Pflanzentauschbörse am 08.05.2014

zwischen 15.00 und 18.00 Uhr im
MAXIM Kinder- und Jugendkulturzentrum,
Charlottenburger Str. 117,
13086 Berlin-Weißensee.

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Es können Pflanzensamen, vorgezogene Gemüse- oder Obstpflanzen und Stauden getauscht werden.
Es gibt Führungen durch den Klimabildungsgarten und bei Kaffee und Kuchen wird die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bestehen

http://www.im-maxim.de


etagenbeet II

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wir haben unser etagenbeet aus 2 paletten weiter gebaut. bei der gelegenheit fasse ich nochmal zusammen, was wir dafür gebraucht haben:

2 paletten, deren querbretter in etwa auf der gleichen höhe liegen (doppelbretter haben wir entfernt)
bodenbretter: menge variiert je nach höhe der paletten und anzahl etagen (bei uns viele kleine zurechtgesägte, im idealfall natürlich zugeschnitten – achtung ecken!)
6-8 lange schrauben plus ein paar bis viele kleine, je nach bodenbretter
erde. sand. stroh. knoblauch. erdbeeren.
akkuschrauber. stichsäge. bohrer.

letzte woche haben wir die paletten zusammengeschraubt und bodenbretter für 2 etagen angeschraubt. da unser etagenbeet auf erdigem grund und auch nicht an einer wand stehen sollte, mussten wir es eingraben. aus gründen der stabilität ist dabei die dritte, unterste etage draufgegangen.
heute haben wir löcher in die bodenbretter gebohrt, damit das wasser beim giessen auch ablaufen kann.
dann die kanten mit der groben feile abgeschliffen und grobe splitter entfernt.
ein loch ausgehoben.

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eingegraben.

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statt tongranulat oder ähnlichem habe ich eine feine sandschicht eingefüllt. darauf kam erde (torffrei und bio, natürlich). und schliesslich die erdbeerpflanzen. es empfehlen sich verschiedene erdbeersorten nebeneinander (wenn ich mir das richtig gemerkt habe: wegen der bestäubung. und vielleicht auch: um die leckersten zu entdecken.)

 

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zwischen die erdbeeren habe ich jeweils eine knoblauchzehe gesteckt, ausserdem stroh zwischen den pflanzen verteilt – beides gegen ungeziefer.
und jetzt warten wir gespannt ungeduldig, wann da endlich erdbeeren wachsen, die wir naschen können!

 


Pflanzentauschmarkt am 3. Mai, Berlin Kreuzberg

SOCIAL SEEDS e.V./ Kulturpflanzenvielfalt in Berliner Gemeinschaftsgärten lädt ein zum Pflanzentauschmarkt am 3. Mai 2014, 11.00 – 18.00 Uhr in den Prinzessinnengärten am Moritzplatz in Berlin Kreuzberg.

Weitere Infos unter:

http://www.social-seeds.net

socialseeds2014_Postkarte

Und  zum Nachhören
ist bis Samstag, 29.3. noch folgender Beitrag über alte Sorten und „unser Engagement“ im rbb Kulturradio eingestellt:

Geschmackssache

Wer im Sommer Tomaten auf dem Balkon ernten will, der muss jetzt die Samen in die Erde bringen. Wer im Sommer ganz besondere Tomaten ernten will, der muss die Blumenmarkt-Tütchen hängen lassen und an anderer Stelle Saatgut besorgen. Alte und seltene Sorten liegen im Trend und werden auf einigen Biohöfen und Gemeinschaftsgärten in Berlin und Brandenburg gezüchtet und gepflegt. Hier bekommt man auch Sorten, die nicht in jedem Gartencenter zu haben sind. „Bamberger Hörnchen“, „Berliner Markthallen“, „Das Wunder von Erfurt“. Anne Bohlmann über die Wiederentdeckung alter Gemüsesorten.

http://www.kulturradio.de/programm/sendungen/140322/kulturradio_am_vormittag_0935.html

 


Verantwortung

Sie liegt in unseren Händen.

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Für unsere Erde, für unsere Kinder.
Für die Tiere, für die Pflanzen.
Für das Wasser, für die Luft.
Die Erde.
Das Feuer!

Es sind nicht nur die Medikamente, die unser Leben verlängern können, denen wir uns zu sehr anvertraut haben.
Sie sind unsere Errungenschaft und unser Fortschritt.

Aber sie entledigen uns nicht unserer Verantwortung.

Es gibt Fungizide, Pestizide, Düngemittel, genetisch veränderte Pflanzen, die Dinge können, die wir uns kaum vorzustellen vermögen.

Es scheint nicht nur zu unserem Vorteil zu sein.

