Wildbienen – die fabelhafte Welt der Vielfalt

Liebe Bibliothesnutzer*innen, liebe Nachbar*innen!

Mit einer Informationsbroschur zum Mitnehmen und einer kleinen Ausstellung mit ausgewählten Bildern aus dem benachbarten Gemeinschaftsgarten wachsenlassen möchten wir Sie heranführen an die faszinierende und leider immer noch weitgehend unbekannte Welt der einheimischen Wildbienen.

Viele unsere Wildbienen sind in ihrer Existenz bedroht und mit ihnen die Artenvielfalt unseres Ökosystems Erde.
Es wird Zeit, dass wir sie besser kennen- und schützen lernen!

Ab dem 15. Januar 2021 in der Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin
Aktuelle Öffnungszeiten: Mo, Mi und Fr von 13.00 – 18.00 Uhr

Wir danken Herrn Wilfried Puhlmann herzlich für die Bereitstellung der schönen Fotos!

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes:
„Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“

 

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Gartenimpressionen – früher Winter

November-Dezember, die Tage werden kurz, der Garten kleidet sich für die dunkle und kalte Jahreszeit.

Farben und Formen verändern sich und die Spatzen machen sich über die stehengebliebenen Samenstände her.

Der tote Baum erfährt neue Besiedlungen, Pilze, Flechten und Mose beginnen auf ihm zu keimen. Und zahlreiche andere sichtbare Spuren erzählen von einem reichen Innenleben.

Hoffentlich rechtzeitig aufgehangene Domizile für Ohrenkneifer und wen auch immer bieten Schutz für die willkommenen Nützlinge im nächsten Jahr.

Der Garten im Winter bietet Raum für Träumereien, Reflexionen und sinnvoller Freizeitbeschäftigung im Freien. Mitten in der Stadt können wir Natur erfahren und uns aktiv zu ihrem Schutz einbringen.

À propos Spatzen:

Es gibt natürlich noch mehr Gartenvögel in unserem Gemeinschaftsgarten neben dieser lustigen Horde, die regelmäßig bei uns einfällt.
Ab Ende November haben wir mit der Winterfütterung begonnen, die erst einmal noch etwas spärlich ausfällt, da die Vögel in unserem Garten noch genug Samen und Beeren zu fressen haben. Aber ein bißchen was dazu freut ja auch das Vogelherz…

Wichtig ist, dass die Vogeltränken- und bäder steht gefüllt und gesäubert werden. Natürlich haben Vögel auch im Winter Durst und die meisten von ihnen baden auch im Winter sehr gerne!

Und nicht zuletzt: der Gemüsegarten.

Der Rosenkohl hat seinen ersten Frost erhalten und kann abgeerntet werden …und schmeckt unbeschreiblich gut!

Ab dem 18.1.2021 bieten wir wieder individuelle Gartenführungen und gemeinsame Herstellung von Salben/ BodyButter für Einzelpersonen/ max. 2 Personen aus einem Haushalt an.

Nur mit Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de


Individuelle Gartenführungen und mehr

Gerade in dieser Zeit vertrauen wir auf die Kraft unserer Stadtnatur und laden Euch herzlich dazu ein, mit uns die Vielfalt unseres Gemeinschaftsgartens auf dem Außengelände des Kiez Zentrums Villa Lützow zu entdecken.

Individuelle Gartenführungen am Mittwoch nachmittag können vereinbart werden unter: julia.wachsenlassen@web.de

Weiter Angebote, die dabei helfen können, kraftvoll und gesund durch den Lockdown zu kommen unter:
https://www.kiez-zentrum-villa-luetzow.de/aktuelles


Kapuzinerkresse und Meerrettich – eine stärkende Tinktur aus unserem Garten

Vielen ist die Kapuzinerkresse  – Tropaeolum majus – sicherlich wohlbekannt als unkomplizierte, fröhlich blühende einjährige Balkonpflanze.

