ABC-Spiele/ Blumen, Garten, Wetter
Veröffentlicht: Oktober 15, 2015 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: ABC-Spiele, Bibliothek Tiergarten-Süd, Buch, Buch und Garten, Grüne Bibliothek, Kamishibai Hinterlasse einen KommentarWährend die Gartenfrauen des Teams der „Grünen Bibliothek der Nachbarschaft“ im September und Oktober unter freiem Himmel bei Sonnenschein Kräuterworkshops und ein Saatgut-Erntefest veranstalteten, saßen wir ABC-Spieler an den Freitagen in der Bibliothek und haben uns den grünen Themen sprachlich genähert.
„Das Buch gegen das kein Kraut gewachsen ist“ von Gerda Anger- Schmidt und Renate Habinger hat uns alle in diesen letzten Wochen begleitet und uns kluge, fröhliche und sinnliche Anregungen zu all unseren Aktivitäten geliefert.
Wir Sprachbastler suchten in Pflanzen-Bestimmungsbüchern nach tierisch-menschlichen Blumennamen, die wir dann in witzige Rätselkarten verwandelten.
Wir zerschnippelten alte Gartenkataloge und stellten ein Garten-ABC zusammen.
Außerdem fragten wir uns, was es mit Bauernregeln so auf sich hat, was sie bedeuten oder ob sie vielleicht nur purer Aberglaube sind.
Komische Quatschregeln purzelten einer ABC-Spielerin nur so von den Lippen, sodass alle Kinder blitzschnell auf den Geschmack kamen und auch gleich anfingen zu reimen!


Das Kamishibai-Theater diente uns als Fernseher – wir waren die Wetterberichterstatter- gaben Prognosen für die kommenden Tage und lasen den Wetterbericht des Tages aus der Zeitung vor, die immer in der Bibliothek ausliegt.
Was für ein Vergnügen, wenn sich die ABC-Spielereien, die ich vorgebe, durch kleine und große Mitspieler weiterentwickeln, verselbständigen und verwandeln und wir alle zu einem anregenden Nachmittag immer wieder gern zusammenkommen.
Vor den Herbstferien gibt es ein Zungenbrecher-Intermezzo bis wir uns dann nach den Ferien im November „Ungeheuerliches“ vornehmen…
Es freut sich auf Euch und Sie immer sehr
Susanne Dorén
Holzbau-Workshop in der Grünen Bibliothek
Veröffentlicht: Oktober 12, 2015 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Holzbau-Workshop, nachhaltiges Wirtschaften, Selbermachen, Werken mit Kindern Hinterlasse einen KommentarWir laden herzlich ein zum gemeinsamen Sägen, Schrauben, Hämmern und Leimen!
Und hier das pdf der Veranstaltung zum Ausdrucken: GBNHolzbauWS15
Die Hauptstadtgärtner – eine Anleitung zum Urban Gardening
Veröffentlicht: Oktober 6, 2015 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, Stadtgarten, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen KommentarWir freuen uns, zu einem Bildvortrag mit Frau Dr. Elisabeth Meyer-Renschhausen einladen zu dürfen:
Und hier das pdf der Veranstaltung zum Ausdrucken: GBN_Einladung_Renschhausen_A4
Saatguternte-Nachmittag in der Grünen Bibliothek am 10. Oktober 2015
Veröffentlicht: September 28, 2015 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Artenvielfalt, Bibliothek Tiergarten-Süd, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, Leih-Sämerei, Nachhaltigkeit, Saatgut, Saatgut-Bibliothek, Saatgut-Ernte, Saatgutreinigung Hinterlasse einen Kommentar
Wir freuen uns auf Euer Kommen und sind gespannt auf die Berliner Saatgut-Vielfalt 2015!
Und hier der Flyer zur Veranstaltung als pdf: Saatgutflyer15 finalmit logo
Kamishibai-Präsentation in der Grünen Bibliothek
Veröffentlicht: September 17, 2015 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Grüne Bibliothek, japanisches Erzähltheater, Kamishibai Hinterlasse einen KommentarAm Montag, den 5.10. 2015 können Sie in der Grünen Biblitohek das japanische Erzähltheater kennlernen.
In der Zeit von 16.30 – 17.30 Uhr zeigt Ihnen Babette Dombrowski die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Kamishibais: Ob zum Kindergeburtstag, im Kunst-oder Deutschunterricht oder zu einem gemütlichen Erzähltag in der Kita: Groß und Klein haben immer Freude am Erzählen und Zuschauen!
Veranstaltungsflyer Präsentation Kamishibai: Kamishibai_Theater_herbst 2015_A4(2)
Übrigens: In der Biblitohek Tiergarten-Süd steht ein Kamishibai zur Ausleihe zur Verfügung.
