Frisches Saatgut für ein schönes neues Gartenjahr!

Der Frühling steht vor der Tür und so langsam jucken die Gärtner_innenfinger!

Wir haben eine kleine Liste von empfehlenswerten Saatgutinitiativen zusammengestellt und wünschen viel Spaß beim Stöbern und Aussuchen.

Empfehlenswerte Saatgutinitiativen:

Dreschpflegel e.V.
Die Dreschflegel – Gemeinschaft besteht aus 14 Biohöfen in verschiedenen Gegenden Deutschlands mit gemeinsamer Vermarktung durch den Dreschflegel – Versand. Bei unserer Zusammenarbeit legen wir Wert auf weitgehende Unabhängigkeit der einzelnen Betriebe.
Biologisches Saatgut ist die Grundlage für den biologischen Anbau im eigenen Garten. Der Handel mit Bio-Saatgut lockt mit Gewinnen und vieles kann sich hinter dem Begriff verbergen: Angeboten wird auch Saatgut, das nur einmal biologisch vermehrt wurde und sonst aus konventioneller Zucht stammt. Diese Arbeitsweise lehnen wir ab! Pflanzenvielfalt entwickeln bedeutet für uns, sich vielen von der Züchtung vernachlässigten Sorten und Arten zuzuwenden, sie zu erhalten und zu verbessern. Auch die jahrelange Züchtung und Auslese ist kontrolliert biologisch.

http://www.dreschflegel-saatgut.de/

Ökologische Saaten – Bingenheimer Saatgut
Die Bingenheimer Saatgut AG handelt ausschließlich mit ökologischem Saat- und Pflanzgut von samenfesten Sorten. Diese können mit stabilem Sortenbild weiter vermehrt werden, das heißt, die nachgezogenen Pflanzen haben die gleichen Eigenschaften und die gleiche Gestalt wie die Mutterpflanze. Sie sind in der Lage, fruchtbare Samen zu bilden, wie es von Natur aus veranlagt ist. Insofern sind samenfeste Sorten das Bindeglied zwischen Vergangenheit und Zukunft der Kulturpflanzenentwicklung und ein Sinnbild nachhaltigen Wirtschaftens.

Die Bingenheimer Saatgut AG ist mit ihren zehn Jahren noch eine vergleichsweise junge Pflanze. Der Samen, aus dem alles gewachsen ist, wurde vor mehr als 30 Jahren gesät. Eine Gruppe aufgeschlossener und engagierter Demeter-Gärtner und -Gärtnerinnen schloss sich im „Initiativkreis für Gemüsesaatgut aus biologisch-dynamischem Anbau“ zusammen. Sie hatten schon in den 80er Jahren erkannt, dass die Saatgutfrage zu einer Schlüsselfrage des Ökolandbaus werden würde. Sie erlebten mit, wie der Siegeszug der heute weit verbreiteten Hybridsorten zu einem drastischen Schwund von samenfesten Sorten führte und mit ihnen die natürliche Fähigkeit zur Vermehrung. Mit Besorgnis erkannte der Initiativkreis, dass die eher biotechniknahen Züchtungstechniken die Grundlagen der biologischen Gemüseerzeugung in Frage stellten.

http://www.bingenheimersaatgut.de

Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt  VEN e.V.
Der VEN e. V. ist Mitglied in der Interessengemeinschaft für gentechnikfreie Saatgutarbeit (IG Saatgut). Hier haben sich Erhaltungs-, Züchtungsorganisationen und Saatgutunternehmen aus dem gewerblichen und nicht gewerblichen Bereich in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Sie setzen auf Züchtungs- und Vermehrungsmethoden, die einem ganzheitlichen Pflanzenbild entsprechen. Den Einsatz von Gentechnik lehnen sie ab.
Weltweite Zusammenarbeit: Die IG Saatgut kooperiert mit Gleichgesinnten auf nationaler Ebene sowie in vielen anderen Ländern.
http://www.nutzpflanzenvielfalt.de

