aufräumen
Veröffentlicht: Mai 11, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: ernten, feldsalat, jäten, radieschen, Rucola Hinterlasse einen Kommentar

diese woche war aufräumen angesagt – bei all dem wasser, was endlich von oben kommt, gibt es in sachen wachsen kein halten mehr. beim „aufräumen“ des beetes unter leisem nieselregen und aufmerksamer, leicht ungeduldiger beobachtung durch eine drossel, habe ich dann ein paar pflänzchen entdeckt, die ich gar nicht mehr erwartet hätte: mit den ersten reihen radieschen und möhren säte ich auch in einer kleinen ecke nüsslisalat (der schweizer feldsalat) aus, ders eigentlich gerne kalt mag. die radieschen kamen schnell, die möhren bald hinterher, aber dem nüsslisalat schien’s schon zu warm gewesen zu sein. von wegen – heimlich sind sie schon ganz prächtig gewachsen und geben vielleicht in zwei, drei wochen, je nach wetterlage, einen leckeren salat ab.
und das „aufräumen“ des beetes wurde belohnt: mit der ersten handvoll radieschen, ordentlich angeknabbert bereits von kleineren zeitgenossen, scharf und frisch im geschmack. woraufhin der kleine begleiter gleich möhren und den frisch eingepflanzten kürbis aus der erde riss: „aber ich weiss doch gar nicht, was das ist! ich muss doch gucken!“ wir haben geguckt, erzählt, wer lieber unter, wer lieber über der erde wächst und wieder in die erde gesetzt. und ein paar beschwichtigende worte hinterher geschickt.
wieder geerntet haben wir ausserdem rucola (für einen salat mit gross gewachsener, ebenso scharfer brunnenkresse aus dem garten, birne, feta und pinienkernen) und ein bisserl wieder von dem leckeren ampfer, vielleicht für eine quiche.
freude teilen und vögel gucken
Veröffentlicht: Mai 10, 2014 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: gartenvögel, Nachhaltigkeit, Saatgut Hinterlasse einen Kommentar

Caro von den Naturkindern bloggt über ihre Naturkinder-Gruppe und auch sonst über alles, was mensch mit Kindern (und ohne) draussen anstellen kann. Mit ihrer neuen Aktion, bei der sie auch Samentütchen mit selbst gesammeltem Saatgut verschickt, bittet sie um Spenden für die indische NGO „Navdanya„:
„Im Gegenzug möchte ich eine Spendensammlung starten, deren Erlös dieses Jahr an Navdanya gehen soll. Navdanya, „nine seeds“, ist eine „women centred“ NGO, die sich in Indien für biologische und kulturelle Artenvielfalt einsetzt.“
Spenden laufen direkt über ihren Blogbeitrag oder via einer Mail an sie.
Ausserdem ist dieses Wochenende mal wieder Stunde der Gartenvögel beim NABU angesagt – bereits zum zehnten Mal!
Feuerfest im Familiengarten
Veröffentlicht: Mai 6, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten Hinterlasse einen KommentarMit Freunden am Feuer sitzen, erzählen, Musik machen, wie schön, dass wir einen Ort haben, wo man so etwas mitten in der Stadt erleben kann.
Manch einer saß schon weit vor Einbruch der Dunkelheit stundenlang in froher Erwartung, so dass es doch früher losging, als es eigentlich geplant war.
Mit Stockbrot und Würstchen und vielen selbstgemachten Köstlichkeiten wurde es so richtig gemütlich am Feuer an diesem lauen Frühlingsabend.
Zu vorgerückter Stunde, spät in der Nacht, oder soll ich besser sagen, kurz, bevor der Morgen graute, sah man drei weibliche Gestalten vor dem verglimmenden Feuer sitzen.
Die beiden Füchse des Quartiers zogen an ihnen vorbei, grüßten kurz auf ihrem Weg durch die Nacht.
Walpurgisnacht.
Doch manches Rätsel knüpft sich auch.
Laß du die große Welt nur sausen,
Wir wollen hier im stillen hausen.
