Kapuzinerkresse und Meerrettich – eine stärkende Tinktur aus unserem Garten

Vielen ist die Kapuzinerkresse  – Tropaeolum majus – sicherlich wohlbekannt als unkomplizierte, fröhlich blühende einjährige Balkonpflanze.

Dass sie auch sehr lecker (in Salaten oder als Pesto) schmeckt und dazu noch viele heilende Eigenschaften besitzt, war auch mir bis vor kurzem noch nicht bewusst.

Über eine antimikrobakterielle Wirkung verfügt sie aufgrund der Senfölglykoside (Isothiocyanate), die sie enthält, diese wirken antibakteriell, antiviral und antimykotisch.
Also genau das richtige Kraut in Zeiten einer Pandemie.

Die Kapuzinerkresse hat förderliche Wirkung auf die Durchblutung und es ist gut erforscht, dass sie gemeinsam mit der Wurzel des Meerrettich – Armoracia rusticana – bei verschiedenen Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis oder Sinusitis wirksam ist und auch bei akuten Blasenentzündungen für Linderung sorgt.

Inzwischen steht es auch zur Diskussion, ob mithilfe von Tropaeolum majus die Verordnung antibiotischer Wirkstoffe verringert werden kann und es wird erforscht, ob sie unterstützend und heilend bei Krebserkrankungen eingesetzt werden kann.

Da der Meerrettich ebenfalls über Senfölglykoside verfügt, ergeben diese beiden Pflanzen das ideale Paar zur Stärung unseres Immunsystems.

Das Ansetzen einer alkoholischen Tinktur ist denkbar einfach:

Die Tinktur sollte etwa drei bis vier Wochen ziehen, wobei sie täglich einmal geschüttelt werden sollte; es ist darauf zu achten, dass sämtliche Pflanzenteile immer gut mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Danach Abseien und in kleine Flaschen umgiessen. (Hierfür sind dunkle Glasflaschen am besten geeignet, oder man bewahrt die fertige Tinktur im dunklen Schrank auf.)

Jeden Tag genügen einige Tropfen, um unsere Abwehrstoffe zu stärken.

Achja, wie bei allen Kräuterrezepten solltet ihr vorsichtshalber einen Arzt oder Apotheker fragen, wenn ihr euch unsicher seid, ob die Inhaltsstoffe für euch verträglich sind.
Wir geben hier lediglich Vorschläge zum Selbermachen von gesunden und leckeren Produkten aus dem Garten und können keine Verantwortung für Unverträglichkeiten übernehmen.

Bis zum ersten Frost können Kapuzinerkresse und Meerrettich bei uns im Garten noch frisch geerntet werden.
Wenn ihr Interesse daran habt, schreibt einfach eine Mail an: wachsenlassen@web.de, dann können wir uns verabreden.


Erste Weißkohlernte – erstes Sauerkraut selbstgemacht!

Damals, als wir noch zu maximal fünf Personen (mit Mund- und Nasenschutz) zusammen sein durften (noch gar nicht so lange her – Oktober 2020) haben wir zum ersten Mal Weiß- und Rotkohl in unserem Garten geerntet und zu Suaerkraut verarbeitet.

Vorab: Der Kohl hat soo wunderbar geduftet, als wir ihn aufgeschnitten haben, ich wusste gar nicht, dass Kohl so süss und lecker riechen kann.

Die Herstellung von Sauerkraut ist übrigens supereinfach, man kann sich einfach öfter eine kleine Portion im Bügelglas zubereiten – und braucht dazu nicht unbedingt, wie ich jahrzentelang dachte, einen großen schönen Steinguttopf.

Ich verzichte an dieser Stelle darauf, ein Rezept zu schreiben, denn diese gibts zuhauf im Netz zu finden. Da findet jede*r bestimmt die richtige Anleitung.

Wer das Glück hat, einen eigenen Garten oder Mitgärtner*in in einem Gemeinschaftsgarten zu sein, sollte seinen eigenen Kohl anbauen, wir fanden es gar nicht so schwierig (sagen ihm ja einige Leute nach) und es lohnt sich!
Ansonsten bekommt man Kohl zu dieser Jahreszeit erntefrisch und preiswert auf dem regionalen Wochenmarkt oder im Biomarkt.

