Wir haben Agrarindustrie satt

Bäuerinnen und Bauern, konventionell und bio, von Tierhaltung bis Ackerbau, TierschützerInnen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche und kritische Bürgerinnen und Bürger demonstrieren am 21.1.2023 wieder für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft, für Klima-, Tier- und Umweltschutz, für globale Gerechtigkeit und gesundes Essen für alle!

Start: 12.00 Brandenburger Tor

Alles Infos unter: https://www.wir-haben-es-satt.de/informieren/aufruf/

Geht alle zur Demo und demonstriert für eine bienenfreundliche Landwirtschaft ohne Pestizide, für mehr Vielfalt auf dem Acker, den Gaärten und in der Gesellschaft!

Oder macht noch mit beim Möhrenauflauf:


Saatgut-Treff am 25.1.2023

Saatgut für 2023 schon gesichtet?

Fehlt Dir noch Saatgut von Pflanzen, die Du gerne in diesem Jahr anbauen möchtest oder Du hast Saatgut übrig zum Abgeben oder Tauschen?

Dann komm vorbei am Mittwoch, den 25. Januar um 17.00 Uhr (bis ca. 19.00 Uhr) zu unserem Saatgut-Treff!

Wir können gemeinsam Saatgut reinigen, uns über unsere Erfahrungen des letzten Jahres austauschen und überlegen, wie wir uns weiter vernetzen können, um durch regionales und samenfestes Saatgut die Vielfalt in unseren Beeten zu erhalten.

LeihSämerei
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen


im Foyer des Kiez Zentrums Villa Lützow

Lützowstraße 28
10785 Berlin
wachsenlassen@web.de


Verantwortung, Freude und Gemeinschaft – Warum wir die (Stadt)-Natur brauchen

Es sind eindeutig schwierige Zeiten – der Corona-Virus zwingt immer noch viele Menschen in die Isolation, Arbeitskräfte fallen aus, viele, vor allem mittelständige Unternehmen geraten in wirtschaftlich schwierige Situationen, viele von uns sind krank, irritiert, verunsichert, Kriege rücken näher, immer mehr Menschen sind auf der Flucht und unser kapitalistisches Wirtschaftssystem hat wenig Mittel oder Ambitionen, sich auf den Klimawandel und seine mit ihm einhergehenden Auswirkungen einzustellen – also immer noch und immer wieder die Frage: wie wollen wir leben?

Lange Tage war es mir nicht möglich, etwas zu sagen oder zu schreiben, ich war sprachlos im faktischen Sinne des Wortes, ohnmächtig und handlungsunfähig.

Als ich in den Garten zurückkehren konnte, spürte ich wieder Berührung, sah Schönheit und empfand Freude. Lebendigkeit und Verantwortung.

Als Teil der Natur haben auch wir unseren Teil an Verantwortung ihr gegenüber und daraus können und sollten wir Freude schöpfen.
Verantwortung ist nicht schwer, wir dürfen uns nur nicht bange machen lassen.

Bei einer eher zufälligen Lektüre entdecke ich den hawaiianischen Begriff Kuleana, ein Wort, für das es in der deutschen Sprache keine Entsprechung gibt. Vielleicht lässt sich Kuleana am beste mit würdevoller Verantwortung übersetzen. Die Maoli auf Hawaii benutzen diesen Begriff, wenn sie über die Verantwortung für unsere Erde sprechen. Nach ihrer Auffassung ist der Mensch zur Verantwortung für den Planeten und seine Mitmenschen geboren. Das ist keine Last, sondern mit Freude verbunden.
Kuleana schließt immer eine Beziehung mit ein und lässt das abendländische Bild der Trennug von Mensch und Natur scheitern.

Es ist die physische Begegnung, die mich bei jedem Eintitt in einen Naturgarten berührt und zu neuem Leben erweckt.
Tiere und Pflanzen erfeuen mich mit ihren Farben und Formen, ihrem Gesang. Ich sehe, rieche, taste, höre, fühle und schmecke.

