Schutzräucherung mit Heilpflanzen aus unserem Garten

Schutzräucherungen sind sehr alt und der Mensch hat schon immer versucht, sich und die seinen, sein Haus und seine Tiere zu schützen, gerade auch mit Pflanzen.

Das Räuchern in den Rauhnächten zwischen dem 21.12., dem Tag, an dem das Licht wieder zurück auf die Erde kommt, und 3. Januar, dem Tag der Heiligen Drei Könige, wird traditionell zum Schutz und zur Reinigung genutzt. Es lässt sich hervorragend verbinden mit Ritualen für eigene Visionen, Ziele und dem Loslassen von Ballast.

In kleiner geschützter Runde möchten wir mit einer gemeinsamen Schutzräucherung in unserem Garten zu einer persönlichen Durchführung dieses alten Rituals anregen.

Mi, den 14.12. um 16.30 Uhr.

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
im Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28
10785 Berlin.

Umkostenbeitrag je nach persönlicher Einschätzung: 5 -10 Euro.

Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de

Durchführung:
Julia Klement, Coachin, Mediatorin, Kräuterpädagogin
Gabi Koll, Philosophin


Räucherung mit Heilpflanzen aus unserem Garten

Zeichnung: Paula Lorenz

Räucherungenmit Pflanzen haben eine sehr alte Heiltradition.
Beim Räuchern werden Heilpflanzen langsam verglüht. Inhaltsstoffe und Wesen der Pflanze gehen in den Rauch über.
Diese Rituale können uns helfen, allein oder in gemeinschaftlicher Runde, uns zu erden und neue Energien zu tanken.

In kleiner geschützter Runde laden wir ein zu einer Pflanzenräucherung zum Thema Heilung in unserem Garten

am Mi, den 23.11. um 16.30 Uhr.

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
im Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstraße 28

10785 Berlin.

Umkostenbeitrag je nach persönlicher Einschätzung: 5 -10 Euro.

Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de

Durchführung:
Julia Klement, Coachin, Mediatorin, Kräuterpädagogin
Gabi Koll, Philosophin


Pflanzen- und Gartenführung am 25.5.2022


Stadtgärtnern mit der Natur – Gartenführung am 27.4.2022


Stadtgärtnern mit der Natur – Kräuterführung am 30.3.2022


Frühling 2022

Schwer fällt es, in diesen Zeiten von den Freuden des Frühlings zu berichten, sind wir doch ohne Atempause von der Corona-Angst in die Angst vor einem Krieg gefallen.

Wie nur kann es zu einer Heilung auf der Welt kommen?

Der Haselnussstrauch, Corylus avellana ist ein sehr altes Gewächs, schon seit dem Tertiär vor Jahrmillionen ist seine Existenz nachgewiesen, es ist anzunehmen, dass er die Fähigkeit hat, noch die eine oder andere Katastrophe zu überleben.

Die Hasel ist monözisch, d. h. eine Pflanze verfügt über weibliche und männliche Blütenstände.
Was uns allgemein auffällt (und besonders den vielen Menschen, die gegen seine Blütenpollen allergisch sind), sind seine männlichen Blütenstände, die sogenannten Kätzchen, die schon früh ab Februar blühen und somit wichtige Nahrung für früh fliegende Wildbienen sind.

Einen besonderen Reiz haben für mich in jedem Jahr die weiblichen Blüten, winzig klein und leicht zu übersehen, sie bleiben von der Knopse eingeschlossen und nur die purpuroten Narben sind am Rand zu sehen. Hier ist ein aufmerksames Hinschauen angesagt.

Schon seit Jahrtausenden wird die Hasel als Kultur- und Heilpflanze genutzt, auch liefert sie gehaltvolle Nahrung für Menschen und Tiere.

In der Naturheilkunde werden die Kätzchen, die Rinde junger Triebe, die Samen und die Blätter, meist werden diese als Tees zubereitet eingenommen.

Die Listen der heilenden Inhaltsstoffe und deren Eigenschaften sind lang:
ätherische Öle, Eisen, Eiweiße, Flavonoide, Harze, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A und B wirken adstringierend, blutreinigend, blutstillend, schweißtreibend und stoffwechselanregend.