Es ist doch lange hergebracht,
Daß in der großen Welt man kleine Welten macht.
Da seh ich junge Hexchen, nackt und bloß,
Und alte, die sich klug verhüllen.
Seid freundlich, nur um meinetwillen;
Die Müh ist klein, der Spaß ist groß.
Ich höre was von Instrumenten tönen!
Verflucht Geschnarr! Man muß sich dran gewohnen.
Komm mit! Komm mit! Es kann nicht anders sein,
Ich tret heran und führe dich herein,
Und ich verbinde dich aufs neue.
Was sagst du, Freund? das ist kein kleiner Raum.
Da sieh nur hin! du siehst das Ende kaum.
Ein Hundert Feuer brennen in der Reihe
Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt
Nun sage mir, wo es was Bessers gibt?
das war das feuerfest
Veröffentlicht: Mai 6, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: feuerfest, mai Hinterlasse einen Kommentares ist wahrzunehmen gewesen, dasz gewöhnlich in der Walpurgisnacht vom 30. april zum 1. mai ein polizeiwidriger und feuergefährlicher unfug getrieben werde, indem auf dem lande … vorzüglich durch das gesinde … feuer angezündet und mit brennenden besen herumgelaufen werde, dabei unnützer lärmen zur beunruhigung des publicum gemacht und von erwachsenen und kindern aus muthwillen excesse aller art begangen werden.
aus dem wörterbuch der gebrüder grimm
salbei
Veröffentlicht: April 29, 2014 Abgelegt unter: Kräuter und Heilpflanzen | Tags: kräutergarten, salbei Hinterlasse einen Kommentarin diesen tagen ist es ganz wunderbar, in den garten zu kommen – oder in jeden anderen, dem anzusehen ist, dass es nicht sein erstes jahr ist. alles wächst und explodiert förmlich. am wochenende haben wir ein paar blätter salbei geerntet für das abendessen, wobei mir die riesigen knospen auffielen (die wir natürlich nicht geerntet haben). inzwischen blüht er wahrscheinlich schon.
das gucken wir uns morgen an, dann ist nämlich feuerfest im garten – nicht vergessen!
Kartoffelanbau – unser Kartoffelbeet
Veröffentlicht: April 28, 2014 Abgelegt unter: Kinder im Garten | Tags: Agrarindustrie, Artenvielfalt, Gärtnern mit Kindern, Gemeinschaftsgarten, nachhaltiges Wirtschaften, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen KommentarIn seinem Buch „Die Botanik der Begierde“ beschreibt der amerikanische Autor Michael Pollan die Begegnung mit einem Kartoffelfarmer in Idaho.
Dieser baut auf den typischen kreisrunden, beregneten Feldern (die kann man sich auch bei Google Earth anschauen) die Sorte Russet Burbank an, aus der die Fastfood-Ketten ihre Pommes Frites machen.
Es ist eine eindrucksvolle Darstellung der Art und Weise, wie die sogenannte konventionelle Landwirtschaft mit dem Boden umgeht.
„Auf meine Bitte hin“, schreibt Pollan, „ ging Forsyth mit mir das Chemikalienmenü einer kompletten Saison durch, das nach neuesten Erkenntnissen über die totale Kontrolle eines Kartoffelackers zusammengestellt worden ist. Den Auftakt bildet zu Beginn des Frühjahrs ein Mittel zur Ausräucherung des Bodens; um Fadenwürmer und bestimmte Bodenkrankheiten in den Griff zu bekommen, tränken die Kartoffelfarmer ihre Äcker vor dem Pflanzen mit einer Chemikalie, die sämtliche im Boden lebenden Mikroben restlos abtötet.