Arche NOAH – Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenvielfalt & ihre Entwicklung
ARCHE NOAH entstand 1989 auf Initiative von GärtnerInnen, BäuerInnen und JournalistInnen, die das Saatgut als Grundlage der Ernährung buchstäblich wieder in die eigenen Hände nehmen wollten. Denn: Seit 1900 ist die Vielfalt unserer Kulturpflanzen durch die Industrialisierung der Landwirtschaft weltweit dramatisch – um 75% – zurückgegangen ! Heute gefährden Gentechnik, Saatgut-Monopole, Klimawandel und Kriege dieses kostbare Erbe.

ARCHE NOAH hält dem eine positive Vision  und zahlreiche Aktivitäten entgegen: ARCHE NOAH bewahrt und pflegt tausende gefährdete Gemüse-, Obst- und Getreidesorten. Erfolgreich arbeiten wir daran, traditionelle und seltene Sorten wieder in die Gärten und auf den Markt zu bringen – dank der Unterstützung von rund 10.000 engagierten Mitgliedern und zahlreichen Förderern.
http://www.arche-noah.at

Samenbau Nordost – Biosaatgut aus Meckpomm und Brandenburg
Samenbau Nordost Kooperative ist ein Zusammenschluss von vier Gärtnerbetrieben, die biologische Saatgutvermehrung von Gemüse, Zierpflanzen und Kräutern betreiben.

Wir bauen vornehmlich alte Sorten, Raritäten und Wildpflanzen an.

Unser Ziel ist es, Privatgärtnern, Selbstversorgen und Direktvermarktern gute Sorten zur Verfügung zu stellen, die standortangepasst, freilandtauglich und robust sind, guten Geschmack und schönes Aussehen haben, weiter gute Erträge auch in ungünstigen Jahren bringen und eine lange Ernteperiode haben. In diesen Bereichen sind alte Sorten unter Umständen besser geeignet als moderne Sorten, die zum Beispiel häufig für die industrielle Einmalernte gezüchtet werden oder bei denen Transportfähigkeit wichtiger wird als besondere Geschmacksqualitäten. Wir arbeiten nach den Richlinien der EG-Ökoverordung und sind den Anbauverbänden Demeter und Verbund Ökohöfe angeschlossen. Wir verstehen uns als Kooperationspartner für die Vereine zum Erhalt der Nutzpflanzenvielfalt, sind Mitglieder im V.E:R:N: und V:E:N:.

Als biologisch wirtschaftende Gärtner/innen bauen wir weder gentechnisch veränderte Pflanzen noch Hybriden an.

Regionales, samenfestes Biosaatgut, sowie alte Sorten aus Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern

VERN e.V.
Der Verein zur Erhaltung und Rekultivierung von Nutzpflanzen in Brandenburg e.V., kurz VERN e.V., wurde 1996 gegründet. Mitglieder sind Privatpersonen, Landwirte, Gärtner und Institutionen/Vereine.
Der VERN e.V. erhält ca. 2.000 alte Nutzpflanzensorten und hält sie für die Allgemeinheit einfach zugänglich. Er erhält zudem das Wissen über den Anbau, den Umgang und die Nutzung der Kulturpflanzen.
Neben der Erhaltungsarbeit betreibt der VERN e.V. auch Öffentlichkeits-, Bildungs-, Beratungs- und politische Arbeit zum Erhalt alter Nutzpflanzen. Dieses und alles Weitere erfahren Sie auf dieser Website.
http://www.vern.de


Anständig essen von Karen Duve

Angenehme Unterhaltung – und das bei so wichtigen und anspruchsvollen Themen wie Massentierhaltung, gesunde Ernährung und Verantwortung und Respekt der Welt gegenüber – geht das zusammen?
Aber ja, Karen Duve beweist das mit ihrem Roman „Anständig essen“.

