Baustellenzufahrt bedroht Gemeinschaftsgarten

Vandalismus erprobt nach 6 Jahren gemeinsamen Gärtnerns mitten in der Stadt, droht unserem Garten nun ein Schlag, der sein Ende bedeuten könnte:
Eine Baustellenzufahrt quer durch einen sonnigen Bereich unseres Gartens.

Da heißt es innerlich Abschied nehmen mitten im Frühling, der Zeit des Wiederentdeckens der Pflanzenfreunde nach langem Winterschlaf.

So ist dieser Frühling von schwerem Herzen und Sorge um unsere Stauden getrübt.

Die Paeonia – Pfingstrose, zieht, wie alle Pflanzen, nicht gerne um.

Diese, bei ihrem Austrieb filigrane Schönheit und im Frühsommer durch ihre häufig fein duftenden Blüten mit Größe und Farbe beeindruckende Pflanzendame bevorzugt einen windgeschützten Platz und mag das Sonnenlicht am liebsten ein wenig gefiltert, beispielsweise durch einen Baum mit wenig Laub.
Es wird allgemein empfohlen, den Standort sorgfältig auszuwählen, „da Pfingstrosen eine Versetzung gar nicht schätzen und sich gegebenenfalls weigern zu blühen“.

Aber wenn sie einen Standort gefunden haben, der ihnen entspricht, können sie „so alt werden wie Schildkröten und zählen damit zu den langlebigsten Pflanzen, die dem (Hobby-) Gärtner zur Verfügung stehen“.

Unsere Päonie zeigt sich in ihrem 5. Jahr noch sichtlich zufrieden mit ihrem Platz im Garten und die Schildkröte weiß noch nicht, was auf sie zukommt…

Ein wenig Trost spenden die wiederkehrenden Gesellen im Kräuterbereich, welcher (nach bisherigen Kenntnissen) wohl nicht von Arbeitsgeräten und Baustellenfahrzeugen überrollt werden wird. (Als Materiallagerplatz ist er bisher auch noch nicht ausgewiesen.)

Der zarten Triebe des Fenchels verströmen schon ihren Duft, wenn man sie berührt und mit einer erste Kerbelsuppe wird an diesem Wochenende der Frühling auch in die Küche einziehen.

Also versuchen wir, uns über die freuen, um die wir keine Angst haben müssen und hoffen, für die, um die wir uns sorgen, einen Weg zu finden.

Und: wir freuen uns über konstruktive Rettungsvorschläge, die uns aus unserer Ratlosigkeit befreien könnten!

 


Saatguttauschbörse im Theater am Rand am 19.3.2017 um 12.00 Uhr

Saatguttauschbörse mit Film und Vortrag

Sonntag, 19. März ab 12:00 Uhr

im Theater am Rand / Oderbruch
http://www.theateramrand.de/spielplan/spielplan.php?month=3

Saatgut der Lieblingssorten teilen – Erfahrungen austauschen – Vielfalt und Saatgutsouveränität erhalten.

Die Saatgutbörse gehört schon zur Frühjahrstradition des Theaters: Auch in diesem Jahr laden wir daher wieder herzlich zum Saatguttausch ein!
Strikte EU-Bestimmungen drängen den Saatgutverkehr in immer engere und teurere Bahnen, sodass vor allem Kleinbauern und mittelständische Landwirte kaum noch die Möglichkeit haben, selbstbestimmt mit ihrer eigenen Saat- und Sortentradition umzugehen. Stattdessen dominieren
globalisierte Massenkonzerne das Feld und setzen bewusst Monopolisierungsmechanismen ein, um die natürliche Vielfalt in eine gezüchtete Einfalt zu verwandeln. Die alten, robusten Landsorten werden von global entwickelten und meist Hybrid-Sorten verdrängt.
Nur der lebendige Austausch von Wissen und Saatgut kann diesem Prozess etwas entgegensetzen. Wenn wir eigenes Saatgut tauschen, machen wir uns von dieser Entwicklung unabhängig.
Ein Vortrag von Ute Boeckholt gibt einen Einblick in die Kulturgeschichte der Gemüse-sorten und aktuelle rechtliche Probleme bei der Neuzüchtung samenfester Sorten bzw. der Erhaltungszüchtung.

Eine Einführung in die Saatgutgewinnung soll Lust machen, selbst mit der Vermehrung eigener Lieblingssorten zu beginnen.
Der Film „Code of Survival oder Die Geschichte vom Ende der Gentechnik“zeigt Beispiele über die heilende Kraft der biologischen Landwirtschaft.


Gemeinschaftsgarten wachsenlassen in Not

Vor einer Woche, mit der Komposttüte in der Hand: da war einfach ein Nichts.

