Der Baum
Veröffentlicht: Juni 21, 2020 Abgelegt unter: Vögel, Insekten und andere Wesen | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, entdecken, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Nachhaltigkeit, Totholz, Wildbienen Hinterlasse einen KommentarEinst hat er unser Baumhaus getragen, dann wurde er von einem Pilz befallen – von welchem eigentlich? das sollte ich einmal in Erfahrung bringen – das Baumhaus musste weichen und er durfte immerhin auf 2,00 Meter stehen bleiben, wie schön, dass er noch teilweise da ist!
Ich empfinde das Absägen eines Baumes als einen schmerzlichen Prozess, der respektvoll durchgeführt werden sollte. Das Absägen bis auf den Stumpf ist an vielen Stellen nicht notwendig und jeder Zentimeter Totholz, der erhalten werden kann, fördert unser Ökosystem und die Artenvielfalt.
Es gibt sicherlich viele Stellen in unserer Stadtlandschaft, an denen 1-Meter-Stehenlassen eines zu fällenden Baumes der Verkehrssicherheit entsprechen würde.
Denn: der tote Baum birgt Leben!
Ich habe mir die fremden Welten, die mich umgeben, nicht ausreichend vorstellen können.
Ich habe die Behausungen von solitär lebenden Wildbienen (und wahrscheinlich auch vielen Käferarten) im vertikal stehenden Totholz sehen und erhalten können.
Was mit verborgen geblieben ist: der Baum war in seinen oberen Abzweigungen von einer Hummelkolonie besiedelt.
Wildbienennester (unseren beliebten, weil so schön pelzig und gemütlich aussehenden Hummeln gehören auch zu den Wildbienen) sind gesetzlich geschützt.
Das nützt den Hummeln natürlich herzlich wenig, wenn niemand ihr Wohnstätte bemerkt.
Es erfüllt mich mit Trauer, dass wir nicht besser hingesehen haben.
Den einsturzgefährderten Baum bis Ende September im Umkreis von 4,5 Metern wegen Verkehrssicherheit abzusperren, wäre uns auch noch gelungen.
Sie fehlen im Garten, die dunklen, schwarbraunen Hummeln, von denen ich immer noch nicht herausbekommen habe, wie sie eigentlich heißen.
Was ist mit ihnen geschehen, was wird mit ihnen geschehen?
Die Brut eines ganzen Jahres wurde vernichtet, gibt es noch eine Königin, die sich hat am Leben erhalten können?
Hofdamen, Sammlerinnen, Drohnen und wie sie auch immer heißen mögen in der Hummelgesellschaft?
Es gibt nicht die Natur und uns – es scheint sehr wahrscheinlich, dass wir alle in einem gemeinsamen, nicht dualistisch aufgebautem, sondern beziehungstechnisch weitverzweigtem Ökosystem leben.
Als sie noch da waren…
Angelica archangelica – die Engelpflanze in unserem Garten
Veröffentlicht: Juni 12, 2020 Abgelegt unter: Kräuter und Heilpflanzen | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Heilpflanzen- und kräuter Ein KommentarEs ist mein zweiter Versuch, die Echte Engelwurz in unserem Garten anzusiedeln, zu groß war ihr Feuchtigkeitsbedarf für ihren ersten – von mir falsch ausgewählten – Standort.
Nun hat sie einen Platz in einer ausrangierten Badewanne gefunden, wo wir sie separat giessen können, auch wurde dem Boden etwas Lehm beigemischt, was sie zu mögen scheint.
Unterpflanzt habe ich die imposante Staude mit Kaukasus-Vergissmeinnicht, welches ähnliche Bedürfnisse an die Bodenverhältnisse hat und estimmt weiterhin hübsch aussehen wird, wenn sich die zweijährige Edle Angelika im nächsten Jahr (nach einer hoffentlichen Selbstaussaat!) noch nicht zu ihrer vollen Pracht und Größe entwickeln wird.
