Do-It-Yourself, Do-It-Together, Konsumgemeinschaften

Do-It-Yourself, Do-It-Together, Konsumgemeinschaften: Bericht zu nachhaltigem Konsum durch soziale Innovationen erschienen

Für die nachhaltige Gestaltung der Gesellschaft ist ein struktureller Wandel des Konsums notwendig. Soziale Innovationen haben in diesem Zusammenhang ein hohes Veränderungspotenzial. Das UBA-Forschungsprojekt „Nachhaltiger Konsum durch soziale Innovationen – Konzepte und Praxis arbeitete wesentliche Merkmale sozialer Innovationen nachhaltigen Konsums heraus und fasste sie in einer Typologie zusammen. Das IÖW entwickelte im Rahmen des Projekts federführend Antworten auf die Frage, wie Umweltpolitik soziale Innovationen für nachhaltigen Konsum fördern kann. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts stehen nun als Abschlussbericht zur Verfügung.

Weiterlesen auf der Seite des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung

 


Kampagne für Saatgut-Souveränität

Interessante und wichtige Meldungen im Vorfeld des G7-Gipfels zum Themenkomplex Saatgut und Ernährung finden sich im aktuellen Newsletter der Kampagne für Saatgutsouveräntität:

Inhalt:

1. Afrika: „Konzernmacht grenzenlos“
2. Neue Studie: Agrarlobby nutzt Klimakrise für Vorstoß auf Afrikas
Saatgutmärkte
3. Südafrika: Kampagnenbündnis für Ernährungssouveränität gegründet/
„Saatgutgesetze verstärken Hunger und Ungleichheit“
4. Ghanaische Bäuerinnen widersetzen sich den G7
5. Europäische Patentrecht und Patentierungsporaxis muss Pflanzen- und
Tierpatente verbieten
6. „Saat macht satt“-Tagung am 29./30. Mai 2015 in Berlin
7. Viel Fördergeld für Grundlagenforschung mit dem Ziel „Hybridweizen“
8. „OUR SEEDS – OUR FUTURE“

und der Newsletter als pdf zum Herunterladen: Saatgutkampagnen-Info_Nr_24

Und für Kurzentschlossene noch die „Saat macht satt“-Tagung in Berlin am 29./30. Mai 2015.

 


Dreck – David R. Montgomery

Dreck

Passend zum Internationalen Jahr des Boden 2015
ist es mir endlich gelungen, ‚Dreck – Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert‘ von David R. Montgomery zu lesen – zu finden und zu entleihen in der‘ Grünen Bibliothek‘.

In einer brillianten Synthese aus Archäologie, Geschichte und Geologie beschreibt Montgomery den leider in den allermeisten Fällen ausbeuterischen und von Habgier und Macht getriebenen Umgang des Menschen mit seiner Lebensgrundlage Boden über die Jahrhunderte.

Sein Fazit am Ende des Buches:

„Wenn wir die Lebensdauer unserer heutigen Zivilisation verlängern wollen, ist ein Umbau unserer Lanwirdschaft zwingend erforderlich. Wir müssen des Boden wieder respektieren lernen, müssen begreiefn, dass er mehr ist als ein Faktor von vielen in einem industriellen Fertigungsprozess, nämlich das lebendige Fundament unsere materiellen Wohlstands. So ungewöhnlich es klingen mag, eine Zivilisation überlebt nur dann, wenn wir Boden wie ein wertvolles Erbe beahndeln, nicht als Ware – und ganz sicher nicht wie den letzten Dreck.“

 

 


Die „grüne Bibliothek“ hat an der Lützowstraße eröffnet

Zu lesen auf berliner-woche.de:

http://www.berliner-woche.de/tiergarten/kultur/die-gruene-bibliothek-hat-an-der-luetzowstrasse-eroeffnet-d76152.html


Glyphosat muss vom Tisch!

