Iris Germanica ‚Florentina‘ – eine frühe Schönheit in unserem Garten

Einzug fand die weisse Veilchenwurzel (Iris florentina) in unserem Garten, weil mein Interesse daran geweckt wurde, dass aus ihrem Rhizom das sogenannte Veilchenwurzelöl zur Konservierung von Duftstoffen hergestellt wird. Das Irisöl gehört zu den kostbarsten Naturprodukten. Es wird daher nur in allerkleinsten Dosierungen z.B. für hochwertige Parfüms oder zur Aromatisierung von Lebensmitteln, Likören, Süß- und Backwaren verwendet.
Dazu braucht es allerdings Geduld, erst nach ein bis zwei jahren trockener Lagerung bildet sich der Duft heraus und ich vermute, dass die Ölherstellung sehr aufwendig ist…

Begeistert hat die florentiner Schwertlilie in diesem Jahr jedoch alle, die sie in unserem Kräutergarten entdeckt haben, mit ihrer eleganten Schönheit, die ihren Höhepunkt mit der Öffnung ihrer Blüten im frühen Mai offenbarte.

Zwei Jahre haben wir bis zur ersten Blüte gewartet und ja, die Zeit des Wartens hat sich gelohnt!

Die deutsche Schwertlilie gilt übrigens auch als Zauberpflanze, mit ihren magischen Kräften wurde sie auf Burgfelsen gepflanzt, um Feinde abzuhalten.
Diese widerum gruben die Lilien aus, um sie mit zur eigenen Burg zu nehmen und die Kräfte zu ihrem Vorteil zu nutzen…
Auch galt die Schwertlilie als Symbol der Ritterlichkeit. Das Blatt stand für das gezückte Schwert – die Blüte stand für ein reines Herz.

In der griechischen Mythologie sind sie die Pflanzen der griechischen Götterbotin Iris, die die Seelen der Verstorbenen entlang einem Regenbogen in das Reich des ewigen Friedens zu führen hatte. Wie schön!

Und weil die Vorstellung, eigenes Veilchenwurzelöl herzustellen, wenn auch nicht realistisch, so doch allzu verlockend ist, sollte die Florentina am besten allzubald eine blau blühende Pallida zur Seite gestellt bekommen, aus der ebenfalls das Veilchenwurzelöl gewonnen werden kann.

Und wenn auch nur deswegen, weil sie sicherlich wunderschön neben und miteinander aussehen werden.

 

 


Neue Mitgärtner*innen im Gemeinschaftsgarten – die Kompostwürmer sind eingezogen!

Die Idee war schon lange in der Welt, nun konnte sie endlich realisiert werden: in seiner knapp bemessenen Freizeit hat Arben aus dem Team wachsenlassen geschraubt, gebohrt und gezimmert, damit der sehnlichst gewünschte Wurmkomposter und damit die kleinen Tiere und mit ihnen ‚das scharze Gold‘ in unseren Garten einziehen konnte.

Was aber ist ein Wurmkomposter?

Im Wurmkomposter befindet sich eine Lebensgemeinschaft, die aus Pilzen, Bakterien, verschiedenen Einzeller, Springschwänzen, einigen Bodenmilbenarten, kleinen weißen Ringelwürmern und und und… den Kompostwürmern besteht. Die Gesamtheit der Boden lebenden Organismen, die eine extrem wichtige Rolle in unserem Ökosystem spielen, wird das Edaphon genannt.

Zu den Kompostwürmern gehören beispielsweise die Arten Eisenia foetida, Eisenia andrei oder Eisenia hortensis.

Gemeinsam produzieren diese Lebenwesen durch ihren Stoffwechsel den (Wurm-) Humus, ein natürliches Produkt mit hochkonzentrierten Bestandteilen an pflanzenverfügbaren Nährstoffen, wenn sie ausreichend Nahrung finden.

Diese Nahrung besteht aus frischen organischen Stoffen wie zum Beispiel Obst und Gemüse, also aus unseren Küchenresten, die auf keinen Fall in den Restmüll gehören – wo sie anscheinend immer noch zu hohen Anteilen landen.