Die Pflanze kommt ursprünglich aus dem europäischen Norden, also z. B. Island, Grönland oder Nordengland, jedoch auch aus östlichen Gebieten, z. B. rund um den Baikalsee und Transsilvanien.
Das erklärt wahrscheinlich ihre Vorliebe für sonnige, nährstoffreiche, frisch-feuchte Standorte, geren wächst sie an Teichrändern und sumpfigen Böden – ich hoffe sehr, dass ihre Badewanne ihr ausreicht.
Im blühenden Zustand wird die Angelika bis zu 2,50 m hoch, sie gehürt zur Familie der Doldenblütler.
Diese Blüten sind der absolute Insektenmagnet! Unzählige große und kleine unterschiedliche Insekten tummelten sich den ganzen Tag auf unserer Engelpflanze, deren Blütedauer in diesem Jahr nach meinem Gefühl sehr kurz ausgefallen ist.
Allein aus Liebe zu den Wildbienen sollte man diese Pflanze im Garten haben, wenn man denn einen Platz für sie findet, der ihr behagt.
Aber auch sonst besticht die Engelwurz durch ihre Schönheit und – nun ja, durch ihre Imposanz. Den Frühling über zu beobachten, mit welcher Kraft sich ihre Blätter und Blüten aus ihren Hüllen schieben, war für mich ergreifend und bewundernswert, nur beim Zuschauen konnte ich verstehen, dass über sie gesagt wird, siebreite wie ein Schutzengel ihre innere Stärke und Führungskraft um uns herum aus.
Auch soll sie das Selbstvertrauen stärken, Gesundheit und Glück und Mut schenken und bringt Ruhe bei quälender Angst.
Wohl den Gärtner*innen, die eine Engelwurz in ihrem Garten haben!
Natürlich liegen diese ihr zugeschriebenen Fähigkeiten nicht (nur) an ihrem Aussehen, sondern an ihren Inhaltsstoffen, die sie zu einer wertvollen Heilpflanze machen.
Zu den wichtigen gehören: ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Furocumarine (auch Furanocumarine) und Flavonoide.
Die Liste ihrer Anwendungsgebiete ist lang: Beschwerden im Magen-Darm-Bereich (Verstopfung), Appetitlosigkeit, Magersucht (Anorexie), Krämpfe und Menstruationsbeschwerden können mit ihrer Hilfe gelindert werden, sie wirkt antiseptisch und abwehrsteigernd.
Auch bei Erkältungskrankheiten, Erschöpfungszuständen, Migräne, Rheuma, Gicht und Leberschwäche wirkt sie hilfreich.
Die Heilpflanze wirkt beruhigend und schmerzlösend bei Neuralgien/ Nervenschmerzen, die beispielsweise durch erhöhten Druck oder Entzündungen entstehen.
Die Inhaltsstoffe der Angelika können auch gegen das heutzutage immer öfter anzutreffende Burn-out-Syndrom hilfreich sein. Neben den vielen anderen medizinischen Wirkungen ist die Engelwurz ein regenerierendes Mittel, das hilft, wenn der Körper oder die Seele geschwächt ist. Die Engelwurz hält uns jung, sie schenkt uns neue Energien, wenn wir schwach und kraftlos sind, zum Beispiel nach einer langen Krankheit oder Dauerstress.
Wie schon gesagt: sie schenkt uns Mut und Ruhe bei quälender Angst!
Als Heilpflanze besitzt die Engelwurz in Europa eine lange Tradition. Ihren Namen verdankt die Pflanze einer mittelalterlichen Sage. Sie besagt, dass der Erzengel Michael (oder Raphael) einem Mönch im Traum erschienen sei und ihm die Pflanze als Heilmittel gegen die Pest gezeigt habe.
