Saatgut-Treff am 25.1.2023

Saatgut für 2023 schon gesichtet?

Fehlt Dir noch Saatgut von Pflanzen, die Du gerne in diesem Jahr anbauen möchtest oder Du hast Saatgut übrig zum Abgeben oder Tauschen?

Dann komm vorbei am Mittwoch, den 25. Januar um 17.00 Uhr (bis ca. 19.00 Uhr) zu unserem Saatgut-Treff!

Wir können gemeinsam Saatgut reinigen, uns über unsere Erfahrungen des letzten Jahres austauschen und überlegen, wie wir uns weiter vernetzen können, um durch regionales und samenfestes Saatgut die Vielfalt in unseren Beeten zu erhalten.

LeihSämerei
Gemeinschaftsgarten wachsenlassen


im Foyer des Kiez Zentrums Villa Lützow

Lützowstraße 28
10785 Berlin
wachsenlassen@web.de


Einladung zum Saatgut-Plausch-und Tausch


Artenvielfalt durch regionales Saatgut!

Saatgut ist Kulturgut!

Zur Wiedereröffnung der LeihSämerei in unserem Gemeinschaftsgarten treffen wir uns am
Samstag, den 26.11.2022, in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr
zum Saatgut reinigen und Ideen schmieden.

Wir möchten uns gerne vernetzen mit anderen Gärtner*innen in Berlin und Brandenburg und freuen uns über alle, die sich für das Thema Saatgut interessieren und Lust haben, am Samstag dazu zu kommen.

Wo:

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Kiez Zentrum Villa Lützow, EG
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Wer am Samstag keine Zeit hat, aber Lust auf das Thema regionales Saatgut und Vernetzung dazu hat, melde sich doch einfach unter wachsenlassen@web.de und wir verabreden uns anders.


Saatgut-Nachmittag im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen am 26.11. – Save the date

Am Samstag, den 26.11.2022, in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr möchten wir gerne gemeinsam mit Euch die Wiedereröffnung unserer LeihSämerei feiern und laden daher ein zu einem gemeinsamen Saatgutreinigungs-Nachmittag.

Bringt euer selbstgeerntetes Saatgut mit oder helft uns dabei, Saatgut aus dem Gemeinschaftsgarten zu reinigen, abzufüllen und in die LeihSämerei einzusortieren.

Es wird untereinander getauscht und natürlich gefachsimpelt.

Saatguttausch erhält regionale Lieblingssorten und fördert die Artenvielfalt!

Aus organisatorische Gründen bitten wir um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.den


Artenvielfalt in Berlin Mitte

Für alle, die nicht bei uns im Garten sein können:

„Da ist ja was los im Garten, hunderte wenn nicht tausende Insekten. 
Man weiß nicht wo man zuerst hinschauen soll.“

Da kann ich mich dem Fotografen nur anschließen.
Vielen Dank für die schönen Fotos an Wilfried Puhlmann!


Artenvielfalt in unserem Garten – Insekten

Auch wenn wir die meisten von ihnen nach wie vor nicht mit Namen benennen können – wir genießen täglich das Summen und Brummen und Flattern in unserem Garten und freuen uns darüber, dass es jährlich mehr wird!
In unserem Waldgarten mitten in der Stadt bemühen wir uns, Lebensbereiche für viele verschiedene Lebewesen zu schaffen, damit sie uns nicht verloren gehen!
Hier eine kleine Auswahl mit den schönen Fotos von Herrn Puhlmann. Wie immer herzlichen Dank dafür!


2. Aktionstag für eine Verkehrsberuhigung in der nördlichen Steinmetzstraße

Anwohner*innen der nördlichen Steinmetzstraße wenden sich mit dem Appell nach mehr Umweltgerechtigkeit an die Politiker*innen ihres Bezirkes.

Nachdem die Nachbarschaft jahrelang Baustellenlärm- und dreck durch die Errichtung eines neuen Büro- und Gewerbegebietes in der Bülow-, Ecke Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg ausgesetzt war, ist es nun der erhöhte Liefer- und Kundenverkehr, der nicht mehr ruhig schlafen und atmen lässt.

