Rosen-Salat-Fresser im Garten!

Hallo, hier ist Kantoffels, der kleine Retriever.
Nur eine Woche älter und schon kann ich mir meinen Namen merken! Wir Retriever sind nämlich sehr kluge Hunde!

Der Herbst kommt und es gibt schöne Tage hier im Garten. Ich persönlich mag es sehr, wenn die bunten Blätter fliegen und es liegt so eine stille, friedliche Stimmung in der Luft.

Und die Luft ist klar und würzig, selbst hier in der Stadt.

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Heute jedoch habe ich für die Menschen vermutlich ärgerliche Sachen auf dem Beet von Charlotte und Mats entdeckt und nebenan, bei Julia und Gabi, ist die Freude auch nicht besonders groß.

Wer genau hinschaut, kann es auf dem ersten Bild schon erkennnen und hier

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sieht man es ja ganz deutlich: Jemand frisst unseren Feldsalat !!!

Ich muss gestehen, mir sind diese Wesen noch nicht begegnet und ich weiß daher nicht genau, wer es sein könnte.
Wie ihr vielleicht wisst, sind wir Retriever Jagdhunde, die sich besonders dadurch auszeichnen, dass sie Sachen zurückbringen (also retrieven) und nicht wirklich Spürhunde und deswegen ist es mir wahrscheinlich noch nicht gelungen, diese unbekannten Salatfresser (ist ja auch eh nicht so nach meinem Geschmack) aufzuspüren.

Manchmal, wenn es langsam dunkel wird, habe ich schon mal große, plüschige graubraune Wesen schnell an mir vorbei hüpfen gesehen, aber ich weiß nicht… vielleicht habe ich mir das auch nur eingebildet?
Die Welt sieht manchmal so anders aus, wenn es dämmert…

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Vorbei am Feldsalat, der langsam auch ein bißchen mehr wird (und noch nicht angefressen ist), bin ich dann mal weiter Richtung Beet von Julia und Gabi gegangen, mal sehen, was da zu finden ist.

Ich möchte ja gerne den ganzen Garten kennenlernen, auch wenn ich hauptsächlich auf das Beet von Mats und Lotte aufpasse.

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Julia und Gabi wollen nämlich auch noch ernten in diesem Jahr und warten deswegen auf den ersten Frost…ja, so etwas gibt es auch, hat Julia mir erzählt und die muss es wissen, sie ist Gärtnerin.

Also bin ich an den schönen hohen Pflanzen mit dem schönen Namen Rosenkohl hoch geklettert und, was wirklich merkwürdig war, die gut aussehenden, dicken Kohlröschchen wachsen alle nur ganz oben!

Mir ist schon aufgefallen, dass Julia und Gabi sich auch darüber wundern, immer wieder, wenn sie in den Garten kommen, stehen sie abwechselnd grübelnd vor ihrem Rosenkohl.

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Hier kann man es genau sehen:
Ganz schön abgenagt, oder?

Also, liebe Menschen, ich glaube, da muss etwas geschehen!

Ich werde der Sache mal nachgehen und sage euch dann Bescheid und dann müsst ihr euch schnell was einfallen lassen, wenn ihr noch Spinat, Feldsalat oder Rosenkohl essen wollt in diesem Jahr.

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Erst mal bin ich noch etwas weiter geklettert und habe es mir in einem Weißkohl gemütlich gemacht, sehr bequem und sehr schön, wie ich finde! Da kann man so richtig gut Verstecken drin spielen.

Und dann, als ich zurück zu Charlotte und Mats geschlendert bin, habe ich noch ganz kurz etwas im Gras hell blinken gesehen.
Was war das?
Der Rosen-Salat-Spinat-Fresser???

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Ich weiß es nicht genau, denn wie gesagt, in der Dämmerung kann die Welt manchmal ganz anders aussehen als bei Tag.


Schuppenbau im Allegro-Schulgarten

Von Anfang an individuell für einen bestimmten Standort und nach den gegebenen Bedürfnissen (genug Platz für Arbeitsgeräte und zum Arbeiten mit Kindergruppen) geplant, wurde der Geräteschuppen im Schulgarten unter Anleitung von Julia Westheimer aus dem Team wachsenlassen realisiert.

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Ich muss gestehen, Anfang des Jahres 2014 war es ein starker Schlag für uns, dass wir, bedingt durch bestimmte uns vorher nicht bekannten Vorschriften und Abstimmungsschwierigkeiten, den Geräteschuppen für den neu entstehenden Schulgarten nicht am ursprünglich geplanten Standort errichten konnten.