Veranstaltungsübersicht Grüne Bibliothek der Nachbarschaft
Veröffentlicht: September 17, 2015 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, Stadtgarten, Urbanes Gärtnern, Werken mit Kindern Hinterlasse einen KommentarDen Veranstaltungskalender der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft bis Dezember2015 finden Sie hier: GBdN_Termine 2tes Halbjahr 2015_0916
Aktuelle Mitmach-Termine:
Selbermachen in der Grünen Bibliothek: Kräuter-Kunst-Workshop mit Claudia Hartwig, Sa, 19.9. und Sa, 26.9., jeweils 14.00 – 17.00 Uhr.
Kräuterschilder aus Holz selbermachen
Veröffentlicht: September 13, 2015 Abgelegt unter: Workshops | Tags: Bibliothek Tiergarten-Süd, Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsgarten wachsenlassen, Grüne Bibliothek, Selbermachen in der Grünen Bibliothek, Werken mit Kindern 3 KommentareBei schönstem Spätsommerwetter startete der erste offene Mitmach-Workshop ‚Kräuterschilder aus Holz für Garten, Balkon und Topf‘ in der Grünen Bibliothek der Nachbarschaft, so dass vom Foyer in den großzügigen Außenbereich umgezogen werden konnte.
Unter dem Motto ‚Selbermachen in der Grünen Biblitohek‘ soll auch zukünftig gemeinsam gewerkelt, gebastelt, gemalt und geschrieben werden, auch als Angebot an Wochenenden, also zu der Zeit, wo auch Familien einmal etwa gemeinsam unternehmen können, ohne unter Zeitdruck zu geraten.
Unter der Leitung von Claudia Hartwig, freie Künstlerin, wurden die Schilder gesägt und die Beschriftung mit einem Brandmalkolben eingraviert.
Neben der Herstellung der Holzschilder möchten wir auch einen selbstgestalteten Kräuterordner für unsere Bibliothek herstellen.
Schließlich wollen wir ja auch gerne wissen, wogegen welches Kraut gewachsen ist. Also zogen erst einmal alle Teilnehmer in den Kräutergarten des benachbarten Gemeinschaftsgartens wachsenlassen, um zu sehen, was dort so wächst und wie die Kräuter aussehen.
Nach Ernte der ‚Anschauungsobjekte‘ wurde dann gemeinsam mit Babette Dombrowski recherchiert – wie schön, dass wir neben einem Garten auch eine Bibliothek mit vielen Gartenbüchern zur Verfügung haben! – und gezeichntet.
Ganz professionell mit botanischem Namen!
Wir finden, die Produkte unseres ersten Workshops ‚Selbermachen in der Grünen Bibliothek‘ können sich sehen – und werden schon bald die ersten Beete in unseren Gärten zieren.
Der offene Mitmach-Workshop ‚Kräuterschilder aus Holz für Garten, Balkon und Topf‘ wird noch an zwei weiteren Samstagen fortgeführt:
19.9. 2015 und 26.9.2015,
jeweils von 14.00 – 17.00 Uhr.
Ort: Bibliothek Tiergarten, Lützowstr. 27, 10785 Berlin
Alle, die Spaß daran haben, gemeinsam mit uns aktiv zu werden, sind herzlich willkommen!
Das Angebot ‚Grüne Biblitohek der Nachbarschaft‘ wird gestaltet von Mitgliedern der IG-Bibliothek, die Anfang 2014 gegründet wurde, um die Schließung der Stadtteilbibliothek Tiergarten zu verhindern.
Wir freuen uns über aktive Unterstützung bei unserer für den Erhalt der Bibliothek notwendigen und umfangreichen Arbeit!
Informationen unter: gruenebibliothek@web.de oder persönlich jeden Montag und Dienstag in der Zeit von 15.00 – 17.00 Uhr Bibliothek.
ABC-Bücher -nicht nur für Kinder!
Veröffentlicht: September 3, 2015 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: ABC-Spiele, Bibliothek Tiergarten-Süd, Buch, Grüne Bibliothek 4 KommentareDas ABC ist äußerst wichtig,
im Telefonbuch steht es richtig.
Damit hat Joachim Ringelnatz eigentlich vollkommen Recht und trotzdem fängt nach den langen Sommerferien die Schule an, und es geht wieder los mit (Rechnen), Schreiben und Lesen.