Während der dunklen Zeiten des Mittelalters, als der Schwarze Tod Europa verwüstete, wurde Angelika für seine Wirkung gegen diese todbringende Infektionskrankheit verehrt. Behandelnde Mediziner hatten damals immer ein Stück der Wurzel unter ihrer Zunge.
Vielleicht auch in heutigen Zeiten wieder auszuprobieren?
Zudem vertreibt die Engelwurz dem Brauchtum nach die Dämonen der Melancholie und alle finsteren Mächte, sie erhellt den Geist, erwärmt die Seele, reinigt die Aura und verbessert die persönliche Ausstrahlung. Wer das Kraut bei sich trägt, wird von allen geliebt. Das Baden mit Angelika befreit von Flüchen, Verhexungen und allen möglichen Zaubern.
Also ein beeindruckend breites Spektrum von möglichen Anwendungsgebieten.
Die meisten Heilstoffe liegen in der Wurzel, diese kann im Herbst geerntet und getrocknet werden. Aber auch Blätter, Blüten und Samen können getrocknet und zu Tee weiterverarbeitet werden.
Um die Anwendungsmöglichkeiten noch zu toppen, kann die Engelwurz auch zu Süßspeisen verabreitet werden.
Hierzu werden die kandierten Stängel der Pflanze verwendet und entweder so vernascht oder als aparte Dekoration auf Kuchen und Torten verwendet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Engelwurze
https://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/engelwurz-neu.htm
http://heilpflanzenwissen.at/pflanzen/engelwurz/
Stadtgärtnern mit der Natur – Kräuterführung
Veröffentlicht: Juni 10, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Kräuterkunde, Nachhaltigkeit, Wachsenlassen Hinterlasse einen Kommentar
Wir laden ein zu einer Wild-und Küchenkräuterführung in unserem Gemeinschaftsgarten.
Anhand einiger ausgewählter Kräuter erfahren wir, wie diese leicht auf Balkon, Terasse oder im Garten zu kultivieren sind, lernen Hilfreiches über ihre Anbaubedingungen, Ernte und Wirkkräfte.
Wir nehmen uns Zeit für eine kleine Gartenführung und sind offen für eure persönlichen Fragen.
Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen in der urbanen Kräuterkunde.
Der Spaziergang beinhaltet eine Kräuterspende von Seiten des Gartens zur individuellen Weiterverabreitung, im Gegenzug dafür freuen wir uns über eine Erlebnisspende!
Wann: Do, den 18. Juni 2020, 17.00 – 19.00 Uhr
Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28,
10785 Berlin
Aufgrund der aktuellen Maßnahmen wegen COVID-19 auf unserem Gelände ist dieser Spaziergang auf 5 Teilnehmer*innen beschränkt und wir bitten um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de
Die Info als pdf: Kräuterführung 18.6.
Iris Germanica ‚Florentina‘ – eine frühe Schönheit in unserem Garten
Veröffentlicht: Juni 3, 2020 Abgelegt unter: Pflanzen im Garten | Tags: Artenvielfalt, Biodiversität, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen KommentarEinzug fand die weisse Veilchenwurzel (Iris florentina) in unserem Garten, weil mein Interesse daran geweckt wurde, dass aus ihrem Rhizom das sogenannte Veilchenwurzelöl zur Konservierung von Duftstoffen hergestellt wird. Das Irisöl gehört zu den kostbarsten Naturprodukten. Es wird daher nur in allerkleinsten Dosierungen z.B. für hochwertige Parfüms oder zur Aromatisierung von Lebensmitteln, Likören, Süß- und Backwaren verwendet.
Dazu braucht es allerdings Geduld, erst nach ein bis zwei jahren trockener Lagerung bildet sich der Duft heraus und ich vermute, dass die Ölherstellung sehr aufwendig ist…
Begeistert hat die florentiner Schwertlilie in diesem Jahr jedoch alle, die sie in unserem Kräutergarten entdeckt haben, mit ihrer eleganten Schönheit, die ihren Höhepunkt mit der Öffnung ihrer Blüten im frühen Mai offenbarte.