Im nächsten Schritt „säubert“ Forsyth seine Felder von allem Unkraut mit Herbiziden der Marken Sencor oder Eptam. Beim Pflanzen verteilt er Thimet oder ein anderes synthetisches Insektengift im Boden. Es wird von den Keimlingen absorbiert und tötet über Wochen hinweg jedes Insekt, das von den Blättern frisst. Haben die Kartoffelsämlinge eine Größe von fünfzehn Zentimertern erreicht, wird ein zweites Herbizid zur Unkrautbekämpfung auf dem Feld vesprüht“
So geht es weiter durch die gesamte Saison, die Pestizide und Düngemittel werden jede Woche der Bewässerung beigegeben, die sich aus dem nahegelegenen Fluss speist und in den die Abwässer auch wieder zurückfließen.
„Ab Juli lässt der Farmer seine Pflanzen alle zwei Wochen vom Flugzeug aus mit einem Mittel gegegn Blattläuse besprühen“, berichtet Pollan weiter; „ die Blattläuse sind an sich zwar harmlos, übertragen jedoch einen Virus, das bei der Sorte Russet Burbank zum Einrollen der Blätter und nachfolgend zur Netzfleckenkrankheit führt. Sobald sich im Querschnitt die typischen braunen Flecken zeigen, nimmt die Fabrik dem Farmer keine einzige Kartoffel mehr ab.“
(zitiert aus: Martin Rasper: „Vom Gärtnern in der Stadt“, München 2012, S. 103 f.)
Beschreibungen einer Wirtschaft, die auf einem Stück Land stattfindet, wobei sich keiner mehr für das Stück Land interessiert.
Ohne diesen erschreckenden Hintergrund zu vergessen, legen wir in unserem Gemeinschaftsgarten ein Kartoffelbeet an, um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, dass die meisten unserer Lebensmittel aus dem Erdboden kommen und dass Kultivierung und vieles andere mehr anstatt von reiner Chemie vonnöten ist, um später eine leckere Kartoffel essen zu können.
Schon bei der Vorbereitung des Beetes treffen wir auf so viel interessante Erdbewohner, dass alles mal wieder sehr viel Zeit braucht…
Und dann:

Der wahrscheinlich größte Regenwurm des Jahres 2014!
Eines Tages sah unser Beet zum großen Stolz aller dann endlich so aus…
…und Linda und der Reichskanzler, La Ratte und die Angeliter Tannenzapfen warteten auf ihren Einsatz.
Julia erklärte den kleinen Gärtnern vorher anschaulich, wie es die Kartoffeln gerne gemütlich in ihrem Bodenbett haben möchten und es ging ans In-den-Boden-Setzen.
Ich weiß, dass ich unseren kleinen Stadtgarten nicht mit wirtschaftlichen Kartoffelanbau vergleichen kann und ich weiß auch, dass wir hier manchmal mit den Kindern idyllische Zustände erleben, die nichts mehr mit Landwirtschaft, wie sie heute zu großen Teilen betrieben wird, zu tun haben.
Aber wir können in großen und kleinen Gärtnern ein Gefühl dafür wecken, was der Boden unserer Erde uns bietet und dass er – und alle, die von ihm, auf ihm und in ihm leben – Achtung und Pflege verdienen.
Kultur halt.
Früher nannte man so etwas Agri-Kultur.
Feuerfest zur Walpurgisnacht im Familiengarten!
Veröffentlicht: April 23, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Garten in der Stadt, GartenZeit, Gemeinschaftsgarten, Stadtgarten Hinterlasse einen Kommentar
Am 30. April möchten wir uns im Garten ans Feuer setzen und gemeinsam einen magischen Abend genießen.
Schließlich ist Walpurgisnacht!
Vorleser, Geschichtenerzähler und Musikanten willkommen!
Bitte eigene Speisen und Getränke mitbringen: Selbstversorger-Pcknick.
Unser Gemeinschaftsgarten wachsenlassen befindet sich in Berlin Tiergarten-Süd, Kluck-, Ecke Lützowstraße
Pflanzentauschbörse am 08.05.2014
Veröffentlicht: April 23, 2014 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Garten in der Stadt, Saatgut-Tauschbörse, Stadtgarten, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen Kommentarzwischen 15.00 und 18.00 Uhr im
MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum,
Charlottenburger Str. 117,
13086 Berlin-Weißensee.
Es können Pflanzensamen, vorgezogene Gemüse- oder Obstpflanzen und Stauden getauscht werden.
