Geflecktes Lungenkraut Pulmonaria officialis…


Vor einigen Tagen hat das gefleckte Lungenkraut in unserem Garten zu blühen begonnen und erfreut uns seither täglich und – wenn wir Glück haben, noch bis in den Mai hinein- mit seiner prächtigen Farbe von tiefem, reinem Blau, das sich aus den rosa und violetten Knospen entwickelt.

Das echte Lungenkraut fühlt sich wohl im lichten Schatten am Gehölzrand, da es hier im Frühjahr genug Sonne zur Laubentwicklung bekommt.

Neben seinen hübsche Blüten zeichnet es sich vor allem durch seine hübschen charakteristisch gefleckten Blätter aus. Die eiförmigen bis lanzettlich verlaufenden, ganzrandigen und leicht behaarten Blätter tragen auffallend weiße Flecken und Pünktchen, von denen das Lungenkraut wohl auch seine Namen erhalten hat, da sie an Lungenflügel erinnern.

Pulmonaria officinalis ist durch seine frühe (und lange) Blütezeit eine wichtige Nahrungspflanze für viele Insekten und auch für eher schatigge Balkone und Kübel geeignet. Das Lungenkraut mag einen gut durchfeuchteten Boden, auf Trockenheit, aber auch auf Staunässe reagiert es empfindlich.

Es ist bei Schwebfliegen und Schmetterlingen beliebt und besonders langrüsselige Bienen und deren Verwandte laben sich am Pollen.

Gärtner*innen und Balkonbesitzer tun also den ersten frühfliegenden Insekten einen Riesengefallen, wenn sie dem Lungenkraut einen Platz im Halbschatten geben – und jede*r, der die blauen Blumen mag, wird sich auf jeden Fall an seinen Blüten erfreuen…

Die Wildtstaude wird seit dem Mittelalter als Heilkraut erwähnt, wobei seine Heilwirkung umstritten ist und in der Schulmedizin nicht anerkannt.

Ihre zahlreichen Inhaltsstoffe wie Saponine, Gerbstoffe und Kieselsäure, wirken auf jeden Fall schleimlösend, reizlindernd, und zusammenziehend (adstringierend).
So werden Aufgüsse bzw. Tees u.a. auch heute noch bei Beschwerden wie Atemwegserkrankungen, Erkältungskrankheiten mit Husten, Heiserkeit, Durchfall und Blasenbeschwerden verwendet.

Aber auch in der Küche ist das Lungenkraut zu verwenden:

Die jungen Blätter haben einen leicht bitteren, leicht kohlartigen und milden Geschmack und passen gut in Wildkräutersuppen und – salate.



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