Zwei Jahre haben wir bis zur ersten Blüte gewartet und ja, die Zeit des Wartens hat sich gelohnt!
Die deutsche Schwertlilie gilt übrigens auch als Zauberpflanze, mit ihren magischen Kräften wurde sie auf Burgfelsen gepflanzt, um Feinde abzuhalten.
Diese widerum gruben die Lilien aus, um sie mit zur eigenen Burg zu nehmen und die Kräfte zu ihrem Vorteil zu nutzen…
Auch galt die Schwertlilie als Symbol der Ritterlichkeit. Das Blatt stand für das gezückte Schwert – die Blüte stand für ein reines Herz.
In der griechischen Mythologie sind sie die Pflanzen der griechischen Götterbotin Iris, die die Seelen der Verstorbenen entlang einem Regenbogen in das Reich des ewigen Friedens zu führen hatte. Wie schön!
Und weil die Vorstellung, eigenes Veilchenwurzelöl herzustellen, wenn auch nicht realistisch, so doch allzu verlockend ist, sollte die Florentina am besten allzubald eine blau blühende Pallida zur Seite gestellt bekommen, aus der ebenfalls das Veilchenwurzelöl gewonnen werden kann.
Und wenn auch nur deswegen, weil sie sicherlich wunderschön neben und miteinander aussehen werden.
Kräuterführung: Stadtgärtnern mit der Natur
Veröffentlicht: Mai 27, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Kräuterkunde, Wachsenlassen Ein KommentarWir laden ein zu einer Wild-und Küchenkräuterführung in unserem Gemeinschaftsgarten.
Anhand einiger ausgewählter Kräuter erfahren wir, wie diese leicht auf Balkon, Terasse oder im Garten zu kultivieren sind, lernen Hilfreiches über ihre Anbaubedingungen, Ernte und Wirkkräfte.
Wir nehmen uns Zeit für eine kleine Gartenführung und sind offen für eure persönlichen Fragen.
Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen in der urbanen Kräuterkunde.
Der Spaziergang beinhaltet eine Kräuterspende von Seiten des Gartens zur individuellen Weiterverabreitung, im Gegenzug dafür freuen wir uns über eine Erlebnisspende!
Wann: Do, den 4. Juni 2020, 17.00 – 19.00 Uhr
Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28, 10785 Berlin
Aufgrund der aktuellen Maßnahmen wegen COVID-19 auf unserem Gelände ist dieser Spaziergang auf 5 Teilnehmer*innen beschränkt und wir bitten um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de
Bibliothek Tiergarten-Süd: eine kleine Blühwiese entsteht
Veröffentlicht: März 21, 2020 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Artenvielfalt, Bibliothek Tiergarten-Süd, Biodiversität, DIY/DIT, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, Nachhaltigkeit, Urbanes Gärtnern, Wachsenlassen Hinterlasse einen KommentarUmwelt hautnah – Natur verstehen und erfahren
Im Rahmen dieses EFRE-Projektes wird das Profil der Stadtbibliothek Tiergarten-Süd weiter ausgebaut werden hin zu einer Bibliothek als Ort der Kompetenzvermittlung für nachhaltige Lebensweise.
Das Angebotsspektrum der Bibliothek wird sukzessive im Sinne der Nachhaltigkeitsphilosophie erweitert werden und soll zu einer Erhöhung der Außenwirkung beitragen.
Gestaltet werden Schauflächen im Außenbereich der Bibliothek, die zeigen werden, wie ökologisches Gärtnern (auch) in der Stadt möglich ist, anhand von Workshops wird der verantwortungsvolle Umgang mit unserer (Stadt-) Natur und deren Umsetzung in unserem Lebensalltag veranschaulicht.
Diese Themenbereiche werden auch in die Sprachlernangebote der Bibliothek Tiergarten-Süd integriert.