Da die Wurmkompostierung bei richtiger Pflege völlig aerobisch abläuft, entstehen keine störenden Fäulnisgerüche und eignet sich dadurch bestens, sie direkt im eigenen Haushalt durchzuführen, auf dem Balkon oder in der Küche, mittlerweile gibt es unterschiedliche Wurmkisten – auch für die Wohnung – von unterschiedlichen Anbietern.
Eine Wurmkiste ist eine wunderbare Möglichkeit, Biomüll in Form von Küchenabfällen und Pflanzenresten zu recyceln und daraus nährstoffreichen Humus zu gewinnen.
Zudem lassen sich mit ihr Kreisläufe unseres Ökosystems verstehen und erklären; das Verständnis dafür, dass Boden eben nicht nur ‚Dreck ist, den wir mit Füssen treten‘, sondern die Grundlage unserer Lebensmittelversorgung, wächst mit jedem Tag Wurmkiste weiter.
Das Ausgangsmaterial für Humus – also wertvollen Boden, ist unser vermeintlicher Müll, unsere Bio-Abfälle.

Also: herzlich willkommen in unserem Garten, liebe Würmer und Co!

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Wurmkompostierung

https://wurmkiste.at/


Kräuterführung: Stadtgärtnern mit der Natur

Wir laden ein zu einer Wild-und Küchenkräuterführung in unserem Gemeinschaftsgarten.

Anhand einiger ausgewählter Kräuter erfahren wir, wie diese leicht auf Balkon, Terasse oder im Garten zu kultivieren sind, lernen Hilfreiches über ihre Anbaubedingungen, Ernte und Wirkkräfte.
Wir nehmen uns Zeit für eine kleine Gartenführung und sind offen für eure persönlichen Fragen.

Dieses Angebot richtet sich an Einsteiger*innen in der urbanen Kräuterkunde.

Der Spaziergang beinhaltet eine Kräuterspende von Seiten des Gartens zur individuellen Weiterverabreitung, im Gegenzug dafür freuen wir uns über eine Erlebnisspende!

Wann: Do, den 4. Juni 2020, 17.00 – 19.00 Uhr

Wo: Gemeinschaftsgarten wachsenlassen,
Kiez Zentrum Villa Lützow
Lützowstr. 28, 10785 Berlin

Aufgrund der aktuellen Maßnahmen wegen COVID-19 auf unserem Gelände ist dieser Spaziergang auf 5 Teilnehmer*innen beschränkt und wir bitten um Anmeldung unter: wachsenlassen@web.de

Kräuterführung 4.6.

 


Bienen, Bestäubung und Bürgerwissenschaft in Berlins Gärten

In diesem Jahr nimmt unser Gemeinschaftsgarten teil an dem spannenden und wichtigem Wildbienenprojekt des Museums für Naturkunde Berlin und der TU Berlin, Fachbereich Ökosystemkunde/ Pflanzenökologie.

Alle Informationen zu diesem Projekt finden sich ab sofort unter:

https://www.museumfuernaturkunde.berlin/de/wissenschaft/bienen-bestaeubung-und-buergerwissenschaft-berlins-gaerten


‚Buchstäblich geht online‘ – die zweite Woche

Eine Sprachförderungsveranstaltung im Rahmen des EFRE-Projektes: ‚Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben‘

Da die Teilnehmenden zu Beginn der online-Veranstaltung die Aufgabe bekommen hatten, ein Tagebuch zu führen, wurde in dieser Woche (vom 30.3.- 4.4.) jeden Tag aus dem

vorgelesen und per Sprachnachricht verschickt.

So sieht die Killerkatze dann in Ellas Vorstellung aus:

Am Dienstag, den 31.3., zur Buchstäblich-Zeit wurde mit aufbewahrten Eierschalen und Pappmaché gearbeitet.

Die Eierschalen sollten bemalt und mit Erde gefüllt und darin Kressesamen ausgesät werden. Der Plan war, dass zu Ostern geerntet werden kann. Wie man sieht, ist der Plan aufgegangen, so sehen die Eierhasen von Leandra und Jonathan am Gründonnerstag aus:

In der Vor-Corona-Zeit hatten wir noch im Projektraum der Stadtbibliothek Zählsteine und Zahlungsmittel, wie sie in Frühdynastischer Zeit genutzt wurden, aus Pappmaché angefertigt, (die inzwischen hoffentlich getrocknet sind), was den Kindern besonders viel Spaß machte.

