Gemeinsam handeln: Neuer Wohnraum für Wildbienen in der Stadt.
Veröffentlicht: Februar 26, 2026 Abgelegt unter: Allgemein, Vögel, Insekten und andere Wesen, Workshops | Tags: Artenschutz, Artenvielfalt, Bauhaus Archiv Museum, DIY/DIT, Familienzentrum Villa Lützow, gemeinsam selbermachen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, nachhaltiges Wirtschaften, Nisthilfen für Wildbienen, Werken mit Kindern Hinterlasse einen KommentarGemeinsam handeln:
Garten-Kultur-Gemeinschaft
Am Freitag letzter Woche hatten wir gemeinsam mit den Künsterinnen Nicole Adams und Verena Cremer von der Werkstatt Bauhaus mobil einen Workshop genau in diesem Sinne.
Inspiriert von Bauhaus- Prinzipien haben wir Nisthilfen für Wildbienen, die im Frühsommer in unserem Gemeinschaftsgarten installiert werden, gestaltet und gebaut.
Dabei haben wir mit einfachen Materialien experimentiert und unter der fachkundigen Anleitung der Workshop-Leitenden haben wir eine gemeinsame Gestaltungsidee für die bewohnbaren kleinen Häuser entwickelt uns ausgeführt.
Wildbienen umfassen alle Bienenarten außer der Honigbiene. Sie gehören zur Insektenordnung der Hautflügler (Hymenoptera)
Die meisten von ihnen leben solitär, nur einige Hummelarten und Furchenbienen bilden Kolonien. Dazu kommen noch die sogenannten Kuckucksbienen, die sich parasitär in fremde Wildbienennester einschleichen.
Bis zu 75% der Wildbienen nisten im Boden, andere benötigen Holz, Lehm oder Pflanzenstengel für ihre Brut.
Viele der seit Jahren so beliebten ‘Insektenhotels’ greifen daher meist zu kurz und sind nur für einen kleinen Teil der zahlreichen Wildbienenarten (ca. 605 in Deutschland) von Nutzen.
Auch ist immer dafür zu sorgen, wenn ich eine Nisthilfe installiere, dass neben dem Wohnraum zusätzlich Nahrung in Form von passenden Blühpflanzen (Nektar und Pollen) zur Verfügung gestellt wird.
Das ist selbstverständlich auch auf Balkonen möglich.
Wir haben daher bei unserer Wohnanlage im Bauhaus-Design darauf geachtet, unterschiedliche Nistmaterialien zur Verfügung zu stellen und mit Holz, Lehm und Röhrchen aus Schilf, Bambus oder Pappe gearbeitet.
Kleine Brachflächen sind in unserer Gartenanlage vorhanden.
Das Besondere an unserer zukünftigen Wildbienen-Wohnstätte:
gemeinsam mit den Künstlerinnen der Bauhaus Werkstatt mobil (link) konnten wir nun eine Immobilie im Design einer Bauhaus Fassade erstellen.
Der Bauhaus Stil Architektur entstand 1919 mit Gründung der Bauhausschule durch Walter Gropius in Weimar. Diese neue Richtung kombinierte Kunst, Handwerk und Industrie in einer visionären Gesamtkunst.
Typische Merkmale sind hierbei geometrische Formen, Quadrate, Rechtecke, Kreise und klare Linien dominieren. Bei der Farbgestaltung finden sich hierbei die Primärfarben (Rot, Gelb, Blau) und dezente Weiß- und Grautöne bei Gebäuden.
Wir waren auf jeden Fall mächtig auf unser Ergebnis und freuen uns auf ein erneutes Zusammenkommen der Baugruppe zum Richtfest und zur Installation der Wohnanlage in unserem Gemeinschaftsgarten im Frühsommer!