Die Bienen scheinen sie nicht gut zu vertragen, all die Fungizide, Pestizide, Düngemittel und die genetisch veränderte Pflanzen, vielleicht legt sich das aber auch wieder.

Vielleicht haben wir aber auch dafür Verantwortung.

Die zunehmende Verstädterung auf unserer Erde ging und geht einher mit einem bedrohlichen Anwachsen der Industrialisierung unserer Landwirtschaft.
Monokulturen breiten sich dramatisch aus.

Schon mal aufgefallen, wenn Sie die Stadt verlassen zum Sonntagsausflug?

Nicht nur die Artenvielfalt unserer Pflanzen, sondern auch die der Tiere nimmt dramatisch ab.

Städtische, sinnvoll kultivierte Grünflächen bieten nicht nur Bienen, anderen Nutzinsekten, Vögeln, Igeln, Füchsen und auch Katzen einen artgerechten Lebensraum.

Sondern auch wir Menschen brauchen einen ‚artgerechten Umgang’ mit anderen Lebewesen.

Deshalb sollten wir (wieder) damit beginnen, ihnen einen Platz in unserem Leben und in unseren Städten einzuräumen.

Nicht nur in Werbebildern, sondern in der Realität.

Stadtgärten sind ein idealer Ort, um dieser Vielfalt einen Raum zu geben.

Saatgut-Tauschbörsen fördern den Zusammenhalt und Austausch der Stadtgärtner (und dazu zählen auch Balkonbesitzer) im Kiez.


Gartenauftakt bei Anezolia

Auch die Kinder der Gartengruppe Tagesgroßpflegestelle Anezolia haben am 6. März damit begonnen, ihr Beet vorzubereiten.

Unter Anleitung von Julia wurde der Boden aufgelockert und Steinmehl gefüttert, damit es nach einer hoffentlich guten Ernte auch in diesem Jahr wieder gemeinsame Essen im Garten geben kann.

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Bei der Arbeit wurde eine erstaunliche Entdeckung gemacht:

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Hühnerspuren im Anezolia-Beet!


Die Gartensaison bei wachsenlassen hat begonnen!

Bei frühlingshaftem Wetter haben wir in diesem Jahr schon am 6. März begonnen, unsere Beete aufzuräumen und für die Aussaat vorzubereiten.

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Ein bisschen Mineralfutter in Form von Steinmehl und unser erster eigener Kompost (nach drei Jahren Üben im Anlegen eines Kompostes mit drei Kammern) für die zukünftigen Leckerschmecker in unserem Bauerngarten.

Wir sind gespannt, wie’s in diesem Jahr gelingen wird mit dem wachsen lassen.

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Und so schön ordentlich sah das erste Beet dann nach getaner Arbeit aus.


Die letzten Blüten

Auch wenn sie – streng genommen – nicht zu den ‚allerletzten Blüten’ im Garten gehört, ist sie wohl doch unter vielen Lieblingen meine Lieblingsblume – und dass nicht nur, weil sie spät blüht, sondern weil sie mich immer wieder mit ihrer strahlenden Einfachheit bezaubert:
Die Anemone japonica.

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In unserem Stadtgarten blüht sie in kräftigem bis zarten Rosé und eigentlich mag ich nur noch ihre bleiche Schwester mit ihren reinweißen Blüten ein ganz klein bisschen lieber.

Leider habe ich die Anemone japonica ‘Honorine Jobert’ – von Experten als schönste weiße Sorte gerühmt – und die von August bis November blüht, noch nicht gefunden, aber ich bin zuversichtlich, dass Julia, die für das nächste Jahr einen neuen, meditativen Bereich im halbschattigen Teil unseres Garten plant, an mich denken wird…

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Und vor der Innenseite des Zauns zu unserem Bauerngarten haben dann doch wahrscheinlich die Blüten der rosafarbenen Sorte ihren idealen Platz gefunden.

Viel später, wenn die Anemonen längst verblüht sind, bezaubern mich die letzten Rosen jedes Jahr auf’s Neue.

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Wie zart strotzen sie den kalten Winden und Regenschauern des Novembers und erinnern uns in ihrer Zartheit noch einmal an die Blütenfülle des vergangenen Sommers.

Welch poetischen Momente bereiten mir unsere Gartenpflanzen im November, wenn ich sie nur regelmäßig besuchen gehe und hinschaue.

Und dabei braucht es nur ein wenig selbst genommene Zeit, um hinauszugehen im grauen November und zu entdecken und für einen Moment inne zu halten.

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Schön, wenn man weiß, dass es einen Garten mitten in der Stadt gibt und man in Fatmas Garten eine letzte Rose findet.