Auch wurde die Straße immer beliebter als im wahrsten Sinne des Wortes schnelle Abkürzung zwischen Goeben- und Kürfürstenstraße – so lässt sich die meist dauergestaute Potsdamer Straße umfahren – und somit gefährlich für kleine und große Anwohner*innen.

Steigende schädlichen Umwelteinflüsse durch den stark angewachsenen Durchgangsverkehr und den damit einhergehenden gesundheitlichen Risiken stzen den Anwohner*innen der Starße nun schon seit Jahren zu und sie setzen sich dagegen zur Wehr!

Das 3. Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030- Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-3 beinhaltet unter anderem die Senkung der Emissionen von Luftschadstoffen bis 2030 auf 55 Prozent gegenüber 2005.

Der Wunsch: Die Straße soll ruhiger, sicherer, wohngerechter und sauberer werden.
Die Lösung: Eine Sperrung für den Durchgangsverkehr durch Poller auf Höhe der sich gegenüberliegenden Häuser Nr. 77 und Nr. 5.

Dafür geht eine zunehmend große Nachbarschaft engagiert auf die Straße!

Wie es sich anfühlen kann, an einer verkehrsberuhigten Straße zu wohnen, konnte an diesem Freitag im Mai für drei Stunden erfahren werden.

Neben der Demonstration zur Verkehrsberuhigung gab es Raum und Ruhe, um sich zu treffen und kennenzulernen und um gemeinsam aktiv zu werden.

Die behutsame Begrünung der Baumscheiben in der Straße (als ein erster Erfog der Initiative wurden im Dezember 2021 an einem 1. Aktiostag die erfolgreiche Neupflanzung von sieben Straßenbäumen gefeiert) startete schon vor einige Wochen, es wurden bodenverbessernde Gründüngungspflanzen ausgesät, die in einer wöchentlich stattfindenen gemeinsamen Gieß-Aktion von Nachbar*innen gepflegt werden. Auch in bislang zwei Hinterhöfen wurde zu gärtnern begonnen, auch hier wurde mit insektenfreundlichen und bodenverbessernden Aussaaten begonnen.

Dafür ist die Initiative im Gespräch mit der zuständigen Hausverwaltung GEWOBAG, wir hoffen, es ergeben sich weitere Möglichkeite, die Hinterthöfe naturah zu gestalten, so dass Menschen und Tiere in der Stadt sich daran erfreuen können und wir die Artenvielfalt und Biodiversität in der Stadt erhöhen können.

In einer Mitmachaktion konnten Tontöpfe mit insektenfreundlichen Blühpflanzenmischungen für die Balkone zuhause ausgesät werden.
Auch konnten sich Interessierte über die insekten- und vogelfreundliche Gestaltung von Baumscheiben, Balkonen und Höfen informieren.

Die Straße wurde zum Treffpunkt für die Menschen, die hier wohnen, es wurde gemalt und gespielt und sich über Wünsche und Ziele zu einer lebenswerten Staße ausgetauscht.
Es hat Spaß gemacht, miteinander ins Gespräch zu kommen und ja, mehr Spaß brauchen wir auf jeden Fall in einer lebendigen Nachbarschaft!

Das 11. Nachhaltigkeitsziel der Agenda 2030- Ziele für eine nachhaltige Entwicklung

https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-11 enthält neben vielen anderen Punkten “aus deutscher Sicht drei Kernaufgaben von besonderer Bedeutung: Städte als Entwicklungsakteure anerkennen und befähigen. Lebenswerte Städte für alle Menschen schaffen. Integrierte Stadtentwicklung verwirklichen.”

Damit kann in der nördlichen Steinmetzstraße in Berlin Schöneberg sofort begonnen werden!

wird gefördert durch:


Abschied: Die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft 2013 – 2022

Eine kleine Erfolgsgeschichte von Bürgerinnen für Bürgerinnen.

Im Januar 2013 haben sich interessierte Bürger*innen in einer IG-Bibliothek zusammengeschlossen, um ‘ihre’ – damals akut von der Schließung bedrohte – Stadteilbibliothek zu retten.

