Naturbildung – ästhetische Bildung
Veröffentlicht: Juli 18, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Ästhetische Bildung, Ökologie, Biodiversität, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, nachhaltiges Wirtschaften, Naturbildung Hinterlasse einen KommentarAuch über Ästhetik reden und denken wir heute häufig so, als wäre es eine rein technische Angelegenheit.
Vielleicht haben die vielen Theorien uns abgelenkt von der etymologischen Herkunft des Begriffs.
Die Ästhetik als aistesis beschreibt im ursprünglichen Sinne des Wortes (altgriech.) die sinnliche Wahrnehmung.
Ich fühle, das heißt ich rieche, sehe, ertaste, erschmecke, höre, ich empfinde etwas (für mich) Schönes.
Es ist ein ästhetisches Naturerleben, wenn ich einen Blumenstrauss aus dem Garten, von einer Wiese, aus einem Wald… mit nach Hause nehme.
Es ist ästhetische Bildung als die Bildung von Differenzierung und Wahrnehmung des Schönen, wenn ich durch den Garten gehen und die Blumen für meinen Strauss in einem Akt der sinnlichen Erfahrung zusammenstelle.
Welche Blumen blühen momentan?
Von wem darf ich ein, zwei Blütenstände entnehmen, ohne dass es ihnen allzu sehr wehtut und ihren Bestand schwächt?
Wer passt zusammen?
Welche Größe soll der Strauss bekommen?
(An dieser Stelle möchte ich gestehen, dass ich zu großen, bombastischen Sträussen neige, nach dem Motto, wenn schon, denn schon. Da hat jede*r andere Vorlieben.
Und demnächst werde ich mich auch einmal an den entzückenden Kräutersträusschen versuchen, die die Kräuterpädagogin Julia Klement letzte Woche gebunden hat…
Wunderhübsch, dazu duftend und auch noch ess- und trinkbar!
Wenn er dann fertig ist, der Blumenstrauss für Zuhause – noch ein paar Gräser und Blattschmuck ist dazu gekommen – verstaue ich ihn sorgfältig (in einen feuchten Baumwollbeutel eingepackt) für den Transport.
Zuhause angekommen geht es irgendwann an die Zeit, den Strauss in der Vase zu drapieren.
Wer steht hinten, wer vorne?
Welche Farben und Formen passen zusammen?
Wer muss noch einmal angeschnitten werden, welche Stengel fallen für ein kleines Schreibtisch-Sträusschen ab?
Der Duft des Gartens ist mitgekommen, er erfüllt die Küche.
Allen voran natürlich die drei Dolden des wunderbaren Phloxes, sie duften um die Wette. ( Übrigens gehört der Phlox übrigens zur Familie der Himmelsleitergewächse /Polemoniaceae, das passt doch).
Ich empfinde den Duft der Pflanzen jeden Morgen, wenn ich die Küche betrete – was riecht denn hier so anders/angenehm? – und ich beobachte ihre Formen und Farben, ich bedanke mich über das Geschenk des Gartens, mindestens für eine Woche sinnliche Freuden.
Was das alles mit Ästhetik und ästhetische Bildung zu tun hat?
Heute vormittag habe ich einen Artikel daürber gelesen, dass Kinder (ab dem Kindergartenalter) in Zeiten des Corona-bedingten Lockdowns bis zu sechs Stunden täglich vor einem zweidimensionalen Bildschirm verbracht haben.
6 Stunden an einem Tag! Wie lange sind wir täglich wach, wieviel Stunden hat ein Tag und warum ist es für mich ein Fest, wenn ich es endlich mal wieder einmal schaffe, zwei Stunden konzentriert in die Welt eines Romans abzutauschen?
Und wie schön, dass ich es noch als ein sinnliches Fest empfinden kann.
Ich glaube, dass wir diese sinnlichen Erfahrungen brauchen für die Ausbildung zu einem (sinn-) erfülltem Leben.
Wir können und sollten die Zweidimensionalität unserer modernen Welt nutzen, um unser Leben angenehmer zu machen, aber nicht, um abzustumpfen und uns digital versklaven zu lassen.
Um mehr Zeit zu haben für die freie Entfaltung unserer Sinne. (Aufgepasst: diese Entfaltung ist nicht über Konsum zu befriedigen!)
Wir brauchen diese sinnliche Erfahrung, um die Welt erfahren und erklären zu können.
Naturbildung ist die handlungsorientierte Verknüpfung von Naturerleben und ökologischer Bildung anhand konkreter Natur-Phänomene als Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Ästhetische Bildung ist Teil der Naturbildung und arbeitet mit den Sinnen, es geht um die Ausbildung deren Wahrnehmungsfähigkeiten.
