Magerstandorte – Biotope der Artenvielfalt

Ein Workshop im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

Gerade magere, sonnige Standorte sind aus unserer Landschaft fast vollständig verschwunden. Auch in Berlin, einst bekannt für seine vielen verwilderten Brachen, sind diese Freiräume immer weniger zu finden. Dabei bieten sie vielen Tieren und Pflanzen, die auf dem Land heimatlos geworden sind, einen Lebensraum.

Was immer noch weitgehend unbekannt ist:
Magerstandorte gehören zu den artenreichsten Lebensräumen.
Ein Großteil der einheimischen Wildpflanzen ist an magere, nährstoffarme Standorte angepaßt und entwickelt sich dort am besten und am gesündesten.

Daher haben wir uns auf den Weg gemacht, in einem zweiteiligen Workshop-Angebot darüber zu informieren, was ein Magerstandort überhaupt ist, welche Wichtigkeit er für die Vielfalt einheimischer Pflanzen und Tiere hat und wie man solch einen Standort anlegen kann.

Ein naturnah angelegetes Magerstandortbeet hat nichts mit den versteinerten Schottergartenkonzepten unserer Zeit zu tun, sondern es wird kreativ mit verschiedenen Materialien wie Sand, Schotter, Kies, Steinen und Totholz angelegt und mit standortgerechten einheimischen Pflanzen gestaltet.

Viele Pflanzen und Tiere finden hier ihren Lebensraum, neben Wildbienen finden sich andere Insekten wie Spinnen und Laufkäfer ein, die sowohl auf unseren aus- und aufgeräumten Agrarflächen auf dem Land als auch in den zunehmend versiegelten Städten heimatlos geworden sind.

Je nach Standort finden sich auch Reptilien ein, Vögel gehen hier gerne auf Insektenjagd oder genießen ein Bad im Sand.

Nach einer Kennenlernrunde und einer theoretischen Einführung durch die Workshopleiterin Ute Stumm, Naturgartenplanerin und Biodiversitätsberaterin, machten wir uns ans Werk.

Zuerst wurde der Boden des Beetes ca. 10 cm ausgehoben und sorgfältig von noch daran verbliebenen Pflanzenresten, besonders Wurzeln gesäubert.
Diese Arbeit muss sorgfältig verrichtet werden, damit alte Bepflanzungen nicht wieder durchschlagen und zurückkehren.

Dann wurde das Beet mit Sand aufgeschüttet, in unserem Fall haben wir mit zwei verschiedenen Sandsorten gearbeitet. Den eigentlichen Nisthügel haben wir mit einem Sand, den wir noch von einem Erdaushub auf dem Gelände übrig hatten, modelliert, dort haben wir auch noch drei vertikale Nisthilfen für Wildbienen aus Holz integriert, die schon vorher hier im alten Beet standen.
Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Sand eine bindige Struktur hat, zu feinkörniger Sand rieselt zu schnell und bietet Wildbienen keine ausreichend stabile Struktur, um ihre Niströhren bauen zu können.

Also nicht einfach die verlassen Buddelkiste der älter gewordenen Kinder plündern, dieser Sand muss auf jeden Fall in irgendeiner Form aufgearbeitet werden.

Den Hügel haben wir noch einmal zusätzlich gestampft und geklopft, damit er eine feste Struktur bekommt.

Danach machten wir uns ans Verschönern mit alten Baumwurzeln und Steinen. Diese Elemente bieten zudem auch noch einmal zusätzliche Lebensräume.

Dann ging es ans Pflanzen, für mich wie immer einer der schönste Teile bei solchen Arbeiten.

Für diesen Standort haben wir mit ausschließlich gebeitsheimischen Pflanzen gearbeitet, die wir über die Gärtnerei Hirschgarten und über Urbanität und Vielfalt bezogen haben. Hier noch einmal herzlichen Dank an die Arbeitsgruppe Schöneberg von UundV ,die uns mit einigen (für sie überschüssigen) Pflanzen beschenkt haben. Alles in freiwilligem Engagement per Hand geerntet, ausgesät und aufgezogen und garantiert gebietsheimisch!