Nein, natürlich kein Nichts, sondern eine sorgfältig (?) gerodete Fläche, wo einmal unser Kompost gewesen war.

Also: Im Mai dieses Jahres ist Baubeginn des Kiez Zentrums Villa Lützow (ursprünglicher Beginn: 1.1.2016) und wie es bisher aussieht, soll die Baustellenzufahrt genau durch unseren Garten gehen.

Nicht, dass uns irgendjemand Bescheid gesagt hätte.

Warum auch?

Der bunt bemalte Zaun, errichtet mit ca. 50 helfenden Händen in der Zeit eines ganzen Sommers, die Beete der Kindergärten und einiger Gäertner_innen, die eingewachsenen Beerensträucher, Stauden, das Insektenhotel (noch steht es, juhu) und und und tja, unser Kompost, Grundlage für ein neues Gartenjahr.

Wie geht es weiter?

Noch wird gehofft, dass man die Zufahrt woanders einrichten kann, noch wird gehofft, mit irgend einem zuständigen Menschen darüber reden zu können, noch wird gehofft, in weitere Planungen mit einbezogen zu werden…

Wir werden sehen.

 


Selbst Nähen in der Grünen Bibliothek

Selbst Nähen bedeutet individuelle, persönliche Mode,
kreativ sein und es macht viel Spaß!

Wie werden ein Rock oder ein Shirt genäht?

Das kann man ausprobieren und nützliche ‚Tricks‘ mit Hilfe einer Designerin dazu lernen – für Anfänger und Fortgeschrittene.

Bitte mitbringen: Passender Stoff, 1 Reißverschluss 20 cm lang und Gummiband (3-5 cm breit für einen Rock), wenn vorhanden: eigene Schere.

Wo: Stadtbibliothek Tiergarten-Süd. Lützowstr.27 .10785 Berlin
wann: Montag, den 27.3. und 3.4. 2017, 15.00 – 18.00 Uhr

Leitung: Judith Schömbs

Da die Plätze begrenzt sind (max. 5 TN), bitte unbedingt bis zum 23.3. 2017 direkt in der Bibliothek anmelden oder unter: wachsenlassen@web.de

 Der Flyer zum Ausdrucken: Flyer SelbstNähen16.1


Gärtnern ohne Torf

Der Frühling naht, die Gärtner_in kann ihn schon riechen und endlich wird es Zeit, erste Blumen- und Gemüsepflanzen auszusäen, Balkone, Terassen und Fensterbretter mit  grün-bunten Frühlingsboten zu beglücken.

Meine Bitte wie in jedem Jahr:

Bitte benutzt keine torfhaltige Erde!

Torfhaltige Erde ist ein großer Klimakiller.
Moore schützen das Klima: Im Boden ist die größte Menge an Kohlenstoff gespeichert, 1600 Gigatonnen.
In den Mooren, die nicht einmal 5 % der Erdoberfläche ausmachen, ist der allergrößte Teil des Kohlestoffs gespeichert. Moore können der Atmosphäre permanent CO2 entziehen, in Deutschland 200 000 Tonnen pro Jahr.
Wenn die Moore trocken gelegt sind, tritt der umgekehrte Effekt ein, der gespeicherte Kohlenstoff wird freigelegt.

Achtung: Manche Erden mit einem Torfgehalt von 30-50% Torf dürfen Bio-Erde genannt werden, bei Aussaaterde sogar bis zu 70%!

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Mittlerweile findet sich in jedem gut sortierten Baumarkt auch ein Angebot an torffreien Erden.
Und ja, die Erde ist um einiges teurer als die herkömmlichen Angebote, aber: wie oft braucht man neue Blumenerde und wenn ja, wieviel?

Und vielleicht finden sich andere Möglichkeiten, seine eigene Erde herzustellen, vielleicht sogar einen eigenen Kompost  – immer noch das Gold der Gärtner_in – auf dem Balkon?

Weitere Informationen zum Thema unter:  Gärtnern ohne Torf 


Gemeinsam selber machen…

…macht uns allen am meisten Spaß!

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In den Werkstätten der Grünen Bibliothek sind in diesem Winter individuelle Bücher, Hefte, Stempel und Selbstgenähtes in Gemeinschaftsarbeit entstanden, aber nun steigt mehr und mehr die Sehnsucht nach wärmeren Jahreszeiten, dem Duft von Erde und dem Aufenthalt im Garten in uns auf und das Diorama von den Störchen gibt dieser Sehnsucht zusätzliche Nahrung.

