Mensch und Natur

 

Dezember12 050

Mit einem der Vorschulkinder im Garten:

„Jetzt weiß ich, warum die Menschen in den Garten gehen: Weil die Natur die Menschen braucht und die Menschen brauchen die Natur“


Umweltpreis Berlin Mitte 2014

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Gemeinschaftsgarten wachsenlassen im Familiengarten Kluckstraße erhält den 1. Preis in der Kategorie Freie Träger und Privatpersonen!

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, die uns besonders für unser Engagement in den Bereichen Ganzheitlichkeit, Umweltschutz, Nachhaltigkeit und generationsübergreifendes Arbeiten verliehen wurde.


Holunderblütensirup

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Reiche Ausbeute hatten wir in diesem Jahr bei unserer Holunderblütensirup-Herstellung.

Da es Rezepte zu Hauf im Netz gibt, stelle ich hier nicht auch noch eins rein. Einfach nachschauen und ausprobieren und das ganze Jahr über eine leckere Limonade geniessen!

(Natürlich auch noch ein paar Beeren für die Vögel oder für die Beerenernte im Herbst übriglassen.)


Selbst denken

12 Regeln für den erfolgreichen Widerstand

1. Alles könnte anders sein.
2. Es hängt ausschließlich von mir ab, ob sich etwas verändert.
3. Ich nehme mich deshalb ernst.
4. Ich höre auf, einverstanden zu sein.
5. Ich leiste Widerstand, sobald ich nicht einverstanden bin.
6. Ich habe jede Menge Handlungsspielräume
7. Ich erweitere meine Handlungsspielräume dort, wo ich bin und Einfluß habe.
8. Ich schließe Bündnisse
9. Ich rechne mit Rückschlägen, vor allem solchen, die von mir selber ausgehen.
10. Ich habe keine Verantwortung für die Welt.
11. Wie mein Widerstand aussieht, hängt von meinen Möglichkeiten ab.
12. Und von dem, was mir Spaß macht.
Frei zitiert nach:
Harald Welzer, Selbst denken, Eine Anleitung zum Widerstand, Frankfurt am Main 2013


Unser Kartoffelbeet

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Der Späte kommt zuerst!

Eindeutig vorn in unserem Kartoffelbeet liegt der Reichskanzler, unsere einzige späte Sorte, dicht gefolgt von Linda, mittelfrüh.

Hmm, ich dachte immer, die frühen Sorten kommen zuerst…

La Ratte, mittelfrühe Sorte, lässt erste zarte Triebe erkennen, während man die Angeliter Tannenezapfen, mittelspät, noch mit der Lupe suchen muss.

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Jahrestagung Netzwerk Interkulturelle Gärten 2014

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Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Schon lange als Pflanze geliebt und nun durch Naheja als ‚meinen‘ Tee entdeckt.

 

Zweieinhalb Tage Austausch über Erfahrungen, Ansprüche, Träume und Wirklichkeiten in so vielen Gärten von so unterschiedlicher Art.
Das gibt Mut zum gemeinsamen Weitermachen, Entdecken, Ausprobieren.
Die Freude am Gärtnern und an der Natur, am Selbermachen statt an ödem Konsum und am gemeinschaftlichen Erleben und Teilhaben; selten hat man die Möglichkeit, mit so vielen aufgeschlossenen und vorurteilsfreien Menschen auf einmal seinen Raum zu teilen.
Daher ein dickes Dankeschön an die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, durch welche nun schon zum 12. Mal die Jahrestagung Netzwerk Interkultureller Gärten durchgeführt werden konnte und an die vielen tollen Menschen, mit denen ich mich austauschen konnte und von denen ich hoffentlich einige bald wieder sehen und etwas gemeinsam in irgendeinem Garten machen werde!
Jahrestagung Netzwerk Interkulturelle Gärten 2014
9. – 11.5. 2014 in Göttingen
Schwerpunkt: Handwerk in interkulturellen Gärten
http://www.anstiftung-ertomis.de


aufräumen

 

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diese woche war aufräumen angesagt – bei all dem wasser, was endlich von oben kommt, gibt es in sachen wachsen kein halten mehr. beim „aufräumen“ des beetes unter leisem nieselregen und aufmerksamer, leicht ungeduldiger beobachtung durch eine drossel, habe ich dann ein paar pflänzchen entdeckt, die ich gar nicht mehr erwartet hätte: mit den ersten reihen radieschen und möhren säte ich auch in einer kleinen ecke nüsslisalat (der schweizer feldsalat) aus, ders eigentlich gerne kalt mag. die radieschen kamen schnell, die möhren bald hinterher, aber dem nüsslisalat schien’s schon zu warm gewesen zu sein. von wegen – heimlich sind sie schon ganz prächtig gewachsen und geben vielleicht in zwei, drei wochen, je nach wetterlage, einen leckeren salat ab.

