Saatguttauschbörse im Theater am Rand am 19.3.2017 um 12.00 Uhr

Saatguttauschbörse mit Film und Vortrag

Sonntag, 19. März ab 12:00 Uhr

im Theater am Rand / Oderbruch
http://www.theateramrand.de/spielplan/spielplan.php?month=3

Saatgut der Lieblingssorten teilen – Erfahrungen austauschen – Vielfalt und Saatgutsouveränität erhalten.

Die Saatgutbörse gehört schon zur Frühjahrstradition des Theaters: Auch in diesem Jahr laden wir daher wieder herzlich zum Saatguttausch ein!
Strikte EU-Bestimmungen drängen den Saatgutverkehr in immer engere und teurere Bahnen, sodass vor allem Kleinbauern und mittelständische Landwirte kaum noch die Möglichkeit haben, selbstbestimmt mit ihrer eigenen Saat- und Sortentradition umzugehen. Stattdessen dominieren
globalisierte Massenkonzerne das Feld und setzen bewusst Monopolisierungsmechanismen ein, um die natürliche Vielfalt in eine gezüchtete Einfalt zu verwandeln. Die alten, robusten Landsorten werden von global entwickelten und meist Hybrid-Sorten verdrängt.
Nur der lebendige Austausch von Wissen und Saatgut kann diesem Prozess etwas entgegensetzen. Wenn wir eigenes Saatgut tauschen, machen wir uns von dieser Entwicklung unabhängig.
Ein Vortrag von Ute Boeckholt gibt einen Einblick in die Kulturgeschichte der Gemüse-sorten und aktuelle rechtliche Probleme bei der Neuzüchtung samenfester Sorten bzw. der Erhaltungszüchtung.

Eine Einführung in die Saatgutgewinnung soll Lust machen, selbst mit der Vermehrung eigener Lieblingssorten zu beginnen.
Der Film „Code of Survival oder Die Geschichte vom Ende der Gentechnik“zeigt Beispiele über die heilende Kraft der biologischen Landwirtschaft.


Gärtnern ohne Torf

Der Frühling naht, die Gärtner_in kann ihn schon riechen und endlich wird es Zeit, erste Blumen- und Gemüsepflanzen auszusäen, Balkone, Terassen und Fensterbretter mit  grün-bunten Frühlingsboten zu beglücken.

Meine Bitte wie in jedem Jahr:

Bitte benutzt keine torfhaltige Erde!

Torfhaltige Erde ist ein großer Klimakiller.
Moore schützen das Klima: Im Boden ist die größte Menge an Kohlenstoff gespeichert, 1600 Gigatonnen.
In den Mooren, die nicht einmal 5 % der Erdoberfläche ausmachen, ist der allergrößte Teil des Kohlestoffs gespeichert. Moore können der Atmosphäre permanent CO2 entziehen, in Deutschland 200 000 Tonnen pro Jahr.
Wenn die Moore trocken gelegt sind, tritt der umgekehrte Effekt ein, der gespeicherte Kohlenstoff wird freigelegt.

Achtung: Manche Erden mit einem Torfgehalt von 30-50% Torf dürfen Bio-Erde genannt werden, bei Aussaaterde sogar bis zu 70%!

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Mittlerweile findet sich in jedem gut sortierten Baumarkt auch ein Angebot an torffreien Erden.
Und ja, die Erde ist um einiges teurer als die herkömmlichen Angebote, aber: wie oft braucht man neue Blumenerde und wenn ja, wieviel?

Und vielleicht finden sich andere Möglichkeiten, seine eigene Erde herzustellen, vielleicht sogar einen eigenen Kompost  – immer noch das Gold der Gärtner_in – auf dem Balkon?

Weitere Informationen zum Thema unter:  Gärtnern ohne Torf 


BOULEVARD POTSDAMER – eine Straße wird GRÜN!

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Die Interessengemeinschaft Potsdamer Straße hat als Träger den Zuschlag bei dem Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ erhalten.
Herzlichen Glückwunsch!

