Garten sucht neue Gärtner_innen!
Veröffentlicht: August 20, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Mitgärtner_innen in Tiergarten-Süd gesucht, Stadtgarten, Urbanes Gärtnern Hinterlasse einen KommentarUnser Garten möchte wieder ein bißchen weiter wachsen und wir möchten den halbschattigen Bereich hinter dem Baumhaus erobern.
Dort ist Platz für zwei neue Beete.
Da sich diese im Halbschatten befinden, sind sie nicht für Gemüseanbau geeignet, sondern für Mitgärtner_innen, die Freude daran haben, sich ein schönes Staudenbeet anzulegen.
Die Beete haben eine schöne Größe (ca. 2 x 2 oder 2 x 3 Meter?) und es muss natürlich Pionierarbeit geleistet werden, um sie vorzubereiten.
Da September/Oktober ist eine gute Zeit ist, um die Beete für das nächste Jahr vorzubereiten (bzw. viele Stauden können ntürlich auch gut im Herbst gepflanzt werden) melden sich Interessierte bitte unter:
wachsenlassen@web.de
Eventuell ist auch noch ein Platz für ein Hochbeet (gemeinsamer Eigenbau) in sonniger Lage vorhanden.
Unseren Gesamtbereich pflegen wir alle gemeinsam.
Wir freuen uns auf euch!
Eigene Tomaten im Garten
Veröffentlicht: August 20, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Eigene Tomaten im Stadtgarten Ein KommentarIch finde ja nach wie vor, dass dieses Jahr nicht so ein gutes Tomatenjahr wie das letzte ist, ich glaube, es war ihnen ein bißchen zu feucht.
Was dem Gärtner andererseits den Segen bereitet hat, nicht permanent ans Wässern denken zu müssen bei Temperaturen von um die 30 Grad Celsius, aus Angst, seine kostbaren Gemüsepflänzchen könnten vertrocknen.
Oder wir waren in diesem Jahr einfach ein bißchen zu spät mit Aussäen und Auspflanzen?
Ich weiß es nicht, aber so etwas kann man wahrscheinlich auch nicht genau wissen…
Aber seit zwei, drei Wochen ist nun doch der Tomatensommer bei uns ausgebrochen und besondere Freude und Genuss bereitet unsere ‚eigene Sorte‘: Süße Autonome.
Wir nennen sie seit diesem Jahr ‚unsere Eigene‘, da sie sich in den letzten beiden Sommern immer wieder selbständig ausgesät hat und wir im letzten Jahr festgestellt haben, dass sie uns am allerbesten schmeckt.
Sie hat eine angenehme Säure, was ihr eine fröhliche Spritzigkeit verleiht und ist dabei wirklich herrlich süß. Und daher, weil sie hartnäckig eigenständig immer wieder gekommen ist und so schmeckt, wie sie schmeckt, also ihr Name.
So ziehen wir (neben ihrer Selbstaussaat, die sie weiterhin betreiben darf) unser eigenes Saatgut aus Früchten der süßen Autonomen und haben ihr ab diesem Jahr einen zusätzlichen sonnigen Platz im Bauerngarten am Zaun freigemacht.
Der Standort scheint ihr zu behagen und sie belohnt uns mit vielen kleinen bis mittelgroßen roten Tomaten. Ich vermute übrigens, dass sie ursprünglich von ‚Resi‘ abstammt, vermag es aber wirklich nicht zu sagen.
Mittlerweile würde ich sie als standortangepasst bezeichnen, Wind und Regen erträgt sie munter und sie hat, wie gesagt, auch in diesem Jahr reich angesetzt.
Die Früchte ihrer selbst ausgesäten Pflanzen (die ja immerhin draußen überwintert haben) erscheinen mir etwas kleiner als die aus dem selbst gewonnenen Saatgut, geschmacklich gibt es aber keinen Unterschied.
Ganz, ganz lecker, macht völlig immun gegen Treibhaus- und Supermarkttomaten!