Gemeinsam mit dem Amt für Weiterbildung und Kultur Berlin Mitte, Fachbereich Bibliotheken, wurde ein Konzept zur Weiterführung der Bibliothek erarbeitet. Ein zusätzliches neues Profil – urbanes Gärtnern, DIY, nachhaltige Lebensstile, eng verknüpft mit Angeboten praktischer Sprach- und Leseförderung und praxisbezogenen Mitmach-Angeboten – gab dem Bildungsort im Quartier neue Attraktivität.

Dies war die Geburtsstunde der Grünen Bibliothek, die seit dem Herbst 2014 erste Angebote stellte, realisiert durch ein hohes Maß an engagierter Freiwilligenarbeit:

Vormittagsangebote für Kindergärten und Schulen (Bilderbuch-Kino, Kamishibai) und eine offene, generationsübergreifende und interkulturelle Veranstaltung mit Spaß und Spielen rund um Sprache am Nachmittag. Im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen direkt nebenan konnte nach Herzenslust gemeinsam gegärtnert werden.

Erste Fördermittel bis zum Jahr 2016 aus dem Fonds ‘Soziale Stadt’ ermöglichten weitere Mitmach-Angebote: die Kindergarten-Werkstatt entstand, die ABC-Spiele vermittelten Spaß an Sprache und Lesen, interaktive Sprach- und Erzähltechniken konnten beim Kamishibai erprobt werden und die LeihSämerei, in der Gärtner*innen von nah und fern ihr selbst geerntetes Saatgut einstellen und anderes wieder herausnehmen konnten, hielt Einzug in den Projektraum der Grünen Bibliothek.

In den folgenden Jahren, gefördert durch das Programm ‘Bibliotheken im Stadtteil’ konnten die ursprünglich gesetzten Schwerpunkte erfolgreich ausgebaut werden. Es wurde gemeinsam vor der Bibliothek ökologisch gegärtnert, es entstand eine engagierte Saatgut-AG, Saatgutreinigungs-Nachmittage und gemeinsame Aussaatfeste wurden ebenso durchgeführt wie Lese- und Informationsveranstaltungen, wobei die Themen Biodiversität und Artenvielfalt immer mehr in den Vordergrund rückten.

Es wurde gemeinsam genäht, gestrickt, gebastelt und mit Naturmaterialien gestaltet; selbst gebundene Bücher mit ganz eigenen Geschichten und Bildern entstanden.
Immer wurden in der Grünen Bibliozhek qualitativ hochwertige interaktive Sprachlernangebote durchgeführt, die die Freude an Sprache und Kommunikation feierten.

Auch zwei Jahre Pandemie mit Kontaktbeschränkungen hat die Grüne Bibliothek mit interaktiven Sprachangeboten online, mit Mitmach-Workshops in dicken Mänteln im Freien und Do-it-yourself-Tischen zur Anleitung zum Selbermachen für Zuhause überstanden und ist dabei ihrem Motto aus dem Jahr 2013 treu geblieben:
„Lernen – Selber-Mit-Machen – Unterstützen”

Nun, im März 2022, verabschieden wir uns und somit endet auch diese Erfolgsgeschichte von Bürgerinnen für Bürgerinnen.

Wir, das Team der Grünen Bibliothek waren von Anfang an mit viel Herzblut und Freude dabei und hoffen, im Sinne einer nachhaltigen Lebensführung gewirkt zu haben: ökologisch, ökonomisch und sozial.


Erste Aussaaten im Freiland

Nachdem die nächtlichen Fröste nun langsam nachgelasse haben, haben wir uns an die ersten Aussaaten im Freiland gemacht. Möhren, Frühlingszwiebeln, Radieschen und Spinat zur Gründüngung, bis die kälteempfindlichen Pflänzchen gesetzt werden können.

Natürlich mussten wir unseren sorgfältig erstellten Pflanzplan zur Reihenmischkultur der Praxis mal wieder anpassen, das klappt bei uns selten so, wie es geplant war…aber natürlich haben wir Fruchtfolge und gute Nachbarschaft berücksichtigt.
Nun sind wir gespannt und beten für mehr Regen!

