Schneezeit

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Es ist Schneezeit,

die Zeit, mit den Kindern  – oder alleine oder mit wem auch immer – hinauszugehen und Spuren zu lesen!


Wachsenlassen hat die Agrarindustrie satt!

…. und wer sich uns für Mehr Vielfalt auf dem Acker und im Garten! auf der Demo am Samstag anschließen möchte, findet uns beim VERN e.V. irgendwo hinterm Trecker des Agrarbündnis Agrarwende Brandenburg, um 12 Uhr gehts los vom Potsdamer Platz zum Kanzleramt…

Agrardemo

Alle Infos unter: http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/agrarkampagne/16476.html


Winterblüher

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Was blüht denn da?

Zwar leider (noch) nicht in unserem Garten, aber in unmittelbarer Nachbarschaft, einfach nur am Ende der Kluckstraße, machte mich Julia vor einiger Zeit auf diese schönen Winterblüten aufmerksam.

Inmitten dem Grau des Stadtwinters schickt er seine zart- bis leuchtend rosa Blüten, die, wenn man sich die Mühe macht, sich ihnen zu nähern, mit ihrem feinen Duft bezaubern.

Es ist der Viburnum bodnantense ‚Charles Lamont‘ / Bodnant Schneeball ‚Charles Lamont‘ , bei uns auch Winter-Schneeball  oder Duft-Schneeball genannt.

Es ist ein kleiner Strauch, straff aufrecht und dicht verzweigt, später leicht überhängend und er wird  bis zu 250 cm hoch und ähnlich breit.

Seine rosa Blüten in endständigen Blütenrispen, die extrem zahlreich und duftend sind, zeigen sich von Januar bis April.
Der Viburnum bodnantense ist ein Flachwurzler, der Ausläufer bildet, frische Böden bevorzugt, dabei aber relativ anspruchslos ist und eine geschützte, sonnig bis absonnige Lage mag.

Das Schönste an ihm:
Er blüht wirklich mitten im Winter, mitten in der Stadt, man muss nur innehalten und hinschauen.


Wachsenlassen hat die Agrarindustrie satt!

Am besten hingehen!

Agrardemo

Alle Infos unter: http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/agrarkampagne/16476.html


Laub kratzen

Jedes Jahr treffe ich sie wieder, die armen Gesellen, die nackt und frierend ihr Dasein in unserer ‚Stadtnatur“ verteidigen.
Mag der November vielen von uns als der Graueste unter den Monaten erscheinen, so kommt  für mich durch den Anblick dieser armen Gesellen noch eine Dimension des Grausamen hinzu.
Schon droht die Melancholie des Herbstes, mit der ich eigentlich ganz gut leben kann, in eine handfeste Depression umzuschlagen.

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Zitternd, frierend und ungeschützt stehen sie da im harten, verfestigten Boden, den außer ihnen kein noch so kleines Lebewesen bewohnen kann und mag.
Alles ist weggekratzt und wird neuerdings auch mit lautem Getöse weggepustet, kein weiches Bett aus Laub verspricht Schutz vor dem Winter und ein geselliges Beisammensein mit aktiven Käfern, Spinnen, Würmern und ähnlichem Getier, die für neue Nahrung und Wohlbefinden sorgen könnten, ist nicht  möglich.

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Was ist es bloß, das den Menschen dazu antreibt, auch in seiner ‚Restnatur’ alles sauber und ordentlich zu halten?
Gefallen sie wirklich, diese kahlen, grauen Stellen, aus denen nackte Stämme und stachelige Äste hervorschauen?

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Keine Frage,
auch ich bin der Meinung, dass Wege und Rasenflächen vom herab gefallenen Novemberlaub, das langsam glitschig und braun wird, befreit werden sollten.
Auch ich wünsche mir nicht, dass die grüne Spielwiese in den nächsten Jahren mehr und mehr von braunen Flecken unterwandert wird, auf denen sich andweres ausbreiten möchte als ein ‚gepflegter‘ Spielrasen.

Gärtnern bedeutet halt auch kultivieren, warum nicht, wenn es im möglichst großen Einklang mit der Natur geschieht?
Aber was ist mit den anderen Bereichen?
Den Hecken und Beeten entlang des Wegesrandes?

Warum müssen Büsche und Bäume jedes Jahr im November grau, kahl und frierend – aber ordentlich? – in völlig ausgelaugter, festgetretener  Erde stehen, die keinerlei Chance hat, sich wieder zu erneuern, schlicht und ergreifend aus dem Grunde, dass kein ‚Nachschub’ geliefert wird?

Und wohin mit all dem ekligen Laub?

Ab in die Tonne!
Wir bestellen Container, die das ‚überflüssige’ Laub entsorgen, wohin, wollen wir gar nicht wissen. (Aber dafür halten wir, wenn wir es uns leisten können, immerhin den Wirtschaftszweig der Container- und Entsorgungsunternehmen am Laufen).

Es geht auch anders:

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Ich muss zugeben, es hat eine längere Zeit (zwei bis drei Jahre lang jeden Herbst?) mit immer wieder den gleichen Diskussionen (die Gärtnerin war schon so weit, dass sie sich geweigert hat, noch einmal mit irgend jemandem über dieses Thema zu reden) gebraucht, um etwas zu verändern und, wie wir hoffen, für das Thema zu sensibilisieren.

Heckenbereiche neben den blank gefegten Wegeplatten sehen  – wie ich finde – ordentlich und trotzdem wohlig eingepackt aus, der Winter kann kommen!
Und fast schein es mir, als wenn die Sträucher uns damit belohnen, ihr Blätterkleid noch etwas länger zu tragen (Vielleicht, weil sie beruhigter sind, da sie nicht das Gefühl haben, permanent für Nachschub beim Winterschutz sorgen zu müssen).

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Das funktioniert auch direkt neben der Buddelkiste, die Wegeplatten sind von unserem umsichtigen Hausmeister sorgfältig frei gefegt worden und der Holunderstrauch kann sich gemütlich und gesichert auf kalte Zeiten einstellen.
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Also, auch wenn mich manchmal meine Mitmenschen verwundert anschauen, eigentlich mag ich  ihn, den November, er hat seinen eigenen Reiz wie andere Monate auch, wenn man ihn nur ein wenig sein  lässt, wie er nun einmal ist.
Er bietet und ruhige, nebelige Landschaften mit Weitblick, Ruhe und Zeit zur Reflexion und …immer noch Blätterschlurfen und sich unter eine (Blätter-) Decke zurück ziehen.

Warum es noch aus einigen anderen lebenswerten Aspekten sinnvoll ist, nicht alle Laubblätter aus ihrem Garten wegzukratzen, darüber informiert sie zum Beispiel der NABU unter:

http://www.nabu.de/oekologischleben/balkonundgarten/gartentipps/02891.html