Dazu: Golden current
Ebenfalls im dritten Jahr bauen wir nun die golden current an, eine kleine gelbe Wildtomate.
Sie hat sich ebenfalls teilweise selbst ausgsät, ansonsten ziehen wir sie am Zaun hoch oder an langen Stäben. Die golden current braucht nicht ausgegeizt werden, sie ist robust und pflegeleicht und belohnt mit vielen kleinen gelben leckeren Früchten, die täglich abgeerntet werden können.
Auch hier fand ich die Ernte im letzten Jahr jedoch reichhaltiger vor, aber wie gesagt, ich habe auch das Gefühl, wir waren spät mit der Aussaat dran.
Eine robuste, leckere Tomatensorte, die an unseren Standort passt und viel Freude bereitet.
freud und leid im gemeinschaftsgarten
Veröffentlicht: August 15, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: basilikum, Gärtnern mit Kindern, Gemeinschaftsgarten, kürbis, sonnenblume Hinterlasse einen Kommentar
zum leid im gemeinschaftsgarten gehört, dass manchmal andere ernten – verfrüht, unwissend, aus missverständnissen… wenn es sich um vierbeiner mit nagezähnen handelt, dann auch gerne mal aus hunger. einer unserer kürbisse wurde gestern gepflückt (von einem zweibeiner). mit viel wunsch dahinter klingt er hohl genug, um gegessen zu werden.
zur freude gehören geschenke von freunden wie selbst gezogene balkon-basilikumpflänzchen, die jetzt hoffentlich unter tomaten glücklich werden.
zur freude gehört auch das gemeinsame rausknibbeln von sonnenblumenkernen, und ebenso das übrig lassen für kleinstvieh (zum knabbern der samen oder zum überwintern in den kämmerchen).
und zur freude gehört das durch den garten streifen mit prallen tomaten in der hand, nach und nach eine davon im mund verschwinden lassend.
und zur freude gehört mindestens ebenso das werken eines jeden für sich, mit klaren abmachungen und deutlichen distanzen zwischeneinander, und dann wieder das gemeinsam an einem ort werken, fliessend sich abwechselnd über den nachmittag hinweg.
zur freude gehört die stardame, die lange lange guckt, bevor sich behäbig und gar nicht ängstlich im gebüsch verschwindet.
und der kleine begleiter meint, zur freude gehört jetzt auch unsere infotafel ohne brennessel und melde, sondern neu mit ysop, salbei und dost davor.
bunteln
Veröffentlicht: August 10, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Garten in der Stadt, Gärtnern mit Kindern, Werken mit Kindern Ein Kommentarwährend die anderen hart arbeiten, um aufzubauen, kommen die nächsten beim sonnenschein um aufzuhübschen – zumindest einen teil des kinderhauses. für eine komplette wand hat dann die geduld nicht ausgereicht…
beim malen ist uns aber aufgefallen: drinnen wirds ganz schön dunkel. hell ausmalen? tapezieren? der kleine begleiter meint, wir brauchen eine lampe.
später waren wir nachbarn: er im häuschen, ich auf einer unserer palettensofas mit blick auf den lichten schatten und die hellen sonnenflecken im kräutergarten (der eigentlich gerade eher ein tomatengarten ist). ich bekomme, da ich zufällig geburtstag habe, einen kieskuchen und bezahle das kostbare wasser aus dem häuschenladen mit rainfarn-münzen.
wir haben eine feuerstelle installiert im häuschen. „so wie früher.“
und kurz versucht, einen stuhl und eine küchenbank zu bauen – zugesägt und geschliffen. – den versuch aber wegen fehlender nägel aufgegeben.
und dann war uns sowieso und überhaupt zu heiss, und uns blieb nichts anderes übrig als himbeeren zu pflücken und in der abendsonne nach hause zu radeln. mit einem fahrradkorb voller leckereien: mangold, liebstöckel, thymian, 5 übrig gebliebene himbeeren, 4 tomätchen. en gode dag.