IDEE des Konzeptes ist es, mit der Umsetzung des Konzeptes BOULEVARD POTSDAMER – eine Straße wird GRÜN! im Rahmen der ausgeschriebenen Kategorie: „Mitten-drin Berlin! Impulse“ Anstöße für eine nachhaltige und ökologische Veränderung an der Potsdamer Straße zu geben. GRÜN soll im physischen Sinne und durch verschiedene „grüne“ Aktivitäten als das verbindende Element und das Markenzeichen der geplanten Aktionen wirken.

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Aufruf zur 7. Wir haben es satt!-Demo

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Weitere Informationen unter: www.wir-haben-es-satt.de


Repair-Café für Smartphones in Berlin

Was machen, wenn das Handy den Geist aufgibt?
Viele der Geräte sind Hightech mit kurzer Lebenszeit. Wenn der Akku schwächelt oder das Display zerspringt, landen sie oft komplett im Müll.
Dabei geht es auch anders:
Die ehrenamtlichen Kolleg*innen der Gruppe Berlin laden sie ein zu einem Repair Café für Smartphones. Unter fachlicher Anleitung können Sie dort Ihr Smartphone wieder fit machen. Sie erhalten zudem Informationen über die schmutzige Produktion und Entsorgung von Smartphones sowie zu Alternativen. Der Eintritt ist frei.

Wann:

Samstag, 3. Dezember 2016, 11 bis 16 Uhr

Wo:

Posteo Lab, Methfesselstraße 36, 10965 Berlin-Kreuzberg

 

Anmeldung Repair Café:

Die Zahl der Reparaturen ist begrenzt und nur für bestimmte Modelle und Schäden möglich. Deshalb bitten wir Sie, sich bis zum 28. November 2016 anzumelden: repaircafe@greenpeace.berlin

Bitte geben Sie dort Ihren Namen, die Marke und das Modell des Geräts sowie eine kurze Beschreibung des Defekts an. Sie erhalten dann weitere Informationen zum weiteren Ablauf wie Diagnose, Reparatur und zur Beschaffung von Ersatzteilen.

Wenn Sie nur zur Diagnose vorbeikommen möchten, brauchen Sie sich nicht vorher anzumelden. Weitere Informationen finden Sie unter: https://greenpeace.berlin/termin/repair-cafe-fuer-smartphones

Zusatzprogramm – ohne Anmeldung

Die Greenpeace-Gruppe Berlin bietet neben dem Repair Café einen Vortrag und einen Workshop für Kinder an.

Von 11 bis16 Uhr durchgehend: Workshop “Bunnies” (Kinderprogramm)

14 Uhr: Vortrag “Geplante Obsoleszenz”

Sammelaktion von alten Handys

Bringen Sie Ihr altes Smartphone oder Handy mit. Funktionstüchtige Smartphones spenden wir an die Flüchtlingshilfe, alle übrigen nutzen wir für Reparierschulungen oder führen sie einem fachgerechten Recycling zu.

 


		

Tagesseminar Gemüse- und Kräutervielfalt

Gemüse und Kräutervielfalt – entdecken und erhalten

Einführung in die Saatgutgewinnung im eigenen Garten

 Tagesseminar für Einsteiger

Wann:   Samstag 17.09.2016, 10:30 Uhr – 15:00 Uhr

Unkostenbeitrag: 25 €,  Anmeldung bei Ute Boekholt unter 0157/84496984, boekholt.ute@web.de

anschließend „Offener Gartensalon“

zum Nachfragen, Besprechen, Fachsimpeln…mit Essen u. Trinken, nicht nur für Seminarteilnehmer/innen

Wo:  Gemeindehaus Alt-Rosenthal, Bahnhoftr. 3/
Saatgut-Permakulturgarten Alt-Rosenthal

Bahnhofstr. 2

15306 Alt-Rosenthal

Dieses Anfängerseminar vermittelt Grundkenntnisse zur Gewinnung von Saatgut Ihrer Lieblings Gemüse-und Kräutersorten, es eröffnet ein neues, interessantes Spektrum des Gärtnerns und macht unabhängig vom Samentütchen-Angebot des Handels.