Alphabet-Bücher gibt es seit der Aufklärung. Sie nehmen unter den Kinderbüchern eine besondere Stellung ein und stellen ein großes, spannendes Sammelgebiet dar. Sie dienten vornehmlich der Belehrung und Bildung, inzwischen aber vermitteln sie eher Freude an Sprachspielereien, sind in der Regel phantasievoll illustriert und gestaltet, oft hintersinnig und manchmal sehr humorvoll.
Aus meiner kleinen subjektiven (An-)Sammlung von ABC-Büchern, möchte ich hier 5 Lieblings-Exemplare vorstellen, die nicht nur Kindern Spaß machen, sondern auch für Eltern und Großeltern, Pädagogen und Sprachbastler interessant sein dürften und sich bei meinen Kinderliteratur-Aktivitäten sehr bewährt haben.
Karl Philipp Moritz: Neues ABC Buch mit Illustrationen von Wolf Erlbruch, Verlag Antje Kunstmann
1790 verfasst, ist dies ein Buch zum Lesen und Denkenlernen. Voller Poesie und konkreter Philosophie kann man sich auf eine empfindsame Reise durch das Alphabet in 26 Bildern begeben – hintergründig illustriert im Jahr 2000 von Wolf Erlbruch.
Beispiel Buchstabe A:
In diesem Buche stehen Bilder und Buchstaben.
Das erste Bild stellt das Auge vor, womit ich die Bilder sehe.
Das offene Auge sieht ins Buch.
Buchstabentanz – Gezeichnete Alphabete zusammen gestellt von Daniel Kampa, Diogenes Verlag
Schreibenlernen als Mühsal und Wunder gleichsam, dann verblasst der Zauber der einzelnen Buchstaben vor der Fülle von Texten, mit denen man täglich konfrontiert wird und man sieht das Alphabet vor lauter Buchstaben nicht mehr.
Die Magie der 26 Buchstaben wird uns in diesem kleinen Buch wieder näher gebracht.
Beispiel Buchstabe W von Wilhelm Busch:
Der Walfisch stört des Herings Frieden,
Des Wurms Länge ist verschieden.
Rotraut Susanne Berner. Das ABC-Spiele-Buch, Jacoby & Stuart
Was ist das: Es fängt mit A an und endet mit Z? Es ist die ganze Welt. Mit 26 Buchstaben kann man erzählen, schreiben und spielen, ganz ohne Steckdose, unterwegs und zuhause. Ein Spaß für die ganze Familie.
Dieses Buch hat mich zu meinem Sprach(lern)-Angebot in der Bibliothek Tiergarten-Süd (ABC-Spiele für alle/ immer freitags in der Schulzeit von 16.30-17.30 Uhr) inspiriert und begleitet mich nun in meinem blauen Materialien-Koffer jeden Freitag dorthin. Witzig illustriert und mit vielen Ideen im Anhang ist dieses Buch ein wahrer Schatz für alle an Sprachspielereien Interessierte.
Beispiel Buchstabe T:
Gott schuf die Katze, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat.
Nadia Budde: Trauriger Tiger toastet Tomaten, Peter Hammer Verlag
Ein ABC-Buch für kluge Kinder und alberne Erwachsene.
Beispiel Buchstabe F:
Freitags muss Fritze Fischers Frau Frieda fischen, denn Fritze faulenzt im Federbett.
Sie fängt einen Föhn, einen Fußlappen, einen Federball und eine Flasche!
Frau Frieda wäre in unserer „Grünen Bibliothek der Nachbarschaft“ als vorbildliche Ehrenamtliche herzlich willkommen!
Anke Kuhl & Martin Schmitz-Kuhl: Alle Kinder – Ein ABC der Schadenfreude, Klett Kinderbuch
Ein ABC-Buch mit 26 schlimmen Bildern und Gedichten!
Mein absolutes Lieblings-ABC-Buch! Aber Vorsicht – es ist wirklich ganz böse und ein Spaß für Freunde des rabenschwarzen Humors!
Beispiel Buchstabe X:
Alle Kinder lesen dieses Buch.
Außer Xaver – der ist ein Braver.
Viel Spaß beim Aufstöbern dieser und anderer ABC-Bücher in Bibliotheken, Buchhandlungen und Antiquariaten
wünscht Susanne Dorén
Gartenzeit
Veröffentlicht: Juli 31, 2015 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Garten in der Stadt, GartenZeit, Grund zum Leben, Stadtgarten, Urbanes Gärtnern, Zeit Hinterlasse einen KommentarUnkraut (Beikraut, Wildkraut) zupfen, eins nach dem anderen, zupfen, zupfen, zupfen.
Das meiste davon: Selbst ausgesäter Anisysop, der sich (auch wenn ich so etwas kaum zu sagen wage) sich ein bisschen zuu wohl bei uns im Garten fühlt.