Das Workshop-Angebot war eine gemeinsame Veranstaltung der BauhausWerksatt mobil, dem Familienzentrum Villa Lützow und dem
Workshop: Heilsames und Schmackhaftes im Dschungel der Großstadt
Veröffentlicht: September 15, 2025 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten, Kräuter und Heilpflanzen, Workshops | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, Biodiversität, DIY/DIT, einheimische Wildpflanzen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Stiftung Naturschutz Berlin, Wildkräuter, Wildpflanzen Hinterlasse einen KommentarUnser nächster Workshop im Rahmen der Reihe Die Bedeutung einheimischer Wildpflanzen im urbanen Raum geht am 26.9.2025 an den Start.
Unter der Leitug von Carola Pichert, Heilpraktikerin, könnt Ihr erfahren, wie Ihr Wildpflanzen erkennen, erleben und nutzen könnt.
Unsere Stadtnatur ist vielfältig und viele der wild wachsenden Pflanzen sind Heilkräuter oder Nahrungsmittel, ohne dass wir es wissen.
In diesem Workshop lernen wir bei einem kleinen Rundgang durch den üppigen Garten von wachsenlassen wilde oder ausgewildert
wachsende Pflanzenarten kennen und unterscheiden.
Es sind alles Pflanzenwesen, die am Wegrad stehen denen ihr täglich über den Weg lauft.
Sie sind unsere Begleiter*innen, weisen uns darauf hin, was unsere Böden enthalten und wie sich unsere Lebensbedingungen aufgrund des Klimawandels verändern.
Sie sind Nahrungsquelle für Insekten, Schnecken, Vögel und andere Tiere.
Sie sind Lebensraum, sie bilden Gemeinschaften, dienen uns als Heilmittel und können auch für unsere Ernährung eine wichtige Rolle spielen.
Im Rahmen des Workshops wird ein besonderes Augenmerk auf die Unterscheidung zwischen einheimischen Wildpflanzen und (zum Teil invasiven) nicht einheimischen Pflanzen (Neophyten) gelegt.
Im Anschluss an den Kräuterspaziergang besteht die Möglichkeit, selber eine
Tinktur oder ein Oxymel aus Kapuzinerkresse und Meerrettich herzustellen.
Wir binden Räucherkerzen aus Beifuß für winterliche Rituale und lassen bei einer
Tasse Kräutertee den Workshop ausklingen.
Dieser Workshop richtet sich an alle, die sich für Wildkräuter,
Pflanzenheilkunde, Wildkräuterküche und Botanik interessieren oder einfach
ihre Augen für Details öffnen wollen.
Kinder sind herzlich willkommen.
Heilsames und Schmackhaftes im Dschungel der Großstadt – Wildpflanzen erkennen, erleben und nutzen
Freitag, den 26.9.2025
16.00 – 19.00 Uhr
im Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Lützowstraße 28
10785 Berlin
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Mix Dir Deine eigene Teemischung!
Veröffentlicht: April 28, 2023 Abgelegt unter: Kräuter und Heilpflanzen, Workshops | Tags: Artenvielfalt, DIY/DIT, Gartenkräuter, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Kräutertee selber mischen, nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen Kommentar
Wir räumen unsere Teekisten der Ernte 2022!
Bei Kräutertee hat jede*r seine eigenen Vorlieben und Bedürfnisse und häufig passen die angebotenen Teemischungen nicht so ganz.
Am Donnerstag, den 4.Mai 2023, in der Zeit von 14.00 – 17.00 Uhr
könnt ihr euch aus unseren sorgfältig und liebevoll getrockneten Gartenkräutern individuelle Mischungen zusammenstellen und euch über die jeweiligen Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete der einzelnen Kräuter informieren.