Habe ich zudem noch die Möglichkeit, eigene Früchte und Gemüse anzubauen, ist die Befriedigung groß: meine Pflege und Fürsorge bewirken etwas und werden zur Selbstfürsorge.
Jeder Mensch, besonders auch in den Städten, sollte einen für ihn zugänglichen, vielfältig gestalteten Naturgarten in seiner Nähe haben.
Energie tanken in Gemeinschaft mit anderen Wesen der Natur. Schönheit wahrnehmen und sich an ihr erfreuen.
Vielleicht erkennen das eines hoffentlich nicht zu fernen Tages auch unsere Stadtplaner*innen und (Bezirks-) Politiker*innen.

Eins der größten Probleme unserer Zeit ist der dramatisch voranschreitende Verlust der Artenvielfalt.

Menschen in den Städten können auch hier würdevolle Verantwortung übernehmen und sich für eine Ökologisierug der Städte einsetzen. Dies funktioniert auch auf kleinsten Flächen wie Baumscheiben oder Balkonkästen, diese können für die Tier- und Pflanzenwelt Trittsteine bilden, auf denen sie voranschreiten-, fliegen und leben können.

Und dann die Gemeinschaft, nicht nur mit den Pflanzen und Tieren, sondern auch mit den Menschen, die bereit sind, mit Freude wieder Verantwortung zu übernehmen.
All die, die Straßenbäume gießen, Gärten anlegen, Blumen für Wildbienen aussäen, Gehölze für Vögel pflanzen, Eichhörnchen füttern und Laubbläser zerschlagen.
Wenn mich an dunklen Tagen die Ohnmacht überfällt, dann denke ich an sie, treffe mich mit ihnen, lege gemeinsam mit ihnen ein neues Beet an.

Fotos: W. Puhlmann und G.Koll


Saatgut-Nachmittag im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen am 26.11. – Save the date

Am Samstag, den 26.11.2022, in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr möchten wir gerne gemeinsam mit Euch die Wiedereröffnung unserer LeihSämerei feiern und laden daher ein zu einem gemeinsamen Saatgutreinigungs-Nachmittag.

Bringt euer selbstgeerntetes Saatgut mit oder helft uns dabei, Saatgut aus dem Gemeinschaftsgarten zu reinigen, abzufüllen und in die LeihSämerei einzusortieren.

Es wird untereinander getauscht und natürlich gefachsimpelt.

Saatguttausch erhält regionale Lieblingssorten und fördert die Artenvielfalt!

Aus organisatorische Gründen bitten wir um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.den


Wiedereröffnung der LeihSämerei wachsenlassen in Berlin Mitte, Tiergarten-Süd

Ab dem 8.10.2022, zum KiezTag der Kiez Zentrums Villa Lützow in der der Lützowstraße 28, 10785 Berlin

wird unsere LeihSämerei endlich wieder für alle Gärtner*innen, die ihr selbst geerntetes Saatgut von samenfesten, regionalen Pflanzen mit anderen tauschen möchten, wieder zugänglich sein.

Ab Dienstag, dem 11.10.2022 ist Die LeihSämerei wieder öffentlich zugänglich in der Zeit von Di-Do, 11.00 – 17.00 Uhr

im Foyer des Kiez Zentrums Villa Lützow.

Eine offizielle Eröffnung mit einem gemeinsamen Saatgutreinigungsnachmittag ist in Planung, der Termin wird demnächst bekannt gegeben und wir freuen und auf einen regen Austausch und Veranstaltungen rund um das Thema Saatgutsouveränität!

Infromationen und Anfragen zur LeihSämerei unter: wachsenlassen@web.de


Unsere Gartenvögel im Jahreskreislauf – entdecken – erleben – schützen

In unserem Gemeinschaftsgarten gibt es viele Gehölze, Nischen und andere ‘wild’ gelassene Lebensräume für unsere Gartenvögel, die uns sehr am Herzen liegen. Vögel vernetzen Lebensräume, Ressourcen und biologische Prozesse und leisten einen wichtigen Beitrag im ‘kleinen’ Ökosystem Stadtgarten, in das sie auf vielfältige Weise eingebunden sind.
Uns Menschen bereiten sie nicht zuletzt Freude dadurch, dass wir sie beobachten können und uns an ihrem Gesang erfreuen können.

Gemeinsam mit den Kindergartenkindern, die regelmäßig zu uns in den Garten kommen, schauen wir uns unsere Gärtenvögel in diesem Jahr noch etwas gemauer als sonst an.