Seit ca.8 Jahren baue ich in meiner kleinen Gärtnerei (zwischen Oderbruch und Märkischer Schweiz)  Gemüse, Kräuter und Nutzpflanzen nach Permakulturprinzipien an, um Saatgut zu gewinnen und diese Sorten zu erhalten. Dabei lege ich Wert auf alte, robuste und natürlich schmackhafte Sorten, alle „Gemüse“ werden ausschließlich im Freiland vermehrt..

Meine dabei gewonnenen Erfahrungen und mein Wissen möchte ich an Sie weitergeben.

Ich bin Netzwerkpartner vom VERN e.V. und mein Betrieb ist Öko-zertifiziert. Unter SAMENBAU-NORDOST, ein Zusammenschluß von mittlerweile 5 Gärtnereien, vertreibe ich das Saatgut im Internet.

Tagesablauf

10:30 – 12:15    Eine theoretische Einführung: Wie entstanden unsere Gemüsearten überhaupt?
Was sind samenfeste Sorten- was Hybride?
Welche Gemüse/Kräuterarten kann ich einfach vermehren – Warum und Wie
12:15 – 12:30 Pausenimbiß und Erfahrungsaustausch
12:30 – 15:00 Praktische Beispiele im Garten, kleine Bestäubungsbiologie,
15:00 – 18:00 „Gartensalon“  Vielfaltsküche
Erfahrungsaustausch, Beantwortung von Fragen, Fachsimpeln, evt.Gartenführung

Offen für weiteres Publikum

Anreise: per Bahn, mit der Regionalbahn Berlin/Lichtenberg-Kostryn, hält alle 2 Stunden (10:29 Uhr, 13:00 Uhr…..) in Alt-Rosenthal, 1min vom Veranstaltungsort.
Mit dem Auto: die B1 bis Worin, bzw. von Seelow kommend bis Diedersdorf, Görlsdorf durchfahren, Wegweiser Alt-Rosenthal, Parkplatz am Bahnhof

Informationen als pdf: Tagesseminar_Gemüse und Kräutervielfalt_UB-1


       


Totgesagte leben länger

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Das von mir auf allgemeinen Beschluss hin in der letzten Woche geschlossene Tauschregal (alle, die versucht haben, dort Ordnung zu halten, haben das Handtuch geworfen wegen permanenter Vermüllung, Verdreckung, Verschlampung…) ist zügig wieder von unbekannter Hand geöffnet worden und – man mag es nicht glauben – ich habe das Gefühl, dass es seither etwas ordentlicher zugeht.

Hat unser Tauschregal noch eine Chance?

(Also noch einmal vor dem endgültigem Abriss: wer sich um Ordnung im Tauschregal kümmern möchte, melde sich bitte unter: wachsenlassen@web.de oder persönlich in der Bibliothek Tiergarten zu deren Öffnungszeiten)


Langer Tag der StadtNatur in Tiergarten

Am langen Tag der StadtNatur gibt es in unserem Kiez unter fachlicher Führung sicherlich Interessantes und auch Unbekanntes über den alten Lieblingspark zu erfahren:

Großer Tiergarten – gestern, heute und in Zukunft

Leitung: Jürgen Götte

Für: Kinder ab 10 Jahren, Jugendliche, Familien, Erwachsene

Anbieter: Bezirksamt Mitte, Straßen- und Grünflächenamt

Ort/Start: Tiergarten, Straße des 17. Juni 31, 10785 Berlin, vor dem Grünflächenamt

Anfahrt: Bus 100 Haus der Kulturen der Welt, Bus M41, 200 Philharmonie + 10 Min. Fußweg

Diese Veranstaltung wird von Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister von Mitte, begleitet.

Der Große Tiergarten ist die älteste öffentliche Parkanlage Berlins. Wo heute das Venusbassin zum Verweilen einlädt, führte nach dem Zweiten Weltkrieg die verkehrsreiche Entlastungsstraße vorbei. Wie gelang nach deren Rückbau die Rekonstruktion der Grünanlage nach historischem Vorbild und wie arbeiten Grünpflege und Denkmalschutz dabei zusammen? Im Rosengarten zeigen wir auf, wie sich die Bepflanzung im Laufe der Zeit verändert hat, warum hier Tierskulpturen stehen und blicken auf die erst 2014 erneuerten Kolonnaden. Auf der Luiseninsel zeigt sich, was vom historischen Erbe geblieben ist und welche Probleme sich heute ergeben. Ist die Luft sauber genug für das Marmorstandbild der Königin? Kann das Grünflächenamt auch weiterhin die Bepflanzung des Schmuckpflanzenparterre gewährleisten? Welche Probleme bereiten Kaninchen im Park für die Grünpflege?