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Nicht nur, dass das Fundament schon gelegt war, der individuell für diesen Standort geplante Schuppen musste natürlich auch baulich verändert werden und bei der gesamten Gartenkonzeption musste umgedacht werden.
Gar nicht davon zu reden, dass der ursprüngliche Standort, auch bezogen auf’s praktische Arbeiten im Garten, einfach ideal gewesen war…

Aber dann machte sich Julia Westheimer gemeinsam mit dem Team Tamara Staudt und Igor Filichev am neu ausgewählten Standort an die Arbeit.

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Herausgekommen ist dabei ein wunderbar lichter und sinnvoll eingerichteter Schuppen, bei dem es Freude macht, ihn zu betreten, in ihm zu arbeiten und Ordnung zu halten. Unser gutes Stück, sozusagen.

Was will die Gärtner_in mehr?

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gemeinsam gestalten – Palettenbau-Workshop II

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Heute – an unserem dritten Workshop-Tag – haben wir die Gartenbank vor unserer grünen Bibliothek fertig gestellt.

Es hat sehr viel Spaß gemacht!

Statt vieler Worte einfach einen Foto-Essay:

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Gemeinsam den öffentlichen Raum gestalten.

wachsen lassen

lesen schreiben

säen ernten

werken gestalten

gemeinsam

 

Die IG-Bibliothek Tiergarten und der Gemeinschaftsgarten wachsenlassen freuen sich über  Mit-Gestalter.

Kontakt: Gabriele Koll

wachsenlassen@web.de

 

 


Jahrestagung Netzwerk Interkulturelle Gärten 2014

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Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
Schon lange als Pflanze geliebt und nun durch Naheja als ‚meinen‘ Tee entdeckt.

 

Zweieinhalb Tage Austausch über Erfahrungen, Ansprüche, Träume und Wirklichkeiten in so vielen Gärten von so unterschiedlicher Art.
Das gibt Mut zum gemeinsamen Weitermachen, Entdecken, Ausprobieren.
Die Freude am Gärtnern und an der Natur, am Selbermachen statt an ödem Konsum und am gemeinschaftlichen Erleben und Teilhaben; selten hat man die Möglichkeit, mit so vielen aufgeschlossenen und vorurteilsfreien Menschen auf einmal seinen Raum zu teilen.
Daher ein dickes Dankeschön an die Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis, durch welche nun schon zum 12. Mal die Jahrestagung Netzwerk Interkultureller Gärten durchgeführt werden konnte und an die vielen tollen Menschen, mit denen ich mich austauschen konnte und von denen ich hoffentlich einige bald wieder sehen und etwas gemeinsam in irgendeinem Garten machen werde!
Jahrestagung Netzwerk Interkulturelle Gärten 2014
9. – 11.5. 2014 in Göttingen
Schwerpunkt: Handwerk in interkulturellen Gärten
http://www.anstiftung-ertomis.de


freude teilen und vögel gucken

 

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Caro von den Naturkindern bloggt über ihre Naturkinder-Gruppe und auch sonst über alles, was mensch mit Kindern (und ohne) draussen anstellen kann. Mit ihrer neuen Aktion, bei der sie auch Samentütchen mit selbst gesammeltem Saatgut verschickt, bittet sie um Spenden für die indische NGO „Navdanya„:

„Im Gegenzug möchte ich eine Spendensammlung starten, deren Erlös dieses Jahr an Navdanya gehen soll. Navdanya, „nine seeds“, ist eine „women centred“ NGO, die sich in Indien für biologische und kulturelle Artenvielfalt einsetzt.“

 

Spenden laufen direkt über ihren Blogbeitrag oder via einer Mail an sie.

Ausserdem ist dieses Wochenende mal wieder Stunde der Gartenvögel beim NABU angesagt – bereits zum zehnten Mal!

 

spechte

Bildquelle


Pflanzentauschbörse am 08.05.2014

zwischen 15.00 und 18.00 Uhr im
MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum,
Charlottenburger Str. 117,
13086 Berlin-Weißensee.

Pflanzentauschbörse Maxim1Pflanzentauschbörse Maxim2

Es können Pflanzensamen, vorgezogene Gemüse- oder Obstpflanzen und Stauden getauscht werden.
Es gibt Führungen durch den Klimabildungsgarten und bei Kaffee und Kuchen wird die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bestehen

http://www.im-maxim.de


4. Pflanzentauschmarkt von Social Seeds und Prinzessinengarten

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tausche Pflanze!…..

