideen des Bauhauses zu experimentieren und dich von den gestalterischen Prinzipien des Bauhauses inspirieren zu lassen. Wir erkunden die faszinierende Welt der Bäume, Äste und Farben und schaffen daraus kleine Kunstwerke.

Am Stand der Stiftung Naturschutz Berlin gibt es die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch über ein freiwilliges ökologisches Jahr zu informieren:
Gestalte deine Zukunft – Mach ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ)!


Tauschen, verschenken, sich austauschen….

.Ressourcen sparen, Konsumverhalten ändern, Abfall- und Überschussproduktion minimieren…

Es gibt sehr viele gute Gründe, sich danach umzuschauen, ob man die Sachen, die man gerade so nötig braucht, nicht irgendwo gebraucht zum kleinen Preis oder getauscht gegen einen anderen Artikel oder sogar geschenkt erwerben kann.

Unser Konsum hält unser aktuelles kapitalistisches Wirtschaftssystem am Laufen, aber: gibt es nicht vielleicht andere Wirtschaftssysteme, die zeitgemäßer sind?

Viele private Initiativen, aber auch Verbände, Institutionen und mittlerweile auch gar nicht so wenige Firmen ud Manufakturen versuchen, der wild wuchernden Produktion, die die Rohstoffe unsrer Welt ausbeutet und die Erde in Müll versinken lässt, etwas dagegen zu setzen.

Hier eine kleine Auswahl zum Thema für Berliner*innen:

BSR Tausch- und Verschenkemarkt online: https://www.bsr.de/verschenkmarkt/Classifieds/List/Index.aspx?PAGE=8&CustomerID=Berlin

https://www.gratis-in-berlin.de

Auf dieser Website finden sich auch immer wieder private Tauschveranstaltungen.

Die Webseite www.remap-berlin.de ist ein Angebot des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Landesverband Berlin e.V. (BUND Berlin)
Dort wird auch über Tausch- und Schenkläden in Berlin informiert
Dort wird über Events und Veranstaltungen in Berlin informiert, die auf dem Weg zu Zero Waste weiterhelfen können. Ob Flohmarkt, Kleidertauschparty, Tauschbörse, Sperrgutmarkt…

https://a-gain.guide/de widmet sich der zirkulären Textilwirtschaft. Kleidung reparieren, spenden, aus Altem entsteht Neues…

Null Verschwendung“ ist das Ziel der https://www.zerowasteagentur.de, die Berlins Transformation der Kreislaufwirtschaft voranbringen will.

Auch Umsonstläden sind in Berlin gut zu finden, ein erster Überblick ist auf

https://www.tip-berlin.de/umsonstladen-berlin/ aufgelistet.

 

Auf unserem herbstlicher Pflanzentauschmarkt wurde auf jeden Fall wieder einfrig getauscht und wir hatten viel Freude dabei, uns mit unseren Besucher*innen auszutauschen.

  

Einen herzlichen Dank auch an Miren von BodenschätzeN für ihren wunderbaren Workshop ‘Erde ist nicht gleich Erde’, der neben viel wissenswerter Theorie über den CO2-Kreislauf unserer Erde auch gleich praktische Anleitunge dafür gegeben wurden, wie man die Erden seiner (Zimmer-)-Pflanzen leicht einfach selber aufbereiten kann, anstatt diese immer wieder neu zu kaufen.

Für Pflanzenfreund*innen gibt es online sogar eine eigene Tauschmarktseite:

https://www.tauschgarten.de/index.php

 


Mittagstisch im Kiez

Wir laden ein!

Am Dienstag, den 26.9.2023 bieten wir wieder einen gemeinsamen Kiez-Mittagstisch vor dem Familienzentrum, Villa Lützow, Lützowstraße 28, 10785 Berlin an.

Uhrzeit: 12.30 – 14.00 Uhr

Diesmal gibt es Gemüse-Lasagne (auch als vegane Variante) mit Mangold aus dem Gemeinschaftsgarten.

Endspurt bei GASAG Umwelteuro:
Bis morgen könnt ihr/Sie noch eine Stimme unter Projekte für KIDZ e.V. wachsenlassen abgeben: https://www.gasag-umwelt.de/ und damit unsere Arbeit auf einfachem Wege finanziell unterstützen!


Trödelmarkt in der nördlichen Steinmetzstraße am 24.9. – wer ist dabei?

Nachbarschaftlicher Trödelmarkt in der Steinmetzstraße

(zwischen Bülow- und Kurfürstenstraße)

Wer ist dabei?

Liebe Nachbar*innen und liebe private Trödler*innen auch aus anderen Bezirken!

Am 24.9.2022, in der Zeit von 14.00 – 18.00 Uhr möchten wir in der nördlichen Steinmetzstraße einen Trödelmarkt veranstalten und freuen uns über zahlreiche Mittrödler*innen!