Bei uns wurden u.a. folgende Pflanzen gesetzt:

Berg-Sandglöckchen

Jasione montana

Ohrlöffel-Leinkraut

Silene otites

Golddiestel

Carlina vulgaris

Rauen Löwezahne

Leontodon hispichus

Aufrechter Ehrenpreis

Veronica teucrium

Sandstrohblume

Herichrysum arenarum

Stipa (Echtes Federgras)

Stipa penneta

Wilde Karde

Dipsacus tullonum

Karthäusernelke

Dianthus carthusianorum

Gelbe Skabiosa

Scabiosa ochroleuca

Großblütige Königskerze

Verbascum densiflorum

Heide-Nelke

Dianthus deltoides

Gew. Leinkraut

Linaria vulgaris

Kleinblütige Bergminze

Clinopodium nepeta

Rundblättrige Glockenblume

Campanula rotundifolia

Breitblättriger Thymian

Thymus pulegiodes

Zypressenwolfsmilch

Euphorbia cyparissias

Geschafft!

Wir danken unseren Workshop-Teilnehmerinnen für die gelungene Zusammenarbeit und Ute Stumm für die anschauliche und praxisnahe Weitergabe ihres reichen Wissens- und Erfahrungsschatzes.

Was wir alle als Wissen (neben der praktischen Erfahrung, dass ich jetzt weiß, wie ich einen Magerstandort anlegen kann) mit nach Hause nehmen konnten:

Die Anlage von Magerstandorten ist in besonderem Maße biodiversitätsfördernd , denn mit der Anlage von Magerstandorten können wir einen Standort schaffen, der aus der Normallandschaft durch Nutzungsintensivieren fast vollständig verschwunden ist. Diese Nutzungsintensivierung ist einer derHauptgründe für den Rückgang der Biodiversität, der ja vor allem in den offenen und halboffenen Landschaften zu beobachten ist. Andererseits erweisen sich die Pflanzen der trockenen, nährstoffarmen Standorte als besonders widerstandsfähig in Trocken- und Hitzeperioden.

Magerstandorte sind als in der Klimakrise resilient erwiesen und können weiterhin zur Abkühlung der Umgebung beitragen, da die krautigen Pflanzen auch ohne Bewässerung grün bleiben und nicht vertrocknen.

Flächen mit kargem Bewuchs werden dringend benötigt und müssen auch künstlich geschaffen werden, wenn wir das Aussterben der Arten stoppen wollen.

Am 24.10. haben wir dann im 2.Teil unseres Workshop das eigentliche Sandarium angelegt, der Bericht dazu folgt.

Der zweiteilige Workshop Magerstandort als Sandarium wurde in Zusammenarbeit mit dem Projekt Gemeinschaftsgärten gestalten Bestäuberschutz durchgeführt.

Wir danken der Postcode Lotterie für die Förderung unserer Arbeit:


Workshop: Anlage eines Sandariums

Sa, den 24.10.2026, 14.30 – 17.30 Uhr

Einheimische Wildpflanzen sind ein wichtiger Baustein, dem enormen Verlust an Biodiversität in Zeiten des Klimawandels etwas entgegenzusetzen. Ein Großteil der einheimischen Wildpflanzen ist an magere, nährstoffarme Standorte angepaßt, auf denen sie reichlich blühen. Das macht diese Flächen wiederum für Insekten sehr attraktiv, zudem finden sie hier reichlich Nistorte.
Gemeinsam möchten wir mit unseren Workshop-Teinehmer*innen im Gemeinschaftsgarten ein Sandarium in unserem neuen Magerstandort anlegen.

Wir lernen Wissenswertes über Wildpflanzen und den Wert von Magerstandorten und entdecken die ihnen eigene Ästhetik.

Nachdem wir im ersten Teil unseres Workshops ein Magerbeet angelegt haben, werden wir diesmal einen Sandhügel als Nistplatz für Wildbienen anlegen und den Ort mit Totholzelementen ergänzen und mit einheimischen Wildstauden bepflanzen.

Damit legen wir das eigentliche Sandarium an und vervollständigen damit die Gesamtfläche.
Bitte für Gartenarbeiten passende Kleidung und Schuhwerk tragen.

 

Leitung: Ute Stumm, Natugartenplanerin, Dpl. Ing., Biodiversitätsberaterin

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Kontakt: Stadtnatur@wachsenlassen.com

Der Workshop ist kostenfrei.

In Zusammenarbeit mit dem Projekt: Gemeinschaftsgärten gestalten Bestäuberschutz,  MfN Berlin/ TUM

Wir danken für die Förderung unserer Arbeit:


Workshop: Gemeinsam Saatgut reinigen

 

Nach einer kurzen theroretischen Einführung, warum es sinnvoll ist, eigenes Saatgut zu ernten, möchten wir uns im praktischen Teil gemeinsam zusammensetzen, um in gemütlicher Runde Saatgut für das nächste Jahr zu reinigen.

