herbstgesätes

 

 

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das ist unser herbstgesätes: nüsslisalat, also die schweizer variante des feldsalates. während wir wieder unterwegs waren, haben sich ein paar davon durchgekämpft und tummeln sich jetzt immer mal wieder im salat. der eissalat dagegen, den wir auch noch mutig in letztem moment im august gesät hatten, der wächst eher in die höhe als einen hübschen runden kopf zu bilden – woran das wohl liegt?

ganz im gegenteil zu den kohlgewächsen im beet nebenan, wo es sich inzwischen munter kugelt.

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viel mehr kopfzerbrechen machten aber ein paar winzige mitbewohner im beet: ameisen und dazugehörige läusekolonien (halten sich ameisen ähnlich wie marienkäfer läuse als nutztiere? ich vermute es fast. denn von der sonnenblume, die die ameisen besetzt haben, sind die läuse schliesslich auf so gut wie alles übergesprungen.) und deshalb haben wir das beet komplett abgeerntet: kürbispflanze raus, sonnenblumen raus, und vom mangold die blätter weg, die auch schon als neue wohnorte herhalten mussten. neu ausgesät für die wintermonate haben wir noch mehr nüsslisalat und spinat.

 

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der mangold ist furchtbar lecker zum essen, und ich möchte ihn auch nächstes jahr nicht missen – aber er ist auf jeden fall ein pflänzchen, um das mensch sich kümmern muss – was eigentlich nur heissen kann, dass der standort und die mitbewohner im beet noch nicht ideal ausgewählt sind.

für nächstes jahr heisst die konsequenz vor allem, das beet einzusäumen mit pflanzen, die ameisen zumindest ein wenig abhalten: lavendel, targetes, knoblauch. und während jetzt die astern blühen, fällt uns gärtner*innen auf, dass wir ein bisschen vergessen haben, mehr blühendes auszusäen – auch ein vorhaben fürs nächste jahr…

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ernten, pflegen, hegen

 

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die erntezeit geht los! immer wieder kommt rukola in die tasche, ein paar möhren (die kleinsten lassen wir vor dem zaun immer für die kaninchen liegen), wenige radieschen – ab jetzt aber vor allem: mangold. als krautstiel wird er in graubünden (schweiz) zu so vielen leckeren rezepten verkocht.

unter die beiden kugelrunden kürbisse haben wir brettchen geschoben. die letzten salatsprösslinge spriessen und bald ist nüsslisalat-säzeit…

währenddessen futtern auch andere gartenmitbewohner fleissig:

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das erdbeerbeet haben wir „aufgeräumt“ – platz und licht geschaffen, altes blattwerk zurück geschnitten und die jungtriebe teilweise eingepflanzt, wo noch platz war. aber was machen wir mit den sechs kinderle, für die kein platz mehr war? erst einmal schlagen sie wurzeln im schatten.


aufblicken, mulchen und beobachten

 

 

 

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wenn zwischen den beeten aufgetaucht wird, und beim auftauchen einen hell die sonnenblume mit geschwistern ins gesicht schaut, ist das die kleine tägliche freude des gärtnerns: schönes und nützliches beisammen.

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wir haben in den letzten zwei wochen derart viel rukola geerntet! er breitet sich überall aus. anfangs waren wir noch vorsichtig, jetzt weiss ich, dass er schnell wieder nachwächst, frisch und scharf, und es nicht übel nimmt, wenn der platz doch einer anderen zugesprochen wird.

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ein wenig wird noch nachgesät, nachdem radieschen und ein paar möhren geerntet sind und teile des beetes leer liegen: mal sehen, was sich da noch durch den durchwachsenen sommer kämpft.

zwischen die tomaten haben wir petersilie gesät, denn tomaten und petersilie mögen sich, heissts….

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und auch der mangold hat sich flugs wieder erholt von der ersten hitze, nachdem wir ihn mit graschnitt und brennesseln gemulcht haben. eine ecke im beet halte ich ebenso gemulcht frei für den nüsslisalat, der bald wieder gesät werden darf. – damit der rukola nicht auch dort noch überhand nimmt.

und dann laufen wir mit den händen knapp über dem blattwerk durch den garten, versuchen bienen, hummeln und wespen zu unterscheiden, knipsen hier und da ein blättchen ab, was direkt im mündchen landet – „das schmeckt wie ein hustenbonbon!“ (ysop) – „ich brauch noch ein blatt pfefferminze!“

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