Tische können bei Bedarf gegen Kuchenspenden oder Kaffee/Tee
(mitgebracht in Thermoskannen + möglichst mit Tassen) gestellt werden, ansonsten bitte Tische/Decken selber mitbringen.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de

Wir freuen uns auf ein buntes Marktreiben auf unserer
verkehrsberuhigten Staße!

Eure Initiative Verkehrsberuhigung Steinmetzkiez


Gartenimpressionen – früher Winter

November-Dezember, die Tage werden kurz, der Garten kleidet sich für die dunkle und kalte Jahreszeit.

Farben und Formen verändern sich und die Spatzen machen sich über die stehengebliebenen Samenstände her.

Der tote Baum erfährt neue Besiedlungen, Pilze, Flechten und Mose beginnen auf ihm zu keimen. Und zahlreiche andere sichtbare Spuren erzählen von einem reichen Innenleben.

Hoffentlich rechtzeitig aufgehangene Domizile für Ohrenkneifer und wen auch immer bieten Schutz für die willkommenen Nützlinge im nächsten Jahr.

Der Garten im Winter bietet Raum für Träumereien, Reflexionen und sinnvoller Freizeitbeschäftigung im Freien. Mitten in der Stadt können wir Natur erfahren und uns aktiv zu ihrem Schutz einbringen.

À propos Spatzen:

Es gibt natürlich noch mehr Gartenvögel in unserem Gemeinschaftsgarten neben dieser lustigen Horde, die regelmäßig bei uns einfällt.
Ab Ende November haben wir mit der Winterfütterung begonnen, die erst einmal noch etwas spärlich ausfällt, da die Vögel in unserem Garten noch genug Samen und Beeren zu fressen haben. Aber ein bißchen was dazu freut ja auch das Vogelherz…

Wichtig ist, dass die Vogeltränken- und bäder steht gefüllt und gesäubert werden. Natürlich haben Vögel auch im Winter Durst und die meisten von ihnen baden auch im Winter sehr gerne!

Und nicht zuletzt: der Gemüsegarten.

Der Rosenkohl hat seinen ersten Frost erhalten und kann abgeerntet werden …und schmeckt unbeschreiblich gut!

Ab dem 18.1.2021 bieten wir wieder individuelle Gartenführungen und gemeinsame Herstellung von Salben/ BodyButter für Einzelpersonen/ max. 2 Personen aus einem Haushalt an.

Nur mit Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de


Wir brauchen Eure Unterstützung!

Liebe Freund*innen des Gemeinschaftsgartens und der Natur mitten in der großen Stadt!

Auf www.betterplace.org/p83319 könnt ihr nun direkt für die Weiterführung unserer Arbeit spenden, auf dass wir nach nunmehr fast 10 Jahren der Unsicherheiten und des Prekariats auch in den nächsten Jahren weiterhin aktiv gemeinsam für Natur und Gemeinschaft tatkräftig anpacken können!


Ein Buch der Wünsche für den Kiez

Im Rahmen unseres Angebotes ‚Vernetzung der Nachbarschaft durch den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen‘ haben wir im letzten Jahr am Maulbeerbaum, der direkt am Zaun unseres Gartens steht und auf den Bürgersteig hinüberragt, einen Wunschbaum installiert.

Viele kleine und großen Nachbar*innen verweilen seither an dieser Stelle, schreiben ihre Wünsche auf, lesen die Wünsche der anderen.

Diese Wünsche werden von uns regelmäßig gesichtet und aufgeschrieben, so ergibt sich im Laufe der Zeit ein buntes Bild darüber, was sich die Menschen in Tiergarten-Süd für ihr Leben wünschen.

Babette Dombrowski und Akiko Wakayama aus dem Team wachsenlassen haben sich nun daran gemacht, ein kleines ‚Kiez-Wunschbuch‘ mit Texten und Illustrationen zu erarbeiten.

Fröhliches, Nachdenkliches und auch ganz real Kiez-bezogenes, von den Menschen im Kiez für die Menschen im Kiez.

Und: in den schwierigen Zeiten der Corona-Epidemie haben engagierten Nachbar*innen gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Villa Lützow und anderen im Kiez Zentrum ansässigen Akteuren dem Platz am Wunschbaum noch eine neue Bedeutung zugeteilt.

Es entstand ein gut betreuter Gabenzaun, an dem lebensnotwendige Gaben für bedürftige Menschen aufgehangen werden können.

Alle, die sich an dieser Aktion beteiligen möchten, können dieses nun auf einfachem Wege tun und sind herzlich willkommen!

 


Erste Aussaaten im Gemeinschaftsgarten

In der letzten Woche haben wir unsere ersten Aussaaten vorgenommen und Spinat, Erbsen und Radieschen ausgesät. Die sind ja bekannterweise hart gesotten und können schon zu dieser Jahreszeit ins Freiland. (Dass es dann aber ein paar Nächte später doch plötzlich oder endlich einmal ziemlich frostig geworden ist, berunruhigt die Gärtner*innen nun doch ein wenig, wir werden sehen…)

Da hat wohl jede*r seine eigene Technik.