Wenn möglich, bitte eigenes Saatgut mitbringen, Küchensiebe und feine Pinsel und Gläser oder Papiertüten zur Aufbewahrung.

Wann:

Fr, den 2.10., in der Zeit von 16.30 – 18.30 Uhr

Wo: Bibliothek Spandau,

Carl-Schurz-Straße 13,

13597 Berlin

https://www.berlin.de/stadtbibliothek-spandau/bibliotheken/bezirkszentralbibliothek/

 

Dozentinnen: Ute Stumm, Naturgartenplanerin und Biodiversitätsberaterin

Gabriele Koll: Leitung Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

Anmeldungen unter:

events@ba-spandau.berlin . de telefonisch unter (030) 90279-5511.

Oder direkt an stadtnatur@wachsenlassen.com

Bau eines Lehmteiches

Himmelsteich oder Lehmpfütze?

Lange schon hatten wir überlegt, wie wir das Element Wasser in unseren Garten integrieren könnten.

Da wir keine Möglichkeit haben, Regenwasser von Dachrinnen aufzufangen, um es in einen Teich leiten zu können und auch nicht mit einer Folie arbeiten wollten, haben wir uns nach viel Recherche auf das Wagnis Lehmteich eingelassen.

Wobei es sich bei uns eher um einen Tümpel handelt, oder, poetischer ausgedrückt: um einen Himmelsteich.

Ein Tümpel ist ein kleines, stehendes Gewässer, das sich durch eine geringe Wassertiefe und einen oft wechselnden Wasserstand auszeichnet. Im Gegensatz zu Teichen sind Tümpel in der Regel flacher und können sogar zeitweise austrocknen. Tümpel speisen sich häufig nur durch Regenwasser und das erklärt den schönen Namen Himmelsteich: es ist das Wasser, das vom Himmel fällt, das diesen Teich füllt.

Eine Feuchtzone zu schaffen, die zeitweise auch trockenfallen kann, erschien uns als Möglichkeit, einen reizvollen neuen Lebensbereich in unserem Garten zu schaffen, weil gewisse Pflanzen und Tiere auf solche Bereiche spezialisiert sind.

Es gibt einige Pflanzen, die wechselfeuchte Standorte mögen, bei uns stehen jetzt u.a. Blutweiderich, Wasserdost, Sumpf-Wolfsmilch und Sumpfdotterblume in diesem Bereich.

Und feuchter Lehm ist ein äußerst beliebter Matsch bei vielen Insekten. Viele Wildbienen benötigen ihn zum Nestbau, einige von ihnen sind sogar auf dieses Material spezialisiert.

Im November letzten Jahres machten wir uns an die Arbeit.

Nicht einfach war es für uns, eine nicht zu steile Grube auszuheben (was uns auch nicht gelungen ist, um es vorneweg zu sagen) und entsprechende Terassierungen miteinzubauen. Sollte doch das später aufzutragende Lehmgranulat gut halten und eine ausreichend flache Zone für spätere Bepflanzungen und zum leichteren Eintritt von Insekten und anderen Tieren vorhanden sein.

Das Lehmgranultat wurde in mehreren Schichten aufgetragen und zwischendurch immer wieder festgestampft, damit es (hoffentlich) gut das Wasser halten würde.

Dies hat einige Bauzeit in Anspruch genommen, aber rechtzeitig zum Jahresende waren die Grundarbeiten fertig.

Irgendwann waren die Temperaturen dann auch so, dass es dann wirklich keinen Spaß mehr gemacht hat, im Möchte-Gern-Teich zu matschen…

Im Frühjahr 2026 ging es dann endlich weiter.

Nun konnten wir das Lehm-Sandgemisch auftragen, das als Pflanzsubstrat dienen würde und die wunderschöne Gitterkonstruktion zur Absicherung der Wasserstellen wurde geliefert.

Schließlich befindet sich unser Garten auf einem Gelände des Jugendamtes Berlin Mitte und viele Kinder lieben unseren Garten und halten sich oft in ihm auf.

Hier noch einmal vielen Dank an die Metallbaufirma De Nobile für Entwurf und Gestaltung unserer Teichspinne!

Nach der Installation des Gitters ging es ans Bepflanzen und an die Verschönerung mit Steinen und Totholzelementen.

