Estragon-Essig

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Manchmal sind es die  – vermeintlich – kleinen Gesten, die einen weiter bringen:

Lotte hat mir gestern ein schöne kleine Flasche mit Essig mit in den Garten gebracht und voilà, nun steht mein erster selbstgemachter Estragon-Essig auf der Fensterbank!

Somit ist der Anfang gemacht für die Estragon-Essig-Produktion.

Auch ein prima Geschenk und Mitbringsel.

 


Gartenmöbelbau aus Paletten

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Meist findet man sie an jeder Straßenecke und darf sie (in unterschiedlichen Qualitäten) umsonst mitnehmen: die Palette.

Also ein wunderbar preiswertes Baumaterial, das sich z.B. in schicke Gartenmöbel umgestalten lässt.

Und nach unserem ersten Bautag kann ich nur sagen: nun hat es auch uns erfasst, das Palettenmöbelbaufieber.

Hier einige Fotos von unserem ersten Bautag unter der kundigen Anleitung von Joshua aus dem Mauerpark.

 

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Geschafft! Das erste Probesitzen.

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Und dann ganz entspannt am rechten Ort.

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Der Duft der Blumen

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Viele, die meisten, die in unseren Garten kommen und gerne bei uns mitmachen möchten, äußern erst einmal den Wunsch: eigenes Gemüse anbauen. Möhren, Radiesschen….

Ja, ich kann diesen Wunsch verstehen und ich natürlich ist es unglaublich wichtig, dass wir uns endlich wieder darauf besinnen, wo unsere Nahrung, das, wovon wir leben, her kommt, wie es wächst, wieviel Arbeit und Aufmerksamkeit es erfordert, uns gesund und ‚artgerecht‘ zu ernähren und und und…

Aber der Garten gibt uns noch etwas anderes: Schönheit.

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Für die Sinne.

Einmal in der Woche gönne ich mir einen Blumenstrauß aus unsererm Garten.
Zuerst ist es die Freude des bedachtsamen Auswählens.

Von welcher Staude darf ich heute etwas abernten, ohne dass sie kahlgeschnitten wirkt, wo schneide ich die Blüten am besten ab, dass wieder Neues gut nachwachsen kann, wer passt zu wem?

Dann trage ich meine Ernte erwartungsfroh und stolz nach Hause.

 

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Dort kommt die Blumen direkt ins Wasser, bis ich Zeit habe, mich um sie zu kümmern und sie in der Vase zu arrangieren.

Was sofort die Nase erfreut: Der Duft

Der würzige Anisysop, die Monarde, die nach Bergamotte duftet, der Pflox.

Ja, natürlich, allen voran der Pflox. (Und auch hier hatte Herr Förster Recht: „Kein Garten ohne Pflox!“)

 

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Tagelang erfüllt nun sein Duft meine Wohnung und er ist mir seit Jahren der Liebste.

Das gestalten den Strausses in der Vase ist mir ein liebes Zeremoniell. Ich nehme mir Zeit dazu, stecke hier und dort noch etwas um, kleinere Zweige kommen in eine Extra-Vase für den Arbeitsplatz.

So sollten wir die vielen Stauden und ein- und zweijährigen Sommerblumen nicht vergessen, wenn wir von urban gardening und ökologischem Gartenbau sprechen.

 

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Seit Jahrzehnten kaufe ich mir so gut wie keine Blumensträuße mehr. Pestizidverseuchte Blumen, unter gruseligen Umständen von unterbezahlten (meist) Frauen in fernen Ländern für unsere Wohlstands-Wohnzimmer angebaut, konnten mein Herz nicht mehr erfreuen.

 

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Nun habe ich einen Garten in der Stadt, der mir einmal in Woche dieses Geschernk macht und Herz und Sinne erfreut.

 

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Und wenn man nicht aufpasst und die wunderbar zarten Brokkoli-Röschen, die wie ein Hauch auf der Zunge zergehen, ganz schnell aberntet, verwandeln sich auch diese zarten Knopsen, ehe man sich versieht, in kleine gelbe Blüten…

 

 


aufblicken, mulchen und beobachten

 

 

 

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wenn zwischen den beeten aufgetaucht wird, und beim auftauchen einen hell die sonnenblume mit geschwistern ins gesicht schaut, ist das die kleine tägliche freude des gärtnerns: schönes und nützliches beisammen.

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wir haben in den letzten zwei wochen derart viel rukola geerntet! er breitet sich überall aus. anfangs waren wir noch vorsichtig, jetzt weiss ich, dass er schnell wieder nachwächst, frisch und scharf, und es nicht übel nimmt, wenn der platz doch einer anderen zugesprochen wird.