Kiez Zentrum Villa Lützow
Raum wachsenlassen EG
Lützowstraße 28
10785 Berlin
Kontakt: wachsenlassen@web.de

Wildbienen-Workshop
Veröffentlicht: März 25, 2023 Abgelegt unter: Vögel, Insekten und andere Wesen, Workshops | Tags: Artenvielfalt, Ökologie, DIY/DIT, Familienzentrum Villa Lützow, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Insektenschutz, Nisthilfen für Wildbienen, Wildbienentränken Hinterlasse einen Kommentar
“Was braucht die Biene?” haben wir uns bei unserem Mitmach-Workshop am 22.3.2023 gefragt und uns gemeinsam mit kleinen und großen Teilnehmer*innen an die Arbeit gemacht, um unseren kleinen Mitwesen Hilfen zur Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse zur Verfügung zu stellen.
In fröhlicher und kreativer Runde entstanden kleine Nisthäuser für Wildbienen, die Hohlräume für ihre Brut benötigen und kleine Naturlandschaften, die den Insekten als Wasserplatz dienen. Gestaltet wurde je nach persönlichen Gemschmack und Vorlieben.






Und Nahrung in Form von Saatgut für insektenfreundliche ein- und mehrjahrige Blühpflanzen konnte sich dann jede*r aus dem reichhaltigen Angebot unserer LeihSämerei auch direkt kostenfrei mitnehmen.

In Deutschland gibt es ca. 585 Wildbienenarten, leider sind sie stark gefährdet, etwa die Hälfte aller Arten steht auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten, einige Arten sind bereits ausgestorben oder unmittelbar vom Aussterben bedroht.
Hauptursachen für diesen erschreckenden Artenverlust sind ausgeräumte Landschaften, die de Bienen keine Lebensräume und Nahrung mehr bieten, der Einsatz von Pestiziden und die Überdüngung.
Da hoffen wir auf gute Pläne und vor allen deren Umsetzung in Politik und Landwirtschaft.
Aber Stadtbewohner*innen, Haus- und Garten und Balkonbesitzer können schon mit einfachen Mitteln den Bienen helfen, indem sie ihre Umgebung naturnäher gestalten und Nahrung und Lebensräume zur Verfügung stellen.


Gemeinsam tun wir was für die Natur!

Gemeinsam Selbermachen – Nisthilfen für Wildbienen
Veröffentlicht: Oktober 28, 2022 Abgelegt unter: Vögel, Insekten und andere Wesen, Workshops | Tags: DIY/DIT, Garten in der Stadt, gemeinsam selbermachen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Nachhaltigkeit, Nisthilfen für Wildbienen Hinterlasse einen Kommentar
Auch in diesem Winter bieten wir wieder Workshops für Familien in Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Villa Lützow an.
Wir starten am 17.11. mit dem Bau von lustigen Nisthilfen für Wildbienenarten, die ihre Nester in Röhren/ Hohlräumen bauen.
Aussaattisch in der Grünen Bibliothek
Veröffentlicht: März 17, 2021 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Ökologie, Bibliothek Tiergarten-Süd, DIY/DIT, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, Leih-Sämerei, Nachhaltigkeit, Saatgut Hinterlasse einen KommentarLiebe Stadtgärtner*innen!
Da wir in diesem Jahr keinen gemeinsamen Aussaattag haben veranstalten können, haben wir für Sie/ Euch einen kleinen DIY-Tisch zusammengestellt. Hier könnt ihr bereitgestelltes Saatgut direkt aussäen und mit nach Hause nehmen.
Kleine Gemüse zum Naschen und insektenfreundlche Sommerblumen für eure Festerbank, das Hochbeet oder den Balkon.
Jeden Freitag in der Zeit von 16.00 – 18.00 Uhr können wir euch auch eine Kurzberatung zur Aussaat anbieten.
Projektraum Grüne Bibliothek
Bibliothek Tiergarten-Süd
Lützowstr. 27
10785 Berlin
Aktuelle Öffnungszeiten: Mo, Mi und Fr von 13.00 – 18.00 Uhr
Diese Aktion findet statt im Rahmen des EFRE-Projektes:
„Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben“

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Gemeinsam Körperbutter herstellen
Veröffentlicht: März 16, 2021 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten, Workshops | Tags: DIY/DIT, gemeinsam selbermachen, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, nachhaltiges Wirtschaften, Nachhaltigkeit, Wildkräuter Ein KommentarDie ganze Gartensaison über ernten wir Blüten und (Wild-)Kräuter, um mit ihnen Ölauszüge herzustellen.
