Erster Saatgut-Ernte-Nachmittag in der Grünen Bibliothek

Diesmal öffnete die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft an einem Sonntag für unseren ersten Saatgut-Ernte-Nachmittag – nicht zuletzt, um den wichtigen Termin der Anti-TTIP-Demonstration in Berlin nicht zu besetzen!

Mit der für jedermann zugänglichen kostenlosen Leih-Sämerei haben wir bei unserer Arbeit einen Schwerpunkte auf die zu erhaltende Saatgutvielfalt gesetzt – dementsprechend beschäftigten wir uns in diesem herbstlichen Workshop (Leitung Julia Westheimer, mit Unterstützung von Barbara Kessler) mit der Reinigung und der Aufbereitung von selbst geerntetem Saatgut aus Berliner Gärten.

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Mit einer reichen Auswahl an selbstgeerntetem Saatgut kam interessierter Besuch vom benachbarten Interkulturellem Garten der Künste im Pallaspark in Schöneberg vorbei. Und aus dem – fast schon fernen –  Steglitz wurde unter anderem Lein beigesteuert, der erstaunlich schwierig zu reinigen war!

Denn nicht alle Pflanzen, geben ihre Samen so ohne weiteres aus ihren herbstlichen Kapseln, Dolden, Hülsen, Bälgern, Schoten, oder Früchten frei!
Oft sind Fingespitzengefühl, ein scharfes Auge (manchmal gar eine Lupe!), Geduld und ein langer, oder kräftiger Atem gefragt:

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Die allermeisten Samenstände werden zunächst vorsichtig (um die Samen nicht zu beschädigen) gedroschen.
Da es draußen zwar kalt, aber glücklicherweise trocken und schön sonnig war, konnten wir im Freien mit den eigens von Maria Schulz aus Österreich angeschaften Sieben probieren und üben.

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Mit den Salat-Samen hatten wir – entgegen unserer Befürchtung und den schriftlichen Anleitungen – gar keine Schwierigkeiten:

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Mit Hilfe des Schwungsiebes und etwas zärtlichem Gepuste, machten sich die feinen Fallschirmchen ganz freiwillig auf und davon und hinterliessen uns (und der Leihsämerei) eine ganze Menge des zukünftigen Eissalats ‚Batavia’. Vielen Dank an die Pallas-Gärtner_innen dafür – und für viele andere Samen aus eurem Garten, die wir in den nächsten Wochen noch für die Leih-Sämerei aufbereiten werden.

Und hier noch zwei unserer Favoriten, die schon beim Dreschen (hoffentlich nicht zu hart gedroschen?) ihren unvergleichlichen wunderbaren Duft freigaben und uns viel Spaß gemacht haben:

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Und hier, sauber eingetütet und ordentlich beschriftet, die Ergebnisse eines schönen, erfahrungsreichen und hoffentlich sehr fruchtbaren Nachmittags:

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Unsere Siebe können zukünftig zur eigenen Saatgut-Reinigung in den Räumen der Grünen Bibliothek nach Terminabsprache benutzt werden bzw. gegen eine Schutzgebühr / Pfand ausgeliehen werden.

 

Übrigens: Zu Beginn der Veranstaltung kam Dörte vom Allmende-Kontor kurz vorbei, um uns einige Exemplare ihres brandneuen Quartettspiels ‚Berliner Gemeinschaftsgärten’ zu bringen.
Es ist jetzt bei uns in der Bibliothek Tiergartengegen einen Umkostenbeitrag erhältlich und gibt eine Momentaufnahme aller aktiver Gemeinschaftsgärten in Berlin, und viele Informationen zu den einzelnen Gärten.
Besonders schön: Gärten mit Bienenvölkern ‚stechen’ und gewinnen immer!
Das Spiel kann aber auch genutzt werden, um sich eine eigene Garten-Tour durch Berlin zusammenzustellen.

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Text und Bild: Julia Westheimer

Und dazu:

Für alle, die unseren Saatguternte-Nachmittag verpasst haben:

 

Informationen unter: http://www.suedost-ev.de/aktuelles/veranstaltungen_aktuell.php


Die Hauptstadtgärtner – eine Anleitung zum Urban Gardening

Wir freuen uns, zu einem Bildvortrag mit Frau Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen einladen zu dürfen:

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Und hier das pdf der Veranstaltung zum Ausdrucken: GBN_Einladung_Renschhausen_A4


Saatguternte-Nachmittag in der Grünen Bibliothek am 10. Oktober 2015

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Wir freuen uns auf Euer Kommen und sind gespannt auf die Berliner Saatgut-Vielfalt 2015!