….vorgezogene Jungpflanzen …zu groß gewordene Stauden…. Lieblingssorten…..mitgebrachte Sortenentdeckungen….

Samstag, 3 .Mai, 11-18 Uhr
Prinzessinnengarten am Moritzplatz/ Berlin Kreuzberg
U8 Moritzplatz
Eintritt frei!

Social Seeds und Prinzessinnengarten laden Euch herzlich zum 4. Pflanzentauschmarkt ein: Die Gelegenheit, um vorgezogene Jungpflanzen, zu groß gewordene Stauden, eigene & gesammelte Lieblingssorten untereinander zu tauschen! Dazu gibt es viel Gelegenheit, um sich kennenzulernen, in Vergessenheit geratene Sorten (wieder)zu entdecken und sich zu Anbau und Zubereitung zu beraten.

Passend dazu bieten regionale Betriebe in einer Marktallee ihre Sämereien, Jungpflanzen-Sortenraritäten und Vielfaltsprodukte an.

Für Groß & Klein gibt es ein großes Angebot an MitMach-Aktionen rund um ökologisches, soziales Gärtnern von Garteninitiativen und Vereinen:
Sortenraritäten wie Indianerperle, Ida Gold, Sweet Chocolate pikieren, Seedballs selber machen, Insektenbaumscheiben bauen, Bienenwachskerzen rollen, Wissenswertes zur wesensgemäßen Bienenhaltung und einiges mehr.

Und wie immer sorgt das Gartencafé des Prinzessinnengartens wieder für vielfältige Leckereien.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!!
weitere Infos unter http://www.social-seeds.net

 


Gartenfest zum La Via Campesina Tag mit Pflanzen- und Saatguttausch

So 20.4.14 ab 14.00
Gemeinschaftsgarten am Bethaniendamm, 10997 Berlin
„Ton, Steine, Gärten“ trifft „La Via Campesina“

Gartenfest mit Saatgut-und Setzlingstauschbörse, Kaffee und Kuchen, Vokü, Infos und
Überraschungen. Verschiedene Initiativen und Gruppen laden zudem zu
Thementischen ein:

15:00 Solidarische Landwirtschaft – Oft begegnen einem heute im Kontext
von Zukunftsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Resilienz im Bereich der
Landwirtschaft die Begriffe CSA oder SoLaWi. Wir wollen euch gerne
berichten, wie dieses Konzept aussehen kann, ganz konkret, anhand unserer
Erfahrungen in Versorgungsgemeinschaften. Zudem möchten wird das SoLaWi-
Bundesnetzwerk, sowie die Gründungsidee einer regionalen
Arbeitsgruppe vorstellen.
15:30 Die Landlosen: Gemüseanbau in der Innenstadt – In einem ersten
Schritt wollen wir ein bestimmtes abgegrenztes Gebiet nach gärtnerischen
Möglichkeiten durchforsten: Zwischenräume, Dächer, Brandwände etc., und
sie, mit Foto, vielleicht einer Skizze, wie es
aussehen könnte, in einen Stadtplan eintragen. In einem zweiten Schritt
wollen wir versuchen, ein konkretes Objekt bis zur „Gartenreife“
voranzutreiben.
16:00 Keine Freiheit ohne Saatgutvielfalt? Seit Jahrzehnten nimmt die
angebaute Vielfalt an Saatgut und Kulturpflanzen durch die Spezialisierung
und Konzernkonzentration in der Landwirtschaft ab. Dadurch schwindet die
Vielfalt an Nahrungsmitteln und Anbauformen für künftige Generationen. In
der jAbL beschäftigen wir uns damit, wie die Saatgutvielfalt langfristig
erhalten werden – und was man jetzt tun kann.

16:30 Landgrabbing in Ostdeutschland – Rasant steigende Preise für
landwirtschaftliche Flächen bedeuten: erschwerte Möglichkeiten
(klein)bäuerliche Höfe aufzubauen. Doch was steckt dahinter? Investoren,
staatliches Land, das in einer geheimen Versteigerung höchstbietend
verkauft wird und immer wenige Agrarkonzerne, die das Land unter sich
aufteilen. Ein Aktivist und Bio-Gemüsegärtner aus Brandenburg berichtet
von seinen Erfahrungen.
Info-Tisch zu Reclaim the Fields – Wir wollen uns vorstellen, unsere
europaweite Konstellation verschiedenster Menschen und Gruppen, die
entschlossen sind, durch kooperativen, kollektiven, unabhängigen,
bedürfnisorientierten Nahrungsmittelanbau in kleinem Umfang, eine
Alternative zum Kapitalismus zu schaffen. Dabei verknüpfen wir lokale
Aktionen mit globalen politischen Kämpfen.