Aber auf jeden Fall eine wunderbare Insektenweide!
Stück für Stück lege ich Stauden frei und freue mich darüber, dass sie sich, obwohl ich seit Wochen viel zu wenig Zeit für den Garten hatte, über das Jhr gut entwickelt haben.
Allen Vorurteilen zum Trotz:
Der Garten ist nicht nachtragend.
Ich taste die weichen, pelzigen Blätter des Frauenmantels, nach wie vor eine meiner Lieblinge im Garten mit ihren hübschen, samtig-grünen Marienmäntelchen, die, als Tee zubereitet, auch noch über heilende Kräfte verfügen.
Ich entferne überschüssige Samenstände (lasse zwei davon zum Ausreifen als zukünftige Gabe für unsere Leih-Sämerei stehen) und braune Blätter -und all die vielen Anisysop-Setzlinge drumherum.
Die Ochenzungen daneben sind noch nicht, wie schon befürchtet, geschossen, dort gibt es noch genug frische Blätter für die Salate der kommenden Tage abzupflücken.
Und wieder: zupfen, zupfen, zupfen.
Der Fenchel hat seine schönen Samenstände ausgebildet, ich koste ein paar der noch nicht ausgetrockneten Körner und bin verwundert über das unglaublich intensive Aroma, dass sich sofort explosionsartig in meinem Mund entfaltet.
Eigentlich gehörte ich noch nie zu denen, die von Fenchel schwärmen, doch der Genuss heute hat mich überzeugt: rasch eine Sorte sorgfältig ausgesucht als entscheidende Zutat füt die heutige Salatsauce.
Seit Tagen: Schmerzen, starke Schmerzen.
Die Physiotherapeutin zerrt zielstrebig und tatkräftig an mir herum, die starken Schmerzen ‚unten links‘ treten zurück, neu auftretende Schmerzen ‚oben rechts‘ werden unerträglich.
Dazu: Ein Arbeitsauftrag, den ich auf Grund unterschiedlichster Umstände nicht in der Lage bin, auszuführen, den ich aber trotzdem ausführen muss.
Ich betrete den Garten, matt, erschlagen und irgendwie in der Erwartung, auch hier mit Vorwürfen empfangen zu werden.
Zusätzlich die Mahnung der Therapeutin im Ohr, ‚jetzt bloß keine Bäume auszureißen, sondern mich zu schonen‘, bin ich eh unentschlossen, ob ich mich heute der Gartenarbeit hingeben soll.
Im Garten treffe ich die Gärtnerin, eine andre Art von Therapeutin.
Ruhig und gelassen schneidet sie die wuchernden Äste der Schneebeeren, Schritt für Schritt, Schnitt für Schnitt.
Und ich zupfe weiter.
Scheide den Beinwell, gieße neue Jauche auf, heilsamer Trunk für heilsame Pflanzen.
Die Bunte Forelle, etwas spät nach gesät, hat sich doch nur noch zu recht kleinen Köpfchen entwickelt, aber in diesem Jahr wollte sich unser Lieblingssalat eh nicht richtig entfalten. Er keimte schon schlecht oder gar nicht und wuchs nur sehr zögerlich.
Stirnrunzeln und Fragen über Fragen: Lag es an uns, was hatten wir falsch gemacht? War es das schwierige Wetter oder lag es doch am Saatgut?
Aufmerksam sein, beobachten, überlegen.
Und nicht allzu enttäuscht sein, wenn die Natur wieder einmal etwas anderes macht, als man erwartet hat und man die passende Erklärung dafür vielleicht doch nicht (sofort) findet.
Zupfen, zupfen, schneiden, gießen, inne halten, beobachten.
Die Tomaten haben meine Abwesenheit gut überstanden, da zeigt sich dann die Stärke eines Gemeinschaftsgartens, wo andere während der eigenen Abwesenheit da sind und sich kümmern.
Der Rest wuchert.
(Auch ein mir nicht unbekanntes Gefühl im Garten: Alles wuchert über mich hinweg. Und auch da hilft nur: Ruhe bewahren, anfangen, weitermachen, zupfen)
Was fangen wir mit all dem Oregano an?
Der Estragon?
Die Melisse?
Wann soll ich Zeit finden, Kräutersalze zu mörsern, Estragonessig aufzugießen,die Melisse für leckeren Tee ?
Und das ‚Kraut der Hundertjährigen‘?
Seine Heilkraft soll der des Gingsengs in Nichts nachstehen.
Wann wird das geerntet?
Hoppla, jetzt bloß nicht erdrücken lassen von der Kraft der unerledigten Dinge!
