Vielen Dank für den schönen GartenBazar!

In entspannter Atmosphäre, im großen Raum des Kiez Zentrums Villa Lützow und im Außenbereich davor konnten wir in diesem Jahr doch noch eine öffentliche Veranstaltung unter den geltenden Hygieneregeln durchführen.
Endlich noch einmal in den Austausch gehen und interessante Gespräche führen mit den vielen Besucher*innen, die sich vorbildlich an die geltenden Regeln gehalten haben.
Ein wenig raus aus dem eingeschränkten Distanz-Modus-Denken, in dem wir alle uns schon so lange befinden und wieder einmal persönlich erfahren, wie viele Menschen es gibt, die sich Sorgen um unser Klima, unsere Natur und unsere gesunde Ernährung machen.

Wir haben die Produkte präsentiert, die im Laufe des Jahres aus den reichen Ernten in unserem Garten entstanden sind und viel Zuspruch und Wertschätzung für unsere Arbeit erhalten.

Dafür an dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an alle Besucher*innen und natürlich an alle Helfer*innen, die aufgrund der Kontrollmaßnahmen notwendig waren!

Ebenso ein dickes Dankeschön an die Kräuterpädagogin Kirsten Born, das Team des queeren Jugendzentrums und Ebru vom Mehrgenerationenhaus, die mit dabei waren.

Es hat sehr viel Spaß gemacht, mit euch gemeinsam diese Veranstaltung durchzuführen!

Übrigens: wir haben regelmäßig Wurmkompost gegen Spende aus unserer Gartenproduktion abzugeben! Einfach unter wachsenlassen@web.de anfragen und vorbeikommen.


Weiter den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen retten!

5 Jahre sind vergangen, seit wir eine Petition auf change.org gestartet haben, um auf unsere damalige Not aufmerksam zu machen.

Vielen, vielen Dank für die vielen Unterschriften von Unterstützer*innen, die damals bei uns eingegangen sind!

Nun haben wir uns dazu entschieden, die Petition zu erneuern, um wieder dazu aufzurufen, den Gemeinschaftsgarten zu retten.

Denn: vieles ist passiert, vieles hat sich verändert, eines aber ist gleich geblieben: wir arbeiten immer noch unter prekären finanziellen Bedingungen.

Mehr dazu unter:

https://www.change.org/p/rettet-den-gemeinschaftsgarten-wachsenlassen/u/29894766


Schönheit (III) und Garten – November 2021

November in der großen Stadt, grau, dunkel, trübe und der immer noch ansteigende Autoverkehr – wollten wir nicht damit beginnen, so vieles anders zu machen? – zerrt an Nerven und Nase.

November 2021 in immer noch pandemischen Zeiten, mehr noch, schlimmer als im letzten Jahr.

Die Stadt – Konsum, Geschwindigkeit, aufgewühlte Nerven, Empörung, Neonlicht und doch Grau in Grau; bunt getüpfeltes Laub, Nährwert für unsere Zukunft, wird geräuschvoll weggesaugt, aufgeräumt, weggeräumt.

Leistungsgespräche, Nichtverstehen, Verarmung der Gefühle, Nicht-handeln-können im Angesicht des Klimanotstandes.

Ich gehe in den Garten, es sind noch letzte Pflanzungen vozunehmen, Vorbereitungen für kommende Zeiten und Vorfreude auf das neue Jahr.
Nun ist die richtige Jahreszeit, dies mit Sorgfalt und Bedacht anzugehen, ohne Angst davor, dass die neuen Pflanzungen zu heiss und trocken stehen werden.

“Der Herbst ist immer unsere beste Zeit” sagte einst J.W. von Goethe.

In diesem Jahr fällt mir dazu ein: “wir ernten, was wir säen”, schlimmstenfalls neue Wellen.

Die Tagetes leuchten mir im fahlen Novememberlicht entgegen – welch eine Farbenfreude!

Direkt daneben steht eine Mariendistel in Blüte und hebt sich – zu dieser Jahreszeit?! – in strahlendem Lila vor ihren mit Marias Milch getränkten Blättern ab.

Die Herbstastern, Chrysanthemen und die Blütestände der Sedum-Gewächse sind eh meine liebsten Begleiter im Herbst, aber dass der Acker-Rittersporn seit dem Frühsommer immer noch sein unbeschreibliches Blau, vielleicht nun ein wenig milder als im August, an uns verschenkt, erfüllt mich auch in diesem Jahr mit sprachlosem Erstaunen.