Dass sie auch sehr lecker (in Salaten oder als Pesto) schmeckt und dazu noch viele heilende Eigenschaften besitzt, war auch mir bis vor kurzem noch nicht bewusst.

Über eine antimikrobakterielle Wirkung verfügt sie aufgrund der Senfölglykoside (Isothiocyanate), die sie enthält, diese wirken antibakteriell, antiviral und antimykotisch.
Also genau das richtige Kraut in Zeiten einer Pandemie.

Die Kapuzinerkresse hat förderliche Wirkung auf die Durchblutung und es ist gut erforscht, dass sie gemeinsam mit der Wurzel des Meerrettich – Armoracia rusticana – bei verschiedenen Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis oder Sinusitis wirksam ist und auch bei akuten Blasenentzündungen für Linderung sorgt.

Inzwischen steht es auch zur Diskussion, ob mithilfe von Tropaeolum majus die Verordnung antibiotischer Wirkstoffe verringert werden kann und es wird erforscht, ob sie unterstützend und heilend bei Krebserkrankungen eingesetzt werden kann.

Da der Meerrettich ebenfalls über Senfölglykoside verfügt, ergeben diese beiden Pflanzen das ideale Paar zur Stärung unseres Immunsystems.

Das Ansetzen einer alkoholischen Tinktur ist denkbar einfach:

Die Tinktur sollte etwa drei bis vier Wochen ziehen, wobei sie täglich einmal geschüttelt werden sollte; es ist darauf zu achten, dass sämtliche Pflanzenteile immer gut mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Danach Abseien und in kleine Flaschen umgiessen. (Hierfür sind dunkle Glasflaschen am besten geeignet, oder man bewahrt die fertige Tinktur im dunklen Schrank auf.)

Jeden Tag genügen einige Tropfen, um unsere Abwehrstoffe zu stärken.

Achja, wie bei allen Kräuterrezepten solltet ihr vorsichtshalber einen Arzt oder Apotheker fragen, wenn ihr euch unsicher seid, ob die Inhaltsstoffe für euch verträglich sind.
Wir geben hier lediglich Vorschläge zum Selbermachen von gesunden und leckeren Produkten aus dem Garten und können keine Verantwortung für Unverträglichkeiten übernehmen.

Bis zum ersten Frost können Kapuzinerkresse und Meerrettich bei uns im Garten noch frisch geerntet werden.
Wenn ihr Interesse daran habt, schreibt einfach eine Mail an: wachsenlassen@web.de, dann können wir uns verabreden.


Aktualisierung: Raus in die Stadtnatur!


Exklusive Gartenführungen im Gemeinschaftsgarten

Aufgrund der aktuellen Covid-19 Maßnahmen können wir unsere Gartenführungen momentan nur für jeweils eine Person anbieten und laden herzlich dazu ein, sich beim Aufenthalt im Freien an unserem herbstlichen Garten zu erfreuen.

Wir schauen, was der Garten zu dieser Jahreszeit an Wildkräutern für uns bereit hält und lernen Hilfreiches über Anbaubedingungen, Ernte und Wirkkräfte.
Wir geben Anregungen zur Herstellung einer stärkenden Tinktur für unser Immunsystem aus Kapuzinierkresse und Meerrettich und stellen die Zutaten dafür bereit.

1. Termin: Mi, den 11. November 2020, 14.00 – 16.00 Uhr

Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa LützowLützowstr. 28, 10785 Berlin


Nur mit Anmeldung unter: wachsenlassen@web.d

Aktuelle Termine der Saatgut-AG/ LeihSämerei in Tiergarten-Süd

 


Gemeinsam selber machen – Wildbienen-Nisthilfen-Workshop am 21.10.2020

 

 

 

 


Klimawandel und gemeinschaftlich gärtnern…

…oder: nicht der Götterbaum ist das Problem.

Seit nunmehr 10 Jahren gärntnern wir gemeinsam mit an dem Wohlerhalt unserer Erde interessierten Mitgärtner*innen in der Lützowstr. 28 in Berlin Mitte.