Wir nehmen dazu meist Olivenöl (natürlich in Bio-Qualität).
Diese Auszüge einige Wochen (meist an einem schattigen Ort, da gibt es aber auch, je nach Inhaltsstoffen Ausnahmen) ziehen lassen, öfter mal sanft schüttel und anschließend abseien.
Bitte unbedingt darauf achten, dass die Pflanzenteile stets mit Öl bedeckt sind, da sie sonst leicht schimmeln können.
Diese Öl-Mazerate enthalten die pflegenden Inhaltsstoffe der unterschiedlichen Pflanzen und bilden die Basis für Salben und Körperbutter, die bei uns in gemeinsamen Mitmach-Workshops hergestellt werden können.
Was braucht man für die einfache Herstellung einer wunderbar pflegenden Körperbutter?
Öl-Auszuge (z.B. bei uns in diesem Jahr: Ringelblumen, weiße Taubnessel, Löwenzahn, Rosmarin, Johanniskraut) mit hautpflegenden Inhaltsstoffen.
Konsistenzgeber: Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl.
Saubere Schraubgläser (am besten im Backofen oder mit kochendem Wasser sterilisieren).
Meßbecher, Waage, Trichter, Löffel, einen Topf für das Wasserbad, einen Handmixer und ätherische Öle nach Geschmack/ Lieblingsduft.
Nach mehreren Durchläufen haben wir uns für folgendes Standart-Mischverhältnis entschieden:
40 ml Ölauszug zu 60g Sheabutter
Alternativ dazu:
40 ml Ölauszug zu 10g Kokosöl und 50g Sheabutter
40 ml Ölauszug zu 10g Kakaobutter und 50g Sheabutter.
Da kann jede*r sicherlich selbst ein wenig experimentieren, welches Mischungsverhältnis ihrem Geschmack (und ihrer Haut) entspricht.
Die Ingredienzien werden im Wasserbad erwärmt und miteinander vermischt. Achtung, hier unbedingt darauf achten, dass die Mischung nicht zu heiß wird, sonst können die wirksamen Inhaltsstoffe verloren gehen!
Auf Wunsch können jetzt noch ein paar Tropfen ätherische Öle je nach persönlichen Vorlieben hinzugefügt werden, die geben einen wunderbaren Duft und enthalten zum Teil ebenfalls hautpflegende Substanzen.
Nun lässt man die Mischung erkalten und hierbei bitte geduldig sein, sonst klappt das mit der Emulsion später nicht so richtig.
Man kann sich daran orientieren, dass das Gemisch langsam wieder fest wird und beginnt, undurchsichtig zu werden.
Nach dem Erkalten schlägt man das Ganze mit einem Handmixer vorsichtig auf (wer gerne seine Mayonaise selber macht, weiß, wie es geht), bis sich eine cremige Körperbutter gebildet hat.
Wir versehen unsere Gläser immer noch mit selbst gestalteten Etiketten, das sieht hübsch aus im Badezimmer und ergibt auch noch ein prima Geschenk für Freund*innen.
Und wer es selber gerne erst einmal ausprobieren möchte:
Wir haben noch einige wenige Termine für jeweils eine Person (oder einen Haushalt) zu vergeben, um gemeinsam mit einer Person aus unserem Team die Herstellung auszuprobieren.
Wir arbeiten bei offenen Türen in der Werkstatt des Kiez Zentrums Villa Lützow und tragen Maske, wenn wir den Sicherheitsabstand nicht einhalten können.
