Nisthilfen für Wildbienen – gemeinsam selber machen!


Oxymel und Räubergeschichten

Zahlreiche Heilpflanzen, Wild- und Küchenkräuter wachsen in unserem Garten, die wir in Mitmach-Workshops weiter verarbeiten, meist zu Tees, Tinkturen, Salben, Säften und Sirup.

Schon im letzten Jahr haben wir die heilenden Eigenschaften der Kapuzinerkresse, Tropaeolum majus und der Wurzel des Meerrettichs, Armoracia rusticana in einer Tinktur konserviert, die uns nach einstimmiger Meinung im letzten Jahr gut durch den Winter gebracht hat.

Sowohl die Kapuzinerkresse als auch der Meerrettich gelten als natürliche Antibiotika, deren Wirkungen gut erforscht sind und bei einfachen bakteriellen Atemwegsinfektionen genauso gut wirken wie synthetische Antibiotika, jedoch mit deutlich weniger Nebenwirkungen.

Beide Pflanzen enthalten neben zahlreichen Vitaminen und Mineralstoffen Senfölglykoside und gelten als ein sehr gesundes und Immunsystem stärkendes Nahrungsmittel.
Gut, dass wir immer ausreichend davon im Garten haben!

In diesem Jahr haben wir zusätzlich ein Oxymel hergestellt, welches sich sehr gut eignet zur Einnahme für Kinder und andere Menschen, die keinen Alkohohl trinken mögen.

Oxymel bedeutet übersetzt Sauerhonig und ist als Heilgetränk schon seit der Antike bekannt.

Und damit sind seine Hauptbestandteile auch schon erklärt: Ein guter Apfel- oder anderer Obstessig wird im Verhältnis 1:2 mit guten Honig vermischt (beides in Bio-Qualität!)

Diesem Heil- und Stärkungsmittel werden je nach Bedarf Heilpflanzen zugesetzt und es kann gegen zahlreiche Beschwerden und vorbeugend gegen viele Erkrankungen eingesetzt werden.

Und wo bleibt nun die Räubergeschichte?

Diese wurde uns während der gemeinsamen Schnippelei erzählt:

Als im Mittelalter die Pest wütete, hatten sich vier Räuber zusammengetan, um die Häuser von Pestkranken und Verstorbenen zu plündern. Trotz der großen Ansteckungsgefahr erkrankten diese Räuber wie durch ein Wunder nicht.
Als sie gefasst wurden, verlangte man von ihnen gegen Strafmilderung, zu verraten, wie es ihnen gelungen war, gesund zu bleiben.

Ihr Geheinmis:
Ein Saueressig (nach diesem Ereignis auch häufig Pestessig genannt), der neben Obstessig und Honig nach den meisten Überlieferungen Wermutkraut, Rosmarin, Wacholderbeeren, Lavendel, Kalmuswurzel, Knoblauch, Zimt, Muskat, Gewürznelken, Pfefferminze, Engelwurz und Kampfer enthielt.
Geboren war der Vier-Räuber-Essig.

Bei ihren Raubzügen banden sich die vier Räuber in dieses Oxymel getränkte Tücher vor die Gesichter, sie wuschen sich selbst und ihr Diebesgut mit diesem Getränk und nahmen täglich ein paar Löffel davon zu sich.

Diese Geschichte verbreitete sich rasch in ganz Europa, ihren Ursprung soll sie in Südfrankreich (Vinaigre des quatre voleurs) haben. Wir hörten eine englische Variante (The four Thieves Vinegar), bei der die Strafmilderung übrigens darin bestand, dass die Räuber zwischen dem Tod durch Erhängen oder durch Verbrennen wählen durften…

Auch wenn wir mit unserem Saueressig leider keine Pandemie werden stoppen können, ist es doch immerhin erwiesen, dass es sich bei unseren Ingredienzien definitiv um Heilpflanzen handelt, die immunstärkende Eigenschaften haben und die zur Vorbeugung und allgemeinen Gesundheitssorge geeignet sind.

Apropos Pandemie:

Wir führen unsere Mitmach-Workshops weiterhin im sehr kleinen Kreis bei weit geöffneten Türen oder direkt im Garten durch, solange es die Witterung zulässt.
Dann halt in Jacken oder mit einer Decke um die Hüften geschlungen, geht alles und der Aufenthalt im Freien stärkt auch das Immunsystem, solange man passend angezogen ist…


Familiennacht 2021 im Kiez Zentrum Villa Lützow

Der frühe Abend begann mit einiger Fachsimpelei und sportlichem Einsatz beim gemeinsamen Holzhacken.

Erfreulicherweise können wir das Holz von leider immer häufiger notwendig werdenden Baumfällungen durch das Grünflächenamt (ein Tribut an den Klimawandel) auf unserem Gelände behalten, um es dann nachhaltig weiter zu verwenden. Also nicht ab in den Schredder, sondern wir machen einfach schöne Lagerfeuer damit!

Am Grillplatz wurden vor allem für die kleinen Besucher*innen die Atmosphäre wohl langsam zu entspannt: wann geht es denn endlich los mit dem Feuermachen?

Als es endlich so weit war, wurde auch hier auführlich darüber beraten, wie man so ein Lagerfeuer am besten entzündet und vor allem, worauf zu achten ist.

Denn da ist äußerste Vorsicht geboten, Feuer ist magisch und …mindestens genauso gefährlich!

Als die Dämmerung einbrach und das Feuer etwas heruntergebrannt war, war es endlich so weit und der Stockbrot konnte an die Glut gehalten werden.

Und als es dann richtig dunkel wurde und viele viele Taschenlampenlichter durch den Gemeinschaftsgarten huschten, hat sich auch die Fotografin der Magie gemeinsamer Gespräche am Feuer hingegeben….