Wir sind nach wie vor ein ‚kleines Vorhaben‘ mit einem großem wunderschönen Garten, der sich immer wieder verändert – im Wandel der Jahreszeiten, im Wandel des Klimas.

Wir sind wichtig für die Abkühlung des Wohngebietes Berlin Tiergarten-Süd und dienen den Nachbar*innen als Feinstaubfilter.

Um den Garten in der Stadt in bei dem sich verändernden Klima zu erhalten, wählen wir – wenn möglich – gebietsheimische Pflanzen, die nicht viel Wasser benötigen, aber trotzdem an unser Klima gewöhnt sind.
Mediterrane Pflanzen sind häufig keine Lösung, da sie späten Kälteeinbrüchen, wie sie in Deutschland immer noch zu erwarten sind, schlecht standhalten können.

Heimische Gehölze und Stauden, die zudem auch das Nahrungsangebot für Insekten und Vögel bereichern, sind da robuster.

Ein Garten bietet beste Möglichkeiten, zu versuchen, wie es sich anfühlt, sich den Veränderungen unseres Klimas zu stellen.
Eine aufmerksame Beobachtung fördert meist die Fähigkeit, zielgerichtet in eine Handlung zu gehen.

Nicht der Götterbaum ist das Problem…
…sondern seine Fähigkeit, auch bei Hitze und Trockenheit noch ehr gut zu gedeien und dadurch einheimische Arten zu verdrängen.

Wir finden, beide sollten ihren Platz auf unserer Erde haben und zum Erhalt der Artenvielfalt bemühen wie uns, Gartenbereiche zu schaffen, in denen auch einheimische Pflanzen und Gehöze überleben können. Diese bieten zudem nach wie vor – im Gegensatz zu Götterbaum und Co.- die notwendige Menge an Nahrung für Vögel, Insekten, Menschen und anderen Wesen.

Möchtest Du unsere Arbeit unterstützen?

Wir freuen uns über tatkräftige Mitstreiter*innen bei der Ernte und Verarbeitung der Früchte, Samen, Heilkäuter unseres Gartens!

Dann melde unter:
wachsenlassen@web.de

Möchtest Du uns finanziell unterstützen?

Dann informiere Dich unter:

www.betterplace.org/de/discover-projects?q=Gemeinschaftsgarten+wachsenlassen


Kartoffelernte im Gemeinschaftsgarten

Das ganze Jahr über beschenkt uns der Garten mit reicher Ernte, nun ging es gemeinsam mit den Kindern an die Kartoffelernte, immer ein besonderes Vergnügen, wenn auch Pandemie-bedingt in diesem Jahr leider ohne ein Gartenfest mit Familien und Nachbarn.

Erst einmal wurde mit Florin der Einsatz von Grabegabeln geübt, bevor wir uns an die Kartoffelnsuche machten.

Ich war gespannt, wie groß die Ernte ausfallen würde, hatten wir die Kartoffeln in diesem Jahr doch in ein neu entstandenes Beet gesetzt, dessen Bodenbeschaffenheit noch nicht sehr gut ist.
Wir hatten sie – angelehnt an ein Milpa-Beet oder auch ‚die drei Schwestern‘ genannt – , gemeinsam mit Kürbis, Mais und Bohnen gepflanzt. Bei uns also vier Schwestern.

Aber wir wurden gut fündig, das reichte doch erst einmal für ein Mittagessen im Kindergarten und den Eltern konnte auch noch etwas mitgebracht werden.

Wie schön, dass wir in unserem Garten den Wandel der Jahreszeiten erleben können und diese auch noch mit unseren Ernten verbinden können.
Wir freuen uns nun auf Kürbis, Weiss- und Rotkohl und schließlich Rosen- und Grünkohl.

Und die Tomaten bescheren uns immer noch viele viele leckere Früchte!


