Einladung in die Grüne Bibliothek
Veröffentlicht: April 11, 2017 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, gemeinsam selbermachen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, Wachsenlassen Hinterlasse einen KommentarViele haben mitgemacht, wir haben die schönsten Wunschbotschaften in alle Welt ausgewählt und freuen uns auf die Präsentation der druckfrischen Postkarten!
Wir freuen uns auf alle Freunde des Projektes wachsenlassen – Gemeinschaftsgarten & Grüne Bibliothek zu einem geselligem Beisammensein und Austausch nach der Präsentation ab ca. 17.00 Uhr.
Die Einladung als pdf zum Ausdrucken: Einladung Präsentation
Selbst Nähen in der Grünen Bibliothek
Veröffentlicht: März 8, 2017 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, DIY/DIT, gemeinsam selbermachen, Grüne Bibliothek, nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit Hinterlasse einen KommentarSelbst Nähen bedeutet individuelle, persönliche Mode,
kreativ sein und es macht viel Spaß!
Wie werden ein Rock oder ein Shirt genäht?
Das kann man ausprobieren und nützliche ‚Tricks‘ mit Hilfe einer Designerin dazu lernen – für Anfänger und Fortgeschrittene.
Bitte mitbringen: Passender Stoff, 1 Reißverschluss 20 cm lang und Gummiband (3-5 cm breit für einen Rock), wenn vorhanden: eigene Schere.
Wo: Stadtbibliothek Tiergarten-Süd. Lützowstr.27 .10785 Berlin
wann: Montag, den 27.3. und 3.4. 2017, 15.00 – 18.00 Uhr
Leitung: Judith Schömbs
Da die Plätze begrenzt sind (max. 5 TN), bitte unbedingt bis zum 23.3. 2017 direkt in der Bibliothek anmelden oder unter: wachsenlassen@web.de
Der Flyer zum Ausdrucken: Flyer SelbstNähen16.1
Gärtnern ohne Torf
Veröffentlicht: März 1, 2017 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Ökologie, Bibliothek Tiergarten-Süd, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit, Saatgut Ein KommentarDer Frühling naht, die Gärtner_in kann ihn schon riechen und endlich wird es Zeit, erste Blumen- und Gemüsepflanzen auszusäen, Balkone, Terassen und Fensterbretter mit grün-bunten Frühlingsboten zu beglücken.
Meine Bitte wie in jedem Jahr:
Bitte benutzt keine torfhaltige Erde!
Torfhaltige Erde ist ein großer Klimakiller.
Moore schützen das Klima: Im Boden ist die größte Menge an Kohlenstoff gespeichert, 1600 Gigatonnen.
In den Mooren, die nicht einmal 5 % der Erdoberfläche ausmachen, ist der allergrößte Teil des Kohlestoffs gespeichert. Moore können der Atmosphäre permanent CO2 entziehen, in Deutschland 200 000 Tonnen pro Jahr.
Wenn die Moore trocken gelegt sind, tritt der umgekehrte Effekt ein, der gespeicherte Kohlenstoff wird freigelegt.
Achtung: Manche Erden mit einem Torfgehalt von 30-50% Torf dürfen Bio-Erde genannt werden, bei Aussaaterde sogar bis zu 70%!
Mittlerweile findet sich in jedem gut sortierten Baumarkt auch ein Angebot an torffreien Erden.
Und ja, die Erde ist um einiges teurer als die herkömmlichen Angebote, aber: wie oft braucht man neue Blumenerde und wenn ja, wieviel?
Und vielleicht finden sich andere Möglichkeiten, seine eigene Erde herzustellen, vielleicht sogar einen eigenen Kompost – immer noch das Gold der Gärtner_in – auf dem Balkon?
Weitere Informationen zum Thema unter: Gärtnern ohne Torf
Gemeinsam selber machen…
Veröffentlicht: März 1, 2017 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, DIY/DIT, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, Nachhaltigkeit, Werken mit Kindern Hinterlasse einen Kommentar…macht uns allen am meisten Spaß!