Aufgrund der ernstzunehmenden Bedrohung durch den Corona-Viruns erleben wir momentan viele Einschränkungen unseres öffentlichen, sozio-kulturellen Lebens.
Selbstverständlich mussten auch die öffentlichen Biblitoheken in diesen Zeiten schließen.
Wir bemühen uns, unsere Arbeit aufrecht zu erhalten, indem wir weiter im Aussenbereich arbeiten und dieses online dokumetieren werden.
Auch Babette Dombrowski sucht momentan nach Lösungen, ihr wöchentlich stattfindendes Kultur- und Sprachlernangebot ‚BUCHSTÄBLICH‘ in einer online-Version weiter durchführen zu können. In Zeiten der geschlossenen Schulen möchte sie Eltern und Kinder dabei unterstützen, gemeinsam mit ihr auf Sprachabenteuer zu gehen.
Die Natur hat ihre eigene Zeiten und Rythmen, unabhängig von uns umtriebigen (Stadt-) Menschen.
Um eine Blühwiese zu etablieren, ist es erst einmal wichtig, dass sie zu einer bestimmten Zeit ausgesät wird.
Deshalb handeln wir jetzt, aufmerksam alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen in Zeiten einer Pandemie einhaltend, und möchten den Menschen im Kiez und überall auf der Welt zeigen, wie insektenfreundlich auf Brachflächen, Terassen, Höfen und sogar im Balkonkasten gegärtnert werden kann.
Zur Freude von Menschen und Tieren: für ein blühendes Berlin und lebensfreundliches Berlin, zu dem jede*r beitragen kann!
So haben wir begonnen:
Der vorhandene Bewuchs der ausgewählten Grünfäche wurde sorgfältig in mehreren Arbeitsgängen entfernt.
Vorgefundene Zwiebelgeächse haben wir, soweit wie möglich, erhalten. Da uns der Boden mager genug erschien (die meisten Wiesen mögen keine fette Komposterde!), haben wir darauf verzichtet, ihn weiter mit Sand abzumagern, sondern vor der Aussaat nur sorgfältig geharkt.
Unsere extra vorher gebauten ‚Aussaat-Holz-Schuh-Platten‘ erwiesen sich leider als unnütz: auf dem von uns nicht exakt gerade eingeebnteten Boden waren sie eher holprig als wirksam, aber: ein wackeliger und lustiger Testlauf!
(…und danach wir haben das Saatgut dann mit Schuhen festgestampft so gut es ging)
Nun gut, für diese keline Fläche wird es wohl auch so reichen.
Unter dem weit herausragenden Dachvorsprung des Bibliotheksgebäudes haben wir Schotter ausgestreut, damit dieser, vom Regen kaum berührte Bereich, hoffentlich so wenig wie möglich austrocknen wird.
Danach: wässern!
So sorgsam wie möglich, damit die festgestampften Samen nicht weggeschwämmt werden.
Auch die nächsten Wochen müssen wir darauf achten, dass die ausgesäte Fläche nicht austrocknet, sonst war alle Mühe umsonst.
Und dann:
Absichern und darüber informieren, damit niemand über die frisch ausgeäte Wiese laufen wird. Unaufmerksamkeit bis hin zur mutwilligen Zerstörung sind meistens unsere größte Angste, wenn wir im öffentlich zugänglichen Bereich gärtnern.
Gemeinsam Nistkästen selber bauen
Veröffentlicht: Januar 20, 2020 Abgelegt unter: Workshops | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Familienzentrum Villa Lützow, Garten in der Stadt, gemeinsam selbermachen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Urbanes Gärtnern, Werken mit Kindern Hinterlasse einen KommentarWer hat Lust, gemeinsam mit uns Nistkästen für die Stare und Eichhörnchen in unserem Garten zu bauen und/oder eigene Nistmöglichkeiten für den Balkon zu Hause?
Wir treffen uns dazu an den folgenden Terminen und freuen uns auf aktive Vogelschützer!