Bei den Voranzuchten, die geschützt im Warmen stehen, haben sich schon Gurke und Weißkohl hervorgetan.


Energie sparen für den Frieden

Raus aus der Komfortzone und die Heizung ‚runterdrehen.

Energie sparen!

  • weg von den fossilen Brennstoffen
  • für den Klimawandel
  • den Weg in eine Energiewirtschaft ohne Abhängigkeitem beginnen
  • erneuerbare Energien fördern
  • nachhaltig leben
  • Energiewende jetzt

https://www.change.org/p/bundesregierung-energiesparen-f%C3%BCr-den-frieden-keine-fossilen-energien-von-einem-kriegsverbrecher

https://www.energiezukunft.eu/politik/nur-erneuerbare-energien-schaffen-frieden/

https://www.rnd.de/wirtschaft/lieber-kalt-duschen-als-gas-von-putin-was-kann-ich-gegen-den-krieg-tun-25XD52J5ZRGKVETXEAX5KQR5LE.html


Wie wollen wir leben – und unsere Gärten bestellen?

Diese Frage ‘wie wollen wir leben?’ bedeutet für wachsenlassen natürlich auch immer: wie wollen wir gärtnern?

Im Duden finde ich zu dem Wort gärtnern die Erklärung: im Garten arbeiten.


Und bei wortbedeutug info: Erde auflockern, auspflanzen, aussäen, beschneiden, düngen, ernten, gießen, harken, hochbinden, jäten, kompostieren, pflanzen, pflücken, pikieren, säen, Ungeziefer absammeln, Unkraut zupfen/rupfen, vereinzeln, wässern, zurückschneiden.

Hier war ja wohl hauptsächlich auspflanzen und zurückschneiden am Werk.

Ich empfinde unseren Garten als einen Naturraum in der Stadt im besten Sinne – als einen Raum zur Begegnung, zur Kultur und damit auch einem Raum der Arbeit, als Lebensraum für Menschen, Teire ud Pflanzen.

Wie sollten Gartenräume in der Stadt aussehen?

Arten-vielfältig sollten sie sein, den Wünschen ihrer Gärtner*innen entsprechend, immer darauf bedacht, Lebensräume für Menschen, Tiere, Pflanzen und andere Wesen zu schaffen.

Da sind der Möglichkeiten und der Freiheit wenig Grenzen gesetzt!

Das geht auf Balkonen, in Höfen … und auf öffentlichen Grünflächen.

Unkraut zupfen-rupfen auf die grobe Art. Nur der in unseren Breitengraden ökologisch nicht sehr wertvolle Kirschlorbeer wurde (gut Rückschnitt-geeignet) stehen gelassen.

Wo ist die schöne reinrote Kletterrose, von deren Blüten mir einst Schülerinnen ein kleines Sträußchen mitgebracht hatten, als sie zu uns in den Garten kamen?

Gartenräume als Räume der Entdeckung, der Sinneserfahrung.

Dies kann auch vor Schul- oder Ämtergebäuden entstehen.

Jede*r hat seine eigene Lebensstrategie: einige Pflanzen treiben schon im Spätherbst/Winter aus und kuscheln sich in eine schützende Laubdecke.

Ich sehe, dass die Natur immer bemüht ist, eine schützende Decke um ihr Innerstes zu halten und gehe davon aus, dass sie einen Grund dazu hat.

Ich glaube, dass jegliche Form von Humusbildug einen entscheidenden Beitrag zum Erhalt unseres Ökosystems leistet.

Wünsche für das Jahr 2022:

Mehr Lebensräume mit besserer Luft, gutem Boden, sauberen Meeren und einer milden Sonne für Menschen, Tiere und Pflanzen in Berlin und anderswo.

Und – dass der Gemeinschaftsgarten eine stabile finanzielle Basis findet, so dass wir mit Freuden und Engagement weiter an einem guten Stadtklima arbeiten / gärtnern können:

https://www.change.org/VielfaltwachsenlassenBerlin