Terminanfrage unter: wachsenlassen@web.de
Geschenke der Natur – Salben selbstgemacht
Veröffentlicht: Dezember 7, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten, Workshops | Tags: Ökologie, Biodiversität, DIY/DIT, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, nachhaltiges Wirtschaften, Urbanes Gärtnern, Wachsenlassen, Wildkräuter Hinterlasse einen KommentarDas ganze Jahr über ernten wir in unserem Gemeinschaftsgarten (Wild-) Kräuter, Blüten, Wurzeln, Pflanzen, Gemüse…, um sie im Herbst und Winter in Mitmach-Workshops gemeinsam mit anderen weiter zu verarbeiten.
Gemeinsam selbermachen in Zeiten von Pandemien?
Leider nur stark eingeschränkt möglich.
Also haben wir uns in diesem Herbst intern daran gemacht, pflegende und heilende Salben aus aus den im Jahr angesetzten Mazeraten (Öl-Auszügen) von Löwenzahn, Ringelblume, Johanniskraut und weisser Taubnessel herzustellen. Alle diese Pflanzen enthalten viele hautpflegende Substanzen.
Das Rezept ist simpel, wichtig sind die Zutaten und absolut sauberes, so steril wie mögliches Arbeiten.
Öl-Auszüge aus den oben genannten Pflanzen lassen sich von jeder/jedem leicht selbst herstellen. Löwenzahn wächst überall und das heilsame Johanniskraut scheint eindeutig zu den pflanzlichen Gewinnern des Klimawandels zu gehören – zumindest in Berlin.
Ich habe es in den letzten zwei Sommern vermehrt in öffentlichen Parks und Grünflächen gesehen.Wie immer beim Ernten von Wildkräutern gilt: maximal ein Drittel pro Pflanze abernten, damit sie sich auch weiterhin gut entwickeln und verbreiten kann und nicht in der Nähe von stark befahrenen Strassen ernten, wer weiß, was sonst noch alles an ‚Inhaltsstoffen‘ enthalten ist.
Die einjährige Ringelblume lässt sich problemlos auf einem halbwegs sonnigen Balkon aussäen (die Staudengewächse Löwenzahn und Johanniskraut natürlich ebenso, da muss man halt nur ein, zwei Jahre bis zur Ernte warten – die Wildbienen werden es euch danken, wenn sie so etwas auf euren Balkonen finden).
Wichtig ist es, die Pflanzen in einem guten Öl in Bio-Qualität einzulegen, wir nehmen in der Regel ein (ebenfalls hautpflegendes) Olivenöl dazu. Die Pflanzenteile 6-4 Wochen im Öl einlegen und dann abseien.
Dieses Mazerat kann dann unter Zusatz von Bienenwachs (auch hier auf Bio-Qualität achten!) im Verhältnis 10 zu 1 (Faustregel) zu einer wirkungsvollen Pflegesalbe weiterverarbeitet werden.
Die Mischung erhitzen, sie darf aber auf keinen Fall kochen, die wertvollen Wikstoffe gehen sonst verloren!
Wir haben übrigens festgestellt, dass wir – entgegen der Faustregel 10:1 – etwas mehr an Bienenwachs benötigt haben, um die von uns gewünschte Konsistenz zu erhalten, da möge jede*r selbst individuell experimentieren.
Unser Rezept lautet daher: auf 100 ml Öl-Auszug 15 g Bienenwachs.
Anschließend in mit heißem Wasser oder im Backofen sterilisierte Gläschen umfüllen – erkalten lassen und fertig ist die wunderbar hautpflegende Salbe!
Wer möchte, kann noch ein Tropfen paar ätherische Öle seiner Wahl (im warmen Zustand) untermischen, die ebenfalls pflegend sind und den individuellen Lieblingsduft verbreiten.
Als weitere Zutaten zur pflegenden und heilenden Hautsalbe sind zu empfehlen:
Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl (ebenfalls bitte auf Bio-Qualität und Fairtrade achten).
