salbei

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in diesen tagen ist es ganz wunderbar, in den garten zu kommen – oder in jeden anderen, dem anzusehen ist, dass es nicht sein erstes jahr ist. alles wächst und explodiert förmlich. am wochenende haben wir ein paar blätter salbei geerntet für das abendessen, wobei mir die riesigen knospen auffielen (die wir natürlich nicht geerntet haben). inzwischen blüht er wahrscheinlich schon.

das gucken wir uns morgen an, dann ist nämlich feuerfest im garten – nicht vergessen!

 

 

 

 

 

 


Kartoffelanbau – unser Kartoffelbeet

In seinem Buch „Die Botanik der Begierde“ beschreibt der amerikanische Autor Michael Pollan die Begegnung mit einem Kartoffelfarmer in Idaho.
Dieser baut auf den typischen kreisrunden, beregneten Feldern (die kann man sich auch bei Google Earth anschauen) die Sorte Russet Burbank an, aus der die Fastfood-Ketten ihre Pommes Frites machen.
Es ist eine eindrucksvolle Darstellung der Art und Weise, wie die sogenannte konventionelle Landwirtschaft mit dem Boden umgeht.
„Auf meine Bitte hin“, schreibt Pollan, „ ging Forsyth mit mir das Chemikalienmenü einer kompletten Saison durch, das nach neuesten Erkenntnissen über die totale Kontrolle eines Kartoffelackers zusammengestellt worden ist. Den Auftakt bildet zu Beginn des Frühjahrs ein Mittel zur Ausräucherung des Bodens; um Fadenwürmer und bestimmte Bodenkrankheiten in den Griff zu bekommen, tränken die Kartoffelfarmer ihre Äcker vor dem Pflanzen mit einer Chemikalie, die sämtliche im Boden lebenden Mikroben restlos abtötet.
Im nächsten Schritt „säubert“ Forsyth seine Felder von allem Unkraut mit Herbiziden der Marken Sencor oder Eptam. Beim Pflanzen verteilt er Thimet oder ein anderes synthetisches Insektengift im Boden. Es wird von den Keimlingen absorbiert und tötet über Wochen hinweg jedes Insekt, das von den Blättern frisst. Haben die Kartoffelsämlinge eine Größe von fünfzehn Zentimertern erreicht, wird ein zweites Herbizid zur Unkrautbekämpfung auf dem Feld vesprüht“
So geht es weiter durch die gesamte Saison, die Pestizide und Düngemittel werden jede Woche der Bewässerung beigegeben, die sich aus dem nahegelegenen Fluss speist und in den die Abwässer auch wieder zurückfließen.
„Ab Juli lässt der Farmer seine Pflanzen alle zwei Wochen vom Flugzeug aus mit einem Mittel gegegn Blattläuse besprühen“, berichtet Pollan weiter; „ die Blattläuse sind an sich zwar harmlos, übertragen jedoch einen Virus, das bei der Sorte Russet Burbank zum Einrollen der Blätter und nachfolgend zur Netzfleckenkrankheit führt. Sobald sich im Querschnitt die typischen braunen Flecken zeigen, nimmt die Fabrik dem Farmer keine einzige Kartoffel mehr ab.“
(zitiert aus: Martin Rasper: „Vom Gärtnern in der Stadt“, München 2012, S. 103 f.)

Beschreibungen einer Wirtschaft, die auf einem Stück Land stattfindet, wobei sich keiner mehr für das Stück Land interessiert.

Ohne diesen erschreckenden Hintergrund zu vergessen, legen wir in unserem Gemeinschaftsgarten ein Kartoffelbeet an, um wieder ein Gefühl dafür zu bekommen, dass die meisten unserer Lebensmittel aus dem Erdboden kommen und dass Kultivierung und  vieles andere mehr anstatt von reiner Chemie vonnöten ist, um später eine leckere Kartoffel essen zu können.

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Schon bei der Vorbereitung des Beetes treffen wir auf so viel interessante Erdbewohner, dass alles mal wieder sehr viel Zeit braucht…

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Und dann:

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Der wahrscheinlich größte Regenwurm des Jahres 2014!

 

Eines Tages sah unser Beet zum großen Stolz aller dann endlich so aus…

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…und Linda und der Reichskanzler, La Ratte und die Angeliter Tannenzapfen warteten auf ihren Einsatz.