In den Werkstätten der Grünen Bibliothek sind in diesem Winter individuelle Bücher, Hefte, Stempel und Selbstgenähtes in Gemeinschaftsarbeit entstanden, aber nun steigt mehr und mehr die Sehnsucht nach wärmeren Jahreszeiten, dem Duft von Erde und dem Aufenthalt im Garten in uns auf und das Diorama von den Störchen gibt dieser Sehnsucht zusätzliche Nahrung.
Bald können wir erstes Saatgut aussäen und mit vielen Hoffnungen (und in unserem Fall auch Befürchtungen, da die große Baustelle Villa Lützow quer durch unserem Garten beginnen wird) in Richtung eines -trotz alledem!- blühenden Gartenjahres blicken…
Frei wie ein Vogel – Ausstellungseröffnung in der Stadtbibliothek Tiergarten
Veröffentlicht: Januar 20, 2017 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek Hinterlasse einen KommentarUnd hier die Info zur Ausstellung zum Ausdrucken: aushang-zugvoegel-2
Mehlwurmburger oder vegane Eier? Essen im Anthropozän
Veröffentlicht: Januar 17, 2017 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Grüne Bibliothek Hinterlasse einen KommentarAm Dienstag, den 24. Januar 2017, um 20.00 Uhr lädt die Philipp-Schaeffer-Bibliothek zu einer Veranstaltung rund um den Sachcomic Die Anthropozän-Küche. Matooke, Bienenstich und eine Prise Phosphor – In zehn Speisen um die Welt ein. Zu Gast sind die Autoren Alexandra Hamann und Jens Kirstein, sowie der Illustrator und Live-Zeichner Ulrich Scheel.
Jeder von uns hinterlässt Spuren im Sediment des Anthropozän – des Erdzeitalters des Menschen. Nirgends wird das so deutlich wie beim Essen. Die Anthropozän-Küche führt in zehn Etappen einmal um die Welt und wirft einen Blick in die heimischen Kochtöpfe. Für den Sachcomic wurden die Erlebnisse zu einer großen Geschichte zusammengefasst und von Künstlern aus der jeweiligen Region umgesetzt. Dabei wird klar: Die Küche ist zum Schalthebel der Globalisierung geworden. Wie es in Zukunft weiter gehen wird, das entscheidet jeder einzelne von uns tagtäglich mit.
Das Buch basiert auf dem Grundgedanken des derzeit viel diskutierten Anthropozän-Konzepts, nachdem der Mensch zu einem wesentlichen Faktor im Erdsystem geworden ist, eine geologische Kraft, vergleichbar mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Kontinentalbewegungen.
Die anschaulich dargestellten Forschungsergebnisse stammen aus einem der Basisprojekte des Exzellenzclusters Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor der Humboldt-Universität zu Berlin. Herausgeber sind der Geologe und Paläontologe Prof. Reinhold Leinfelder, die Mediendesignerin Alexandra Hamann, der Geologe Jens Kirstein und der Biologe und Politikwissenschaftler Marc Schleunitz.
Wie sehen Sie die Zukunft der Ernährung? Teilen Sie Ihre Zukunftsvisionen mit uns! Was werden wir in Zukunft essen? Hightech-Food aus dem Drucker, personalisierte Moleküldrinks, oder nehmen wir uns zurück und essen nur noch regional und saisonal? Was sind Ihre Wünsche oder Befürchtungen? Der Comic-Zeichner Ulrich Scheel, der das Kapitel „Deutschland“ der Anthropozän-Küche illustriert hat, visualisiert Ihre Gedanken und Ideen in unserem „Labor der Zukunft“. Dazu reichen wir eine kleine Überraschung.
Weitere Informationen unter: http://www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/aktuelles/veranstaltungen/
Aufruf zur 7. Wir haben es satt!-Demo
Veröffentlicht: Januar 13, 2017 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Agrarindustrie, Ökologie, Bibliothek Tiergarten-Süd, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, gerechte gesellschaft, gesunde Ernährung, Grüne Bibliothek, nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit, Saatgut, Vielfalt Hinterlasse einen Kommentar
Weitere Informationen unter: www.wir-haben-es-satt.de
Unsere NähWerkstatt hat eröffnet
Veröffentlicht: November 19, 2016 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Grüne Bibliothek, nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit, NähWerkstatt, Repair-Café Hinterlasse einen KommentarDie Maschinen schnurrten, die erste Jeans wurde geflickt und neugierig schaute der/die eine oder andere Nachbar_in in unseren Projektraum , um zu schauen, was dort passiert.