Rotkohl – immer eine Augenweise, wenn er aufgeschnitten wird – haben wir dann eine Woche später auch noch geerntet und mit Äpfeln der Milchsäurergärung überantwortet.
Mein Sauerkraut ist schon aufgegessen – sehr sehr gesund – das Rotkraut wird diese Woche probiert.

Übrigens:

Wir machen weiter und bieten zur Zeit Gartenführungen und Workshops zum gemeinsames Selbermachen für jeweils eine Person an.

Informationenen dazu immer hier auf dieser Seite und bei uns am Gartenzaun.

Unser Garten ist unter der Woche in der Regel geöffnet und kann unter den aktuell geltenden Hygieneregeln für einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft genutzt werden.


Aktualisierung: Raus in die Stadtnatur!


Exklusive Gartenführungen im Gemeinschaftsgarten

Aufgrund der aktuellen Covid-19 Maßnahmen können wir unsere Gartenführungen momentan nur für jeweils eine Person anbieten und laden herzlich dazu ein, sich beim Aufenthalt im Freien an unserem herbstlichen Garten zu erfreuen.

Wir schauen, was der Garten zu dieser Jahreszeit an Wildkräutern für uns bereit hält und lernen Hilfreiches über Anbaubedingungen, Ernte und Wirkkräfte.
Wir geben Anregungen zur Herstellung einer stärkenden Tinktur für unser Immunsystem aus Kapuzinierkresse und Meerrettich und stellen die Zutaten dafür bereit.

1. Termin: Mi, den 11. November 2020, 14.00 – 16.00 Uhr

Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa LützowLützowstr. 28, 10785 Berlin


Nur mit Anmeldung unter: wachsenlassen@web.d

Kartoffelernte im Gemeinschaftsgarten

Das ganze Jahr über beschenkt uns der Garten mit reicher Ernte, nun ging es gemeinsam mit den Kindern an die Kartoffelernte, immer ein besonderes Vergnügen, wenn auch Pandemie-bedingt in diesem Jahr leider ohne ein Gartenfest mit Familien und Nachbarn.

Erst einmal wurde mit Florin der Einsatz von Grabegabeln geübt, bevor wir uns an die Kartoffelnsuche machten.

Ich war gespannt, wie groß die Ernte ausfallen würde, hatten wir die Kartoffeln in diesem Jahr doch in ein neu entstandenes Beet gesetzt, dessen Bodenbeschaffenheit noch nicht sehr gut ist.
Wir hatten sie – angelehnt an ein Milpa-Beet oder auch ‚die drei Schwestern‘ genannt – , gemeinsam mit Kürbis, Mais und Bohnen gepflanzt. Bei uns also vier Schwestern.

Aber wir wurden gut fündig, das reichte doch erst einmal für ein Mittagessen im Kindergarten und den Eltern konnte auch noch etwas mitgebracht werden.

Wie schön, dass wir in unserem Garten den Wandel der Jahreszeiten erleben können und diese auch noch mit unseren Ernten verbinden können.
Wir freuen uns nun auf Kürbis, Weiss- und Rotkohl und schließlich Rosen- und Grünkohl.

Und die Tomaten bescheren uns immer noch viele viele leckere Früchte!


Tomaten, Tomaten, Tomaten!

Unsere Fürsorge für unsere Anfang März ausgesäten und dann liebevoll aufgezogenen Tomatenpflänzchen – ich muss wieder an die ersten Schrecken des Corona bedingten Lockdowns denken: was geschieht mit unseren Aussaaten? Wie können wir weiterarbeiten? Werden wir auch in diesem Jahr ernten können? – wird in diesen heißen Augusttagen reich belohnt:
Vor etwa zwei Wochen hat bei uns im Garten die Tomatenernte begonnen!

Auch hier haben wir die Freude, in unserem Garten wenigstens einen kleinen Ausschnitt aus der schier überbordenden Vielfalt der Tomatenpflanzen zu zeigen und vor allen Dingen zu schmecken.