Die Weltgesundheitsorganisation warnt:
Der Unkrautvernichter Glyphosat von Monsanto, Syngenta und Co. verursacht wahrscheinlich Krebs. Dieses Jahr entscheidet sich, ob das häufig verwendete Pestizid für weitere 10 Jahre zugelassen bleibt.

Schon am Donnerstag wollen die Verbraucherschutz-Minister/innen der deutschen Bundesländer ihr Votum abgeben.
Sagen sie Nein zu Glyphosat, wird es für Bundesagrarminister Christian Schmidt schwer, in Brüssel weiter für das Gift zu streiten.

Um dabei zu helfen Glyphosat zu stoppen, bitte den Campact-Appell unterzeichen:

www.campact.de


22. Mai 2015: Delinat-Tag der Biodiversität

Setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für die Biodiversität!

 www.tag-der-biodiversität.com 


Freiluft Ausstellung EIN HEKTAR

Freiluft-Ausstellung
Ein Forum für Kunst, Wissenschaft und Aktion
Die Installation EIN HEKTAR gibt einen Einblick in die weltweite Nutzung und die Funktion von Böden. Sie beleuchtet das Dilemma von Übernutzung und Knappheit, und sie zeigt, dass wir gleichzeitig große Mengen der Ressource Boden verschwenden. Darüber hinaus stellt sie die Frage nach gerechter Verteilung und skizziert Ansätze zu einer nachhaltigeren Nutzung dieser kostbaren Ressource.

Wann:
22.04. – 25.05.2015
Beginn um 14:30 Uhr
Wo:
Berlin, Park am Gleisdreieck – Schöneberger Wiese

Mehr Informationen unter:
www.ein-hektar.de


Jahr des Bodens 2015

Die Vereinten Nationen haben 2015 zum Jahr des Bodens erklärt.
Ein guter Anlass um anzupacken und sich der Frage zu widmen: Wie ist es um unseren Boden bestellt? Es ist der richtige Zeitpunkt um sich zusammen zu tun, Fakten auszutauschen, Projekte zu initiieren und um Geschichten über den Boden zu erzählen. Um gemeinsam für mehr Bodenschutz zu kämpfen, hat die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ein Boden-Netzwerk ins Leben gerufen: Boden. Grund zum Leben.

Die Weltbevölkerung wächst. Immer mehr Menschen leben auf unserem Planeten und jeder von ihnen braucht zu essen. Trotzdem führt die intensive, nicht nachhaltige Bewirtschaftung der Böden dazu, dass immer mehr Flächen ihre Fruchtbarkeit verlieren und nicht mehr für die Landwirtschaft zur Verfügung stehen. In der Folge weichen Wälder und Weiden dann der landwirtschaftlichen Nutzung. Wir wissen vom Klimawandel und sind sensibilisiert für Wasserverschmutzung. Aber wissen wir auch genug vom Grund unseres Lebens, dem Boden?

Mehr Informationen unter:

www.grund-zum-leben.de


Pflanzentauschmarkt von Social Seeds und Prinzessinnengarten

Social Seeds und Prinzessinnengarten laden herzlich ein zum 5. Pflanzentauschmarkt:
Die Gelegenheit, um vorgezogene Jungpflanzen, zu groß gewordene Stauden, eigene & gesammelte Lieblingssorten untereinander zu tauschen! Dazu gibt es viel Gelegenheit, um sich kennenzulernen, in Vergessenheit geratene Sorten (wieder)zu entdecken und sich zu Anbau und Zubereitung zu beraten.

Passend dazu bieten regionale Bio-Betriebe in einer Marktallee ihre Sämereien, Jungpflanzen-Raritäten und Vielfaltsprodukte an. Darüber hinaus könnt ihr mehr zur nachhaltigen Kaffee- und Schokoladenproduktion erfahren, Öle und verarbeitete Raritäten erstehen, Kunsthandwerk sowie Reise- und Genussführer kennenlernen. In der Initiativenallee stellen sich darüber hinaus urbane Gemeinschafts-Gartenprojekte mit ihrer Arbeit vor.