Und hier der Flyer zur Veranstaltung als pdf: Saatgutflyer15 finalmit logo

 


Veranstaltungsübersicht Grüne Bibliothek der Nachbarschaft

Den Veranstaltungskalender der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft bis Dezember2015 finden Sie hier: GBdN_Termine 2tes Halbjahr 2015_0916

Aktuelle Mitmach-Termine: 
Selbermachen in der Grünen Bibliothek: Kräuter-Kunst-Workshop mit Claudia Hartwig, Sa, 19.9. und Sa, 26.9., jeweils 14.00 – 17.00 Uhr.


Kräuterschilder aus Holz selbermachen

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Bei schönstem Spätsommerwetter startete der erste offene Mitmach-Workshop ‚Kräuterschilder aus Holz für Garten, Balkon und Topf‘ in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft, so dass vom Foyer in den großzügigen Außenbereich umgezogen werden konnte.

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Unter dem Motto ‚Selbermachen in der Grünen Biblitohek‘ soll auch zukünftig gemeinsam gewerkelt, gebastelt, gemalt und geschrieben werden, auch als Angebot an Wochenenden, also zu der Zeit, wo auch Familien einmal etwa gemeinsam unternehmen können, ohne unter Zeitdruck zu geraten.

Unter der Leitung von Claudia Hartwig, freie Künstlerin, wurden die Schilder gesägt und die Beschriftung mit einem Brandmalkolben eingraviert.

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Neben der Herstellung der Holzschilder möchten wir auch einen selbstgestalteten Kräuterordner für unsere Bibliothek herstellen.
Schließlich wollen wir ja auch gerne wissen, wogegen welches Kraut gewachsen ist. Also zogen erst einmal alle Teilnehmer in den Kräutergarten des benachbarten Gemeinschaftsgartens wachsenlassen, um zu sehen, was dort so wächst und wie die Kräuter aussehen.

Nach Ernte der ‚Anschauungsobjekte‘ wurde dann gemeinsam mit Babette Dombrowski recherchiert – wie schön, dass wir neben einem Garten auch eine Bibliothek mit vielen Gartenbüchern zur Verfügung haben! – und gezeichntet.

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Ganz professionell mit botanischem Namen!

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Wir finden, die Produkte unseres ersten Workshops ‚Selbermachen in der Grünen Bibliothek‘ können sich sehen – und werden schon bald die ersten Beete in unseren Gärten zieren.

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Der offene Mitmach-Workshop ‚Kräuterschilder aus Holz für Garten, Balkon und Topf‘ wird noch an zwei weiteren Samstagen fortgeführt:
19.9. 2015 und 26.9.2015,
jeweils von 14.00 – 17.00 Uhr.
Ort: Bibliothek Tiergarten, Lützowstr. 27, 10785 Berlin

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Alle, die Spaß daran haben, gemeinsam mit uns aktiv zu werden, sind herzlich willkommen!

Das Angebot ‚Grüne Biblitohek der Nachbarschaft‘ wird gestaltet von Mitgliedern der IG-Bibliothek, die Anfang 2014 gegründet wurde, um die Schließung der Stadtteilbibliothek Tiergarten zu verhindern.

Wir freuen uns über aktive Unterstützung bei unserer für den Erhalt der Bibliothek notwendigen und umfangreichen Arbeit!
Informationen unter: gruenebibliothek@web.de oder persönlich jeden Montag und Dienstag in der Zeit von 15.00 – 17.00 Uhr Bibliothek.


Gartenzeit

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Unkraut (Beikraut, Wildkraut) zupfen, eins nach dem anderen, zupfen, zupfen, zupfen.
Das meiste davon: Selbst ausgesäter Anisysop, der sich (auch wenn ich so etwas kaum zu sagen wage) sich ein bisschen zuu wohl bei uns im Garten fühlt.
Aber auf jeden Fall eine wunderbare Insektenweide!

Stück für Stück lege ich Stauden frei und freue mich darüber, dass sie sich, obwohl ich seit Wochen viel zu wenig Zeit für den Garten hatte, über das Jhr gut entwickelt haben.
Allen Vorurteilen zum Trotz:
Der Garten ist nicht nachtragend.