Es ist notwenidig, dass wir uns wieder in Beziehung zur Natur setzten und uns als Teil von ihr verstehen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Naturbildung
https://www.herder.de/kiga-heute/fachbegriffe/aesthetische-bildung/
Kräuter- und Gartenführung im Gemeinschaftsgarten
Veröffentlicht: Juli 15, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Kräuterführung, Permakultur in Berlin, Stadtgärtnern, Wildkräuter Hinterlasse einen Kommentar
Wir laden ein zu einer (Wild-) Kräuter- und Gartenführung in unserem Gemeinschaftsgarten.
Anhand einiger ausgewählter Kräuter und Stauden erfahren wir, wie diese leicht auf Balkon, Terasse oder im Garten zu kultivieren sind, lernen Hilfreiches über ihre Anbaubedingungen, Ernte und Wirkkräfte.
Wir nehmen uns Zeit für eine kleine Gartenführung und sind offen für eure persönlichen Fragen.
Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen in der urbanen Kräuterkunde.
Der Spaziergang beinhaltet eine Kräuterspende von Seiten des Gartens zur individuellen Weiterverabreitung, im Gegenzug dafür freuen wir uns über eine Erlebnisspende!
Wann: Do, den 23. Juli 2020, 17.00 – 19.00 Uhr
Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28, 10785 Berlin
Aufgrund der aktuellen Covid-19 Maßnahmen auf unserem Gelände ist die Teilnehmer*innenzahl begrenzt und wir bitten um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de
Hochsommer-Impressionen
Veröffentlicht: Juli 15, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, gesunde Ernährung, Nachhaltigkeit, Urbanes Gärtnern, Wachsenlassen Hinterlasse einen KommentarUnd unser Gemüsegarten beschert uns schon im ersten Jahr nach der Baustelle reiche Ernten:
Radiesschen, Erbsen, Salate, Mangold, Zucchini, Blumenkohl, es reifen die ersten Tomaten, später kommen die Bohnen, die Kürbisse, der Kohl…
Naturbildung
Veröffentlicht: Juli 12, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, entdecken, erleben, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Nachhaltigkeit, Naturbildung, Stadtgarten, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen KommentarUm es kurz zu fassen:
Ich glaube, Platons Erbe hat es uns nicht leicht gemacht.
Seit Jahrhunderten schon tragen wir ein dualistisches Weltbild mit uns herum und haben spätestens seit Zeiten der Aufklärung und Industrialisierung begonnen zu vergessen, dass wir ein Teil der Natur sind, nicht ihr Gegenüber, ihr Miteinander.
Ich glaube, wir benötigen das konkrete Erfahren von Wechselwirkungen von Mensch und Mitwelt, wie Theoretiker der Naturbildung es ausdrücken.
Indem ich die Natur berühre, bewirke ich etwas.
Der alte Witz vom „Der Mörder ist immer der Gärtner“ hat auch ein Stück Wahrheit. Mit jedem Schritt, den ich durch den Garten gehe, bewirke ich etwas; zertrete vielleicht ein kleines Tier, zerstöre möglicherweise ein unterirdisches Nest, verändere ich Lebensräume.
(Ich hoffe, der Garten verzeiht es mir und ich tröste mich damit, dass ich ihn ja auch pflege.)
Meine Hand wühlt in der Erde, ich säe aus, ich pflanze und ich bekomme dazu im Gegenzug Nahrung oder Schönheit.
Eine Welt des Austausches und der Geschenke.
Unser Salat nach der Aussaat und zur Erntezeit.
Blühfreuden.
Diese Erfahrungen ermöglichen es uns erst, überhaupt etwas über unser ökologisches System auszusagen.
Wenn wir uns in der Natur bewegen, erhalten wir die Möglichkeit, uns unserer eigenen Körper besser bewusst zu werden. Der Gartenraum gibt uns genug Raum, um unsere eigene physische Existenz zu spüren.
Und wir endecken und erfahren das körperliche Dasein anderer Existenzen.
Der Garten rettet uns auch vor romantisierenden Naturvorstellungen und offenbart uns mitunter die Erschwernisse des menschlichen Daseins. Er verlangt uns körperliche Arbeit ab (die durchaus schweisstreibend sein kann) und zeigt uns die Vergänglichkeit, den Kreislauf von Leben und Tod, dem auch wir unterworfen sind.
Wenn wir genau hinschauen, fällt es uns vielleicht leichter, notwendige Handlungen zu vollziehen, um unsere Erde auch noch für nachfolgende menschliche Generationen als lebenswert zu erhalten.
Die Natur ist nicht ein Gegenüber.