Für Groß & Klein gibt es ein großes Angebot an MitMach-Aktionen rund um ökologisches, soziales Gärtnern von Garteninitiativen und Vereinen:
Sortenraritäten wie Salat Berlinsky und Tomate Beta Lux pikieren, Seedballs selber machen, Wurmkompostkisten bauen, Wissenswertes zur wesensgemäßen Bienenhaltung und einiges mehr.

Und wie immer sorgt das Gartencafé des Prinzessinnengartens wieder für Leckereien aus der Küche.

Samstag, 2 .Mai, 11-18 Uhr
Prinzessinnengarten am Moritzplatz/ Berlin Kreuzberg
Anfahrt: U8 Moritzplatz
Eintritt frei!
weitere Infos unter http://www.social-seeds.net


Saatgut kaufen

Auch in diesem Jahr wieder eine kleine Zusammenstellung von empfehlenswerten Saatgutinitiativen:

Viel Spaß beimStöbern und Aussuchen!
Dreschpflegel e.V.
Die Dreschflegel – Gemeinschaft besteht aus 14 Biohöfen in verschiedenen Gegenden Deutschlands mit gemeinsamer Vermarktung durch den Dreschflegel – Versand. Bei unserer Zusammenarbeit legen wir Wert auf weitgehende Unabhängigkeit der einzelnen Betriebe.
Biologisches Saatgut ist die Grundlage für den biologischen Anbau im eigenen Garten. Der Handel mit Bio-Saatgut lockt mit Gewinnen und vieles kann sich hinter dem Begriff verbergen: Angeboten wird auch Saatgut, das nur einmal biologisch vermehrt wurde und sonst aus konventioneller Zucht stammt. Diese Arbeitsweise lehnen wir ab! Pflanzenvielfalt entwickeln bedeutet für uns, sich vielen von der Züchtung vernachlässigten Sorten und Arten zuzuwenden, sie zu erhalten und zu verbessern. Auch die jahrelange Züchtung und Auslese ist kontrolliert biologisch.

http://www.dreschflegel-saatgut.de/

Ökologische Saaten – Bingenheimer Saatgut
Die Bingenheimer Saatgut AG handelt ausschließlich mit ökologischem Saat- und Pflanzgut von samenfesten Sorten. Diese können mit stabilem Sortenbild weiter vermehrt werden, das heißt, die nachgezogenen Pflanzen haben die gleichen Eigenschaften und die gleiche Gestalt wie die Mutterpflanze. Sie sind in der Lage, fruchtbare Samen zu bilden, wie es von Natur aus veranlagt ist. Insofern sind samenfeste Sorten das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft der Kulturpflanzenentwicklung und ein Sinnbild nachhaltigen Wirtschaftens.

Die Bingenheimer Saatgut AG ist mit ihren zehn Jahren noch eine vergleichsweise junge Pflanze. Der Samen, aus dem alles gewachsen ist, wurde vor mehr als 30 Jahren gesät. Eine Gruppe aufgeschlossener und engagierter Demeter-Gärtner und -Gärtnerinnen schloss sich im „Initiativkreis für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau“ zusammen. Sie hatten schon in den 80er Jahren erkannt, dass die Saatgutfrage zu einer Schlüsselfrage des Ökolandbaus werden würde. Sie erlebten mit, wie der Siegeszug der heute weit verbreiteten Hybridsorten zu einem drastischen Schwund von samenfesten Sorten führte und mit ihnen die natürliche Fähigkeit zur Vermehrung. Mit Besorgnis erkannte der Initiativkreis, dass die eher biotechniknahen Züchtungstechniken die Grundlagen der biologischen Gemüseerzeugung in Frage stellten.