Als neues Projekt wollten wir nun einen Ballon mit Zeitungspapier bekleben zur späteren Verwendung als Osterei/-nest sowie kleine Perlen oder Eier aus Pappmaché formen.

Auch hier konnten sich die Ergebnisse sehen lassen:

Einige Tage später wurde dann mit Photos gezeigt, wie der Luftballon aus dem getrockneten Pappmaché zu entfernen ist, nun waren die Rohlinge fertig zum Gestalten.

Für das Wochenende bekamen die Kinder, wie schon am Wochenende davor, Ideen zum gemeinsamen, familiären Kochen und Backen:

Die dritte Woche „Buchstäblich geht online“, vom 6.4. an, begann mit dem Vorlesen der Fortsetzung der Killerkatze: Die Rückkehr der Killerkatze, wieder als Sprachnachricht verschickt.

Der Dienstagstermin am 7.4. stand ganz im Zeichen des wunderbaren frühlingshaften Osterwetters und wurde direkt aus dem Garten der Angebotsleiterin gesendet.

Die Kinder bekamen Anregungen aus den Büchern:

Ob Gemüse auf der Fensterbank ziehen oder Bohnen pflanzen und ein Bohnenspiel basteln, dafür bleibt im Moment genug Zeit und Muße.

Und trotz allem und immer schön Abstand haltend ist auch in diesem Jahr ein Osterspaziergang im Wald erlaubt. Wer da die Hinterlassenschaften des Osterhasen einsammelt und zuhause in einen Blumenkasten einpflanzt, der wird bald sehen können, wovon Osterhasen sich so ernähren…

Frohe Ostern wünscht Babette Dombrowski

(Sprachförderung, Grüne Bibliothek der Nachbarschaft)

Alle, die gerne an „Büchstäblich geht online“ teilnehmen und die Ideen, aus den Schätzen der Grünen Bibliothek der Stadtbibliothek Tiergarten Süd gehoben, umsetzen möchten, sind herzlich dazu eingeladen und melden sich unter folgender E-Mail-Adresse an: buchstaeblich.geht.online@gmail.com


Rückblick II auf das Gartenjahr 2019 – die Baustelle ist weg!

Gemeinschaftsgarten wachsenlassen
Umweltbildung für Kindern ab dem Kindergartenalter und Familien / Biodiversität/ Kräuteranbau- und Verabreitung

Ein Bericht aus einer Zeit, in der ich noch nie etwas von Corona gehört hatte…

Viel Freude und reiche Ernten bereitet uns unser Kräutergarten.
Kräuter bieten wunderbare und einfach umzusetzende Möglichkeiten, um die Vielflt der Natur kennenzulernen, dazu sind sie wichtige Nahrungsspender für Menschen und Tiere! Gemeinsam mit Familien, Grundschul- und Kindergartenkindern und mit Unterstützung von zwei Kräuterpädagoginnen stellten wir in diesem Jahr eigene Teemischungen her und ernteten frische Wild- und Küchenkräuter zur Herstellung einfacher Gerichte wie z.B. Kräuterbutter,-Salze und Salate.

Hier wurde mit allen Sinnen erfahren und wir nahmen uns wie immer viel Zeit zum sehen, riechen und natürlich zum schmecken!

Im Frühsommer konnten wir dann auch unsere neue Insektenwand aus Holz- und Lehmelementen endgültig einweihen, an der wir seit dem letzten Jahr gearbeitet hatten. Wir hoffen auf viele Neueinzüge im Frühjahr 2020.
Diese Wand liegt am Rande unseres Gartenbereiches mit einer offenen Kiesdecke, der ebenfalls unter dem Aspekt gestaltet wurde, dass Insekten dort einen Lebensraum finden. Es handelt sich dabei um eine offene Kiesdecke, die mit einem Unterboden unterlegt ist und die von nektartragenden Blühpflanzen besiedelt wird.

Viele Wildbienen und andere Insekten finden in diesem Bereich einen Lebensraum. Zudem speichert dieser bedeckte Boden die Feuchtigkeit und hält den zunehmend regenlosen Sommern besser stand.