Versuchen wir andere Weltanschauungen als rein dualistische, es gibt so viel mehr.
Womit wir wieder bei Platon angelangt sind.
Wir sind ein Teil der Natur, sozusagen inklusive.
Inspirationen:
http://autor-andreas-weber.de/index.html
Im Garten sein
Veröffentlicht: Juli 8, 2020 Abgelegt unter: Kinder im Garten | Tags: entdecken, erleben, Garten in der Stadt, Gärtnern mit Kindern, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Wachsenlassen Hinterlasse einen KommentarJa, vielleicht ist es für die meisten die schönste Arbeit, die es im Garten zu verrichten gibt:
die Ernte!
In diesem Jahr beschenkt uns der Garten besonders reichlich – wie zur Versöhnung und zum Trost für all die Sorgen und Schwierigkeiten, unter denen wir in Zeiten der Covid-19-Pandemie zu leiden haben.
Nach den ersten Radieschen und Erbsen fingen die ersten Salate an, zu schmecken und dann im Juni, kam die wunderbare Beerenzeit!
Erbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren und Maulbeeren, was nicht sofort in den Mündern verschwunden war, reichte sogar noch für den Nachtisch im Kindergarten.
Unsere jüngsten Mitgärtner*innen im Kindergartenalter lassen sich aber nicht lumpen und helfen auch immer eifrig bei Ausaat und Pflege ihrer Beete – es darf nur nicht zu lange dauern.
Dann geht es nämlich unauffällig und fließend weiter zu anderen Aktivitäten, eine/r nach der/m anderen gleitet weg ins Entdecken, Ausprobieren, Suchen und Finden…ins Spiel.
Spielen geht immer, dafür sind keine aufwändige ‚Zeuge‘ und Gerätschaften notwendig, dazu braucht es nur ein anregendes Umfeld, Zeit und Raum.
Entdecken geht im Garten auch immer: wie sieht das verlassene Hummelnest heute aus, wo wir in der letzten Woche beobachtet haben,wie die räuberischen Ameisen die Eier verschleppt haben, was machen die Kompostwürmer, die am Anfang noch so gruselig waren und nun Muttererde (nicht ganz korrekt, aber seit einiger Zeit Gartenlieblingswort) herstellen und wer findet einen Schatz und kennt die besten Abkürzungen?
Natürlich ist es mit Kindern im Garten so, dass die eine oder andere Aussaat daneben geht und das ein oder andere Pflänzchen von Kinderhänden und -füßen erdrückt wird, aber der Garten ist gnädig (und die großen Gärtner*innen auch meistens), er hält das schon aus und schenkt uns neue Pflanzen und Ernten.
Was unsere Natur nicht mehr aushalten will und kann, ist, dass wir Menschen die Beziehung zu ihr verlieren.
Wir sollten daher aufmerksam ihr gegenüber sein und versuchen, mit ihr in Beziehung zu treten, wo immer es uns möglich ist.
Die meisten Familien in den Städten verfügen nicht über einen eigenen Garten, in dem sie und ihre Kinder Naturerfahrungen machen können, dies ist nur einem geringen Anteil unserer Bevölkerung möglich.
(Und auch wenn es hier in diesem Text gerade um die Kinder geht, sollten wir auch all die älteren und alten Menschen nicht vergessen, die zu anderen Zeiten gerne bei uns im Garten auf den Bänken sitzen oder momentan zumindest durch den Zaun hinüberspähen, um sich an der Gartennatur zu erfreuen.)
Wir brauchen diese Freiräume in unseren Städten, dringlicher denn je!
Wie schön also, dass unser Kiez Zentrum Villa Lützow in Tiergarten-Süd über solch einen Garten verfügt.
Für die Kinder, für die Familien, für alle Menschen.
Die Kornrade – Eine Schönheit auf der Roten Liste
Veröffentlicht: Juli 4, 2020 Abgelegt unter: Pflanzen im Garten | Tags: Agrarindustrie, Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, nachhaltiges Wirtschaften, Wachsenlassen Hinterlasse einen KommentarAgrostemma githago
Die Kornrade, bis in die 1960er Jahre eine weit verbreitete Ackerbegleitpflanze, ist eine Sommerblume aus der Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae).
Vermutlich aus dem östlichen Mittelmeerraum kommend, hat sie sich einst mit der Sesshaftwerdung der Menschen und dem damit einhergehenden Ackerbau schnell an den Rändern von Getreidefeldern verbreitet.
Ihr Nachteil: sie ist extrem giftig, besonders für Weidevieh wie Rinder, Pferde und Schafe, aber auch für den Menschen.