Zu unserer Überraschung und Freude stellten sich zeitig in diesem Jahr viele Insekten an unserer Lehmstelle ein. Wir konnten die rote und die gehörnte Mauerbiene beobachten, die sich Material zu Versiegelung ihrer Niströhren beschafften, gefolgt von Grabwespen und vielen anderen, von uns leider nicht zu identifizierenden Insekten. (falls es eine Entomolgin/ Entomologen unter unserern Lesern gibt: Herzlich willkommen in unserem Garten!!)

In einem größeren Arbeitseinsatz haben wir dann die Kieslieferung zügig bewältigt und es hat sehr viel Spaß gemacht, die Umgebung des Teiches dadurch noch einmal zu verschönern.

Vervollständigt wurde unser Himmelsteich durch einen Steg zur Überquerung und passender Bepflanzung des Umfeldes.

Nun erfeuern wir uns schon seit einigen Monaten an diesem neuen Naturgartenmodul in unserem Garten.

Immer wieder gibt es neue Entdeckungen und wir sind gespannt, wie unser Lehmtümpel sich weiter entwickeln wird.

Bislang hält er gut dicht, wobei die Verdunstungen bei den zeitweise extrem hohen Temperaturen in den Sommermonaten sehr stark sind, aber genau so etwas ist ja auch interessant zu beobachten.

Seit drei Jahren arbeiten wir konsequent daran, unseren Garten in einen Natur-Schaugarten in der Stadt umzuwandeln, um zu zeigen, wie Gärtnern im Klimawandel gelingen kann und was wir alle dazu beitragen können, um die Biodiversität in der Stadt zu fördern und zu erhalten.

Der dramatische Artenschwund und der damit einhergehende Verlust an Biodiversität ist ein Problem, das uns alle angeht.
Das einzig Gute in dieser schwierigen Situation ist: Wir alle können etwas dagegen tun!

Die von uns bisher eingebrachten Naturgartenelemente bieten viele Lebensbereiche für Pflanzen und Tiere. Zusätzlich zu den vorhandenen Elementen wie Totholz, Schattsaum mit regionalen Stauden, Lehmtümpel, vielen einheimischen Wildpflanzen und Gehölzen (da brauchen wir noch mehr!), Kräutergarten mit einheimischen und mediterranen Kräutern und Wildblumenwiese werden wir im September/ Oktober einen Magerstandort als Sandarium installieren.

Und für das nächste Jahr ist der Bau einer Trockenmauer geplant.

Ich danke unseren Mitgärtner*innen, die sich gemeinsam mit uns aktiv im Natur- und Umweltschutz zuverlässig und mit viel Engagement einbringen.

Unser Gemeinschaftsgarten ist nur möglich durch eurer ehrenamtliches Engagement!

Wer bei uns mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!

Einfach eine Nachricht an: stadtnatur@wachsenlassen.com

Ebenso einen herzlichen Dank an Ute Stumm, Zukunftslust e.V. für ihre tatkräftige und fachliche Unterstützung!

Wir danken der Postcode Lotterie für die Förderung unserer Arbeit

 

 


Green social day bei wachsenlassen

Am 8.9 hatten wir tatkräftige Unterstützung in unserem Garten durch Mitarbeiter*innen der Engagement Global gGmbH.

Mit zehn Personen war die Hälfte des Teams des ASA-Programm vor Ort, einem entwicklungspolitischen Austausch- und Stipendienprogramm, das von  im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird.

Einen herzlichen Dank an das großartige Team, das uns bei unserer Gartenarbeit sehr geholfen hat!

Wir konnten gemeinsam einen Gartenbereich für unseren kommenden Workshop am 18.9.

vorbereiten und haben einen großen Bereich auf der Wiese des Kiez Zentrums Villa Lützow von invasiven Neophyten (kanadische Goldrute, Hybrid-Luzerne und Götterbaum) befreit.

Es hat sehr viel Spaß gemacht mit euch!


Workshop: Magerstandort als Sandarium

Im Rahmen unserer Workshopreihe 2026: Erlebte Vielfalt in der Stadtnatur

möchten wir gemeinsam ein weiteres Naturgartenmodul zur praxisnahen Anschauung in unserem Garten an folgenden Terminen installieren:

 

Magerstandort als Sandarium

Teil 1: Gestaltung eines Magerstandortes

Fr, den 18.9.2026, 15.30-18.30 Uhr

 

Teil 2: Anlage eines Sandariums

Sa, den 24.10.2026, 14.30 – 17.30 Uhr

 