Sommergruß

Seit wir unseren Garten haben und ich zum ersten Mal eigene Tomaten angebaut habe (im ersten Jahr noch ‚irgendwo’ gekaufte junge Pflanzen, deren Namen ich mir nicht gemerkt habe), sind sie mir eine liebe Gesellschaft geworden.
Ich wusste gar nicht, dass ich so gerne Tomaten esse! (Auch wenn ich seit dem Eigenanbau einen immer größer werdenden Bogen um das Tomatenangebot im Supermarkt mache).

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Und der alljährliche Dschungel in unserem Kräutergarten gefällt mir ebenfalls.

Viele Gärtner klagen darüber, wie arbeitsintensiv  und empfindlich die Paradeiser sind, sogar  – und ganz besonders – gegen Regen!
Was für ein unrühmliches Verhalten – und so etwas in freier Natur!

Also baut man ihnen Dächer und ganze Häuser, ich vermute, die Gartenbaumärkte verdienen gut mit dem geschaffenen Überangebot an Tomatenschutzhütten- und hüllen.

Als  – Gott sei Dank – naiver und uninformierter Tomatenneuling bin ich gar nicht auf die Idee gekommen, dass so etwas nötig sein könnte und nun, nachdem ich seit vier Sommern in Eintracht mit unseren Tomaten lebe, glaube ich auch zuversichtlich, dass es so etwas nicht braucht.

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Vielleicht haben wir einfach nur Glück mit unserem Standort, sonnig und gut durchlüftet.

Noch  mehr glaube ich allerdings, dass es an den angebauten Sorten liegt, kräftige, robuste und standortangepasste Pflanzen, die nicht sehr große, dafür aber sehr schmackhafte Früchte tragen.
Auf jeden Fall bereiten uns unsere Tomaten schon seit langem sehr viele Freude und Genuss.

Eine besondere Entdeckung war für mich in diesem Jahr die Golden Current.

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Diese Wildtomate, auch Johannisbeer-Tomate genannt ist eine sehr robuste und pflegeleichte Pflanze.
Besonders in den ersten Monaten (spätes Frühjahr) wurde sie regelmäßig mit Brennesseljauche  gedüngt, diese nicht unbedingt wohlriechende Brühe hat  ihr anscheinend bestens geschmeckt und bestimmt zu ihrem Wohlbefinden beigetragen.

Die Golden Current  braucht viel Platz, da sie einen starken Wuchs hat und sie muss nicht ausgegeizt werden, sollte aber an einem Spalier gezogen werden. (Wuchs bis ca. 2m)
Und nach unserem ersten jahr gleube ich, ein bißchen ausgeizen kann nicht schaden und erleichtert die Ernte.
Dieses Jahr habe ich sie an einem offenen, ca. 1m hohen Maschendrahtzaun gezogen, was sich als eine zu geringe Höhe erwiesen hat und so überlege ich mir, im nächsten Jahr ein schönes Spalier für sie zu bauen, vielleicht in einer besonders gestalteten Form oder sogar zum ‚Drunter-Durchlaufen’?
Sozusagen ein Ernte-Tunnel.

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Die Golden Current liebt einen offenen, sonnigen Standort und liefert einen enorm hohen Ertrag an täglich frischen Tomaten, die Erntezeit hat bei uns von Anfang Juli bis Ende Oktober, eigentlich sogar bis Anfang November gedauert, selbst zu dieser Jahreszeit hat man immer noch ein, zwei Tomaten gefunden, die geschmeckt haben!

Die kleinen, spritzig wohlschmeckenden gelben Früchte haben einen hohen Säuregehalt und schmecken dadurch sehr erfrischend.

Unsere Golden Currents haben  dem vielen Regen in den letzten Sommerwochen 2013 sehr gut standgehalten. In unserem Stadtgarten sind sie sehr gut anzubauen.
Ohne Dach und Hülle!

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Etwas enttäuscht war ich von ihrer roten Schwester, der Red Current, diese hat bei uns ein sehr undurchdringliches Dickicht gebildet, in welchem man die sehr kleinen (aber zur Dekoration sehr witzigen) Früchte nur mühsam ernten konnte.
Zumindest die Kinder fanden die Mini-Tomaten-Suche recht lustig.

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Die Großen erfreuen sich gemeinsam mit ihnen an der Tomaten-Viefalt in unserem Stadtgarten!
Übrigens:
Die Idee, Golden Current anzubauen, zu beobachten, wie sie an unserem Standort gedeiht und eigenes Saatgut zu vermehren, ist entstanden in Zusammenarbeit mit http://www.social-seeds.net

Danke, Alexandra und Gunilla, auch wenn wir immer viel zu wenig Zeit für euch finden!