Seit nunmehr zwei Jahren bildet der Vogel- und Insektenschutz einen Schwerpunkt unserer Umweltbildungsarbeit. Wir haben vermehrt Lebensräume für diese Tiere geschaffen, es werden sicherlich noch neue hinzukommen. Dazu achten wir bei der Auswahl unserer Pflanzen und Gehölze darauf, dass wir eine möglichst lange Blühperiode haben, so dass unser Garten das ganze Jahr über über ein gutes Nahrungsangebot anbietet.
Viele Pflanzen, die im Frühjahr und Sommer Pollen und Nektar für Wildbienen bereitstellen, tragen im Harbst/Winter Früchte und Samen, die vielen Vogelarten als Nahrung zu Gute kommen.
Weltweit sind wir von einem dramatischen Insektensterben bedroht. Insekten sind für den Menschen überlebenswichtig, da sie einen großen Teil der Befruchtung unserer Obst- und Gemüsepflanzen übernehmen. Direkt an diese Nahrungskette angeschlossen sind Vögel, die sich von Insekten ernähren.
Es ist also von enormer Wichtigkeit, darüber zu informieren und in Form eines Schaugartens zu zeigen, welche Möglichkeiten auch in der Stadt bestehen, dem etwas entgegen zu setzen. In jedem noch so kleinen Stadtgarten und selbst auf dem Balkon ist es möglich, Wildbienen und Vögel in ihrer Not zu unterstützen.
So möchten wir im nächsten Jahr mehr Informationstafeln an den jeweiligen Lebensbereichen aufstellen und auch Führungen zu diesem Thema anbieten.

Im Spätsommer 2019 wurden die Bauarbeiten am neu entstandenen Kiez Zentrum Villa Lützow fertig gestellt und der Bauzaun, der uns für Jahre vom sonnigsten Bereich unseres Garten getrennt hatte, fiel!

So machten wir uns daran, den durch die dort gewesene Baustellenzufahrt völlig verfestigten Boden zu säubern und zu revitalisieren, damit wir im nächsten Jahr dort wieder Gemüsebeete als kleine Schaubeete zur Dreifelderwirtschaft anlegen können.
In die Bestellung und Pflege dieser Beete werden Kinder, Familien und engagierte Freiwillige mit einbezogen werden.

Eine schweißtreibende Arbeit, aber da führte nunmal kein Weg daran vorbei, wenn wir im nächsten Jahr diesen Boden wieder bewirtschaften wollen.
Wir säten verschiedene Gründüngungen aus, die den Boden verbessern und deren Wurzeln verdichtete Böden aufbrechen können.

Glücklicherweise konnte dies alles im Frühherbst geschehen, so dass die Saat noch gut aufgehen konnte, um den Boden auch schon im Winter 2019/20 gut bedeckt zu halten und anzureichern.

Wir danken dem Umweltamt Berlin Mitte für die Unterstützung unserer Arbeit und freuen uns auf die nächste Gartensaison!

Geschrieben im Februar 2020

 


Ein Buch der Wünsche für den Kiez

Im Rahmen unseres Angebotes ‚Vernetzung der Nachbarschaft durch den Gemeinschaftsgarten wachsenlassen‘ haben wir im letzten Jahr am Maulbeerbaum, der direkt am Zaun unseres Gartens steht und auf den Bürgersteig hinüberragt, einen Wunschbaum installiert.

Viele kleine und großen Nachbar*innen verweilen seither an dieser Stelle, schreiben ihre Wünsche auf, lesen die Wünsche der anderen.

Diese Wünsche werden von uns regelmäßig gesichtet und aufgeschrieben, so ergibt sich im Laufe der Zeit ein buntes Bild darüber, was sich die Menschen in Tiergarten-Süd für ihr Leben wünschen.

Babette Dombrowski und Akiko Wakayama aus dem Team wachsenlassen haben sich nun daran gemacht, ein kleines ‚Kiez-Wunschbuch‘ mit Texten und Illustrationen zu erarbeiten.

Fröhliches, Nachdenkliches und auch ganz real Kiez-bezogenes, von den Menschen im Kiez für die Menschen im Kiez.

Und: in den schwierigen Zeiten der Corona-Epidemie haben engagierten Nachbar*innen gemeinsam mit dem Mehrgenerationenhaus Villa Lützow und anderen im Kiez Zentrum ansässigen Akteuren dem Platz am Wunschbaum noch eine neue Bedeutung zugeteilt.