In unserer neu eröffneten NähWerstatt stehen uns zwei Nähmaschinen und eine erste Grundausstattung an Materialien zur Verfügung, also kommt vorbei mit euren Lieblingsstücken, die dringend der Reparatur bedürfen!
Gemeinsam möchten wir unsere Kleidung reparieren oder auch neu gestalten, uns über Näherfahrungen austauschen und eigene Fertigkeiten und -techniken weitergeben.
Ebenso freuen wir uns auf erfahrene Näher_innen, die ihre Kenntnisse weitergeben und uns in der NähWerkstatt tatkräftig unterstützen möchten sowie über Stoff- und Materialspenden.
Wo: Stadtbibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 27, 10785 Berlin
wann: regelmäßig jeden 2. und 4. Montag im Monat, 15.00 – 18.00 Uhr
Flyer zum Ausdrucken: flyerfinal2naehwerkstatt
Wir und die Welt, die uns umgibt – ein kleiner Rückblick
Veröffentlicht: November 17, 2016 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Garten in der Stadt, Grüne Bibliothek, Nachhaltigkeit, Persönlichkeitsentwicklung, Sprachlernangebote, Stadtgarten, Urbanes Gärtnern, Werken mit Kindern Hinterlasse einen KommentarEin Gefühl für sich selbst und seine Um-Welt zu entwickeln – den großen und kleinen Teilnehmern unserer Angebote dabei zur Seite zu stehen – ist uns ein Anliegen.
Unser Gemeinschaftsgarten bietet den Raum, Stadtnatur mit allen Sinnen zu erfahren – und die Räume in der Stadtbibliothek Tiergarten bieten Platz zum gestalterischen Aufarbeiten des Erlebten, zum Erählen, Lesen, Basteln und Vielem mehr.
In unserem Sommerferienworkshop 2016 gingen Kinder gemeinsam mit Julia Westheimer auf die Suche nach Bodenlebewesen und konnten eine Menge darüber erfahren, wie wichtig es für uns Menschen ist, deren Leben zu schützen und zu erhalten.
Unser Boden – auf dem wir meist nur achtlos gehen und stehen – als Lebensgrundlage für Mensch und Tier.
In einem weiteren Workshop in den Herbstferien 2016 gestalteten die Kinder ein großes Wandbild über das im Sommer Erlebte und präsentierten dieses und andere Arbeiten in einer kleinen Werkschau am 21.10.2016.
Um meine Umwelt zu achten und zu pflegen, sollte ich erst einmal bei mir selbst damit anfangen.
Wir glauben, nur wer es gelernt hat, sich selbst gegenüber achtsam zu sein, kann überhaupt die Fähigkeit entwickeln, auch anderen und der Umwelt gegenüber Verantwortung zu übernahmen.
Deshalb liegt ein Schwerpunkt bei den Sprachlerngeboten von Babette Dombrowski auf der Persönlichkeitsbildung.
Unterschiedliche Methoden und Mittel führen spielerisch an eine Selbstreflexion heran.
Präsentiert wurden daher auch lebensgroß gestaltete Vorstellungen von dem, ‚was ich bin‘ (oder besser gesagt: sein will, wie z.B. die Nummer 7 zeigt).
Wünsche, Träume, Vorstellungen vom eigenen Leben, die immer auch dabei helfen können, sich selbst besser kennen zu lernen und zu orientieren.
Selbst erzählte Geschichten, persönliche Steckbriefe, ein Memory-Spiel mit den eigenen Konterfeis konnten ebenfalls von den Besuchern entdeckt werden.
Alle haben sich über die zahlreichen Besucher bei unserer kleinen Werkschau gefreut, stolz und souverän führten die jungen Gastgeber durch die Bibliothek eröffneten anschließend im Nachbarschaftstreff das – themengerecht gestaltete – Buffet, bei dem alle Besucher noch für eine Weile zum gemütlichen Gespräch beisammen saßen.