Was aber in schwierigen Zeiten ebenfalls bedeutend ist:

Seit der Zeit der Kelten gilt der Haselstrauch, ebenso wie der Holunder als Schutzstrauch, auch er steht für Frieden und Versöhnung.
Die Germanen umzäunten ihre Thingplätze, wo Verhandlungen stattfanden und Ratsgespräche gehalten wurden, mit geschälten Haselstäben.
Es gibt Vermutungen darüber, dass diese hellen, geschälten Stäbe der Hasel der Ursprung der weißen Fahne sind, welche das Ende einer Kampfhandlung oder Krieges anzeigt.

Wohl denen, der viele Haselnusssträucher in ihren Gärten haben.

Auch der Fenchel, in unserem Garten der Gewürzfenchel, Foeniculum vulgare, ist neben ihren zahlreichen heilenden Eigenschaften eine mächtige Zauberpflanze. Sie bietet ebenfalls Schutz und spendet Segen.

Auch der erste Bärlauch erscheint mit seinem frühlingfrischen Grün und lässt uns nicht nur vom ersten selbstgemachten Pesto des Jahres träumen, sondern wurde von den Kelten in Wales vor der Schlacht verspeist, um gestärkt in den Kampf zu ziehen.
Er soll dazu in der Lage sein, Dämonen und Plagegeister zu vertreiben.
Hoffen wir, dass er in diesem Jahr schnell und zahlreich wächst.

Jahrhunderte alte Geschichten weben sich um unsere Pflanzen und Geschichten schreiben das Leben. Geschichten geben uns Trost, machen Mut, erzählen von den Freuden des Lebens und seinem Leid.

Das Schneeglöckchen, Galanthus mit seinem reinsten Weiß als zuverlässiger Bote dafür, dass der Winter bald vorübergeht, gilt als ein Zeichen für Hoffnung und Ausdauer, ein Zeichen, dass Hindernisse überwunden werden. Es steht für Stärke in schweren Zeiten, für Optimismus und eine Wende hin zum Guten.

So begrüßen wir auch in diesem Jahr – wenn auch zaghafter – den Frühling in unserem Garten, finden Freude und Schönheit und hoffen auf den guten Ausgang einer bösen Geschichte.


Zum Vormerken – GartenBazar – Gemeinschaftsgarten wachsenlassen

Zum Vormerken GartenBazar –Gemeinschaftsgarten wachsenlassen Freitag, den 26.11.2021 – 16.00 – 19.00 Uhr

Das ganze Jahr über wird in unserem Garten eifrig geerntet und gesunde und nützliche Dinge wie Tees, Tinkturen, Salben, Essige, Wurmkompost und und und ….. gemeinsam hergestellt.

Einige davon möchten wir nun auf einem kleinen Bazar anbieten (wir finden, sie eignen sich bestens als Weihnachtsgeschenke) und über unser Engagement in der Natur- und Umweltbildung und unsere Arbeit im Garten informieren.

Auch freuen wir uns sehr darüber, dass Kirsten Born, Kräuterpädagogin, mit ihrer reichhaltigen Palette an Kräuterprodukten mit dabei sein wird.

Kontakt: wachsenlassen@web.de

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,

Kiez Zentrum Villa Lützow, Lützowstr. 28, 10785 Berlin

In den Räumen des Kiez Zentrums gilt die 3G-Regel, bitte Nachweise am Eingang bereit halten.


Holunderbeerenernte im Gemeinschaftsgarten

Die Holunderbeeren beginnen zu reifen und wir bieten am

Mi, den 25.8. und Do, den 26.8. 2021, in der Zeit von ca. 14.00 – 17.00 Uhr

die Möglichkeit, bei uns im Garten Beeren zu ernten und gemeinsam mit uns direkt zu Saft zu verarbeiten.

Bei Interesse bitte eine Mail an wachsenlassen@web.de, spontane Teilnahme nach Kapazität möglich. In der nächsten Woche geht es bestimmt weiter.


Weiße Blüte im Juni – Das Mädesüß, Filipendula ulmaria

– Geist der heiteren Gelassenheit –

Der Zauber, den die Blüte des Mädesüß bei mir – und bei vielen, vielen Insekten, wenn auch vermutlich aus anderen Gründen – auslöst, scheint ein sehr alter zu sein:

Vermutlich entspricht das Mädesüß der von Plinius als „rodarum“ benannten Heilpflanze der keltischen Druiden. Als solche war sie neben der Mispel, der Wasserminze und dem Eisenkraut eine der heiligsten Pflanzen der Druiden.

Viele Sagen und Mythen ranken sich um das Filipendula ulmaria.