Wir machen uns mit Ferngläser auf die Suche, aber irgendwie scheinen sich alle versteckt zu haben, wenn wir auftauchen, da hat unser Fotograf Herr Puhlmann wohl mehr Geduld und vor allem: er ist wahrscheinlich entschieden leiser als wir.

Wir überlegen, warum es so viele verschiedene Arten von Nistkästen in unserem Garten sind und vergleichen die Größe der unterschiedlichen Vögel.

Wir schauen uns die Nester des letzten Jahres an und staunen, wie unterschiedlich auch diese gestaltet sind.

Und während sich die Vögel leider verstecken, während wir sie suchen, finden wir viele andere Krabbeltiere, die wir uns anschauen können und die eng mit der Vogelwelt verbunden sind.
Dann was fressen Vögel eigentlich und mag jede*r das Gleiche?

Über die Nahrungskette sind unsere Vögel nämlich eng mit der Insektenwelt verbunden und somit sind auch sie stark bedroht durch den dramatischen Schwund von Wildbienen und Co.
Denn auch viele Vögel, die sich ansonsten hauptsächlich von Körnern und Saaten ernähren, brauchen besonders zu der Zeit, in der sie ihre Jungen füttern, zusätzlich eiweißhatige Nahrung aus der Insektenwelt.

Und daher lässt sich dann später, beim Gießen unserer Gemüse dann doch noch Herr Amsel blicken, der genau weiß, dass die Würmer im feuchten Boden besser zu finden sind.

Und auch an der Vogeltränke und -bad lässt sich dann doch noch ein durstiger Spatz blicken.

Und versprochen, nächste Woche versuchen wir noch leiser zu sein bei unseren Vogelbeobachtungen und wer weiß, wen wir dann entdecken.

Wobei das Erspähen dieses scheuen Vögelchen wohl doch eher dem Fotografen vorbehalten bleibt, wir nehmen es ihm nicht übel, weil er uns zur Zeit auch noch am Tag immer wieder einmal mit seinem wunderbaren Gesang begeistert.

Das Projekt Unsere Gartenvögel im Jahreskreislauf – entdecken – erleben – schützen wird gefördert durch die Stiftung Berliner Sparkasse.


Stadtgärtnern mit der Natur – Gartenführung am 27.4.2022


Für Umweltgerechtigkeit und einen lebenswerten Kiez

Die Initiative Steinmetzkiez steinmetzkiez.org

engagiert sich seit dem Herbst 2018 für mehr Umweltgerechtigkeit, ein gutes nachbarschaftliches Miteinander und insbesondere eine Verkehrsreduzierung ihrer Straße.

Es geht den Mitglieder*innen der Initiative um weniger Umweltbelastungen und Verkehr, mehr Sicherheit und Lebensqualität – für alle, die im Steinmetzkiez leben, arbeiten, lernen oder einfach nur hier entlangspazieren!

Der Weg dahin ist eine Sperrung für den Durchgangsverkehr durch Poller auf Höhe der sich gegenüberliegenden Häuser Nr. 77 und Nr. 5.
Dann kann die Steinmetzstraße nach wie vor von beiden Seiten befahren werden, von der Bülow- und der Kurfürstenstraße. Durch die Poller wird jedoch erreicht, dass neben dem vermehrten Verkehr für die neuen Unternehmen und Geschäfte nicht auch noch der Durchgangsverkehr zunimmt. Radfahrende können die Steinmetzstraße weiter durchfahren, für die Anwohner*innen bleiben genügend Parkplätze erhalten.

Seit März 2022 kooperiert das Team wachsenlassen mit der Initiative Steinmetzkiez und wir engagieren uns nun gemeinsam für einen lebenswerten Kiez in der nördlichen Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg!

Am 6.4.2022 haben wir damit begonnen, die Baumscheiben in dem für eine Sperrung des Durchgangsverkehr vorgesehenen Bereiches zu begrünen.

Baumscheiben in der Stadt sind eine Herausforderung für sich.

Es gibt – berechtigterweise! – einige Auflagen von Seiten der zuständigen Grünflächenämter und sie sind, neben der Rücksichtsnahme auf die an ihnen ansässigen Bäume, einem enormen Druck durch die Nutzung unserer Straßen und Gehwege ausgesetzt.

Wer von uns Stadtmenschen empfindet schon diesen, für unsere Bäume viel zu kleinen unversiegelten Versorgungsbereich, als schützenswerte Stadtnatur?