kürbis kürbis erdbeeren und weitere versuche
Veröffentlicht: August 8, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: erdbeeren, feldsalat, kürbis, kräuter trocknen, tomate 2 Kommentare
eigentlich hatten wir uns bei der beetplanung gegen kürbis entschieden, wegen der fruchtfolge – auf dem beet waren letztes jahr stark- und mittelzehrer gewachsen. da hätte der kürbis eigentlich, eigentlich gar keinen platz gehabt. aber dann ist er auf unserer fensterbank gewachsen, explodiert grade zu, und irgendwo musste er ja hin – und jetzt explodiert er im beet und ist wunderbar anzuschauen. e shandelt sich um die sorte orange hubbard, deren früchte dann mal sehr fest und mittelgross orange werden. die rankende pflanze lässt sich sehr schön am zaun beobachten, da klettert sie jetzt und versucht, früchte in die luft zu setzen. ab ende august werde ich aber alle blüten entfernen für eine bessere ausreifung. letzte woche haben wir ja brettchen unter die beiden handgrossen früchte gelegt, die jetzt noch frischgelb sind. mal sehen, wie viele noch nachreifen. zwei wären aber auch schon erfreulich, dafür dass sie eigentlich ja gar nicht geplant waren.
hinten links im beet lässt sich gerade noch das neu angelegte feld für den nüssli- oder feldsalat erkennen. das dürfte die spätherbst-fuhre werden; die aussaat, die uns dann durch den winter bringen soll, kommt später – wenn alle möhren, radieschen abgeerntet sind und der rukola vielleicht einen neuen platz gefunden hat.
hier beim kirschbäumchen haben die erdbeeren einen neuen plat gefunden – noch sehen sie nicht so aus, als hätten sie sich schon eingelebt. aber mit etwas brennesseljauche und gutem zureden klappt das vielleicht noch.
vor allem aber: die tomaten werden reif! wenige platzen bereits beim pflücken. und sie schmecken nach sonne, sonne, sonne, saftig und herb.
ausserdem hab ich versucht, ein trocknungsregal zu bauen. vor unserem schuppen steht dieses leere fach mit löchern für regalbretter. den rahmen hab ich aus ästen und schnüren „gebastelt“, den tüll (der noch übrig war von anderen basteleien) mit reiszwecken befestigt – alles kleine konstruktion für die ewigkeit, aber funktional für die trocknung von kräutern und blättern für den winter. mehr rahmen werden folgen.
ernten, pflegen, hegen
Veröffentlicht: August 5, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: erdbeeren, ernten, kürbis, mangold Hinterlasse einen Kommentar
die erntezeit geht los! immer wieder kommt rukola in die tasche, ein paar möhren (die kleinsten lassen wir vor dem zaun immer für die kaninchen liegen), wenige radieschen – ab jetzt aber vor allem: mangold. als krautstiel wird er in graubünden (schweiz) zu so vielen leckeren rezepten verkocht.
unter die beiden kugelrunden kürbisse haben wir brettchen geschoben. die letzten salatsprösslinge spriessen und bald ist nüsslisalat-säzeit…
währenddessen futtern auch andere gartenmitbewohner fleissig:
das erdbeerbeet haben wir „aufgeräumt“ – platz und licht geschaffen, altes blattwerk zurück geschnitten und die jungtriebe teilweise eingepflanzt, wo noch platz war. aber was machen wir mit den sechs kinderle, für die kein platz mehr war? erst einmal schlagen sie wurzeln im schatten.
blütezeit
Veröffentlicht: Juli 22, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: sommerzeit Ein Kommentar
es ist gerade so einfach, schönes im garten zu finden…
… und leckeres (wobei das eine zeitfrage ist: da sind des öfteren andere schneller im finden!)