DONNERSTAG, DEN 23.01.2020 VON 15.30 BIS 18.00
DONNERSTAG, DEN 30.01.2020 VON 15:30 BIS 18:00
SONNTAG, DEN 23.02.2020 VON 14:00 BIS 17:00 UHR
IM FAMILIENZENTRUM VILLA LÜTZOW /
GARTENHAUS IN DER LÜTZOWSTRAßE 28 IN 10785 BERLIN
Unser Bewegungsraum für Kinder von 0-6 Jahren ist zu dieser Veranstaltung geöffnet!
Bitte eigenes Holz für eure Nistkästen für Zuhause mitbringen, Informationen und Bauanleitungen dazu gibt es im Internet oder in Fachbüchern oder wir nutzen den ersten Termin als Planungstermin.
Nachfragen und/oder weitere Informationen unter: KIDZ@familienzentrum-villaluetzow.de
Der Infoflyer zum Ausdrucken: Familie Vogelfreund Termine 2020
Frisches Grün im Gemeinschaftsgarten
Veröffentlicht: Oktober 31, 2019 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Ökologie, Boden, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, nachhaltiges Wirtschaften, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen KommentarÜber Jahre hinweg mussten wir, bedingt durch die Baustellenzufahrt Villa Lützow , auf einen Teil unseres Gartens verzichten – und dazu noch auf einen sehr sonnigen Bereich, in dem wir Gemüsebeete angelegt hatten. (Wirklich leidend hatten wir damals in kürzester Zeit umgesetzt, was umzusetzen war an Stauden, Gehölzen, Insektenhotel, um zu retten, was zu retten war…)
Doch dann, im August des Jahres 2019 fiel endlich unsere persönliche (Garten-) Mauer!
Und zurück blieb ein über Jahre mit schweren Baufahrzeugen befahrener Boden, in dem noch nicht einmal ein Spaten stecken blieb…
Also machten wir uns ans Werk, um dieses schönen Gartenbereich wiederzubeleben.
Was wir (neben dem völlig verfestigten Boden) vorfanden: Schotter,Steine, Schrott und Müll.
Eine wahrlich schweißtreibende Arbeit bei spätsommerlichen 30 Grad!
Aber nach und nach kamen wir voran und konnten die ersten zukünftigen Beete abstecken, auf denen auf kleinem Raum ab dem nächsten Jahr Fruchtfolge und Vier-Felder-Wirtschaft anschaulich gemacht werden soll.
Auf die Flächen, die im nächsten Jahr bewirtschaftet werden sollen, sähten wir Klee als Gründungung aus, dieser wird in den nächsten Monaten den geschändeten Boden sicherlich unterstützen und verbessern.
Akribisch beobachteten wir täglich jedes neue Pflänzchen, das aus dem Boden kam und begrüßten gefühlt jeden neuen Keimling persönlich.
Die übrigen Bereiche erhielten für den Winter eine Gründüngung aus Waldroggen (ebenfalls täglich begrüßt), von der wir uns erhoffen, dass sie dabei hilft, den verfestigten Boden aufzubrechen.
Und weil wir dann die vielen rot-weißen Flatterbänder in dem vielen schönen Grün nicht mehr sehen mochten, gestalteten wir übergangsweise noch improvisierte Beetumrandungen, die viel schöner aussehen.
Und nun sind wir erst einmal zufrieden zum Ende der diesjährigen Anbausaison, erfeuen uns an unserem wiedergewonnenennen leuchtend grünen neu-alten Gartenbereich und blicken erwartungsfroh ins nächste Gartenjahr!
Neuer Eingang zum Gemeinschaftsgarten wachsenlassen vom Kiez Zentrum Villa Lützow kommend.





































