Meist sind es kahle, völlig verfestigte Bodenbereiche, die der Notdurf unserer Stadthunde und der Ansammlung von Zigarettenkippen und anderem Müll dienen und die zudem bei immer weniger und immer häufiger als Starkregen niederkommenden Regenfällen unsere Stadtbäume versorgen sollen.

Können sie nur sehr notdürftig. Dafür sind sie zu klein.


Eine mögliche Lösung:
Mehr Entsiegelung in unseren Städten – heißt auch: größere Baumscheiben, mehr Biodiversität, mehr Lebensräume für Vögel und Insekten!

Wir haben uns dazu entschlossen, die Baumscheiben, die den ‘grünen Korridor’ der angestrebten Verkehrsberuhigung berühren, mit Gründüngungspflanzen auszusäen, um dem beschädigten Boden erst einmal die Möglichkeit zur Heilung zu geben.

Vor der Aussaat ging es erst einmal ums Entmüllen und Säubern. Danach haben wir den Boden vorsichtig aufgeraut und die Gründüngung ausgebracht.

Gründüngungspflanzen haben je nach ihrer Art unterschiedliche bodenverbessernde Eigenschaften und stören den anwohnenden Baum nicht in seinem Wachstum. Sie sind Stickstoffsammler, sorgen für eine tiefe Bodendurchwurzelung, verbessern die Bodengare (das ist in der Landwirtschaft der Idealzustand eines fruchtbaren Bodens) und sind gut für Nützlinge.

Sie erfreuen durch ihre reiche Blüte Menschen, Insekten und Vögel.

Sie sind mehr ein Beitrag zur Biodiversität in der Stadt als eine Pflege der Bäume, wobei sie diese in ihrem Dasein unterstützen, indem sie den Boden vor Auswaschung und Erosion schützen.

Aussaaten auf Baumscheiben im öffentlichen Raum sind noch einmal ein besonderes Wagnis, weil sie über eine lange Zeit (ca. 4 Wochen) im Zeitraum ihres Keimens uns Wachsens sehr verletzlich und unauffällig sind.

Sie werden nicht gesehen (so tritt man/frau gerne auf ihnen herum) und müssen regelmässig gewässert werden.
Wenn sie diesen Zeitraum überlebt haben, erweisen sie sich in der Regel als sehr robust.

Also hoffen wir auch hier auf eine gute Nachbarschaft, um die nächsten Wochen zu überleben!

Aber genau darum geht es ja bei der Steinmetz-Initiative.

Parallel zu den Begrünungen der Baumscheiben freuen wir uns darüber, auch (zuerst einmal) zwei Höfe in der Steinmetzstraße (Nr. 4-5 und Nr. 76-77) mit Einverständnis der zuständigen Hausverwaltung GEWOBAG mit neuem Boden-Leben erfüllen zu dürfen.

Begonnen haben wir in den Höfen Steinmetzstraße 4-5.

Hier finden sich schon einige von Anwohnern liebevoll gestaltete Nischen und die Resonanz einiger Mieter*innen, ihren Hof naturnäher zu kultivieren, war sehr erfreulich.

Da der Boden im Hof sehr verarmt und ausgebrannt ist, haben wir uns auch hier dazu entschlossen, erst einmal mit Gründüngungen zu arbeiten, um Heilung herbei zu führen.

Wir werden schauen, wie sich die Zusmmenarbeit mit der Hausverwaltung und der damit verbundenen Logistik der ‘Grünpflege’ entwickelt, bevor insekten- und vogelfreundliche (und somit menschenfreundliche) Pflanzungen von Gehölzen oder Stauden vorgenommen werden können.

Unsere Städte werden immer mehr verdichtet, trotz des benötigten Wohnraums sollten wir unbedingt darauf achten, Lebensqualität, Orte der Erholung und des Durchatmens für Menschen und Tiere zu erhalten.
Es ist dringend geboten, Biodiversität und Artevielfalt in der Stadt zu fördern, zu erhöhen und zu erhalten.
Was bleibt uns noch außer unseren Hinterhöfen, Baumscheiben, Kleingartenanlagen und Parks?
Immerhin ein großes Potential, das wir sinnvoll nutzen sollten, bevor es zu spät ist.