Die Teilnahme an der 11. Familiennacht Berlin wurde organisiert und ausgeführt durch das Familienzentrum , das Mehrgenaratioenhaus und den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen des Kiez Zentrums Villa Lützow in Tiergarten-Süd.


Pflanzentauschmarkt vor der Grünen Bibliothek

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Witterungsbedingt findet unser Pflanzentauschmarkt am Sa, den 25.9.2021, in der Zeit von 14.00 – 17.00 Uhr auf dem überdachten Terrassenbereich des Familienzentrums Villa Lützow statt. Eingang zum Gelände direkt links neben der Bibliothek Tiergarten-Süd, Lützowstr. 28, 10785 Berlin.

Wir freuen uns auf euch!


Stadt braucht Grün

Die für den Naturschutz, die Erholung und das Stadtklima wertvollen Flächen müssen gesichert werden. Ein für Menschen und Tiere hochwertiges Grün bedarf einer qualifizierten Pflege. Daher müssen die Verwaltung und die Gärtner*innen in die Lage versetzt werden, Wiesen, Bäume und Kleingewässer ökologisch pflegen zu können.

Mehr erfahren über die Aktion des BUND Berlin und die Forderung an das Abgeordnetenhaus unterschreiben: https://www.bund-berlin.de/mitmachen/stadtbrauchtgruen/


Einladung zum Pflanzentauschmarkt am 25.9.2021

Liebe Gärtner*Innen!

Lust auf Pflanzen- und Erfahrungsaustausch?

Wir haben einiges aus unserem Garten abzugeben und würden uns freuen, gemeinsam mit anderen einen Pflanzentauschmarkt

am 25.9.2021

in der Zeit von 14-17 Uhr

vor der Grünen Bibliothek
Lützowstr. 27
10785 Berlin

zu veranstalten.

Und wer nichts zu tauschen hat: wir verschenken auch gerne!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung unter:

wachsenlassen@web.de

Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes: „Umwelt hautnah- Natur verstehen und erleben“.


Holunderbeerenernte im Gemeinschaftsgarten

Die Holunderbeeren beginnen zu reifen und wir bieten am

Mi, den 25.8. und Do, den 26.8. 2021, in der Zeit von ca. 14.00 – 17.00 Uhr

die Möglichkeit, bei uns im Garten Beeren zu ernten und gemeinsam mit uns direkt zu Saft zu verarbeiten.

Bei Interesse bitte eine Mail an wachsenlassen@web.de, spontane Teilnahme nach Kapazität möglich. In der nächsten Woche geht es bestimmt weiter.


Stadtgärtnern mit der Natur – Vieltfalt und Lebensräume – Gartenführungen – Gartengespräche

Wie können wir unsere (Stadt-) Gärten so gestalten, dass sie Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen bieten? Warum ist Vielfalt für unser Leben so wichtig? Gemeinsam erkunden wir unsere Gartenvielfalt und tauschen uns darüber aus.

Mi, den 8.9.2021, 17.00 – 19.00 Uhr

Vielfalt und Lebensräume

Auf unserem Gelände gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen (Covid-19), die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt und eine Anmeldung notwendig unter: wachsenlassen@web.de

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Kiez Zentrum Villa Lützow

Lützowstr. 28, 10785 Berlin


Gartenführung: Vielfalt und Schönheit

Gemeinsam erkunden wir mit allen Sinnen die Schönheit einer vielfältigen Gartenlandschaft und tauschen uns darüber aus.

Mi, den 18.08.2021, 17.00 – 19.00 Uhr

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Kiez Zentrum Villa Lützow, Lützowstr. 28, 10785 Berlin

Es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen (Covid-19) auf unserem Gelände, die Teilnehmer*innenzahl ist begrenzt.

Eine Anmeldung ist notwendig unter:

wachsenlassen@web.de


Warum eine Wurmkiste?

Nicht wenigen mag sie erst einmal gewöhnungsbedürftig vorkommen, die Vorstellung, Würmer in der Wohnung zu halten, aber, die Vorteile, einen Wurmkompost in der Wohnung zu haben, überwiegen bei weitem!

Unser Bio-Müll wird sofort verwertet und zu wunderbarer Erde, bzw. Kompost umgewandelt.
Noch immer landet wertvoller Bio-Müll häufig im Restmüll und wird mit Aufwand und ohne Nutzen entsorgt.
Eine Wurmkiste dagegen ist ein Ökosystem in einer Kiste, die das Kompostieren in der Wohnung ermöglicht.

Der täglich anfallende Bio-Müll kann einfach sofort an die Würmer verfüttert werden, die diesen nach und nach in mikrobiologisch aktive Erde umsetzen, die übrigens nicht stinkt, sondern wunderbar (nach Waldboden?) riecht.

Ein perfekter Kreislauf!

Wir vermeiden Müll und die Würmer bescheren uns das Glück, nach einiger Zeit nie wieder Erde und/ oder Dünger kaufen zu müssen.

Bevor es an den Bau der Wurmkiste geht, erklärt Arben Grundsätzliches über die Kompostierung mit Würmern anhand der großen Wurmkiste in unserem Garten.

Fast fertig!

Ganz fertig!!

Und jetzt noch die Würmer sorgsam eingepackt und dann geht’s ab nach Hause mit den neuen Mitbewohnern.

In unserem Gemeinschaftsgarten in Berlin Tiergarten-Süd besteht die Möglichkeit, solch eine Wurmkiste unter Anleitung gemeinschaftlich selber zu bauen und/ oder sich mittels unserer Wurmkiste vor Ort erst einmal beraten zu lassen.

Alle weiteren Informationen unter:

arben.wachsenlassen@gmail.com