Es entstand ein gut betreuter Gabenzaun, an dem lebensnotwendige Gaben für bedürftige Menschen aufgehangen werden können.

Alle, die sich an dieser Aktion beteiligen möchten, können dieses nun auf einfachem Wege tun und sind herzlich willkommen!

 


BUCHSTÄBLICH geht online!

BUCHSTÄBLICH ist eine Sprachförderungsveranstaltung im Rahmen des
EFRE-Projektes: ‚Umwelt hautnah – Natur verstehen und erleben‘.

Aus gegebenen Anlass konzentriert sich das Angebot inhaltlich momentan stärker auf die Themen Nachhaltigkeit (Achtsamkeit, Entschleunigung, Selbstreflexion), DIY, Upcycling, Basteln mit Natur- und Alltagsmaterialien, gesunde Ernährung, selber kochen und backen.

Der Themekreis Sprachen, Schriften, Botschaften/Zeichen soll lieber (in hoffentlich nicht allzuferner Zukunft) in der persönlichen Interaktion vermittelt werden.

So setzen die Zwillingsschwestern in unserer neu gegründeten WhatsApp-Gruppe „Buchstäblich“ das nicht Sichtbare, nicht zu Fühlende und nicht zu Hörende der Corona-Krise bildlich um: zu schön, um wahr zu sein! 😉

Am vergangenen Dienstag, den 24.3.2020, zur üblichen „Buchstäblich“-Zeit (eine Veranstaltung, die immer am Dienstagnachmittag in der Grünen Bibliothek der Bibliothek Tiergarten Süd stattfindet und sich an Kinder im Grundschulalter und ihre Eltern richtet) ging „Buchstäblich“ per WhatsApp-Gruppe online.

Die Idee dahinter war, für die Kinder auch zuhause ein Angebot zu schaffen, bei dem sie sich kreativ betätigen und sich untereinander, in Zeiten der physischen Distanz, austauschen können. „Buchstäblich geht online“ hat daher auch einen veränderten Ansatz: wir wollen in dieser Phase unseres Lebens, die für jede und jeden einschneidende Bedeutung haben wird, Kreatives schreiben und gestalten, um sie so immer wieder reflektieren zu können.

Da wir im Moment ja nicht einfach ins Geschäft gehen und Material kaufen können, werden wir findig sein müssen, welche Dinge des täglichen Lebens sich zum Gestalten eignen, wir dürfen gespannt sein!

Aber zuerst ist es wichtig, sich ein Schatzkistchen zu schaffen, in dem alles gesammelt werden kann, was entsteht:

So…

oder so…

oder so:

Für das Wochenende wird es neue Anregungen geben, damit die Kistchen auch gefüllt werden können!

Im Moment erreicht unsere Gruppe 10 Schulkinder mit ihren kleineren Geschwistern und Eltern. Wer neugierig geworden ist und Lust hat mitzumachen, melde sich gerne unter folgender E-Mail-Adresse an:

Babette.dombrowski@t-online.de

Wir freuen uns und es grüßt herzlich, Babette Dombrowski (verantwortlich für die Sprachförderung im Team Grüne Bibliothek)

 

 

                             https://wachsenlassen.com/wp-content/uploads/2019/11/efre-bist_ii_projekte_logoleiste-2017.jpg

 


Erste Aussaaten im Gemeinschaftsgarten

In der letzten Woche haben wir unsere ersten Aussaaten vorgenommen und Spinat, Erbsen und Radieschen ausgesät. Die sind ja bekannterweise hart gesotten und können schon zu dieser Jahreszeit ins Freiland. (Dass es dann aber ein paar Nächte später doch plötzlich oder endlich einmal ziemlich frostig geworden ist, berunruhigt die Gärtner*innen nun doch ein wenig, wir werden sehen…)

Da hat wohl jede*r seine eigene Technik.

So konnten wir die Hochbeete von KIDZ e.V./ Familienzentrum Villa Lützow und von Queerformat mit diesen Vorfrüchten füllen.

Erste Ackerstreifen in unseren Schaubeeten wurden vorbereitet, mit der nächsten Aussaat von Erbsen und Zuckerschoten in diesen Bereichen warten wir jetzt aber erst einmal bis zur nächsten Woche.