Wenn man einmal nicht in der Laune oder Verfassung ist, sich mit Fachliteratur zu beschäftigen, sondern sich einfach nur mit einem guten Buch auf’s Sofa pfläzen möchte, kann ich dieses Buch bestens empfehlen.

‚Der Selbstversuch’ (so der Untertitel) bleibt hängen und man hinterfragt seine eigenen Ernährungsgewohnheiten wieder einmal.
Gleichzeitig finden sich im Text immer wieder gute Rechercheeinschübe zu den Themen.

Fazit: Wir müssen und sollten nicht so viel Fleisch essen. Wir sollten endlich wieder damit beginnen, einen respektvollen Umgang mit anderen Lebewesen und unserer Umwelt zu pflegen.

Karen Duve: „Anständig essen – Ein Selbstversuch“, Galiani Berlin 2011


Filmtipp II – 3 Acres in Detroit

3 Acres in Detroit

Two guerilla gardeners want to make Detroit a little greener – with organic farming.

http://www.berlinale.de/en/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20146088#tab=video25

Leider, soweit ich es verstanden habe, zur gleichen Uhrzeit wie „Le Semeur“.


Filmtipp: Le Semeur

Le Semeur
The Sower
Ein Porträt des Künstlers und Samenerzeugers Patrice Fortier, der seine ganze Leidenschaft und Fachkenntnis der Erhaltung der Pflanzenvielfalt widmet.
Patrice mag Rüben, besonders die widerstandsfähigen Sorten, die starkem Wind standhalten. An Pflanzen bewundert er deren Unabhängigkeit. Er pflegt seine Mohrrüben mit derselben Geduld und Akribie, mit der er sich der Samenernte aus seinem Riesenkürbis widmet. Manchmal träumt er von einem bestimmten Kirschbaum, dessen genetisches Erbe er erhalten und verbreiten möchte. Ganz zu schweigen von seinem Stolz auf seine polnischen Kohlrüben. Patrice Fortier ist nicht verrückt, er hat einfach eine Leidenschaft für seine Arbeit. Er lebt auf dem Bauernhof seiner Firma, La société des plantes, im Kamouraska-Tal und bewahrt und züchtet seltene und vergessene Samen, um die Vitalität und Vielfalt unseres landwirtschaftlichen Erbes wiederherzustellen. Unter der Regie von Julie Perron gibt uns Le Semeur auf ungewöhnlich elegante und zuversichtliche Weise faszinierende Einblicke in Fortiers äußerst intensives Leben.
Kanada 2013, 77 Min
In französischer Sprache.

Kino im Martin-Gropius-Bau Mi, 12.2. 22.00 Uhr

https://www.berlinale.de/en/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20141030#tab=video25


WinterZeit – Spuren im Schnee

Der Schnee ist gegangen, ich glaube, es war der Letzte in diesem Winter

Und mit ihm ist gegangen ein Freund von mir, der mich jahrelang begleitet hat.

Vorbei

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Julias letzte Schneespuren

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Wer mag hier wohnen, mitten in Berlin Schöneberg?

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Und wer kann die Zeichen noch deuten?

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Lärmfreie Spuren auf dem Tempelhofer Feld

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Charly’s (erster?) Schnee

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Trampelpfad mit unbekannten Zielen

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WinterZeit – Gärten in der Stadt

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Allmede-Kontor Tempelhofer Feld im Winter.

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Allmede.2.

Allmende.1.