So konnten wir die Hochbeete von KIDZ e.V./ Familienzentrum Villa Lützow und von Queerformat mit diesen Vorfrüchten füllen.

Erste Ackerstreifen in unseren Schaubeeten wurden vorbereitet, mit der nächsten Aussaat von Erbsen und Zuckerschoten in diesen Bereichen warten wir jetzt aber erst einmal bis zur nächsten Woche.

Was noch alles gemacht wurde: wir konnten endlich damit beginnen, einige ‚Kruschelecken‘ aufzuräumen, die Johannisbeersträucher, die leider im Rahmen der Baustelle in sehr kargen Boden umgesetzt werden mussten, bekamen ein Mulchbett aus Inkarnatklee und der von Jugendlichen des queeren Jugendzentrums angemalte Starenkasten hat noch rechtzeitig ein Plätzchen im Baum gefunden.

Und wie es so ist in einem Gemeinschaftsgarten zu Zeiten des Corona-Virus?

Die Gemeinschaft ist auf einen harten Kern zusammengeschrumpft, wir arbeiten jeweils zu maximal zwei Personen, wobei momentan unser oberstes Ziel ist, die Gemüseaussaaten zu pflegen und zu gegebener Zeit auszupflanzen.

Wir arbeiten auf die Zeiten hin, in denen wir hoffentlich in nicht allzuferner Zeit mit anderen die Ernte teilen können und wenn es nicht anders möglich sein wird, dann übergeben wir die Früchte unserer Arbeit eben am Zaun.

Die Gemeinschaft besteht also weiterhin und ja, wir wissen, dass wir in diesen schwierigen Zeiten noch das Glück haben, den Garten weiter bewirtschaften können.
Aber wir wissen auch, wie wichtig es ist, zu zeigen, dass Menschen, Tiere und Pflanzen gerade in den großen Städten diese Gartenräume brauchen und dass sie am Leben erhalten werden müssen.

Leider lässt sich das wunderschöne Blau des Kaukasus Vergissmeinnicht mit meiner Kamera nicht einfangen. Ein sehr schöner Frühblüher, auch für Kübel geeignet.

 

 


Eine neuer Rasen für die Villa

Nicht nur im Gemeinschaftsgarten wird die Arbeit aufrecht erhalten, Freund*innen und Mitgärtner*innen des Interkulturellen Gartens City auf dem Gelände des Kiez Zentrums Villa Lützow haben sich in der letzten Woche daran gemacht, den durch die Zeit der Bauarbeiten völlig verfestigten Boden zu beleben, damit im Spätsommer wieder neuer Rasen ausgesät werden kann.

Es wurde sich dafür entschieden, erst einmal eine Gründüngung auszusäen, damit der geschundene Boden sich erholen kann.

Dafür wurden spezielle Lupinensorten ausgesät, die später einfach geschnitten und untergegraben werden.

Wie alle Hülsenfrüchte entwickeln Lupinen nicht nur sehr lange Wurzeln. Sie leben auch in Symbiose mit bestimmten Bakterien, die sich in Knöllchen an den Wurzeln befinden. Diese Bakterien produzieren Stickstoff, den sie an die Pflanze abgeben.

Dadurch wachsen Lupinen auch auf sehr sandigen und mageren Böden gut. Sie verbessern die Erde nachhaltig, weil sie ihrerseits den Stickstoff wieder abgeben und damit für neue Nährstoffe sorgen.

(Und falls sie vor dem Schnitt noch zur Blüte kommen, haben die Wildbienen und andere Insekten unseres Gartens auch noch ihre Freude daran)

Ich persönlich freue mich natürlich ganz besonders über diese nachhaltige Vorgehensweise bei der Neuanlage des Rasens. Ich bin sicher, der völlig ausgelaugte Boden wird es uns danken, dass wir ihm erst einmal eine Erholungsphase gönnen, damit sich neues Leben in ihm einfinden kann.

Einen herzlichen Dank an alle, die sich im Garten der Villa angagieren!

Auch wenn wir in sehr schwierigen Zeiten leben: Geniesst die Natur, wo es euch möglich ist. Geht alleine spazieren, schaut aus dem Fenster, setzt euch auf Balkone und Terassen.

Rettet die Gärten!

Menschen, Tiere und Pflanzen brauchen Lebensraum – in der Stadt und auf dem Land!

Was jede*r selbst tun kann:

Sät Wildblumen oder andere insektenfreundliche Blumen aus. Im Garten, auf Balkonen und Terassen oder auf der Fensterbank. Dazu findet sich überall ein kleines Plätzchen und ihr holt euch ein kleines Stückchen Frühling ins Haus.

Bio-Saatgut dazu gibt es in Bio-Läden/Supermärkten oder auch online zum bestellen.