Orte der Begegnung und des vielfältige Lebens, wir möchten sie in der Steinmetzstraße und hoffentlich auch woanderswo schaffen und/oder erhalten!

Aktuelle Informationen zur Initiative Steinmetzkiez finden sich unter steinmetzkiez.org und wachsenlassen.com.

Wir freuen uns über Mitgestalter*innen in Stadtgärten und im Kiez!


Wie wollen wir leben – und unsere Gärten bestellen?

Diese Frage ‘wie wollen wir leben?’ bedeutet für wachsenlassen natürlich auch immer: wie wollen wir gärtnern?

Im Duden finde ich zu dem Wort gärtnern die Erklärung: im Garten arbeiten.


Und bei wortbedeutug info: Erde auflockern, auspflanzen, aussäen, beschneiden, düngen, ernten, gießen, harken, hochbinden, jäten, kompostieren, pflanzen, pflücken, pikieren, säen, Ungeziefer absammeln, Unkraut zupfen/rupfen, vereinzeln, wässern, zurückschneiden.

Hier war ja wohl hauptsächlich auspflanzen und zurückschneiden am Werk.

Ich empfinde unseren Garten als einen Naturraum in der Stadt im besten Sinne – als einen Raum zur Begegnung, zur Kultur und damit auch einem Raum der Arbeit, als Lebensraum für Menschen, Teire ud Pflanzen.

Wie sollten Gartenräume in der Stadt aussehen?

Arten-vielfältig sollten sie sein, den Wünschen ihrer Gärtner*innen entsprechend, immer darauf bedacht, Lebensräume für Menschen, Tiere, Pflanzen und andere Wesen zu schaffen.

Da sind der Möglichkeiten und der Freiheit wenig Grenzen gesetzt!

Das geht auf Balkonen, in Höfen … und auf öffentlichen Grünflächen.

Unkraut zupfen-rupfen auf die grobe Art. Nur der in unseren Breitengraden ökologisch nicht sehr wertvolle Kirschlorbeer wurde (gut Rückschnitt-geeignet) stehen gelassen.

Wo ist die schöne reinrote Kletterrose, von deren Blüten mir einst Schülerinnen ein kleines Sträußchen mitgebracht hatten, als sie zu uns in den Garten kamen?

Gartenräume als Räume der Entdeckung, der Sinneserfahrung.

Dies kann auch vor Schul- oder Ämtergebäuden entstehen.

Jede*r hat seine eigene Lebensstrategie: einige Pflanzen treiben schon im Spätherbst/Winter aus und kuscheln sich in eine schützende Laubdecke.

Ich sehe, dass die Natur immer bemüht ist, eine schützende Decke um ihr Innerstes zu halten und gehe davon aus, dass sie einen Grund dazu hat.

Ich glaube, dass jegliche Form von Humusbildug einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt unseres Ökosystems leistet.

Wünsche für das Jahr 2022:

Mehr Lebensräume mit besserer Luft, gutem Boden, sauberen Meeren und einer milden Sonne für Menschen, Tiere und Pflanzen in Berlin und anderswo.

Und – dass der Gemeinschaftsgarten eine stabile finanzielle Basis findet, so dass wir mit Freuden und Engagement weiter an einem guten Stadtklima arbeiten / gärtnern können:

https://www.change.org/VielfaltwachsenlassenBerlin


Wünsche

Wir wünschen in diesen schwierigen Zeiten harmonische und fröhliche Feiertage, Stunden und Tage des Ausruhens, Nachdenkens, Besinnens und ein wunderschönes spannendes und inspirierendes Jahr 2022, in welchem wir gemeinsam Lebensräume für Menschen und Tiere (wieder-) erschaffen und erhalten und unsere Umwelt als Mitwelt erkennen, genießen und respektieren.

Wenn wir weiter die Natur zerstören, zerstören wir uns selbst, wir haben es (noch) in der Hand, das dürfen wir nicht vergessen, wir sind nicht ohnmächtig, sondern handlungsfähige Meschen!
Wir sind Teil eines großen, wunderbaren Ökosystems und können viel dafür tun, eine lebenswerte Welt in Stadt und Land zu erhalten.

Mehr Biodiversität für die Stadt – unterstützt unsere Petition:

https://www.change.org/VielfaltwachsenlassenBerlin

Wir freuen uns über Spenden!

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

www.betterplace.org/p83319