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Julia erklärte den kleinen Gärtnern vorher anschaulich, wie es die Kartoffeln gerne gemütlich in ihrem Bodenbett haben möchten und es ging ans In-den-Boden-Setzen.

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Ich weiß, dass ich unseren kleinen Stadtgarten nicht mit wirtschaftlichen Kartoffelanbau vergleichen kann und ich weiß auch, dass wir hier manchmal mit den Kindern idyllische Zustände erleben, die nichts mehr mit Landwirtschaft, wie sie heute zu großen Teilen betrieben wird, zu tun haben.
Aber wir können in großen und kleinen Gärtnern ein Gefühl dafür wecken, was der Boden unserer Erde uns bietet und dass er  – und alle, die von ihm, auf ihm und in ihm leben – Achtung und Pflege verdienen.

 

Kultur halt.
Früher nannte man so etwas Agri-Kultur.

 


Feuerfest zur Walpurgisnacht im Familiengarten!

Feuerfest-plakat

 

Am 30. April möchten wir uns im Garten ans Feuer setzen und gemeinsam einen magischen Abend genießen.
Schließlich ist Walpurgisnacht!
Vorleser, Geschichtenerzähler und Musikanten willkommen!

Bitte eigene Speisen und Getränke mitbringen: Selbstversorger-Pcknick.

Unser Gemeinschaftsgarten wachsenlassen befindet sich in Berlin Tiergarten-Süd, Kluck-, Ecke Lützowstraße


Pflanzentauschbörse am 08.05.2014

zwischen 15.00 und 18.00 Uhr im
MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum,
Charlottenburger Str. 117,
13086 Berlin-Weißensee.

Pflanzentauschbörse Maxim1Pflanzentauschbörse Maxim2

Es können Pflanzensamen, vorgezogene Gemüse- oder Obstpflanzen und Stauden getauscht werden.
Es gibt Führungen durch den Klimabildungsgarten und bei Kaffee und Kuchen wird die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bestehen

http://www.im-maxim.de


gründonnerstag

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ersteinmal fällt mitten im gärtnern auf: alles grünt, so vieles blüht oder ist kurz davor. hier die clematis.

 

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die erdbeeren fühlen sich auch wohl (aber wir haben wilde gerüchte über unsere erdbeeren gehört: es sollen kleine saure enttäuschungen sein, die da wachsen wollen – oder aber: sie lassen es knacken… die fragaria viridis).

 

 

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letzte woche hatten wir ja den einzug der bienen beobachtet, diesmal waren die kinderzimmer bereits fest verschlossen.

 

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und im beet, da tummelt sich auch schon einiges: den radieschen wachsen das zweite paar blätter (das erste, das aus photosynthese und nahrungsaufnahme über die wurzeln ernährt werden muss), die ersten möhrenblätter spriessen. die zweite „fuhre“ ist gesät, damit dann in der erntezeit nicht auf einmal der teller leer bleibt. ausserdem heute gesät: mangold zweierlei art und gesteckt vor die möhren: zwiebeln. zur prophylaktischen abwehr der möhrenfliege und ähnlichem.

 

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an den lilien haben wir den lilienhähnchen bei gewissen beschäftigungen gestört (was uns nicht davon abhielt, die lilien zu retten und die käfer in einen anderen teil des garten zu zügeln).

 

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und kurz, bevor wir uns vom grün verabschiedet haben, wurde geerntet: kerbel, rukola, estragon, sauer- und blutampfer. aus letzterem gabs dann auch gleich das abendessen: bündnerische krautpizokels.

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4. Pflanzentauschmarkt von Social Seeds und Prinzessinengarten

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tausche Pflanze!…..

….vorgezogene Jungpflanzen …zu groß gewordene Stauden…. Lieblingssorten…..mitgebrachte Sortenentdeckungen….

Samstag, 3 .Mai, 11-18 Uhr
Prinzessinnengarten am Moritzplatz/ Berlin Kreuzberg
U8 Moritzplatz
Eintritt frei!

Social Seeds und Prinzessinnengarten laden Euch herzlich zum 4. Pflanzentauschmarkt ein: Die Gelegenheit, um vorgezogene Jungpflanzen, zu groß gewordene Stauden, eigene & gesammelte Lieblingssorten untereinander zu tauschen! Dazu gibt es viel Gelegenheit, um sich kennenzulernen, in Vergessenheit geratene Sorten (wieder)zu entdecken und sich zu Anbau und Zubereitung zu beraten.