 

 

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und das „aufräumen“ des beetes wurde belohnt: mit der ersten handvoll radieschen, ordentlich angeknabbert bereits von kleineren zeitgenossen, scharf und frisch im geschmack. woraufhin der kleine begleiter gleich möhren und den frisch eingepflanzten kürbis aus der erde riss: „aber ich weiss doch gar nicht, was das ist! ich muss doch gucken!“ wir haben geguckt, erzählt, wer lieber unter, wer lieber über der erde wächst und wieder in die erde gesetzt. und ein paar beschwichtigende worte hinterher geschickt.

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wieder geerntet haben wir ausserdem rucola (für einen salat mit gross gewachsener, ebenso scharfer brunnenkresse aus dem garten, birne, feta und pinienkernen) und ein bisserl wieder von dem leckeren ampfer, vielleicht für eine quiche.

 

 


freude teilen und vögel gucken

 

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Caro von den Naturkindern bloggt über ihre Naturkinder-Gruppe und auch sonst über alles, was mensch mit Kindern (und ohne) draussen anstellen kann. Mit ihrer neuen Aktion, bei der sie auch Samentütchen mit selbst gesammeltem Saatgut verschickt, bittet sie um Spenden für die indische NGO „Navdanya„:

„Im Gegenzug möchte ich eine Spendensammlung starten, deren Erlös dieses Jahr an Navdanya gehen soll. Navdanya, „nine seeds“, ist eine „women centred“ NGO, die sich in Indien für biologische und kulturelle Artenvielfalt einsetzt.“

 

Spenden laufen direkt über ihren Blogbeitrag oder via einer Mail an sie.

Ausserdem ist dieses Wochenende mal wieder Stunde der Gartenvögel beim NABU angesagt – bereits zum zehnten Mal!

 

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Bildquelle


Feuerfest im Familiengarten

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Mit Freunden am Feuer sitzen, erzählen, Musik machen, wie schön, dass wir einen Ort haben, wo man so etwas mitten in der Stadt erleben kann.

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Manch einer saß schon weit vor Einbruch der Dunkelheit stundenlang in froher Erwartung, so dass es doch früher losging, als es eigentlich geplant war.

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Mit Stockbrot und Würstchen und vielen selbstgemachten Köstlichkeiten wurde es so richtig gemütlich am Feuer an diesem lauen Frühlingsabend.

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Zu vorgerückter Stunde, spät in der Nacht, oder soll ich besser sagen, kurz, bevor der Morgen graute, sah man drei weibliche Gestalten vor dem verglimmenden Feuer sitzen.
Die beiden Füchse des Quartiers zogen an ihnen vorbei, grüßten kurz auf ihrem Weg durch die Nacht.

 

Walpurgisnacht.
Doch manches Rätsel knüpft sich auch.
Laß du die große Welt nur sausen,
Wir wollen hier im stillen hausen.
Es ist doch lange hergebracht,
Daß in der großen Welt man kleine Welten macht.
Da seh ich junge Hexchen, nackt und bloß,
Und alte, die sich klug verhüllen.
Seid freundlich, nur um meinetwillen;
Die Müh ist klein, der Spaß ist groß.
Ich höre was von Instrumenten tönen!
Verflucht Geschnarr! Man muß sich dran gewohnen.
Komm mit! Komm mit! Es kann nicht anders sein,
Ich tret heran und führe dich herein,
Und ich verbinde dich aufs neue.
Was sagst du, Freund? das ist kein kleiner Raum.
Da sieh nur hin! du siehst das Ende kaum.
Ein Hundert Feuer brennen in der Reihe
Man tanzt, man schwatzt, man kocht, man trinkt, man liebt
Nun sage mir, wo es was Bessers gibt?

 

 


das war das feuerfest

es ist wahrzunehmen gewesen, dasz gewöhnlich in der Walpurgisnacht vom 30. april zum 1. mai ein polizeiwidriger und feuergefährlicher unfug getrieben werde, indem auf dem lande … vorzüglich durch das gesinde … feuer angezündet und mit brennenden besen herumgelaufen werde, dabei unnützer lärmen zur beunruhigung des publicum gemacht und von erwachsenen und kindern aus muthwillen excesse aller art begangen werden.

aus dem wörterbuch der gebrüder grimm

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