http://www.bingenheimersaatgut.de

Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt  VEN e.V.
Der VEN e. V. ist Mitglied in der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut). Hier haben sich Erhaltungs-, Züchtungsorganisationen und Saatgutunternehmen aus dem gewerblichen und nicht gewerblichen Bereich in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Sie setzen auf Züchtungs- und Vermehrungsmethoden, die einem ganzheitlichen Pflanzenbild entsprechen. Den Einsatz von Gentechnik lehnen sie ab.
Weltweite Zusammenarbeit: Die IG Saatgut kooperiert mit Gleichgesinnten auf nationaler Ebene sowie in vielen anderen Ländern.
http://www.nutzpflanzenvielfalt.de

Arche NOAH – Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung
ARCHE NOAH entstand 1989 auf Initiative von GärtnerInnen, BäuerInnen und JournalistInnen, die das Saatgut als Grundlage der Ernährung buchstäblich wieder in die eigenen Hände nehmen wollten. Denn: Seit 1900 ist die Vielfalt unserer Kulturpflanzen durch die Industrialisierung der Landwirtschaft weltweit dramatisch – um 75% – zurückgegangen ! Heute gefährden Gentechnik, Saatgut-Monopole, Klimawandel und Kriege dieses kostbare Erbe.

ARCHE NOAH hält dem eine positive Vision  und zahlreiche Aktivitäten entgegen: ARCHE NOAH bewahrt und pflegt tausende gefährdete Gemüse-, Obst- und Getreidesorten. Erfolgreich arbeiten wir daran, traditionelle und seltene Sorten wieder in die Gärten und auf den Markt zu bringen – dank der Unterstützung von rund 10.000 engagierten Mitgliedern und zahlreichen Förderern.
http://www.arche-noah.at

Samenbau Nordost – Biosaatgut aus Meckpomm und Brandenburg
Samenbau Nordost Kooperative ist ein Zusammenschluss von vier Gärtnerbetrieben, die biologische Saatgutvermehrung von Gemüse, Zierpflanzen und Kräutern betreiben.

Wir bauen vornehmlich alte Sorten, Raritäten und Wildpflanzen an.

Unser Ziel ist es, Privatgärtnern, Selbstversorgen und Direktvermarktern gute Sorten zur Verfügung zu stellen, die standortangepasst, freilandtauglich und robust sind, guten Geschmack und schönes Aussehen haben, weiter gute Erträge auch in ungünstigen Jahren bringen und eine lange Ernteperiode haben. In diesen Bereichen sind alte Sorten unter Umständen besser geeignet als moderne Sorten, die zum Beispiel häufig für die industrielle Einmalernte gezüchtet werden oder bei denen Transportfähigkeit wichtiger wird als besondere Geschmacksqualitäten. Wir arbeiten nach den Richlinien der EG-Ökoverordung und sind den Anbauverbänden Demeter und Verbund Ökohöfe angeschlossen. Wir verstehen uns als Kooperationspartner für die Vereine zum Erhalt der Nutzpflanzenvielfalt, sind Mitglieder im V.E:R:N: und V:E:N:.

Als biologisch wirtschaftende Gärtner/innen bauen wir weder gentechnisch veränderte Pflanzen noch Hybriden an.

Regionales, samenfestes Biosaatgut, sowie alte Sorten aus Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern

VERN e.V.
Der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V., kurz VERN e.V., wurde 1996 gegründet. Mitglieder sind Privatpersonen, Landwirte, Gärtner und Institutionen/Vereine.
Der VERN e.V. erhält ca. 2.000 alte Nutzpflanzensorten und hält sie für die Allgemeinheit einfach zugänglich. Er erhält zudem das Wissen über den Anbau, den Umgang und die Nutzung der Kulturpflanzen.
Neben der Erhaltungsarbeit betreibt der VERN e.V. auch Öffentlichkeits-, Bildungs-, Beratungs- und politische Arbeit zum Erhalt alter Nutzpflanzen. Dieses und alles Weitere erfahren Sie auf dieser Website.
http://www.vern.de