Einheimische Wildpflanzen sind ein wichtiger Baustein, dem enormen Verlust an Biodiversität in Zeiten des Klimawandels etwas entgegenzusetzen. Ein Großteil der einheimischen Wildpflanzen ist an magere, nährstoffarme Standorte angepaßt, auf denen sie reichlich blühen. Das macht diese Flächen wiederum für Insekten sehr attraktiv, zudem finden sie hier reichlich Nistorte.
Gemeinsam möchten wir mit unseren Workshop-Teinehmer*innen im Gemeinschaftsgarten einen Magerstandort als Sandarium anlegen. Im ersten Teil des Workshops lernen wir Wissenswertes über Wildpflanzen und den Wert von Magerstandorten und entdecken die ihnen eigene Ästhetik.
Wir pflanzen um und ein, legen erste Flächen mit Sand, Steinen und Totholz an.

Im 2. Teil am 24.10.2026 legen wir das eigentliche Sandarium an und vervollständigen die Gesamtfläche.
Beide Teile des Workshops können unabhängig voneinander besucht werden.

Bitte für Gartenarbeiten passende Kleidung und Schuhwerk tragen.

Leitung: Ute Stumm, Natugartenplanerin, Dpl. Ing., Biodiversitätsberaterin

 

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Kontakt: Stadtnatur@wachsenlassen.com

 


In Zusammenarbeit mit dem Projekt: Berliner Gemeinschaftsgärten gestalten Bestäuberschutz

Wir danken der Postcode Lotterie für die Förderung unserer Arbeit!

 


Stadtnaturgarten sucht neue Mitgestalter*innen!

Der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen befindet sich seit 2010 im Herzen des Kiezes Tiergarten-Süd, Berlin Mitte, auf dem Gelände des Kiez Zentrums Villa Lützow.

Unser größtes Anliegen der Erhalt der Artenvielfalt und die Sensibilisierung für einen achtsamen Umgang mit der Natur. Wir sehen unseren ca. 2000qm großen Stadtnaturgarten als ein Trittsteinbiotop und stehen beispielhaft für eine klimaangepasste Stadtgestaltung.

Seit seiner Gründung ist der Garten für uns ein Ort gelebter Gemeinschaft, eines nachhaltigen Miteinanders und ein Ort, um Natur zu erfahren und (wieder-) zu erleben.

Unsere Schwerpunkte liegen in der Förderung der Biodiversität in der Stadt und der Errichtung und Erhaltung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Wir gärtnern naturnah, d.h. wir pflanzen gebeitsheimische Wildpflanzen und Stauden und errichten Naturgartenmodule wie Totholz, Steinhaufen, Wasser, (Benjes-) Hecken….

Im Herbst stehen zum Beispiel die weitere Rodung und Neubepflanzung einer ausgewählten Fläche an und der Bau eines Sandariums.
Des weiteren ist der Bau einer Trockenmauer geplant.

 

Wir suchen Menschen, die uns in folgende Aufgabenbereichen tatkräftig unterstützen:

– naturnahe Gartenpflege

– naturnahe Gartenplanung- und gestaltung

– Erfassung der Pflanzen und Tiere unseres Gartens (Artenkenntnis)

– LeihSämerei: Ernte und Reinigung von Saatgut (einheimische Wildpflanzen und Gemüse), Eintüten und Einstellen zur Mitnahme des Saatgutes in die LeihSämerei, Hilfe bei Vorbereitung und Durchführung unserer jährlichen Saatgut-Tauschbörse, Vernetzung.

– Bei Interesse und eigenem Wissen und Ideen Durchführung von Angeboten aus den Bereichen, naturnahes Gärtnern, Biodiversität, Vögel, Insekten, Kräuter….

– Öffentlichkeitsarbeit.

Ebenfalls sind Menschen willkommen, die unseren Garten für ihre persönlichen Leidenschaften (Naturfotografie, Kunst, Wildbienen, Vögel, Kräuterführungen….) nach Absprache nutzen möchten.

 

Wenn Du Lust hast, gemeinsam im Team mit anderen die Stadtnatur zu erhalten und so die Biodiversität zu fördern, dann melde Dich bei uns.

Bei uns ist für jedes Alter, von leichter bis schwerer Gartenarbeit etwas zu tun, jede*r kann sich nach seinen Fähigkeiten individuell einbringen.

 

Termine: wöchntlich Dienstag-Donnerstag, 14.00 – 17.00 Uhr, nach einer Einarbeitungszeit auch individuelle Termine möglich und/oder ab und zu zu Arbeitseinsaätzen nach Absprache.