Was noch alles gemacht wurde: wir konnten endlich damit beginnen, einige ‚Kruschelecken‘ aufzuräumen, die Johannisbeersträucher, die leider im Rahmen der Baustelle in sehr kargen Boden umgesetzt werden mussten, bekamen ein Mulchbett aus Inkarnatklee und der von Jugendlichen des queeren Jugendzentrums angemalte Starenkasten hat noch rechtzeitig ein Plätzchen im Baum gefunden.

Und wie es so ist in einem Gemeinschaftsgarten zu Zeiten des Corona-Virus?

Die Gemeinschaft ist auf einen harten Kern zusammengeschrumpft, wir arbeiten jeweils zu maximal zwei Personen, wobei momentan unser oberstes Ziel ist, die Gemüseaussaaten zu pflegen und zu gegebener Zeit auszupflanzen.

Wir arbeiten auf die Zeiten hin, in denen wir hoffentlich in nicht allzuferner Zeit mit anderen die Ernte teilen können und wenn es nicht anders möglich sein wird, dann übergeben wir die Früchte unserer Arbeit eben am Zaun.

Die Gemeinschaft besteht also weiterhin und ja, wir wissen, dass wir in diesen schwierigen Zeiten noch das Glück haben, den Garten weiter bewirtschaften können.
Aber wir wissen auch, wie wichtig es ist, zu zeigen, dass Menschen, Tiere und Pflanzen gerade in den großen Städten diese Gartenräume brauchen und dass sie am Leben erhalten werden müssen.

Leider lässt sich das wunderschöne Blau des Kaukasus Vergissmeinnicht mit meiner Kamera nicht einfangen. Ein sehr schöner Frühblüher, auch für Kübel geeignet.

 

 


Eine neuer Rasen für die Villa

Nicht nur im Gemeinschaftsgarten wird die Arbeit aufrecht erhalten, Freund*innen und Mitgärtner*innen des Interkulturellen Gartens City auf dem Gelände des Kiez Zentrums Villa Lützow haben sich in der letzten Woche daran gemacht, den durch die Zeit der Bauarbeiten völlig verfestigten Boden zu beleben, damit im Spätsommer wieder neuer Rasen ausgesät werden kann.

Es wurde sich dafür entschieden, erst einmal eine Gründüngung auszusäen, damit der geschundene Boden sich erholen kann.

Dafür wurden spezielle Lupinensorten ausgesät, die später einfach geschnitten und untergegraben werden.

Wie alle Hülsenfrüchte entwickeln Lupinen nicht nur sehr lange Wurzeln. Sie leben auch in Symbiose mit bestimmten Bakterien, die sich in Knöllchen an den Wurzeln befinden. Diese Bakterien produzieren Stickstoff, den sie an die Pflanze abgeben.

Dadurch wachsen Lupinen auch auf sehr sandigen und mageren Böden gut. Sie verbessern die Erde nachhaltig, weil sie ihrerseits den Stickstoff wieder abgeben und damit für neue Nährstoffe sorgen.

(Und falls sie vor dem Schnitt noch zur Blüte kommen, haben die Wildbienen und andere Insekten unseres Gartens auch noch ihre Freude daran)

Ich persönlich freue mich natürlich ganz besonders über diese nachhaltige Vorgehensweise bei der Neuanlage des Rasens. Ich bin sicher, der völlig ausgelaugte Boden wird es uns danken, dass wir ihm erst einmal eine Erholungsphase gönnen, damit sich neues Leben in ihm einfinden kann.

Einen herzlichen Dank an alle, die sich im Garten der Villa angagieren!

Auch wenn wir in sehr schwierigen Zeiten leben: Geniesst die Natur, wo es euch möglich ist. Geht alleine spazieren, schaut aus dem Fenster, setzt euch auf Balkone und Terassen.

Rettet die Gärten!

Menschen, Tiere und Pflanzen brauchen Lebensraum – in der Stadt und auf dem Land!

Was jede*r selbst tun kann:

Sät Wildblumen oder andere insektenfreundliche Blumen aus. Im Garten, auf Balkonen und Terassen oder auf der Fensterbank. Dazu findet sich überall ein kleines Plätzchen und ihr holt euch ein kleines Stückchen Frühling ins Haus.

Bio-Saatgut dazu gibt es in Bio-Läden/Supermärkten oder auch online zum bestellen.