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Bald können wir erstes Saatgut aussäen und mit vielen Hoffnungen (und in unserem Fall auch Befürchtungen, da die große Baustelle Villa Lützow quer durch unserem Garten beginnen wird) in Richtung eines -trotz alledem!- blühenden Gartenjahres blicken…


BOULEVARD POTSDAMER – eine Straße wird GRÜN!

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Die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße hat als Träger den Zuschlag bei dem Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ erhalten.
Herzlichen Glückwunsch!

IDEE des Konzeptes ist es, mit der Umsetzung des Konzeptes BOULEVARD POTSDAMER – eine Straße wird GRÜN! im Rahmen der ausgeschriebenen Kategorie: „Mitten-drin Berlin! Impulse“ Anstöße für eine nachhaltige und ökologische Veränderung an der Potsdamer Straße zu geben. GRÜN soll im physischen Sinne und durch verschiedene „grüne“ Aktivitäten als das verbindende Element und das Markenzeichen der geplanten Aktionen wirken.

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Was wünscht Du der Welt?

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Bis zum 7. März 2017 kannst Du an unserem Wunschpostkarten-Projekt teilnehmen und Deine eigene Postkarte gestalten.
Was wünscht Du der Welt und den Menschen, die auf ihr leben? Frieden, Mut, Gemeisnchaft, Gesundheit?
Mit etwas Glück (und Können) wird Dein Motiv ausgewählt und in größerer Auflage zum Verschicken in die Welt gedruckt.

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Du hast keine Zeit, an einem Dienstag bei uns vorbei zu kommen?
Dann male Deine Wunschbotschaft zuhause und gebe sie einfach in der Bibliothek ab.

Du hast gar keine Zeit, vorbei zu kommen oder wohnst nicht in Berlin?
Dann steck Deinen Entwurf einfach in einen Briefumschlag und schicke sie an die
Stadtbibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin
Stichwort Wunschbotschaften

Und hier die Informationen zum Ausdrucken: wunschbotschaften-gb


Frei wie ein Vogel – Ausstellungseröffnung in der Stadtbibliothek Tiergarten

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Und hier die Info zur Ausstellung zum Ausdrucken: aushang-zugvoegel-2


Mehlwurmburger oder vegane Eier? Essen im Anthropozän

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Am Dienstag, den 24. Januar 2017, um 20.00 Uhr lädt die Philipp-Schaeffer-Bibliothek zu einer Veranstaltung rund um den Sachcomic Die Anthropozän-Küche. Matooke, Bienenstich und eine Prise Phosphor – In zehn Speisen um die Welt ein. Zu Gast sind die Autoren Alexandra Hamann und Jens Kirstein, sowie der Illustrator und Live-Zeichner Ulrich Scheel.

Jeder von uns hinterlässt Spuren im Sediment des Anthropozän – des Erdzeitalters des Menschen. Nirgends wird das so deutlich wie beim Essen. Die Anthropozän-Küche führt in zehn Etappen einmal um die Welt und wirft einen Blick in die heimischen Kochtöpfe. Für den Sachcomic wurden die Erlebnisse zu einer großen Geschichte zusammengefasst und von Künstlern aus der jeweiligen Region umgesetzt. Dabei wird klar: Die Küche ist zum Schalthebel der Globalisierung geworden. Wie es in Zukunft weiter gehen wird, das entscheidet jeder einzelne von uns tagtäglich mit.

Das Buch basiert auf dem Grundgedanken des derzeit viel diskutierten Anthropozän-Konzepts, nachdem der Mensch zu einem wesentlichen Faktor im Erdsystem geworden ist, eine geologische Kraft, vergleichbar mit Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder Kontinentalbewegungen.

Die anschaulich dargestellten Forschungsergebnisse stammen aus einem der Basisprojekte des Exzellenzclusters Bild Wissen Gestaltung. Ein interdisziplinäres Labor der Humboldt-Universität zu Berlin. Herausgeber sind der Geologe und Paläontologe Prof. Reinhold Leinfelder, die Mediendesignerin Alexandra Hamann, der Geologe Jens Kirstein und der Biologe und Politikwissenschaftler Marc Schleunitz.

Wie sehen Sie die Zukunft der Ernährung? Teilen Sie Ihre Zukunftsvisionen mit uns! Was werden wir in Zukunft essen? Hightech-Food aus dem Drucker, personalisierte Moleküldrinks, oder nehmen wir uns zurück und essen nur noch regional und saisonal? Was sind Ihre Wünsche oder Befürchtungen? Der Comic-Zeichner Ulrich Scheel, der das Kapitel „Deutschland“ der Anthropozän-Küche illustriert hat, visualisiert Ihre Gedanken und Ideen in unserem „Labor der Zukunft“. Dazu reichen wir eine kleine Überraschung.

Weitere Informationen unter: http://www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/aktuelles/veranstaltungen/