Passend dazu bieten regionale Betriebe in einer Marktallee ihre Sämereien, Jungpflanzen-Sortenraritäten und Vielfaltsprodukte an.

Für Groß & Klein gibt es ein großes Angebot an MitMach-Aktionen rund um ökologisches, soziales Gärtnern von Garteninitiativen und Vereinen:
Sortenraritäten wie Indianerperle, Ida Gold, Sweet Chocolate pikieren, Seedballs selber machen, Insektenbaumscheiben bauen, Bienenwachskerzen rollen, Wissenswertes zur wesensgemäßen Bienenhaltung und einiges mehr.

Und wie immer sorgt das Gartencafé des Prinzessinnengartens wieder für vielfältige Leckereien.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!!
weitere Infos unter http://www.social-seeds.net

 


Gartenfest zum La Via Campesina Tag mit Pflanzen- und Saatguttausch

So 20.4.14 ab 14.00
Gemeinschaftsgarten am Bethaniendamm, 10997 Berlin
„Ton, Steine, Gärten“ trifft „La Via Campesina“

Gartenfest mit Saatgut-und Setzlingstauschbörse, Kaffee und Kuchen, Vokü, Infos und
Überraschungen. Verschiedene Initiativen und Gruppen laden zudem zu
Thementischen ein:

15:00 Solidarische Landwirtschaft – Oft begegnen einem heute im Kontext
von Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Resilienz im Bereich der
Landwirtschaft die Begriffe CSA oder SoLaWi. Wir wollen euch gerne
berichten, wie dieses Konzept aussehen kann, ganz konkret, anhand unserer
Erfahrungen in Versorgungsgemeinschaften. Zudem möchten wird das SoLaWi-
Bundesnetzwerk, sowie die Gründungsidee einer regionalen
Arbeitsgruppe vorstellen.
15:30 Die Landlosen: Gemüseanbau in der Innenstadt – In einem ersten
Schritt wollen wir ein bestimmtes abgegrenztes Gebiet nach gärtnerischen
Möglichkeiten durchforsten: Zwischenräume, Dächer, Brandwände etc., und
sie, mit Foto, vielleicht einer Skizze, wie es
aussehen könnte, in einen Stadtplan eintragen. In einem zweiten Schritt
wollen wir versuchen, ein konkretes Objekt bis zur „Gartenreife“
voranzutreiben.
16:00 Keine Freiheit ohne Saatgutvielfalt? Seit Jahrzehnten nimmt die
angebaute Vielfalt an Saatgut und Kulturpflanzen durch die Spezialisierung
und Konzernkonzentration in der Landwirtschaft ab. Dadurch schwindet die
Vielfalt an Nahrungsmitteln und Anbauformen für künftige Generationen. In
der jAbL beschäftigen wir uns damit, wie die Saatgutvielfalt langfristig
erhalten werden – und was man jetzt tun kann.

16:30 Landgrabbing in Ostdeutschland – Rasant steigende Preise für
landwirtschaftliche Flächen bedeuten: erschwerte Möglichkeiten
(klein)bäuerliche Höfe aufzubauen. Doch was steckt dahinter? Investoren,
staatliches Land, das in einer geheimen Versteigerung höchstbietend
verkauft wird und immer wenige Agrarkonzerne, die das Land unter sich
aufteilen. Ein Aktivist und Bio-Gemüsegärtner aus Brandenburg berichtet
von seinen Erfahrungen.
Info-Tisch zu Reclaim the Fields – Wir wollen uns vorstellen, unsere
europaweite Konstellation verschiedenster Menschen und Gruppen, die
entschlossen sind, durch kooperativen, kollektiven, unabhängigen,
bedürfnisorientierten Nahrungsmittelanbau in kleinem Umfang, eine
Alternative zum Kapitalismus zu schaffen. Dabei verknüpfen wir lokale
Aktionen mit globalen politischen Kämpfen.


etagenbeet II

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wir haben unser etagenbeet aus 2 paletten weiter gebaut. bei der gelegenheit fasse ich nochmal zusammen, was wir dafür gebraucht haben:

2 paletten, deren querbretter in etwa auf der gleichen höhe liegen (doppelbretter haben wir entfernt)
bodenbretter: menge variiert je nach höhe der paletten und anzahl etagen (bei uns viele kleine zurechtgesägte, im idealfall natürlich zugeschnitten – achtung ecken!)
6-8 lange schrauben plus ein paar bis viele kleine, je nach bodenbretter
erde. sand. stroh. knoblauch. erdbeeren.
akkuschrauber. stichsäge. bohrer.

letzte woche haben wir die paletten zusammengeschraubt und bodenbretter für 2 etagen angeschraubt. da unser etagenbeet auf erdigem grund und auch nicht an einer wand stehen sollte, mussten wir es eingraben. aus gründen der stabilität ist dabei die dritte, unterste etage draufgegangen.
heute haben wir löcher in die bodenbretter gebohrt, damit das wasser beim giessen auch ablaufen kann.
dann die kanten mit der groben feile abgeschliffen und grobe splitter entfernt.
ein loch ausgehoben.

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eingegraben.

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statt tongranulat oder ähnlichem habe ich eine feine sandschicht eingefüllt. darauf kam erde (torffrei und bio, natürlich). und schliesslich die erdbeerpflanzen. es empfehlen sich verschiedene erdbeersorten nebeneinander (wenn ich mir das richtig gemerkt habe: wegen der bestäubung. und vielleicht auch: um die leckersten zu entdecken.)

 

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zwischen die erdbeeren habe ich jeweils eine knoblauchzehe gesteckt, ausserdem stroh zwischen den pflanzen verteilt – beides gegen ungeziefer.
und jetzt warten wir gespannt ungeduldig, wann da endlich erdbeeren wachsen, die wir naschen können!

 


Es grünt und blüht in Tiergarten-Süd, Teil II

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Als im letzten Jahr öffentlich wurde, dass die Stadtteilbibliothek Tiergarten –leider wie so viele andere Stadtteilbibliotheken in Berlin – geschlossen werden sollte, fanden sich in kurzer Zeit engagierte Bürger zusammen, die dem etwas entgegen setzen wollten.
Unterstützt vom Stadteilverein Tiergarten e.V. und vom Amt für Weiterbildung und Kultur Berlin Mitte, Fachbereich Bibliotheken, wurde nach Wegen gesucht, die beliebte und wichtige Bibliothek im Stadtteil aufrecht zu erhalten.

Die Mitglieder der IG Bibliothek jedoch wollen mehr, als ‚den reinen Mangel’ verwalten.
Für sie sind Bibliotheken Orte der Kultur- und Wissensvermittlung, die den sozial-, bildungs- und kulturpolitischen Auftrag haben, kulturelle Traditionen zu sammeln und an alle Mitglieder unserer Gesellschaft weiterzugeben.

Neben dem Erhalt der Bibliothek als Stadtteilbibliothek für die Nachbarschaft wurde gemeinschaftlich ein neues Profil erarbeitet, um einen attraktiven Ort der Wissensvermittlung und Begegnung im Kiez zu etablieren.

Der Schwerpunkt ‚Bildung und Kultur von Anfang an, Sprach- und Leseförderung’ wird neue Angebote für Kindergärten und die angrenzende Allegro-Grundschule besonders in den Vormittagsstunden bieten. Hier können frühkindliche Erfahrungen rund um Buch-, Erzähl- Reim- und Schriftkultur in verschiedenen Angebotsformen durch fachkundige Mitglieder der IG gemacht werden.
Dabei wird eng zusammengearbeitet werden mit dem zweiten neu gesetzten Schwerpunkt, dem des urbanen Gärtnerns.

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Dieser Schwerpunkt rechtfertigt sich einerseits durch die direkte Nachbarschaft zum Familiengarten Kluckstraße. Dort befinden sich zwei aktive Gartenprojekte, der nachbarschaftliche Gemeinschaftsgarten wachsenlassen und der Interkulturelle Garten City.

Durch diese Besonderheit des Standpunktes ist die Stadtteilbibliothek bestens geeignet, Theorie und Praxis des (städtischen) Gärtnerns zusammen zu führen.