Grauer November?

Nur in unseren verödeten Städten und den totbringenden Monokulturen auf dem Land, in der Natur, so scheint mir, “wird durchgeblüht”.

Aber da bin ich ja nicht die erste, die das entdeckt…

(Und direkt daneben zu dieser Jahreszeit der Rosenkohl, für mich einfach ein Wunder an Schönheit und soo zart und lecker!!!)

Andere scheinen sich darauf einzustellen, beim zunehmend milderen Klima einfach zu überwintern und mehrjährig zu werden, wie es einige Malvengewächse, zu deren Familie ja auch die bei uns meist zweijährige Stockrose Alcea rosae halten.

Die ‘wilden’ machen derweil eh, was sie wollen, wenn man sie nur lässt und ihnen Zeit und Raum zum leben gibt.

Dann schenken sie uns ihre Schönheit mitten im – menschengemachten grauen – November und erleuchten damit unsere Herzen.

Übrigens: Unser Garten liegt mitten in der Stadt. Wir bemühen uns seit 12 Jahren, ihn zu erhalten und wünschen uns mehr solcher Orte!
Für Menschen, Pflanzen und Tiere. Für unser Klima, für ein gesundes Ökosystem.


Green Deal an der Spree

Im Rahmen der ARD Themenwoche „Stadt.Land.Wandel.“ ist das hörenswerte Feature ‚Green Deal an der Spree – Projekte für ein umweltfreundliches Berlin‘ von Carmen Gräf enstanden, für welches sie auch unseren Gemeinschaftsgarten besucht hat.

Nachzuhören unter:

https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/lebenswelten/archiv/20211107_0900.html


Pflanzentauschmarkt vor der Grünen Bibliothek

Dieses Bild hat ein leeres alt-Attribut; sein Dateiname ist pflanzenmarkt.jpg.

Witterungsbedingt findet unser Pflanzentauschmarkt am Sa, den 25.9.2021, in der Zeit von 14.00 – 17.00 Uhr auf dem überdachten Terrassenbereich des Familienzentrums Villa Lützow statt. Eingang zum Gelände direkt links neben der Bibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 28, 10785 Berlin.

Wir freuen uns auf euch!


Stadt braucht Grün

Die für den Naturschutz, die Erholung und das Stadtklima wertvollen Flächen müssen gesichert werden. Ein für Menschen und Tiere hochwertiges Grün bedarf einer qualifizierten Pflege. Daher müssen die Verwaltung und die Gärtner*innen in die Lage versetzt werden, Wiesen, Bäume und Kleingewässer ökologisch pflegen zu können.

Mehr erfahren über die Aktion des BUND Berlin und die Forderung an das Abgeordnetenhaus unterschreiben: https://www.bund-berlin.de/mitmachen/stadtbrauchtgruen/


Einladung zum Pflanzentauschmarkt am 25.9.2021

Liebe Gärtner*Innen!

Lust auf Pflanzen- und Erfahrungsaustausch?

Wir haben einiges aus unserem Garten abzugeben und würden uns freuen, gemeinsam mit anderen einen Pflanzentauschmarkt

am 25.9.2021

in der Zeit von 14-17 Uhr

vor der Grünen Bibliothek
Lützowstr. 27
10785 Berlin

zu veranstalten.

Und wer nichts zu tauschen hat: wir verschenken auch gerne!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter:

wachsenlassen@web.de

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes: „Umwelt hautnah- Natur verstehen und erleben“.


Stadtgärtnern mit der Natur – Vieltfalt und Lebensräume – Gartenführungen – Gartengespräche

Wie können wir unsere (Stadt-) Gärten so gestalten, dass sie Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen bieten? Warum ist Vielfalt für unser Leben so wichtig? Gemeinsam erkunden wir unsere Gartenvielfalt und tauschen uns darüber aus.

Mi, den 8.9.2021, 17.00 – 19.00 Uhr

Vielfalt und Lebensräume

Auf unserem Gelände gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen (Covid-19), die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt und eine Anmeldung notwendig unter: wachsenlassen@web.de

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Kiez Zentrum Villa Lützow

Lützowstr. 28, 10785 Berlin


Gartenführung: Vielfalt und Schönheit

Gemeinsam erkunden wir mit allen Sinnen die Schönheit einer vielfältigen Gartenlandschaft und tauschen uns darüber aus.