Ich taste die weichen, pelzigen Blätter des Frauenmantels, nach wie vor eine meiner Lieblinge im Garten mit ihren hübschen, samtig-grünen Marienmäntelchen, die, als Tee zubereitet, auch noch über heilende Kräfte verfügen.
Ich entferne überschüssige Samenstände (lasse zwei davon zum Ausreifen als zukünftige Gabe für unsere Leih-Sämerei stehen) und braune Blätter -und all die vielen Anisysop-Setzlinge drumherum.

Die Ochenzungen daneben sind noch nicht, wie schon befürchtet, geschossen, dort gibt es noch genug frische Blätter für die Salate der kommenden Tage abzupflücken.

Und wieder: zupfen, zupfen, zupfen.

Der Fenchel hat seine schönen Samenstände ausgebildet, ich koste ein paar der noch nicht ausgetrockneten Körner und bin verwundert über das unglaublich intensive Aroma, dass sich sofort explosionsartig in meinem Mund entfaltet.
Eigentlich gehörte ich noch nie zu denen, die von Fenchel schwärmen, doch der Genuss heute hat mich überzeugt: rasch eine Sorte sorgfältig ausgesucht als entscheidende Zutat füt die heutige Salatsauce.

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Seit Tagen: Schmerzen, starke Schmerzen.
Die Physiotherapeutin zerrt zielstrebig und tatkräftig an mir herum, die starken Schmerzen ‚unten links‘ treten zurück, neu auftretende Schmerzen ‚oben rechts‘ werden unerträglich.
Dazu: Ein Arbeitsauftrag, den ich auf Grund unterschiedlichster Umstände nicht in der Lage bin, auszuführen, den ich aber trotzdem ausführen muss.

Ich betrete den Garten, matt, erschlagen und irgendwie in der Erwartung, auch hier mit Vorwürfen empfangen zu werden.

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Zusätzlich die Mahnung der Therapeutin im Ohr, ‚jetzt bloß keine Bäume auszureißen, sondern mich zu schonen‘, bin ich eh unentschlossen, ob ich mich heute der Gartenarbeit hingeben soll.

Im Garten treffe ich die Gärtnerin, eine andre Art von Therapeutin.
Ruhig und gelassen schneidet sie die wuchernden Äste der Schneebeeren, Schritt für Schritt, Schnitt für Schnitt.

Und ich zupfe weiter.

Scheide den Beinwell, gieße neue Jauche auf, heilsamer Trunk für heilsame Pflanzen.

Die Bunte Forelle, etwas spät nach gesät, hat sich doch nur noch zu recht kleinen Köpfchen entwickelt, aber in diesem Jahr wollte sich unser Lieblingssalat eh nicht richtig entfalten. Er keimte schon schlecht oder gar nicht und wuchs nur sehr zögerlich.
Stirnrunzeln und Fragen über Fragen: Lag es an uns, was hatten wir falsch gemacht? War es das schwierige Wetter oder lag es doch am Saatgut?
Aufmerksam sein, beobachten, überlegen.
Und nicht allzu enttäuscht sein, wenn die Natur wieder einmal etwas anderes macht, als man erwartet hat und man die passende Erklärung dafür vielleicht doch nicht (sofort) findet.

Zupfen, zupfen, schneiden, gießen, inne halten, beobachten.

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Die Tomaten haben meine Abwesenheit gut überstanden, da zeigt sich dann die Stärke eines Gemeinschaftsgartens, wo andere während der eigenen Abwesenheit da sind und sich kümmern.

Der Rest wuchert.
(Auch ein mir nicht unbekanntes Gefühl im Garten: Alles wuchert über mich hinweg. Und auch da hilft nur: Ruhe bewahren, anfangen, weitermachen, zupfen)
Was fangen wir mit all dem Oregano an?
Der Estragon?
Die Melisse?
Wann soll ich Zeit finden, Kräutersalze zu mörsern, Estragonessig aufzugießen,die Melisse für leckeren Tee ?
Und das ‚Kraut der Hundertjährigen‘?
Seine Heilkraft soll der des Gingsengs in Nichts nachstehen.
Wann wird das geerntet?

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Hoppla, jetzt bloß nicht erdrücken lassen von der Kraft der unerledigten Dinge!

Der Garten wächst weiter, unbeeindruckt von derlei menschlichen Gefühlen und Überlegungen.

Wenn in diesem Jahr niemand da ist, der den Weg zum Hundertjährigen antreten möchte, dann vielleicht im nächsten Jahr, das passende Kraut dazu fühlt sich auf jeden Fall schon seit Jahren bei uns im Garten wohl…

Ich höre auf, zu zupfen und beginne mit den abschließenden Arbeiten eines jeden Gartentages. (Aufräumen und Ordnung halten ist nun mal ein wesentlicher Teil jeglicher Gartenarbeit).