Wir haben Varianten unserer Grundsalbe so hergestellt, dass wir jeweils einen Teelöffel dieser Zutaten nach Wunsch beigemischt haben (natürlich alles im warmen Zusatnd), auch da möge jede*r selber ausprobieren.
Übrigens gemeinsam Selbermachen:
Wir bieten noch bis zum 16.12., in der Zeit Di-Do von 12.00 – 16.00 Uhr, die Möglichkeit für Einzelpersonen, gemeinsam mit einer Person aus unseremTeam, eigene Salben mit Zutaten aus unserem Garten herzustellen.
Dieses Angebot wird auch in der Zeit 12.1. – 28.1.2021 stattfinden.
Nur nach Anmeldung und verbindlicher Absprache unter: wachsenlassen@web.de
Ein bißchen gemeinsam Selbermachen unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen geht immer – auch in Zeiten der Pandemie.
Kapuzinerkresse und Meerrettich – eine stärkende Tinktur aus unserem Garten
Veröffentlicht: November 21, 2020 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten, Workshops | Tags: Artenvielfalt, Biodiversität, DIY/DIT, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, gesunde Ernährung, nachhaltiges Wirtschaften, Urbanes Gärtnern 2 KommentareVielen ist die Kapuzinerkresse – Tropaeolum majus – sicherlich wohlbekannt als unkomplizierte, fröhlich blühende einjährige Balkonpflanze.
Dass sie auch sehr lecker (in Salaten oder als Pesto) schmeckt und dazu noch viele heilende Eigenschaften besitzt, war auch mir bis vor kurzem noch nicht bewusst.
Über eine antimikrobakterielle Wirkung verfügt sie aufgrund der Senfölglykoside (Isothiocyanate), die sie enthält, diese wirken antibakteriell, antiviral und antimykotisch.
Also genau das richtige Kraut in Zeiten einer Pandemie.
Die Kapuzinerkresse hat förderliche Wirkung auf die Durchblutung und es ist gut erforscht, dass sie gemeinsam mit der Wurzel des Meerrettich – Armoracia rusticana – bei verschiedenen Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis oder Sinusitis wirksam ist und auch bei akuten Blasenentzündungen für Linderung sorgt.
Inzwischen steht es auch zur Diskussion, ob mithilfe von Tropaeolum majus die Verordnung antibiotischer Wirkstoffe verringert werden kann und es wird erforscht, ob sie unterstützend und heilend bei Krebserkrankungen eingesetzt werden kann.
Da der Meerrettich ebenfalls über Senfölglykoside verfügt, ergeben diese beiden Pflanzen das ideale Paar zur Stärung unseres Immunsystems.
Das Ansetzen einer alkoholischen Tinktur ist denkbar einfach:
Die Tinktur sollte etwa drei bis vier Wochen ziehen, wobei sie täglich einmal geschüttelt werden sollte; es ist darauf zu achten, dass sämtliche Pflanzenteile immer gut mit Flüssigkeit bedeckt sind.
Danach Abseien und in kleine Flaschen umgiessen. (Hierfür sind dunkle Glasflaschen am besten geeignet, oder man bewahrt die fertige Tinktur im dunklen Schrank auf.)
Jeden Tag genügen einige Tropfen, um unsere Abwehrstoffe zu stärken.
Achja, wie bei allen Kräuterrezepten solltet ihr vorsichtshalber einen Arzt oder Apotheker fragen, wenn ihr euch unsicher seid, ob die Inhaltsstoffe für euch verträglich sind.
Wir geben hier lediglich Vorschläge zum Selbermachen von gesunden und leckeren Produkten aus dem Garten und können keine Verantwortung für Unverträglichkeiten übernehmen.
Bis zum ersten Frost können Kapuzinerkresse und Meerrettich bei uns im Garten noch frisch geerntet werden.
Wenn ihr Interesse daran habt, schreibt einfach eine Mail an: wachsenlassen@web.de, dann können wir uns verabreden.







