Ob groß, klein, dick, dünn, gelb, rot, orange, flaschenförmig, oval, dickbauchig, dünn, leider wissen viel zu viele Menschen heutzutage nicht mehr, über welche Vielfalt an Geschmack, Form und Verwendungsmöglichkeiten (die San Marzano, Typ Roma Tomate, die gerade erst zu reifen beginnt, ist wohl besonders für die Herstellung von Sugo und Tomatenmark geeignet – ich bin gespannt) die so beliebte Tomate verfügt.

Wir möchten mit der kleinen Tomatenvielfalt in unserem Garten darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, Artenvielfalt zu erhalten und um wieviel ärmer, eintöniger und sinnesärmer unsere Welt seit Jahren zu werden droht, wenn wir sie einigen wenigen profit- und konsumorientierten Konzernen überlassen.
Für alle, die sich darüber informieren möchten, kann ich nach wie vor das gut recherchierte und lesenswerte Buch ‚Saatgut – wer die Saat hat, hat das Sagen‘ von Anja Banzhaf als Einstieg in das Thema empfehlen. https://www.oekom.de/buch/saatgut-9783865817815?p=1

Wir sind erst einmal entzückt über Formen und Farben und die unvergleichliche Süsse und Geschmacksintesität einer sonnenwarm gepflückten Frucht: ach, so können und sollten also Tomaten schmecken!

Also freuen wir uns noch auf eine lang anhaltende Ernte, wir werden unser Gemüse weiterhin gut pflegen in diesem in unserer Region dritten Dürrejahr in Folge.

Ach ja, und manch eine*r findet schneiden (mit „so coolen Scheren“) vielleicht sogar noch viel schöner als Tomaten ernten…

 


Hochsommer-Impressionen

Und unser Gemüsegarten beschert uns schon im ersten Jahr nach der Baustelle reiche Ernten:

Radiesschen, Erbsen, Salate, Mangold, Zucchini, Blumenkohl, es reifen die ersten Tomaten, später kommen die Bohnen, die Kürbisse, der Kohl…

 

 


Gemeinsam selbermachen: Meerrettich ernten und verarbeiten

 

Wann: Donnerstag, den 21.11.2019, 15.30 – 18.00 Uhr

Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa Lützow, Lützowstr. 28, 10785 Berlin

Foto: gartenjournal.net

Wir ernten frischen Meerrettich aus unserem Garten, (erleben beim Reiben gemeinsam die Schärfe dieser gesunden und schmackhaften Wurzel), stellen als Grundvariante Sahne-Meerrettich her und probieren zwei zusätzliche Wunschrezepte aus.
Dafür werden Materialien bereit gestellt, es können natürlich auch Zutaten für weitere Wunschvariationen mitgebracht werden.
Bitte möglichst eigene Transport-Gläser mitbringen.

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten unter: wachsenlassen@web.de

 

        

 

pdf zum Ausdrucken: Aushang Meerrettich19


VorFreuden und sinnlicher Genuss des Frühlings

Die Zeit zum Aussäen ist gekommen und mit ihr die Vorfreude auf auf einen blühenden Garten und der Geschmack von frischem Salat, Zucchini, Tomaten und und und….liegt schon auf der Zunge beim bloßen Gedanken daran.

Im Projektraum wachsenlassen – Gemeinschaftsgarten & Grüne Bibliothek wurde eifrig in der LeihSämerei nach Saatgutschätzen gestöbert, sich gegenseitig beratschlagt, Erfahrungen ausgetauscht und so manch eine schwärmte von ihren Lieblingssorten.

Was für eine großartige Sortenvielfalt steht uns doch zur Verfügung jenseits der Welt der normierten Einheitsgemüse!

Wir müssen sie nur entdecken, pflegen und kultivieren.

Ob die Goldene Königin, die Berner Rose, die Rote Murmel oder die geliebte Resi – oder in diesem Jahr einfach mal das Rotkäpchen ausprobieren? – bei Klein und Groß waren die Entscheidungen dann doch irgendwann gefallen und es wurde sorgfältig ausgesät.