Fotos:
Jugendclub E-LOK; aktive Mitglieder des benachbarten Bürgergarten Laskerwiese, der von ihnen mitaufgebaut wurde. Die
Allmende-Aktivisten tagen regelmäßig in den Räumen des JC E-LOK

Der JC E-LOK ist eine Jugendfreizeiteinrichtung im Ökologischen Bildungszentrum Lasker Höfe.
http://www.jugendclub-elok.de


„Wege in eine ökologische und gerechte Gesellschaft“ Vortrag mit Diskussion

„Wege in eine ökologische und gerechte Gesellschaft“ Vortrag mit Diskussion
Freitag, 21. Februar, 19:30 Uhr
URANIA, An der Urania 17, 10787 Berlin

In Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Eichborn Verlag und der 4. Degrowth-Konferenz

Was braucht der Mensch wirklich – und wie viel? Die Autorin Greta Taubert machte Ernst und tauchte ein in die Welt derjenigen, die versuchen, schon heute anders zu leben. Ohne Geld, Wasser, Strom und Heizung, ohne volle Supermarktregale und ohne funktionierende Infrastruktur. Sie lernte, wie man jagt, schlachtet, im Wald lebt, Tauschhandel betreibt.

Sie traf urbane Nomaden, Mitglieder der Zero Waste Bewegung, Neo-Ökos und Anhänger eines alternativen Finanzsystems, lernte, wie wichtig selbst kleinste Veränderungen am eigenen Lebensstil sind.

http://www.urania.de/programm/2014/t754/


Aktuell: Saatgut-Tauschbörsen in Berlin 2014

SAVE THE DATES!

Saatgut-Tauschbörse Teil I – Eine andere Stadt ist pflanzbar
22. Februar, 15 Uhr
Leila, Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin
Bring dein Saatgut zum Tauschen mit oder lass dich beschenken.
Mit unseren netten Partnern Social seeds, Transition Town Pankow, Mauergarten und Dachgärten für alle.
http://www.leila-berlin.de

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Saatgut-Tauschbörse im Chasinho
Samstag, 1. März 14.00 – 18.00 Uhr

Chasinho – die faire Teestube in Neukölln befindet sichin der Laden-Kooperative „Lenau“ in der Lenaustraße 5, in 12407 Berlin-Neukölln.

http://www.chasinho.org

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Gemeinschaftsgarten Glogauer13
Sonntag, den 02. März von 12h – 17h.
Weltraum, Ratiborstr. 4, 10999 Berlin Kreuzberg.
Wir veranstalten unsere Saatgut-Tauschbörse in Kooperation mit den Kiezwandlern (Transitiontown Initiative Friedrichshain Kreuzberg)

Glogauer 13 – der Gemeinschaftsgarten in Kreuzberg

http://www.transitiontown-friedrichshain-kreuzberg.de/so36/weltraum

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3.Saatgut-Tauschbörse im Familiengarten
Samstag, 15. März 2013, 14 – 17 Uhr
im Nachbarschaftstreff des Familiengarten Mitte
Kluckstraße /Ecke Lützowstraße / 10785 Tiergarten-Süd

Was kann ich aussäen für die Bienen in der Stadt?
Rolf Stengel, Imker im Familiengarten, informiert.

www. wachsenlassen.wordpress.com 

Kontakt: wachsenlassen@web.de

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Saatgut-Tauschbörse Teil II – Eine essbare Stadt ist pflanzbar
Samstag, 22. März, 14 Uhr
Leila, Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin
http://www.leila-berlin.de

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Saatgut-Tauschbörse Teil III – Eine schöne Stadt ist pflanzbar
26. April, 14 Uhr
Leila, Fehrbelliner Str. 92, 10119 Berlin
http://www.leila-berlin.de


Winterstille

Claudio Abbado (1933 – 2014) liebte den Schnee, den Klang, so still und weiß: „Das ist nur ein minimales Geräusch, ein Hauch, ein Nichts.“(Zitat: Die ZEIT, 23.Januar 2014)

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Ja, es ist nicht das Knirschen unter den Füßen (das ich auch sehr gerne mag, so ein sattes Geräusch), sondern eine ganz besondere Stille, die der Schnee uns bringt.

Manchmal, wenn man Glück hat und in die Stille horcht, kann auch der Stadtgarten eine Ahnung davon vermitteln.


Schneezeit

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Es ist Schneezeit,

die Zeit, mit den Kindern  – oder alleine oder mit wem auch immer – hinauszugehen und Spuren zu lesen!