Saatgut-Nachmittag in der Grünen Bibliothek
Veröffentlicht: November 15, 2016 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Bibliothek Tiergarten-Süd, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Grüne Bibliothek, Leih-Sämerei, nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit, Saatgut, Stadtgarten, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen KommentarAm 29.10. 2016 trafen sich Interessierte zum Saatgutreinigen und zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch im Projektraum der Grünen Bibliothek.
Aus unserem Gemeinschaftsgarten wachsenlassen kamen in diesem Jahr nur einige Kräuter- und Zierpflanzensamen, um so schöner, dass einige Teilnehmer Saatgut aus eigenen Gärten in und um Berlin mitbrachten.
Wir kamen bald auf die Frage, warum Saatgut überhaupt gereinigt wird?
Es spricht einiges dafür:
Möchte man eine größere Samen-Sammlung zuverlässig aufbewahren, ist es ratsam, den Samen von allen Pflanzenresten zu trennen, denn diese könnten Verunreinigungen in Form von Viren, Pilzen, oder auch kleinste Schadorganismen enthalten.
Im Handel spielt zudem das sogenannte 1000-Korngewicht eine Rolle, um genaue Mengenangaben machen zu können.
Zudem kann man mit reinem Saatgut natürlich weit präziser aussäen, was im Produktionsgartenbau eine große Rolle spielt.
Daraus folgt aber auch, dass das Reinigen von Saatgut für den Hausgebrauch nicht unbedingt nötig ist, besonders, wenn es nur über die Wintersaison gebracht weden soll und die Aussaat nicht punktgenau erfolgen muss.
Es ist jedoch – meist – ein richtiges Vergnügen, sich damit zu beschäftigen (alleine und mehr noch in Gesellschaft),es ist anregend, aber auch meditativ.
Man lernt nebenbei viel über die Pflanzenphysiologie/Botanik und den eigenen, oft unscharfen, Blick (weshalb wir uns ab und zu mit einer Lupe beholfen haben.)
Im Gegensatz zum letzten Jahr haben wir diesmal rein zufällig nur Stauden- und Kräutersamen bearbeitet:
Aus der gemeinnützigen Gemeinschaft Eden bei Oranienburg (www.eden-eg.de) wurden zum Beispiel Seltenheiten wie die sehr kleinblütige Tagetes multiflora (aus Lateinamerika) ,

Bild: http://forum.awd.ru/viewtopic.php?f=462&t=223221&start=140
Lein/Flachs, Ringelblumen, eine aufregende Mischung verschiedener Kapuzinerkressen, Kalifornischer Goldmohn und andere für die LeihSämerei mitgebracht.
Die Tageteshüllen liessen sich nur durch zartes Reiben zwischen den Handflächen öffnen. Mit Glück konnte man die Samen dann durch Zwirbeln zwischen den Fingern herausfallen lassen, sonst müssen sie recht arbeitsintensiv herausgezupft werden.
Unsere Siebe können übrigens ausgeliehen werden! Kontakt: wachsenlassen@web.de
Der Lein – Linum usitatissimum ist noch genaus so hart wie im letzten Jahr:
Er wurde von uns zunächst im Leinenbeutel : ) gedroschen, dann durch verschiedene Siebe gerieben, zuletzt noch durch Pusten, bzw mit dem Wurfsieb von den letzten Hüllen getrennt.

Aus einem Kleingarten nähe Südkreuz wurde unter anderem einjähriger Schopfsalbei – Salvia viridis (ssp. horminum)

Bild: salbei-pflege.de/zierpflanze/salvia-viridis/
– aus der riesengroßen Salvia-Familie – gespendet. Dieser Salbei prunkt mit bunten Hochblättern, die Blüten sitzen unscheinbar quirlig am Stengel.
Er gab seine Samen auch nicht ohne weiteres her:
Zunächst wurden die Früchte von den kräftigen Stielen getrennt, doch die vielen Teilkapseln öffnet man nur durch kräftiges Walken im Leinsack und anschliessendes Reiben über den Boden eines Siebes. Durch Wegpusten der letzten Hüllreste erhält man schlussendlich das einigermaßen gereinigte Saatgut.