Im Anschluss daran das vielleicht Schönste: Jetzt darf ich mir einen Blumenstrauß für zu Hause aussuchen.
Der Duft des Pflox und die Farben des Sommers in meiner Stadtwohnung.

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Die Schmerzen sind nicht verschwunden, aber – wohl auch, weil ich keine Bäume ausgerissen habe – geringer, erträglicher.
Vielleicht auch einfach nur deswegen, weil ich einige Stunden einfach nur gezupft, gezupft und gezupft habe.

Gespräch mit der Gartentherapeutin: Vielleicht sind es wirklich die kleinen, einfachen Dinge, die uns im Garten dabei helfen, wieder etwas zur Ruhe zu kommen, etwas Abstand zu gewinnen zu den ach so schwierigen, komplexen Geschehnissen des alltäglichen Lebens.
Einfache Freuden, kleine Erkenntnisse, einfaches Tun, einfach tun.
Wir sollten sehr darauf aufpassen, dass uns dieses einfache Tun nicht abhanden kommt.
Das Gefühl von Handlungsfähigkeit.

Jeder Garten – und besonders in der Stadt – ist auf seine ihm eigene Weise schützenswert.
Für sich selbst, für die Tiere, die in ihm leben und für die Menschen.

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Bildreiche Worte in unbelesenen Räumen

Hans von Trotha in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft

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Zu neuem Leben erweckt wurde am frühen Donnerstag Abend, den 2. Juli 2015 der Anbau der Bibliothek Tiergarten-Süd in der Lützowstr. 27, 10785 Berlin.

Ursprünglich als „Lesecafé“ geplant und gebaut – auch schon damals, um Aufmerksamkeit für diese schöne kleine Bibliothek zu erwecken – kam es meines Wissens in diesen Räumlichkeiten nie zu literarischen oder sozio-kulturellenVeranstaltungen gleich welcher Art.

Tragischerweise stand der Anbau dann auch noch durch unterschiedliche unglückliche Umstände seit nunmehr ca. 5 Jahren leer.

Die Mitglieder der IG-Bibliothek Tiergarten-Süd, in Kooperation mit dem Stadtteilverein Tiergarten e.V. und dem Amt für Weiterbildung Berlin Mitte, Fachbereich Bibliotheken, wünschen sich schon lange etwas anderes.

Viele Ideen sprudelten und sprudeln– und wurden und werden in langen Gesprächen konzeptionell zusammengefasst – wie der Anbau genutzt werden kann:
Die neu errichtete Fachabteilung der Stadtteilbibliothek (urbanes) Gärtnern, nachhaltige Lebensstile, DIY/DIT könnte dort einziehen, generationsübergreifende und interkulturelle ABC-Spiele und Literacy-Veranstaltungen könnten dort stattfinden, Dialog-Gespräche zu Vorstellungen von nachhaltigen Lebensstilen, Vorträge zu umweltrelevanten, ökologische Weiterbildungen, eine Holz-Mitmach-Werkstatt als offenes Angebot, ein Repair-Café, selbst zu bereitete Cafè-Angebote und und und…

Worum es geht: Ein gemeinschaftlich organisiertes und durchgeführtes Bildungsangebot von, für und mit der Nachbarschaft in der Bibliothek Tiergarten-Süd.

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Nun besteht ab Mitte Juni dieses Jahres für die IG-Bibliothek / Grüne Bibliothek der Nachbarschaft und für Frau Dr. Anja Seifert, Leiterin der Bibliothek Tiergarten-Süd die Möglichkeit, diesen lang vernachlässigten Raum für Veranstaltungen der Bibliothek temporär zu nutzten.

Die Freude über die Erlaubnis dazu von Seiten des Facility Managements des Amts für Weiterbildung Berlin Mitte dazu war groß und sofort organisierte Frau Dorén von der Grünen Bibliothek einen wunderbaren Bildvortag mit dem Publizisten Hans von Trotha.

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Hans von Trotha hat in Heidelberg und Berlin Literatur, Geschichte und Philosophie studiert. Während der Arbeit an einer Dissertation über die gegenseitige Beeinflussung von Literatur, Philosophie und Gartenkunst begann er, für den Rundfunk und verschiedene Zeitungen zu schreiben. Er gilt als Spezialist für die Landschaftsgärten des 18. Jahrhunderts. Derzeit arbeitet er selbständig als Publizist und Berater im Kulturbereich.