Es ist die heilige Pflanze der keltischen Göttin Danu und nach der christlichen Mythologie war es Maria selbst, die das Mädesüß aussähte.

Die Pflanze schützt vor Dämonen und bösen Geistern und gilt auch heute noch als starke Heilpflanze.

Und:
Die Blütenessenz des Mädesüß hilft, wenn man sich zu viele Sorgen um das liebe Geld macht. Sie lindert Geiz und macht großzügig. Sie wirkt entspannend, fördert das Urvertrauen und macht freundlich. Sie gibt Geborgenheit und tröstet. Sie hilft zu teilen und sich mitzuteilen.
Was will man mehr von einer Pflanze?

Die Insekten in unserem Garten haben wahrscheinlich nur eine klare Antwort darauf: wohlschmeckende und reichhaltige Nahrung.

Wenn ich mir das rege Treiben auf unseren Mädesüß-Blüten anschaue, habe ich immer das Gefühl, die vielen kleinen Wesen fühlen sich wie auf einer riesigen Nektarweide, die sie genüßlich in aller Ruhe abernten können. Dies zu beobachten ist eine Freude.

Das Echte Mädesüß ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört. Bei günstigem Standort kann die Staude bis zu 200 cm hoch werden.

Sie steht gerne sonnig und im Halbschatten, aber stetig feucht sollte der Boden am besten sein, ein Luxus, den wir uns in unserem Garten in Zeiten des Klimawandels und starker Trockenheit nur noch an einigen wenigen Stellen gönnen.

Bei uns wächst es in unserem ‘Waldgartenbereich’ neben Beinwell, Petersilie, Rhabarber und Lungenkraut, einem Bereich, der ab und an eine Extraportion Wasser bekommt.

Ursprünglich war das Echte Mädesüß vor allem in Erlen-Eschenwäldern zu finden, die früher die Bach- und Flussauen prägten. Leider sind diese heute in Mitteleuropa nur noch in Fragmeten erhalten.

Ebenfalls knapp werden dürfte es in naher Zukunft auch mit seinen Ersatz-Lebensbereichen, den Wassergräben, Bächen und Feuchtwiesen, die, um den Bestand des Mädesüß zu erhalten, nur sehr selten oder höchstens einschürig gemäht werden dürfen.

Seinen Namen hat das Mädesüß wahrscheinlich daher, dass es früher zum Süßen und Aromatisieren von Wein und insbesondere Met verwendet wurde.

Eine andere Erklärung ist die Ableitung von „Mahdsüße“, denn nach dem Absensen verströmen die verwelkenden Blätter und Stängel einen süßen Geruch.

Filipendula ulmaria war wegen seines Duftes ein beliebtes Streukraut, mit dem man neben anderen Duftkräutern morgens die Fußböden der Häuser bestreute, um ihre Wohlgerüche in der Wohnug zu verbreiten. Abends wurden diese Streukräuter dann einfach wieder hinausgefegt.

Bei uns im Garten eigent es sich wunderbar für Kräutersträuße und duftende Potpourris.

Dem Mädesüß werden auch folgende magische Eigenschaften zugeschrieben:
Liebe, Weissagung, Frieden, Glück.

Grund genug, es im Garten zu haben.


Pflanzenführung vor der Grünen Bibliothek

Entdeckt mit uns die Kraft der Wildkräuter im Mai!

Die Grüne Bibliothek und Kräuterpädagogin Julia Klement laden zu einer Pflanzenführung im Außenbereich der Bibliothek Tiergarten-Süd ein.

Mittwoch 12.05.2021

17:00-19:00 Uhr

Treffpunkt: Vor der Bibliothek Tiergarten Süd

Lützowstr. 27, 10785 Berlin

Anhand unserer Bepflanzungen vor der Bibliothek, besprechen wir den Wert wilder und gebietseigener Pflanzen für unsere heimische Natur, wie sie auf Balkon, Terasse oder im Garten kultiviert werden können und lernen Hilfreiches über ihre Wirkkräfte. An allen Terminen wird Saatgut zum Mitnehmen aus der LeihSämerei zur Verfügung gestellt.

Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen der urbanen Pflanzenkunde.

Aufgrund der aktuell geltenden Hygiene-Maßnahmen ist die Teilnehmer*innenzahl begrenzt. Wir bitten um Anmeldung unter:

julia.wachsenlassen@web.de

Diese Aktion findet im Rahmen des EFRE-Projektes „Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“ statt.