Es gibt Führungen durch den Klimabildungsgarten und bei Kaffee und Kuchen wird die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bestehen
gründonnerstag
Veröffentlicht: April 17, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: april, clematis, gesunde Ernährung, insektenhotel, lilie, lilienhähnchen, möhren, radieschen, sauerampfer 2 Kommentareersteinmal fällt mitten im gärtnern auf: alles grünt, so vieles blüht oder ist kurz davor. hier die clematis.
die erdbeeren fühlen sich auch wohl (aber wir haben wilde gerüchte über unsere erdbeeren gehört: es sollen kleine saure enttäuschungen sein, die da wachsen wollen – oder aber: sie lassen es knacken… die fragaria viridis).
letzte woche hatten wir ja den einzug der bienen beobachtet, diesmal waren die kinderzimmer bereits fest verschlossen.
und im beet, da tummelt sich auch schon einiges: den radieschen wachsen das zweite paar blätter (das erste, das aus photosynthese und nahrungsaufnahme über die wurzeln ernährt werden muss), die ersten möhrenblätter spriessen. die zweite „fuhre“ ist gesät, damit dann in der erntezeit nicht auf einmal der teller leer bleibt. ausserdem heute gesät: mangold zweierlei art und gesteckt vor die möhren: zwiebeln. zur prophylaktischen abwehr der möhrenfliege und ähnlichem.
an den lilien haben wir den lilienhähnchen bei gewissen beschäftigungen gestört (was uns nicht davon abhielt, die lilien zu retten und die käfer in einen anderen teil des garten zu zügeln).
und kurz, bevor wir uns vom grün verabschiedet haben, wurde geerntet: kerbel, rukola, estragon, sauer- und blutampfer. aus letzterem gabs dann auch gleich das abendessen: bündnerische krautpizokels.
4. Pflanzentauschmarkt von Social Seeds und Prinzessinengarten
Veröffentlicht: April 15, 2014 Abgelegt unter: Allgemein | Tags: Artenvielfalt, Garten in der Stadt, nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit, Pflanzentauschbörse, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen Kommentar….vorgezogene Jungpflanzen …zu groß gewordene Stauden…. Lieblingssorten…..mitgebrachte Sortenentdeckungen….
Samstag, 3 .Mai, 11-18 Uhr
Prinzessinnengarten am Moritzplatz/ Berlin Kreuzberg
U8 Moritzplatz
Eintritt frei!
Social Seeds und Prinzessinnengarten laden Euch herzlich zum 4. Pflanzentauschmarkt ein: Die Gelegenheit, um vorgezogene Jungpflanzen, zu groß gewordene Stauden, eigene & gesammelte Lieblingssorten untereinander zu tauschen! Dazu gibt es viel Gelegenheit, um sich kennenzulernen, in Vergessenheit geratene Sorten (wieder)zu entdecken und sich zu Anbau und Zubereitung zu beraten.
Passend dazu bieten regionale Betriebe in einer Marktallee ihre Sämereien, Jungpflanzen-Sortenraritäten und Vielfaltsprodukte an.
Für Groß & Klein gibt es ein großes Angebot an MitMach-Aktionen rund um ökologisches, soziales Gärtnern von Garteninitiativen und Vereinen:
Sortenraritäten wie Indianerperle, Ida Gold, Sweet Chocolate pikieren, Seedballs selber machen, Insektenbaumscheiben bauen, Bienenwachskerzen rollen, Wissenswertes zur wesensgemäßen Bienenhaltung und einiges mehr.
Und wie immer sorgt das Gartencafé des Prinzessinnengartens wieder für vielfältige Leckereien.
Wir freuen uns auf Euer Kommen!!
weitere Infos unter http://www.social-seeds.net







