Vom sehr informativen und anregenden Saatgut-Samstag am 15.10.2016 im Prinzessinengarten hatten wir
den wunderhübschen Mais ‚Black cuties’ ,
Zitronen-Katzenminze – Nepeta cataria var. citriodora,
und die Prunkwinde – Ipomea tricolor,
sowie von den Schönfärberinnen aus dem Färbergarten des Allmende-Kontors:
Färberwaid – Isatis tinctoria (aus Asien stammend, aber seit vielen Jahrhunderten das europäische Indigo),
Färber-Wau – Reseda luteola (uralte europäische Pflanze zum Gelb-Färben),
Carthamus tinctorius – die Färberdistel oder auch Saflor
und Chenopodium podagraria – den guten Heinrich (vom Aussterben bedroht)
mitgebracht.
Die Schötchen des Färberwaid öffnen sich nicht leicht, sie können jedoch im Ganzen ausgesät werden. Schneller geht es mit folgender Methode:
http://www.dyeplants.de/waidanbau.html
Nur unsere Herbstanemonensamen, Anemone hupehensis – werden nicht gereinigt.
Die klitzekleinen Samen sind fest mit den weissen, weichen, wattigen Fasern verbunden und werden in diesem Zustand in die Erde gelegt.
Hier eine kleine Anleitung, obwohl Anemonen weit einfacher über Ableger vermehrt werden:
Die Watte auseinanderziehen, in einen Topf oder auf die Gartenerde legen und angießen, damit das Ganze nicht wegfliegt.
Über Winter draussen lassen.
Vor starker Sonne und Trockenheit geschützt, bilden sich aus dem Samen im Frühjahr zarte Keimlinge, die zu Jungpflanzen heranwachsen.
Diese Pflanzen können sich sehr von der Ursprungspflanze unterscheiden.
Die kleinen Herbstanemonen sollten das erste Jahr nach Möglichkeit frostgeschützt überwintern.
Immerhin ein interessantes Experiment!
Beim Einsortieren der Samen in die Saatgutbibliothek wurde klar, dass man eigentlich nicht genug Informationen zu den Pflanzen haben kann – aber leider selten hat…
Einfach aus dem Grunde, weil wir schon beim Aussäen unser Augenmerk häufig direkt auf die Praxis von Hege, Pflege, Ernte richten.
So fällt die Archivierung der Samentüten häufig aus und man vergisst, danach zu schauen, ob das reale Pflanzenwesen auch die angekündigte Eigenschaften zeigt – oder andere. : )
Und im Rückblick ist es dann oft schwer, die spezifischen Eigenschaften noch zu beschreiben…
Deshalb an dieser Stelle noch einmal die Bitte an alle, Informationen zu den Pflanzen aufzuheben/zu sammeln und bei Spenden eben nicht nur das Saatgut, sondern auch die dazugehörigen Informationen großzügig ; ) weiter zu geben.
Was zu bedenken ist:
Saatgut verliert nach und nach seine Keimfähigkeit!
Viele Zwiebelgewächse, Lauch/Poree, Knoblauch, Schnittlauch, sowie Pastinake und Schwarzwurzel, verliern ihre Keimkraft beispielsweise oft schon nach wenigen Monaten, und sollten daher besser eingefroren aufbewahrt werden.
Auch Mais, Sellerie, Spinat, Fenchel und Möhren sollten nicht länger als
2-3 Jahre in unserer Leihsämerei auf Gärtner warten müssen.
Daher ist die diese auf einen lebhaften Leih-und-Rückgabe- Zyklus angewiesen, um sich ‚jung zu halten’ beziehungsweise das angebotene Saatgut durch Anbau immer wieder zu verjüngen.
Bitte seid neugierig, kommt, leiht, baut an, erntet und spendet!
DANKE!
Julia Westheimer und die LeihSämerei der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft,
Lützowstr. 27, 10785 Berlin

