Ihr Vorteil: sie ist von ausgesuchter, schlichter Schönheit, und ist eine wertvolle Pollen- und Nektarpflanze für Insekten.
Früher war die Agrostemma githago aufgrund ihrer Giftigkeit zu Recht gefürchtet, besonders durch mangelhafte Methoden in der Saatgutreinigung war es nur sehr schlecht möglich, ihre Samenkörner aus der Getreideernte hinauszufiltern, so dass es sogar durch Brotverzehr immer wieder zu Vergiftungen kommen konnte.
Durch den Einsatz von immer effizenteren Maschinen bei der Erntereinigung konnte diese Gefahr zunehmend gebannt werden, der Kornrade wurde jedoch – wie so vielen anderen Ackerbegleitpflanzen – der massive Pestizideinsatz unserer Agrarindustrie zum Verhängnis – in Deutschland steht sie auf der Roten Liste gefärdeter Arten mit der Stufe 1 als vom Aussterben bedroht.
Durch rare Funde und deren Nachzüchtungen konnte sie erhalten bleiben und hat sich in den letzten Jahren ein wenig in Gärten als Schmuckpflanze etablieren können, was ihren Weitererhalt fördert. Mit ihrem kräftigen Magenta-Rosa, das auf Fotos nie so zum Erstrahlen kommt wie in der Wirklichkeit, verschönert sie im frühen Sommer auch unseren Garten.
Ihre Blütezeit wird von Juni bis August angegeben, bei uns gehört sie zu den frühen Blühern im Juni, dananch bilden ihre Samenkapseln noch lange einen aparten Schmuck im Beet.
Was ich erst kürzlich erfahren habe ist, dass die Agrostemma githago sich auch hervorragend zur Gründüngung und als Pionierpflanze auf Böden, die rekultiviert werden müssen, eignet. Sie stellt keine hohen Ansprüche an den Boden, keimt recht schnell und entwickelt sich zügig. Die Kornrade ist in der Lage, die Infektionskette, die sich wegen falscher Fruchtfolge in einem Gartenboden einsgeschlichen hat, zu durchbrechen.
Sie ist in diesem Anwendungsbereiche auch insofern von Wert, dass sie in der Kulturfolge unproblematisch ist (d.h., sie versteht sich mit den meisten anderen) und keine Pflanzenkrankheiten wie zum Beispiel die Kohlhernie überträgt.
Also gibt es einige Gründe, die Kornrade im Garten anzusiedeln, ich glaube, ich mag sie vor allem wegen ihrer Schönheit und möchte sie unterstützen, weil sie vom Aussterben bedroht ist.
Und wieder ein Grund mehr, darüber nachzudenken, wie wir zukünftig Ackerbau betreiben wollen: das Aussterben der Artenvielfalt durch die Anbaumethoden der sogenannten modernen Agragrindustrie hat dramatische Auswirkungen angenommen, bedroht unser gesamtes Ökosystem und beraubt uns in massivem Maße der Schönheiten, die das Leben und die Natur uns bieten.
https://www.gartenlexikon.de/kornrade/
https://www.wildes-berlin.de/kornrade/
https://www.hausgarten.net/gartenpflege/schaedlinge-krankheiten/nematoden.html
Kräuter- und Gartenführung am 9.7. ausgebucht
Veröffentlicht: Juli 4, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Artenvielfalt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Wildkräuter Hinterlasse einen KommentarLeider sind für unsere Kräuter- und Gartenführung am 9.7. keine neuen Anmeldungen mehr möglich.
Die nächste Führung in unserem garten findet amDo, den 23.7. um 17.00 Uhr statt. Anmeldungen können schon einmal gerne unter: wachsenlassen@web.de eingereicht werden.
Kräuter- und Gartenführung im Gemeinschaftsgarten
Veröffentlicht: Juli 1, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten, z | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, Garten in der Stadt, Gartenführung, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Kräuterführung, Wachsenlassen, Wildkräuter Hinterlasse einen KommentarWir laden ein zu einer (Wild-) Kräuter- und Gartenführung in unserem Gemeinschaftsgarten.
Anhand einiger ausgewählter Kräuter und Stauden erfahren wir, wie diese leicht auf Balkon, Terasse oder im Garten zu kultivieren sind, lernen Hilfreiches über ihre Anbaubedingungen, Ernte und Wirkkräfte.
Wir nehmen uns Zeit für eine kleine Gartenführung und sind offen für eure persönlichen Fragen.
Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen in der urbanen Kräuterkunde.
Der Spaziergang beinhaltet eine Kräuterspende von Seiten des Gartens zur individuellen Weiterverabreitung, im Gegenzug dafür freuen wir uns über eine Erlebnisspende!