Kontakt: Gabriele Koll, wachsenlassen@web.de

 


Einheimische Wildkräuter – Salbenherstellung

Sinnlich und heilsam: die sommerliche Flora biodivers

Einheimische Wildkräuter – Salbenherstellung

Samstag, 4.7.2026, 16.00 – 18.30 Uhr

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Im Sommer verströmen sich die Pflanzen, übertreffen sich
gegenseitig an Blütenvielfalt, in Form, Farbe und Duft.

Bei einem Spaziergang durch den Garten von wachsenlassen
offenbart sich diese Vielfalt als sinnvoller Zusammenhang von
Wild- und Kulturpflanzen, Insekten, Vögeln, deren
Lebenswelten miteinander verknüpft und mitunter sehr
detailliert aufeinander abgestimmt sind.

Nicht nur für den Erhalt der Arten, der biologischen Vielfalt ist
es besonders in unserer Stadtnatur wichtig, Lebensräume für
Pflanzen und Tiere zu schaffen und zu erhalten. Die wachsenden
Großstädte müssen an den globalen Klimawandel angepasst,
Flächen entsiegelt und nachhaltig genutzt werden.
Auch hierbei spielen Wildpflanzen eine große Rolle.

Sie erfahren darüber hinaus etwas über die heilende Wirkung
der Pflanzen, die Eigenschaften von ätherischen Ölen und
Farbstoffen und wie wir sie für uns nutzen können in Form von
Tees, Tinkturen und Kräuterölen.

Im Anschluss an den Kräuterspaziergang haben Sie die
Gelegenheit, selber eine Salbe aus Steinklee herzustellen, um
selbst im tiefsten Winter von der wärmenden Energie des
Sommers zu profitieren.
Unter Verwendung von Steinklee, Ringelblumen und
Johanniskraut.

Durchführung: Carola Pichert, Heilpraktikerin und Gärtnerin

Dieser Workshop im Rahmen unseres Projektes Erlebte Vielfalt in der Stadtnatur ist kostenfrei dank der Förderung von:

Der Veranstaltungsflyer zum Ausdrucken: Workshop Salbe


Naturnahes Gärtnern im Weltengarten Werder

 

Ein schöner Termin, um einen Ausflug in den Weltengarten in Werder https://weltgartenwerder.de/

zu unternehmen und mehr über naturnahes Gärtnern zu erfahren:

Sonntag 14.6.15:15 Uhr

Naturnahes Gärtnern – Ihr Beitrag zur Artenvielfalt
Vortrag/Führung mit Henriette Buegger

VHS Veranstaltung

Anmeldungen unter:

https://www.kvhs-pm.de/kurs/politik-gesellschaft-umwelt/nachhaltigkeit-umwelt-oekologie/naturnahes-gaertnern-ihr-beitrag-zur-artenvielfalt/F26W10400

Der Weltengarten ist gut mit der RE 1 + Bus (hält direkt vor dem Garteneingang) zu erreichen. (Von Berlin Hbf in ca. 40 Minuten)


Fledermausfreundliches NaturGärtnern mit Fledermaus-Ortung

Fr, 29.5.2026, 16.00 – 19.00 Uhr

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Kiez Zentrum Villa Lützow
1. OG
Lützowstraße 28
10785 Berlin

Warum sind Fledermäuse so wichtig für unseré Okösysteme und welche Rollen übernehmen sie darin?
Was bedroht sie und macht ihnen das Leben schwer und wie können wir diesen uns oft geheimnisvoll anmutenden Säugetieren helfen und unterstützen?

Anhand von Beispielen im eigenen Garten der Dozent*in wird aufgezeigt, was Fledermäuse von uns brauchen – wie wir ihre Nahrung, also vor allem nachtaktive Insekten, im eigenen Garten fördern. Dabei geht es vorrangig um den Einsatz von heimischen, standortgerechten Pflanzen und dem Anlegen von Naturmodulen – Bausteine, die mehr Mikroklimata in den Garten bringen (Beispiele Naturteich, Käferkeller und „Fledermausbeet“).

Ein sinnvoll gestalteter Fledermauskasten wird zur Veranschaulichung gezeigt und erklärt.
Wir gehen mit einem Echometer über das Gelände des Kiez Zentrums Villa Lützow und hoffen, die Fledermäuse des Gartens aufzuspüren und zu ‘hören’.

Dozent*in: Feo Brandt, Naturgarten e.V.

https://g-artenvielfalt.eu/

Wir danken der Postcode Lotterie für ihre Förderung!