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ein wenig wird noch nachgesät, nachdem radieschen und ein paar möhren geerntet sind und teile des beetes leer liegen: mal sehen, was sich da noch durch den durchwachsenen sommer kämpft.

zwischen die tomaten haben wir petersilie gesät, denn tomaten und petersilie mögen sich, heissts….

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und auch der mangold hat sich flugs wieder erholt von der ersten hitze, nachdem wir ihn mit graschnitt und brennesseln gemulcht haben. eine ecke im beet halte ich ebenso gemulcht frei für den nüsslisalat, der bald wieder gesät werden darf. – damit der rukola nicht auch dort noch überhand nimmt.

und dann laufen wir mit den händen knapp über dem blattwerk durch den garten, versuchen bienen, hummeln und wespen zu unterscheiden, knipsen hier und da ein blättchen ab, was direkt im mündchen landet – „das schmeckt wie ein hustenbonbon!“ (ysop) – „ich brauch noch ein blatt pfefferminze!“

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Mensch und Natur

 

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Mit einem der Vorschulkinder im Garten:

„Jetzt weiß ich, warum die Menschen in den Garten gehen: Weil die Natur die Menschen braucht und die Menschen brauchen die Natur“


Umweltpreis Berlin Mitte 2014

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Gemeinschaftsgarten wachsenlassen im Familiengarten Kluckstraße erhält den 1. Preis in der Kategorie Freie Träger und Privatpersonen!

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, die uns besonders für unser Engagement in den Bereichen Ganzheitlichkeit, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und generationsübergreifendes Arbeiten verliehen wurde.


Holunderblütensirup

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Reiche Ausbeute hatten wir in diesem Jahr bei unserer Holunderblütensirup-Herstellung.

Da es Rezepte zu Hauf im Netz gibt, stelle ich hier nicht auch noch eins rein. Einfach nachschauen und ausprobieren und das ganze Jahr über eine leckere Limonade geniessen!

(Natürlich auch noch ein paar Beeren für die Vögel oder für die Beerenernte im Herbst übriglassen.)


Selbst denken

12 Regeln für den erfolgreichen Widerstand

1. Alles könnte anders sein.
2. Es hängt ausschließlich von mir ab, ob sich etwas verändert.
3. Ich nehme mich deshalb ernst.
4. Ich höre auf, einverstanden zu sein.
5. Ich leiste Widerstand, sobald ich nicht einverstanden bin.
6. Ich habe jede Menge Handlungsspielräume
7. Ich erweitere meine Handlungsspielräume dort, wo ich bin und Einfluß habe.
8. Ich schließe Bündnisse
9. Ich rechne mit Rückschlägen, vor allem solchen, die von mir selber ausgehen.
10. Ich habe keine Verantwortung für die Welt.
11. Wie mein Widerstand aussieht, hängt von meinen Möglichkeiten ab.
12. Und von dem, was mir Spaß macht.
Frei zitiert nach:
Harald Welzer, Selbst denken, Eine Anleitung zum Widerstand, Frankfurt am Main 2013


Unser Kartoffelbeet

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Der Späte kommt zuerst!

Eindeutig vorn in unserem Kartoffelbeet liegt der Reichskanzler, unsere einzige späte Sorte, dicht gefolgt von Linda, mittelfrüh.

Hmm, ich dachte immer, die frühen Sorten kommen zuerst…

La Ratte, mittelfrühe Sorte, lässt erste zarte Triebe erkennen, während man die Angeliter Tannenezapfen, mittelspät, noch mit der Lupe suchen muss.

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Jahrestagung Netzwerk Interkulturelle Gärten 2014

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Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Schon lange als Pflanze geliebt und nun durch Naheja als ‚meinen‘ Tee entdeckt.

 

Zweieinhalb Tage Austausch über Erfahrungen, Ansprüche, Träume und Wirklichkeiten in so vielen Gärten von so unterschiedlicher Art.
Das gibt Mut zum gemeinsamen Weitermachen, Entdecken, Ausprobieren.
Die Freude am Gärtnern und an der Natur, am Selbermachen statt an ödem Konsum und am gemeinschaftlichen Erleben und Teilhaben; selten hat man die Möglichkeit, mit so vielen aufgeschlossenen und vorurteilsfreien Menschen auf einmal seinen Raum zu teilen.
Daher ein dickes Dankeschön an die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, durch welche nun schon zum 12. Mal die Jahrestagung Netzwerk Interkultureller Gärten durchgeführt werden konnte und an die vielen tollen Menschen, mit denen ich mich austauschen konnte und von denen ich hoffentlich einige bald wieder sehen und etwas gemeinsam in irgendeinem Garten machen werde!
Jahrestagung Netzwerk Interkulturelle Gärten 2014
9. – 11.5. 2014 in Göttingen
Schwerpunkt: Handwerk in interkulturellen Gärten
http://www.anstiftung-ertomis.de