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Am 8.4. konnten die Mitglieder der IG gemeinsam mit Anwohnern, Bibliotheksmitarbeitern und Vertretern des Quartiersmanagements die Anschaffung neuer Medien feiern, die mit Hilfe des Quartiersmanagements Magdeburger Platz ermöglicht worden war.
Susanne Dorén und Babette Dombrowsky von der IG hatten akribisch recherchiert und ausgewählt, was zu den neuen Schwerpunkten an Büchern und anderen Medien passen könnte und präsentierten diese zur Freude aller Anwesenden.
Das ausgewählte Spektrum umfasst spannende Neuerscheinungen aus den Bereichen Garten, Natur, Urban Gardening, Kreatives Gestalten, gesunde Ernährung, Kinder- Jugend- und Bilderbücher, an denen sicherlich auch viele Erwachsene ihre Freude haben werden.

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Schnell kamen die großen und kleinen Bücherfreunde miteinander ins Gespräch am liebevoll zubereiteten Büffet, es wurde nach Herzenslust gestöbert und natürlich sofort ausgeliehen!

Um die großen Pläne und Wünsche in die Tat umsetzen zu können, haben Mitglieder der IG Bibliothek damit begonnen, Finanzierungen über Stiftungen und ähnliche Institutionen zu beantragen.
In regelmäßigen Treffen werden die Vorhaben diskutiert und koordiniert.
Die IG Bibliothek freut sich über Spenden und weitere Unterstützer bei ihrem Vorhaben!

Kontakt über Gabriele Koll, wachsenlassen@web.de

 


Pflanzkartoffeltag in Malchow

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Nun schon traditionell kaufe ich die Saatkartoffeln für unseren Garten aus dem Angebot von VERN – Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V., der auch in diesem Jahr wieder Saatkartoffeln aus seinem Sortiment in der Naturschutzstation Malchow angeboten hat.
Hier gab es neben dem Kartoffelsortiment fachkundige Ratschläge zum Anbau, Informationen und persönliche Meinungen zu den unterschiedlichen Sorten, Publikationen des Vereins und Saatgutraritäten.

Für’s nächste Jahr: Früh kommen lohnt sich, das Angebot ist schnell ausverkauft.

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Bisher hatten wir in unserem Garten immer eine sehr gute Ernte von sehr unterschiedlichen und immer wohlschmeckenden Kartoffelsorten.

In diesem Jahr gibt es bei uns:

Reichskanzler (extra für Geli):
Deutschland 1930, spät, mehlig kochend, rundovale Knolle, hellrote Schale, hellgelbes bis weißes Fleisch, einfacher, leicht kräftiger Geschmack

Linda (Gabis Lieblingssorte, nach wie vor):
Deutschland 1974, die Königin der deutschen Kartoffel’, mittelfrüh, langovale Knolle, gelbe glatte Schale, tiefgelbes Fleisch, sehr guter cremiger Geschmack, fest kochend, gut lagerfähig.

La Ratte (beste Bewertung von allen großen und kleinen Gourmets des letzten Jahres):
Frankreich, vor 1872, mittelfrüh, lange fingerförmige Knollen, gelbschalig und –fleischig, niedrige Pflanzen, fest kochend

Angeliter Tannenzapfen (ich gebe zu, der Name hat mich überzeugt):
Landsorte aus Angeln (SWH), mittelspät, rosa Schale, gelbes Fleisch, lange verwachsene Knollen, festkochend, feinwürziger leckerer Geschmack

Ich habe ein etwas schlechtes Gewissen, dass ich nicht zum ‚Blauen Schweden’ oder zur ‚Blue Salad Potato’ gegriffen habe, natürlich der Knaller bei den Kindern, aber dann hätte ich eigentlich nur auf ‚Linda’ verzichten können…und leider ist unser Kartoffelbeet

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– hier noch in Vorbereitung –

nicht groß genug für all die schönen alten Sorten.

Sämtliche bei VERN e.V. – Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. erhältlichen Kartoffelsorten und alle anderen Köstlichkeiten und Schönheiten findet ihr im
Compendium 2014 – Katalog für seltene Kulturpflanzen
hier als pdf zum herunterladen:

Compendium-2014 VERN
Am 3. Mai 2014 lädt die Naturschutzstation Malchow gemeinsam mit VERN noch einmal ein zum Tomatentag – „Die bunte Vielfalt der Tomate“:

Infos unter:

http://www.naturschutzstation-malchow.de