2017 findet in Berlin eine Internationale Gartenausstellung statt (IGA 2017 Berlin). Der Hauptstandort der IGA ist in Marzahn-Hellersdorf. Darüber hinaus können in jedem Bezirk ausgewählte Grüne Orte Berlins auf dem Weg zur IGA erkundet werden. Der Große Tiergarten in Mitte gehört zu diesen Orten.

Weitere Informationen unter:

http://2016.langertagderstadtnatur.de/angebote/details/2489


Vielfalt im Bilderbuch: Der Medienkoffer „Familien und vielfältige Lebensweisen“ für Kindertageseinrichtungen

Wir freuen uns, auf folgende Veranstaltung unserer Kolleg_innen von
Kombi – Kommunikation und Bildung
in der Bibliothek Tiergarten aufmerksam machen zu dürfen:

 

Vielfalt im Bilderbuch:
Der Medienkoffer „Familien und vielfältige Lebensweisen“ für Kindertageseinrichtungen

Termin: 5. Juli 2016, 16.00 – 18.00 Uhr
Ort: Bibliothek Tiergarten Süd
Lützowstr. 27, 10785 Berlin

Diese Kooperationsveranstaltung der Bildungsinitiative QUEERFORMAT, des Sozialpädagogischen Fortbildungsinstituts Berlin-Brandenburg (SFBB) und der Bibliothek Tiergarten Süd findet im Rahmen der Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ statt.

Weitere Informationen unter:

Klicke, um auf Einladung_5.7.16.pdf zuzugreifen


Vom Laub-Saugen

Vor vielen Monaten habe ich an dieser Stelle im späten Herbst einmal einen Artikel über das Laub-Kratzen geschrieben.

Über all diese nackten und im Winter ungeschützten Bäume und Gehölze, die sich die kalte Jahreszeit über in den kargen Boden krallen müssen, um sie tapfer zu überstehen und die mich immer wieder rühren.

Heute morgen nun wurde ich durch ein mittlerweile mir gut bekanntes Geräusch geweckt, welches meines Erachtens eine noch schärfere Variante des Laub-Kratzens bedeutet:
Das Laub-Saugen.

Laut Wikipedia ist „ein Laubsauger, analog zum Staubsauger, ein elektrisches, bzw. mit Verbrennungsmotor betriebenes Gartengerät zum Aufsaugen von Laub. Im deutschen Sprachgebiet ist er seit dem Ende der 1990er Jahre verbreitet.“

Ein Laubsauger ist laut und stinkt (nach umweltfreundlichem Diesel?).

Er wird meist von relativ vermummten Personen bedient, die sich zudem (wegen der Lautstärke) durch Ohrenschützer weitestgehend von ihrer Umwelt abgeschottet haben.

Ein Laubsauger kann die Produktivität erhöhen, was eine Reduzierung des Personaleinsatzes und damit der Personalkosten erlaubt.“

Was immer Produktivität in diesem Zusammenhang bedeuten mag und ja, eine Reduzierung der Personalkosten ist ja immer beliebt (besonders auch im gärtnerischen Bereich, in dem zunehmend nicht mehr mit gut ausgebildeten und daher „teureren“ Fachkräften gearbeitet wird). Da investieren / konsumieren wir lieber in Sachmittel, damit ihre Produktion gesteigert werden kann.