Sein Bildvortrag „Gartenkunst – Auf der Suche nach dem verlorenen Paradies“ bezieht sich auf sein gleichnamiges Fachbuch zu diesem Thema und führt in die Gärten und damit in die geistigen und sinnlichen Welten des Mittelalters, der Renaissance, des Barock, der Aufklärung und der Romantik.

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Aufmerksam lauschten die zahlreichen Besucher dem spannungsreichen Vortrag, einem, wie er es selbst treffend benannte, Parforceritt (allerdings eines sehr unterhaltsamen) durch einige Jahrhunderte der Gartengeschichte.

Bei vollmundigen Weinen aus der benachbarten Weinhandlung „Les climats“ fand sich nach dem Vortrag genug Raum in entspannter Atmosphäre, um sich mit Hans von Trotha und anderen Gartenbegeisterten über das Gehörte und Gesehene auszutauschen und wer Lust hatte, ist noch mit Julia Westheimer, Gärtnerin im benachbarten Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, zu einer Führung durch das frische Gartengrün gezogen.

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Wir danken Herrn Hans von Trotha für seinen Vortrag und sein Engagement für die Grüne Bibliothek der Nachbarschaft,
der Weinhandlung Les Climats für die Unterstützung unserer Arbeit,
den Mitgliedern der IG-Bibliothek und
der Bibliotheksleitung Frau Dr. Anja Seifert
und wünschen uns noch viele gemeinsame nachbarschaftliche Aktionen in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft!


Erste Saatguternte des Jahres!

Baldrian

Der Baldrian blüht und die hübschen Blütenstände bilden nach und nach kleine wunderschöne Fallschirmsamen, die durch unseren Kräutergarten schweben, wennn man sie anpustet (oder auch nur die Blüten anfasst).

Zeit, das erste Saatgut des Jahres zu ernten, um unsere Leih-Sämerei damit zu bestücken.

Ebenfalls in Blüte steht schon der Liebstöckel (Maggikraut), welcher wunderbar in Suppen und Eintöpfen schmeckt und mittlerweile majestätisch die übrigen Kräuter überragt.

Maggikraut


Do-It-Yourself, Do-It-Together, Konsumgemeinschaften

Do-It-Yourself, Do-It-Together, Konsumgemeinschaften: Bericht zu nachhaltigem Konsum durch soziale Innovationen erschienen

Für die nachhaltige Gestaltung der Gesellschaft ist ein struktureller Wandel des Konsums notwendig. Soziale Innovationen haben in diesem Zusammenhang ein hohes Veränderungspotenzial. Das UBA-Forschungsprojekt „Nachhaltiger Konsum durch soziale Innovationen – Konzepte und Praxis arbeitete wesentliche Merkmale sozialer Innovationen nachhaltigen Konsums heraus und fasste sie in einer Typologie zusammen. Das IÖW entwickelte im Rahmen des Projekts federführend Antworten auf die Frage, wie Umweltpolitik soziale Innovationen für nachhaltigen Konsum fördern kann. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts stehen nun als Abschlussbericht zur Verfügung.

Weiterlesen auf der Seite des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung

 


Garten_Kunst_Handwerk_ und DIY in der Allegro-Grundschule

Weiter geht’s mit den Verschönerungen im Schulgarten in der Allegro-Grundschule, diesmal mit Schülern der Klasse 4b.

Während sich die einen mit Claudia Hartwig, freie Künstlerin, im Spiel mit Formen, Farben und Materialien aus gesammelten Fundstücken aus Holz an den ‚einfachen Dingen der Kunst‘ erfreuen, wird bei Workshop-Leiter René Scharf konkret geplant:
Eine (oder sogar zwei? und noch einen Tisch dazu?) selbstgebaute Bank aus Holzpaletten soll entstehen.

Die sichere Handhabung verschiedener Handwerkstechniken lernen in diesem Workshop auf jeden Fall beide Gruppen und Freude an der eigenen Kreativität und am Selbermachen.

Die einzelnen Kunstobjekte der Schüler werden zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt, welches an der Ziegelwand im Schulgarten seinen dauerhaften Platz finden wird.
Und diese kann man dann, gemütlich auf der selbstgebauten Bank sitzend, bewundern und genießen…

Wir freuen uns auf die nächsten Stunden mit den jungen Künstlern und Baumeistern und sind gespannt auf die Ergebnisse!

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