Der Garten wächst weiter, unbeeindruckt von derlei menschlichen Gefühlen und Überlegungen.
Wenn in diesem Jahr niemand da ist, der den Weg zum Hundertjährigen antreten möchte, dann vielleicht im nächsten Jahr, das passende Kraut dazu fühlt sich auf jeden Fall schon seit Jahren bei uns im Garten wohl…
Ich höre auf, zu zupfen und beginne mit den abschließenden Arbeiten eines jeden Gartentages. (Aufräumen und Ordnung halten ist nun mal ein wesentlicher Teil jeglicher Gartenarbeit).
Im Anschluss daran das vielleicht Schönste: Jetzt darf ich mir einen Blumenstrauß für zu Hause aussuchen.
Der Duft des Pflox und die Farben des Sommers in meiner Stadtwohnung.
Die Schmerzen sind nicht verschwunden, aber – wohl auch, weil ich keine Bäume ausgerissen habe – geringer, erträglicher.
Vielleicht auch einfach nur deswegen, weil ich einige Stunden einfach nur gezupft, gezupft und gezupft habe.
Gespräch mit der Gartentherapeutin: Vielleicht sind es wirklich die kleinen, einfachen Dinge, die uns im Garten dabei helfen, wieder etwas zur Ruhe zu kommen, etwas Abstand zu gewinnen zu den ach so schwierigen, komplexen Geschehnissen des alltäglichen Lebens.
Einfache Freuden, kleine Erkenntnisse, einfaches Tun, einfach tun.
Wir sollten sehr darauf aufpassen, dass uns dieses einfache Tun nicht abhanden kommt.
Das Gefühl von Handlungsfähigkeit.
Jeder Garten – und besonders in der Stadt – ist auf seine ihm eigene Weise schützenswert.
Für sich selbst, für die Tiere, die in ihm leben und für die Menschen.
ABC-Spiele/ Die Welt von oben
Veröffentlicht: Juli 21, 2015 Abgelegt unter: Die Grüne Bibliothek | Tags: ABC-Spiele, Bibliothek Tiergarten-Süd, Buch, Grüne Bibliothek 3 KommentareWo geht es lang? Wie komme ich von meinem Zuhause in die Bibliothek Tiergarten-Süd?
Landkarten und Stadtpläne zeigen uns den Weg und sprechen eine eigene Sprache, die man auch erstmal lesen lernen muss.
In dem außergewöhnlichen Sachbilderbuch (nicht nur für Kinder!!) von Heekyoung Kim und Krystyna Lipka-Sztarballo: „Wo geht´s lang?“ entdecken wir eine Landkarte aus dem Mittelalter, die auf dem Kopf zu stehen scheint: Europa mal von Süden aus betrachtet. Und wir staunen über See-Karten, die Inselbewohner der Marshallinseln mit Palmblättern geknotet haben. Jeder Knoten mit einer Muschel kennzeichnet eine Insel.
Auch das Buch von Sara Fanelli „My Map Book“ zeigt uns Karten. Hier aber in einem sehr freien, naiven Stil mit bunten Farben. Alles wird zur Karte: die Familie, die Straße, der Hund, die Nachbarschaft, das Gesicht und das Herz.
Wir haben unsere eigenen Stadtpläne gezeichnet und gemerkt, wie schwer es ist, verständliche Landkarten zu erstellen.

Und wir haben die Stimmen der Navigationsgeräte in den Autos nachgemacht und gelacht.
Eine Schatzkarte führte zu einem versteckten (Süßigkeiten-)Schatz in unserer Bibliothek.

Am letzten Freitag haben wir Faltanleitungen gelesen und mit sehr begabten und handwerklich geschickten ABC-Spielern aller Generationen aus der Nachbarschaft Schiffchen und Flieger gefaltet.
Zu nett die Anleitung zum Schiffchenfalten in H.A. Rey: „Coco fährt Rad“!
Am besten fliegen die größten Flieger:

„Die Erde von oben“ konnten wir in dem Fotoband von Yann-Arthus Bertrand betrachten: wunderschöne Fotos von faszinierenden Landschaften aus verschiedenen Ländern rund um den Globus, die uns aber auch die Zerbrechlichkeit der Welt durch Kriege und Umweltzerstörung vor Augen führen.
Ich wünsche allen schöne Ferieneindrücke, ob nun in Berlin oder in der weiten Welt, und freue mich auf neue und alte Sprachspieler ab dem 11.September 2015 wie immer von 16.30-17.30 Uhr in der Bibliothek Tiergarten-Süd.
Eure und Ihre Susanne Dorén


