Neben der geschmacklichen Vorfreude konnten wir uns auch an ersten Ernten aus unserem Garten kulinarisch erfreuen.

Die Teilnehmer*innen der KinderGartenWerkstatt hatten leckere und vitaminreiche Frischkäse-Brennessel- Knäckebrote vorbereitet und es gab einen ersten Wildkräutersalat und Frühlingsquark mit frischen Kräutern aus dem Garten.

Geschmackliche Vielfalt – und eine Freude für die Augen!

Wie immer zu dieser Jahreszeit möchte ich wieder einmal darauf hinweisen, beim Einkauf von Erde, egal, ob Aussaaterde, Balkon- oder Gartenerde, darauf zu achten, dass diese keinen Torf enthält. Der weltweite Torfabbau wird ökologisch immer problematischer und es gibt mittlerweile auch in Baumärkten, Gartencentern und sogar einigen Discountern torffreie Alternativen zu kaufen.

Auch wenn diese teurer sind, es lohnt sich, für uns und nachkommende Generationen, nachhaltiger zu wirtschaften!

 

        


Klimakrise aufhalten – eine Zukunft für die Landwirtschaft!

Weil es mir am Herzen liegt, hier eine Bitte an alle, folgende Petition zu unterschreiben und weiterzuleiten:

https://weact.campact.de/petitions/klimakrise-aufhalten-eine-zukunft-fur-die-landwirtschaft?bucket=nl-18-07-27-bauer


Fermentationsworkshop am 16.5.2018 in Berlin Moabit

Fermentationsworkshop mit MATTHIAS FRITSCH

Im Rahmen des Ausstellungs-Projektes ELEMENT DER VERÄNDERUNG

Gemüse in gesammelten Marmeladengläsern selber einlegen.

Beim kostenlosen Fermentationsworkshop lassen wir die Mikroorganismen für uns arbeiten. Fermentation macht Gemüse länger haltbar, leichter verdaulichund reichert es mit wertvollen Vitaminen an. Jede Kultur hat ihre eigenen Fermentationstechniken. Ob Sauerkraut, Kimchi, rote Beete, Gurken oder eingelegte Zwiebeln, der Fantasie sind beim Fermentieren keine Grenzen gesetzt. Einfach mal selber ausprobieren. Nach einigen Tagen kann das fermentierte Gemüse schon gegessen werden.
Gemüse und Gläser sind vorhanden, können aber auch mitgebracht werden.

Der Workshop richtet sich an Hausbewohner, Nachbarn und alle Interessierten. Jeder ist herzlich willkommen!

Wann: 16. Mai 2018

Workshop 1: 11 bis 14 Uhr Workshop 2: 16 bis 18 Uhr

Wo: Obdachlosen-Wohnhaus, Lübecker Str. 6, 10559 Berlin-Moabit

Künstler
MATTHIAS FRITSCH (geb. in Greifswald, Deutschland), Filmemacher und visueller Künstler, lebt und arbeitet in Berlin. Mit seinem Video-Meme „Technoviking“ schrieb er 2007 Internet-Kulturgeschichte. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den „Expanded Media Award“ des Filmwinters Stuttgart, ist künstlerischer Leiter des „Moving Silence“ Festivals in Griechenland und beschäftigt sich seit 3 Jahren intensiv mit Stoffkreisläufen und biologischen Prozessen.

Das Projekt DAS ELEMENT DER VERÄNDERUNG
Die 2. Ausstellung des THE GLASS PROJECT E. V. im Obdachlosen-Wohnhaus Lübecker Str 6, Berlin-Moabit, lädt KünstlerInnen ein, sich gemeinsam mit Obdachlosen und Nachbarn durch das Medium Glas inspirieren zu lassen und künstlerische Ausdrucksformen zu finden, die in spezifischer Weise auf das modernistische, viergeschossige Gebäude und seine Bewohner eingehen. Neben den KünstlerInnen nehmen auch BewohnerInnen aus der Obdachlosenunterkunft sowie NachbarInnen teil.

Weitere Informationen und Kontakt:

THE GLASS PROJECT e.V.
aleksandra@theglassproject.de
http://www.theglassproject.de