Pflanzkartoffeltag in Malchow

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Nun schon traditionell kaufe ich die Saatkartoffeln für unseren Garten aus dem Angebot von VERN – Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V., der auch in diesem Jahr wieder Saatkartoffeln aus seinem Sortiment in der Naturschutzstation Malchow angeboten hat.
Hier gab es neben dem Kartoffelsortiment fachkundige Ratschläge zum Anbau, Informationen und persönliche Meinungen zu den unterschiedlichen Sorten, Publikationen des Vereins und Saatgutraritäten.

Für’s nächste Jahr: Früh kommen lohnt sich, das Angebot ist schnell ausverkauft.

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Bisher hatten wir in unserem Garten immer eine sehr gute Ernte von sehr unterschiedlichen und immer wohlschmeckenden Kartoffelsorten.

In diesem Jahr gibt es bei uns:

Reichskanzler (extra für Geli):
Deutschland 1930, spät, mehlig kochend, rundovale Knolle, hellrote Schale, hellgelbes bis weißes Fleisch, einfacher, leicht kräftiger Geschmack

Linda (Gabis Lieblingssorte, nach wie vor):
Deutschland 1974, die Königin der deutschen Kartoffel’, mittelfrüh, langovale Knolle, gelbe glatte Schale, tiefgelbes Fleisch, sehr guter cremiger Geschmack, fest kochend, gut lagerfähig.

La Ratte (beste Bewertung von allen großen und kleinen Gourmets des letzten Jahres):
Frankreich, vor 1872, mittelfrüh, lange fingerförmige Knollen, gelbschalig und –fleischig, niedrige Pflanzen, fest kochend

Angeliter Tannenzapfen (ich gebe zu, der Name hat mich überzeugt):
Landsorte aus Angeln (SWH), mittelspät, rosa Schale, gelbes Fleisch, lange verwachsene Knollen, festkochend, feinwürziger leckerer Geschmack

Ich habe ein etwas schlechtes Gewissen, dass ich nicht zum ‚Blauen Schweden’ oder zur ‚Blue Salad Potato’ gegriffen habe, natürlich der Knaller bei den Kindern, aber dann hätte ich eigentlich nur auf ‚Linda’ verzichten können…und leider ist unser Kartoffelbeet

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– hier noch in Vorbereitung –

nicht groß genug für all die schönen alten Sorten.

Sämtliche bei VERN e.V. – Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V. erhältlichen Kartoffelsorten und alle anderen Köstlichkeiten und Schönheiten findet ihr im
Compendium 2014 – Katalog für seltene Kulturpflanzen
hier als pdf zum herunterladen:

Compendium-2014 VERN
Am 3. Mai 2014 lädt die Naturschutzstation Malchow gemeinsam mit VERN noch einmal ein zum Tomatentag – „Die bunte Vielfalt der Tomate“:

Infos unter:

http://www.naturschutzstation-malchow.de

 

 

 


Pflanzentauschmarkt am 3. Mai, Berlin Kreuzberg

SOCIAL SEEDS e.V./ Kulturpflanzenvielfalt in Berliner Gemeinschaftsgärten lädt ein zum Pflanzentauschmarkt am 3. Mai 2014, 11.00 – 18.00 Uhr in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz in Berlin Kreuzberg.

Weitere Infos unter:

http://www.social-seeds.net

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Und  zum Nachhören
ist bis Samstag, 29.3. noch folgender Beitrag über alte Sorten und „unser Engagement“ im rbb Kulturradio eingestellt:

Geschmackssache

Wer im Sommer Tomaten auf dem Balkon ernten will, der muss jetzt die Samen in die Erde bringen. Wer im Sommer ganz besondere Tomaten ernten will, der muss die Blumenmarkt-Tütchen hängen lassen und an anderer Stelle Saatgut besorgen. Alte und seltene Sorten liegen im Trend und werden auf einigen Biohöfen und Gemeinschaftsgärten in Berlin und Brandenburg gezüchtet und gepflegt. Hier bekommt man auch Sorten, die nicht in jedem Gartencenter zu haben sind. „Bamberger Hörnchen“, „Berliner Markthallen“, „Das Wunder von Erfurt“. Anne Bohlmann über die Wiederentdeckung alter Gemüsesorten.

http://www.kulturradio.de/programm/sendungen/140322/kulturradio_am_vormittag_0935.html