farben suchen im garten
Veröffentlicht: Juli 21, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten, Kinder im Garten | Tags: entdecken, farben, Gärtnern mit Kindern Hinterlasse einen Kommentar
wir waren farbsucher im garten – zur zeit eine tatsächlich ausufernde tätigkeit! die aber trotzdem sehr spass macht…

Estragon-Essig
Veröffentlicht: Juli 18, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten | Tags: Garten in der Stadt, Gemeinschaftsgarten, Urbanes Gärtnern Ein KommentarManchmal sind es die – vermeintlich – kleinen Gesten, die einen weiter bringen:
Lotte hat mir gestern ein schöne kleine Flasche mit Essig mit in den Garten gebracht und voilà, nun steht mein erster selbstgemachter Estragon-Essig auf der Fensterbank!
Somit ist der Anfang gemacht für die Estragon-Essig-Produktion.
Auch ein prima Geschenk und Mitbringsel.
Der Duft der Blumen
Veröffentlicht: Juli 15, 2014 Abgelegt unter: Gemeinschaftsgarten Hinterlasse einen KommentarViele, die meisten, die in unseren Garten kommen und gerne bei uns mitmachen möchten, äußern erst einmal den Wunsch: eigenes Gemüse anbauen. Möhren, Radiesschen….
Ja, ich kann diesen Wunsch verstehen und ich natürlich ist es unglaublich wichtig, dass wir uns endlich wieder darauf besinnen, wo unsere Nahrung, das, wovon wir leben, her kommt, wie es wächst, wieviel Arbeit und Aufmerksamkeit es erfordert, uns gesund und ‚artgerecht‘ zu ernähren und und und…
Aber der Garten gibt uns noch etwas anderes: Schönheit.
Für die Sinne.
Einmal in der Woche gönne ich mir einen Blumenstrauß aus unsererm Garten.
Zuerst ist es die Freude des bedachtsamen Auswählens.
Von welcher Staude darf ich heute etwas abernten, ohne dass sie kahlgeschnitten wirkt, wo schneide ich die Blüten am besten ab, dass wieder Neues gut nachwachsen kann, wer passt zu wem?
Dann trage ich meine Ernte erwartungsfroh und stolz nach Hause.
Dort kommt die Blumen direkt ins Wasser, bis ich Zeit habe, mich um sie zu kümmern und sie in der Vase zu arrangieren.
Was sofort die Nase erfreut: Der Duft
Der würzige Anisysop, die Monarde, die nach Bergamotte duftet, der Pflox.
Ja, natürlich, allen voran der Pflox. (Und auch hier hatte Herr Förster Recht: „Kein Garten ohne Pflox!“)
Tagelang erfüllt nun sein Duft meine Wohnung und er ist mir seit Jahren der Liebste.
Das gestalten den Strausses in der Vase ist mir ein liebes Zeremoniell. Ich nehme mir Zeit dazu, stecke hier und dort noch etwas um, kleinere Zweige kommen in eine Extra-Vase für den Arbeitsplatz.
So sollten wir die vielen Stauden und ein- und zweijährigen Sommerblumen nicht vergessen, wenn wir von urban gardening und ökologischem Gartenbau sprechen.
Seit Jahrzehnten kaufe ich mir so gut wie keine Blumensträuße mehr. Pestizidverseuchte Blumen, unter gruseligen Umständen von unterbezahlten (meist) Frauen in fernen Ländern für unsere Wohlstands-Wohnzimmer angebaut, konnten mein Herz nicht mehr erfreuen.
Nun habe ich einen Garten in der Stadt, der mir einmal in Woche dieses Geschernk macht und Herz und Sinne erfreut.
Und wenn man nicht aufpasst und die wunderbar zarten Brokkoli-Röschen, die wie ein Hauch auf der Zunge zergehen, ganz schnell aberntet, verwandeln sich auch diese zarten Knopsen, ehe man sich versieht, in kleine gelbe Blüten…
















