Wann: Do, den 9. Juli 2020, 17.00 – 19.00 Uhr
Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28, 10785 Berlin
Aufgrund der aktuellen Covid-19 Maßnahmen auf unserem Gelände ist die Teilnehmer*innenzahl begrenzt und wir bitten um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de
Buchausstellung: Urlaub mal nachhaltig
Veröffentlicht: Juni 24, 2020 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Grüne Bibliothek, Nachhaltigkeit Hinterlasse einen Kommentar
Eine Veranstaltung im Rahmen von: EFRE Projekt „Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“
In der besonderen Zeit von Covid-19 finden Sie eine Buchausstellung aus dem Bestand der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft, Bibliothek Tiergarten-Süd, zum Themenkreis „Nachhaltig leben und reisen“ hier im Lesesaal.
Uns interessiert: Wie verbringen Sie in diesem Jahr Ihre Ferien?
Wenn Sie mögen, schreiben Sie es auf, zeichnen Sie, fotografieren Sie, dichten Sie!
Teilen Sie uns Ihre Werke und Ideen mit und werfen Sie sie in der Bibliothek in den „Grünen Briefkasten“
Vielleicht sehen wir uns zu einer Ausstellung mit Ihren Exponaten im Herbst in diesen Räumen wieder?
Wir würden uns freuen!
Die Bibliothek Tiergarten-Süd befindet sich in der Lützowstr. 27, 10785 Berlin. Weitere Informationen unter:
https://www.berlin.de/stadtbibliothek-mitte/bibliotheken/bibliothek-tiergarten-sued/
Das pdf zur Buchausstellung: Aushang2.Urlaub final
Der Baum
Veröffentlicht: Juni 21, 2020 Abgelegt unter: Vögel, Insekten und andere Wesen | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, entdecken, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Nachhaltigkeit, Totholz, Wildbienen Hinterlasse einen KommentarEinst hat er unser Baumhaus getragen, dann wurde er von einem Pilz befallen – von welchem eigentlich? das sollte ich einmal in Erfahrung bringen – das Baumhaus musste weichen und er durfte immerhin auf 2,00 Meter stehen bleiben, wie schön, dass er noch teilweise da ist!
Ich empfinde das Absägen eines Baumes als einen schmerzlichen Prozess, der respektvoll durchgeführt werden sollte. Das Absägen bis auf den Stumpf ist an vielen Stellen nicht notwendig und jeder Zentimeter Totholz, der erhalten werden kann, fördert unser Ökosystem und die Artenvielfalt.
Es gibt sicherlich viele Stellen in unserer Stadtlandschaft, an denen 1-Meter-Stehenlassen eines zu fällenden Baumes der Verkehrssicherheit entsprechen würde.
Denn: der tote Baum birgt Leben!
Ich habe mir die fremden Welten, die mich umgeben, nicht ausreichend vorstellen können.
Ich habe die Behausungen von solitär lebenden Wildbienen (und wahrscheinlich auch vielen Käferarten) im vertikal stehenden Totholz sehen und erhalten können.
Was mit verborgen geblieben ist: der Baum war in seinen oberen Abzweigungen von einer Hummelkolonie besiedelt.
Wildbienennester (unseren beliebten, weil so schön pelzig und gemütlich aussehenden Hummeln gehören auch zu den Wildbienen) sind gesetzlich geschützt.
Das nützt den Hummeln natürlich herzlich wenig, wenn niemand ihr Wohnstätte bemerkt.
Es erfüllt mich mit Trauer, dass wir nicht besser hingesehen haben.
Den einsturzgefährderten Baum bis Ende September im Umkreis von 4,5 Metern wegen Verkehrssicherheit abzusperren, wäre uns auch noch gelungen.
Sie fehlen im Garten, die dunklen, schwarbraunen Hummeln, von denen ich immer noch nicht herausbekommen habe, wie sie eigentlich heißen.
Was ist mit ihnen geschehen, was wird mit ihnen geschehen?
Die Brut eines ganzen Jahres wurde vernichtet, gibt es noch eine Königin, die sich hat am Leben erhalten können?
Hofdamen, Sammlerinnen, Drohnen und wie sie auch immer heißen mögen in der Hummelgesellschaft?
Es gibt nicht die Natur und uns – es scheint sehr wahrscheinlich, dass wir alle in einem gemeinsamen, nicht dualistisch aufgebautem, sondern beziehungstechnisch weitverzweigtem Ökosystem leben.
Als sie noch da waren…























