Mi, den 18.08.2021, 17.00 – 19.00 Uhr

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Kiez Zentrum Villa Lützow, Lützowstr. 28, 10785 Berlin

Es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen (Covid-19) auf unserem Gelände, die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Eine Anmeldung ist notwendig unter:

wachsenlassen@web.de


Weiße Blüte im Juni – Das Mädesüß, Filipendula ulmaria

– Geist der heiteren Gelassenheit –

Der Zauber, den die Blüte des Mädesüß bei mir – und bei vielen, vielen Insekten, wenn auch vermutlich aus anderen Gründen – auslöst, scheint ein sehr alter zu sein:

Vermutlich entspricht das Mädesüß der von Plinius als „rodarum“ benannten Heilpflanze der keltischen Druiden. Als solche war sie neben der Mispel, der Wasserminze und dem Eisenkraut eine der heiligsten Pflanzen der Druiden.

Viele Sagen und Mythen ranken sich um das Filipendula ulmaria.

Es ist die heilige Pflanze der keltischen Göttin Danu und nach der christlichen Mythologie war es Maria selbst, die das Mädesüß aussähte.

Die Pflanze schützt vor Dämonen und bösen Geistern und gilt auch heute noch als starke Heilpflanze.

Und:
Die Blütenessenz des Mädesüß hilft, wenn man sich zu viele Sorgen um das liebe Geld macht. Sie lindert Geiz und macht großzügig. Sie wirkt entspannend, fördert das Urvertrauen und macht freundlich. Sie gibt Geborgenheit und tröstet. Sie hilft zu teilen und sich mitzuteilen.
Was will man mehr von einer Pflanze?

Die Insekten in unserem Garten haben wahrscheinlich nur eine klare Antwort darauf: wohlschmeckende und reichhaltige Nahrung.

Wenn ich mir das rege Treiben auf unseren Mädesüß-Blüten anschaue, habe ich immer das Gefühl, die vielen kleinen Wesen fühlen sich wie auf einer riesigen Nektarweide, die sie genüßlich in aller Ruhe abernten können. Dies zu beobachten ist eine Freude.

Das Echte Mädesüß ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Bei günstigem Standort kann die Staude bis zu 200 cm hoch werden.

Sie steht gerne sonnig und im Halbschatten, aber stetig feucht sollte der Boden am besten sein, ein Luxus, den wir uns in unserem Garten in Zeiten des Klimawandels und starker Trockenheit nur noch an einigen wenigen Stellen gönnen.

Bei uns wächst es in unserem ‘Waldgartenbereich’ neben Beinwell, Petersilie, Rhabarber und Lungenkraut, einem Bereich, der ab und an eine Extraportion Wasser bekommt.

Ursprünglich war das Echte Mädesüß vor allem in Erlen-Eschenwäldern zu finden, die früher die Bach- und Flussauen prägten. Leider sind diese heute in Mitteleuropa nur noch in Fragmeten erhalten.

Ebenfalls knapp werden dürfte es in naher Zukunft auch mit seinen Ersatz-Lebensbereichen, den Wassergräben, Bächen und Feuchtwiesen, die, um den Bestand des Mädesüß zu erhalten, nur sehr selten oder höchstens einschürig gemäht werden dürfen.

Seinen Namen hat das Mädesüß wahrscheinlich daher, dass es früher zum Süßen und Aromatisieren von Wein und insbesondere Met verwendet wurde.

Eine andere Erklärung ist die Ableitung von „Mahdsüße“, denn nach dem Absensen verströmen die verwelkenden Blätter und Stängel einen süßen Geruch.

Filipendula ulmaria war wegen seines Duftes ein beliebtes Streukraut, mit dem man neben anderen Duftkräutern morgens die Fußböden der Häuser bestreute, um ihre Wohlgerüche in der Wohnug zu verbreiten. Abends wurden diese Streukräuter dann einfach wieder hinausgefegt.

Bei uns im Garten eigent es sich wunderbar für Kräutersträuße und duftende Potpourris.

Dem Mädesüß werden auch folgende magische Eigenschaften zugeschrieben:
Liebe, Weissagung, Frieden, Glück.

Grund genug, es im Garten zu haben.