Besuch bei der Saatgut-AG in Tiergarten-Süd

An jedem dritten Dienstag im Monat um 17.30 Uhr trifft sich die Saatgut-AG im Rahmen des EFRE-Projektes: „Umwelt hautnah-Natur verstehen und erleben“ in der LeihSämerei der Grünen Bibliothek.

Sie ist ein offener Zusammenschluss von Privatpersonen, der LeihSämerei und dem Himmelbeet.
Ihr zentrales Anliegen ist, samenfestes, regionalesn Saatgut zu erhalten, zu verbreiten und das notwendige KnowHow zu erarbeiten.

Die Saatgut-AG befasst sich deshalb in ihren Treffen mit der Praxis und der Theorie des Saatgutrerhaltes:

Saatgut wird geerntet und gereinigt, es wird recherchiert und das Gesammelte sorgfältig beschriftet und in die LeihSämerei eingestellt und/oder für den Eigengebrauch der Teilnehmer*innen verwendet.

Es findet ein reger Erfahrungsaustausch statt, Fachliteratur und aufkommende Fragen zur Theamtik werden besprochen.

Es enstehen immer wieder neue Ideen tur Verwendung des gesammelten Saatgutes, am Nachmittag meines Besuches wurden Mischungen für sogenannte Seat-Bombs hergestellt, denen ich häufig skeptisch gegenüber eingestellt bin, weil deren Mischungen meiner Meinung nach oft eher wahllos zusammengestellt zu sein scheinen.

Daher wurde ich angenehm überrascht, als ich feststellen konnte, dass hier mit Sinn, Fachverstand und Kreativität gehandelt wurde.
Die Saatgut-Mischungen wurden nach Standort und Wasserbedarf zusammengestellt, es wurde berücksichtigt, ob es sich um ein-oder zweijährige Pflanzen oder um Stauden handelte.

Dabei entstanden wunderbar zusammengestellte Mischungen wie zum Beispiel Königskerze, Nelkensorten, Sonnenblume und Pampasgras für sonnige Bereiche oder Nachtkerze, Klette, Salatrauke, Pimpinelle und Zottelwicke für den Halbschatten.
Die Zusammenstellungen werden als Saatgut-Mischungen und/oder in Tonkugeln eingefasst auch in der LeihSämerei angeboten werden.

Also, liebe guerilla-gardeners, da macht die Begrünung an trostlosen Orten (und bitte nicht wahllos in Parkanlagen oder anderen gestalteten Grünflächen auswerfen!) doch wieder Spaß und sorgt für freudige Überraschungen.

Neben der praktischen Saatguterhaltung engagiert sich die Saatgut-AG aber auch in der Umweltbildung, es wird Informationsmaterial zum Saatgutanbau und -erhalt in Form von Plakaten, Flyern usw. hergestellt und immer wieder auch gemeinsame Ausflüge zu saatgutrelevanten Orten wie z.B. regionalen Saatgutzüchtern unternommen.

Außerdem engagieren sich die Mitglieder bei Urbanität & Vielfalt, einem Bundesprogramm zum Erhalt und Nachzüchtungen von bedrohten, gebietsheimischen Pflanzenarten.

Vor der Bibliothek Tiergarten-Süd sind im Rahmen dieser Arbeit unter anderem die Pech- und Karthäusernelke, die Golddistel, das Steppen-Lieschgras und andere bedrohte Pflanzen ausgesät worden.

Das nächste offene Treffen in der Grünen Bibliothek, Bibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 27, 10785 Berlin findet am 15. September statt, wer Lust hat, sich zu dieser Thematik einzubringen, ist herzlich eingeladen und kann jederzeit und unverbindlich zu einem der AG-Treffen kommen!

Eine kleine Golddistel, Carlina vulgaris agg.

Mir hat der Nachmittag viel Freude bereitet und ich kann die Saatgut-AG jeder und jedem, die oder der sich in dieser wichtigen und vielschichtigen Arbeit engagieren möchte und dafür einen Ort sucht, wärmstens empfehlen!

Die Arbeit der Saatgut-AG wird gefördert durch:

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