Netterweise werden bei Wikipedia auch die Nachteile des Laub-Saugens aufgeführt, welche aber anscheinend nicht schwer genug wiegen, um den vermeintlichen Vorteilen etwas entgegensetzen zu können:

Neben dem erwünschten Effekt des Beseitigens von Laub und kleinen Ästen sind mehrere Nachteile gegenüber der traditionellen Methode des Zusammenrechens mittels eines Laubrechens festzustellen:

  • Kleinstlebewesen werden gleichfalls beseitigt;
  • hohe Geräuschentwicklung, insbesondere für die Umwelt: viele dieser Apparate dürfen nur mit Lärmschutzvorkehrungen (Ohrenschützer) eingesetzt werden;
  • insbesondere bei trockener Witterung wird Staub aufgewirbelt; wird das Gerät als Laubbläser verwendet, wird mit dem Laub somit auch der anhaftende Dreck und Kot aufgewirbelt, der sich als Aerosol in der Umgebungs- und damit auch der Atemluft verteilt;
  • bei Betrieb von Geräten mit Verbrennungsmotor kommt es unter anderem zur Emission von gesundheitsschädlichen Stickoxiden und Kohlenwasserstoffen, die sich in der Umgebung verbreiten.

 

Ein von Laubsaugern bearbeiteter Boden sieht danach dann etwa so aus:

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Dem robusten Efeu ist es noch gelungen, sich trotz starker Winde im Boden festzukrallen, auch ein Brombeertrieb hat – sichtlich ermattet- überlebt. Ahornkeimlige haben sich erst einmal gehalten und ja, am unteren Ende des Bildes erkennt man sogar noch ein kleines gelbes Blümchen.

Große Stellen des Bodens liegen nackt und ungeschützt und sind Wind, Wetter und Erosion ungeschützt ausgeliefert.

Neue Humusbildung?
Unmöglich.
Ein nahezu toter Boden.

Ich gebe es zu : In meinem kleinen Hausgarten in der Stadt habe auch ich lange gebraucht, um mich damit anzufreunden, das Laub liegen zu lassen. Besonders das im Sommer herabfallende und hochgradig durch die Miniermotte kontaminierte Kastanienlaub habe ich brav jahrelang auf den Knien hockend weggekratzt, um meinen Garten zu retten.

Bis zu dem Moment, als endlich die Erkenntnis durchgesickert war, dass ich eigentlich nur noch genau damit in meinem Garten beschäftigt war und wenig Freude und Entspannung verspürte, wenn ich ihn betrat. Nur noch Arbeit und Ärger über das böse Laub.

Wohl war mir schon von Anfang an nicht dabei, den Pflanzen und Kleinlebenwesen im Garten immer ihre Nahrung wegzukratzen.
Und wachsen wollte auch nichts so recht in meinem schön aufgeräumten Garten.

Eine Umkehr war also notwendig.
Laub liegen lassen.
Ausprobieren und Beobachten.

Damit leben lernen, wenn Freunde mich im Frühling besuchen kommen, mein eher noch braunes als grünes Gärtchen etwas (oder kommt es mir nur so vor?) naserümpfend betrachten und fragen: Machst Du das Laub nicht weg?

Das ist eben eine Frage der Ästhetik, meinte einmal eine fachlich versierte Freundin zu mir.
Ja, auch.

Aber irgendwann im Frühjahr (und auf keinen Fall so zeitig, dass sie mit den vielen bunten und fröhlich erscheinenden in Bau- und Gartenmärkten angeboteten Frühjahrsblühern konkurrieren könnten) schieben sich leuchtend grüne Blätter und Blüten durch die braune Laubschicht in meinem Garten.

Ich begrüße sie alle und heiße den einen und anderen Pflanzenfreund willkommen, den ich den Winter über schon (natürlich nur beinahe) vergessen hatte!

Ls2

Laub im Garten – auch eine Frage des leben und leben lassen.

Sollen sie doch alle in meinem Garten leben, die sich dort wohl fühlen und dabei helfen, dass etwas in ihm wächst und gedeiht, diese Abermillionen von Kleinstlebenwesen, die uns unseren Boden und damit auch unser Leben schenken.

Und die Ästhetik?

Organisierte Unordnung hat durchaus auch ihren Reiz und ihre Schönheit.

Und übrigens:
Der Kastanie scheint es relativ egal zu sein, ob ich ihr kontaminiertes Laub aufsammele oder nicht.
Es erscheint mir eher so, als wenn sie mittlerweile eigene Wege gefunden hat, mit dem Miniermottenbefall klar zu kommen.
Ich wünsche es ihr!